Kichererbsentaler Minztsatsiki


Zu einer Einladung sollte etwas mitgebracht werden – ein schöner Anlass, sich mal wieder mit Kleinigkeiten abzugeben, nämlich mit Mezze, Tapas, Antipasti und wie die kleinen Schweinereien sonst auch immer heißen.

Ich hab schon einige Bücher mit einschlägigen Rezepten, aber eins mehr geht immer und so hab ich bei einem kleinen, feinen Band zugegriffen: Mezze Ein magischer Genuss im G U Verlag von Bettina Matthaei und Mohamad Salameh.

Das Buch hat im Hauptteil drei Kapitel mit verschiedenen Mezze. Einmal traditionelle, dann feine und neue, und schließlich opulente Mezze. Es gibt auch ein Dessertkapitel. Gut finde ich den Anhang, der arabische Gewürze, Pasten, Saucen und Mischungen aufdröselt, damit man sie nachmachen kann, außerdem gibt es ein Glossar, das unbekannte Begriffe aufschlüsselt. Vorschläge für Mezzetafeln gibt es auch, wie auch Literaturtipps.

Kurz, ein schönes Buch mit tollen Fotos und für Westler ungewöhnlichen Kombinationen.

Ich wußte schon vorher, daß eine der Vorspeisen etwas mit Kichererbsen werden sollte, aber Falafel wollte ich nicht machen.Ursprünglich wollte ich eine Art spanischen Kichererbsensalt mit Paprika, Manchego und Serranowürfeln  machen, aber hab mich dann zu den Talern umentschlossen.. Den Käse hab ich in kleinen Würfelchen unter den Teig gegeben, den Schinken ließ ich weg. Ich hab mich an die Gewürze im Buch gehalten. Ich hab kleine Taler gemacht, mit 2 Eiern und etwas Mehl (ich hab zuerst nur ein Ei und kein Mehl genommen, da fielen sie auseinander).

2 Dosen Kichererbsen =450 g

1Tl Koriandersamen

1 Tl Kreuzkümmelsamen oder gemahlen

1/4 Tl Zimt

6 Pimentkörner

1 Tl Natron (für bessere Bekömmlichkeit der Hülsenfrüchte)

1/2 Bund Koriandergrün

Handvoll glatte Petersilie

80 g Manchegokäse

2 Eier

etwa 50 g Mehl

Salz

Pfeffer

etwa 100 ml Wasser

Die Gewürze, die ganz sind, rösten; wenn sie duften, in den Mörser, oder wie bei mir in die Krups-Kaffeemühle  🙂  und die pulverisierten Gewürze auch dazugeben.

Koriandergrün und Petersilie fein wiegen, alle Zutaten zu einem nicht zu festen Teig vermischen.

Eine Pfanne mit einer großzügigen Menge (1/2 cm) neutralem Öl befüllen und erhitzen. Ich hab immer einen mittelstark gefüllten Eßlöffel als Maß genommen. Sie brauchen bei mittelhoher Hitze pro Seite etwa 4 Minuten.

Dazu hab ich ein Tsatsiki aus griechischem Joghurt, einer halben geraspelten Salatgurke, Saft einer halben Zitrone, 1/2 Bund Minze, Knoblauch und Salz gerührt.

Die Taler sind fluffig wie Blinis und würzig – lecker. Der Minztsatsiki gibt eine sehr frische Note dazu.

Kichererbsentaler-Minztsatsiki

Kichererbsentaler-Minztsatsiki

Kartoffel-Kürbisrösti mit Tsatsiki


Dadurch daß ich Tags zuvor Kürbissuppe gemacht habe, blieb die Hälfte des Butternut-Kürbis übrig.
Den hab ich jetzt nach einem weiteren ‚essen & trinken spezial-Die besten Rezepte vom Land‘ Rezept aufgebraucht.
Ich will hier auch nicht auf die Unterschiede von Rösti und Kartoffelpuffer eingehen, sondern nur sagen, daß ich den Namen vom Original übernommen habe.
Das Rezept steht in meiner Variation da, weil ich keine Lust auf genaues abmessen hatte.

Rösti
4 mittelgroße Kartoffeln schälen, fein reiben abtropfen Stärke und Wasser trennen Stärke zurück in die geriebenen Kartoffeln Wasser weg.
1 Zwiebel fein reiben
1/3 Butternut Kürbis grob raspeln
Muskat Salz Pfeffer
1 Ei
2 EL Mehl
Petersilie fein hacken

Alles zusammen mischen. Die Masse sollte nicht zu feucht sein, aber sie ist feucht. In der Pfanne mit etwas Öl anbraten, wenden, warmstellen. Der Bratprozess dauert 3-4 Minuten auf jeder Seite, vorausgesetzt, sie sind nicht zu dick. Ich hab sie im Ofen ein paar Minuten nachziehen lassen.

Tsatsiki
1 griechischer Joghurt 10%
1/2 Knoblauchzehe
1 Stück Gurke geschält und gehobelt (ich hatte keins)
Zitronensaft
Salz
frischer Dill

Als Einlage
Schafskäsewürfel

Das ganze hat sehr gut geschmeckt, die Rösti werden durch den Kürbis fruchtiger und zarter.  Tsatsiki passt sehr gut mit seiner Säure dazu, wie auch die Schafkäsewürfel etwas Textur verleihen, sprich-etwas Biss. Werd ich bestimmt wieder mal machen.