Stadtgeometrie


Ich habe hier schon mehrfach darüber geschrieben, wie der Schaffensprozess bei mir oft ohne konkrete Idee beginnt und erst mit der Zeit einem Gedanken folgt, der aus der Zeichnung/der Malerei/ dem Schaffensprozess selbst entspringt.

Oft sind diese Anfänge geometrischer Art, weil ich das immer schon mochte, zu sehen, wie sich verschiedene geometrische Körper zueinander verhalten.

Beim Zeichnen passen dann manche Formen auf eine Art zusammen, wie sie es in der regelmäßigen Geometrie nie könnten. Sie werden irgendwie organischer, und zwar weil sie durch einen Menschen gezeichnet, statt durch das Lineal definiert zu werden.

 

Man sieht eine Kreidepastellzeichnung in Braun-, Blau-, und Weisstönen. Die Farbgebung läßt an mediterrane Gegenden denken. Es gibt im Bild mehrere Dreiecke, die Fensterrahmen oder sonstige architektonische Sachen sein könnten, wie zum Beispiel Türen. Im Vordergrund in der Mitte steht eine Art von Turm, vielleicht von einer Kirche oder einem Minarett oder einem Ausguck.

Die starken Diagonalen, die das Bild durchziehen geben eine Illusion der Perspektive und bilden das organische Korsett für die Geometrie der Architektur. Das weißliche Dreieck ganz im Vordergrund lässt einen Platz/eine Plaza im Vordergrund erahnen und sorgt für ein weiteres Element urbaner architektonischer Kürzel.

Die Arbeit hat ein Maß von 24×32 cm.

 

 

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Saxophonbogen


Nach einiger Zeit gibt es hier wieder einmal ein Saxophonbild. Das abgezeichnete Bild ist das Gleiche wie bei “Hornbogen” vom 15. Juni.

Das heutige Bild wurde auf einem Tonzeichenpapier gezeichnet. Es hat eine Riffelung, die den Strich interessanter macht.

Dadurch daß der Untergrund die gleiche Farbe wie eine der Pastellkreiden hat, konnte ich ein wenig damit spielen.

 

Hier liegt der untere Teil des Bogens im Schatten und der Effekt ist, daß das Horn sich aus dem Hintergrund erhebt, als würde es aus dem Wasser entsteigen oder sich hinter einem Tuch präsentieren.Durch den relativ dunklen Untergrund kann man auch interessante Highlights mit dunkleren Partien in Gegensatz setzen.

Die Zeichnung ist eine schnell hingeworfene, wenngleich es nicht so schnell passiert ist, wie man denken könnte. Aber der Eindruck ist durchaus gewollt, weil er das Spontane, das der Improvisation beim Jazz innewohnt, dadurch meiner Meinung nach gut zum Ausdruck kommt.

Die Arbeit hat eine Größe von 24×32 cm und stammt aus dem Jahr 1989.