Spaghetti Salsiccia Oliven Passata Pecorino


Eigentlich bräuchte ich dieses Rezept nicht mehr posten, aber es gab hier wieder kleine Veränderungen (wie den Paprika und den Pecorino) und dann noch die bei mir eher seltene Zutaten wie die sehr leckeren Taggiasci Oliven oder die zugegeben gekaufte Passata (die gibt es gekauft eigentlich nie).

Dazu hatte ich auch noch frisches Basilikum, was ein Pastagericht gleich nochmal authentischer macht. Vielleicht hier aber noch mit allen Zutaten:

  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleine Chili gemörsert, oder eine Messerspitze Cayenne
  • 1 Spitzpaprika in Rauten
  • 10 cm Fenchelsalsiccia gut angebraten
  • 1 Tl Kapern
  • 2 El Taggiasca Oliven
  • 4-5 Blätter Basilikum, zerpflückt
  • 1 Schluck Weisswein
  • 1 Tasse Passata
  • 1 kleiner Kochlöffel Pastawasser
  • 2 Portionen Spaghetti (160 g)
  • Pecorino

Diese Menge reicht für 2 Portionen. Einfach alles nacheinander hinzufügen, die Salsiccia lange genug garen, auch die Passata einige Minuten bei reduzierter Hitze auf die Salsiccia einwirken lassen. Die Sauce mit dem Pastawasser strecken und sämiger machen, am Schluss den Pecorino drüber reiben – es geht natürlich auch Parmesan oder Grano, Pecorino hat aber etwas schafig Eigenes 🙂

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Casareccia Pfifferlinge Paprika Tomaten Oliven Feta


Ich musste nach der Arbeit noch schnell in die Stadt, Geld holen und ging noch schnell zum Pischzan, dem Edeka mit ungarischen Wurzeln. Dort sah ich aber nichts, das meinen Appetit anregte, ausser einer Paprika, die sich herausstellte als Apfelpaprika aus Rumänien, eine flache und gedrungene Sorte. Ich nahm eine mit und überlegte schon, wie ich sie in ein Pastagericht integrieren könnte.
Jetzt musste ich noch schnell zurück zu meinem Gemüsehändler, um dort noch nachzuschauen, ob er Pfifferlinge hat. Hatte er und dazu noch geile Tomätchen, dünnwandig, süss und teuer, ausserdem eingelegten Feta, auch eine sehr gute Qualität, extra mit einer Thai Chili und Taggiasca Oliven. Ein kleiner Strauss glatte Petersilie rundete den Einkauf ab und liess mich dem Kochabend entgegenfiebern 🙂 .
Die Casareccia Pasta hatte ich vor ein paar Wochen gekauft, aber noch nicht probiert. Ich hatte davon einmal ein Weihnachts Spezial, irgendwelche “tollen” Custom Nudeln, die aber 25 Minuten brauchten, um bissfest zu werden. Diese hier waren ganz anders: Nach etwa 10 Minuten testete ich sie und hatte sie dann schon nach etwa 13 Minuten auf dem Teller.

Zu dem Topping ist zu sagen, dass ich alles für ein mis en place vorbereitete, sprich putzte, zurecht schnitt und in kleine Schälchen gab, damit ich nur noch danach greifen musste.
Zuerst gab ich den Apfelpaprika in kleinen Quadraten mit dem Thai Chili in heisses Olivenöl und briet ihn langsam gar, dann gab ich die Pfifferlinge dazu, anschliessend wurden diese Zutaten geparkt.

Dazwische hatte ich die Pasta aufgesetzt. Als sie fast soweit war brachte ich die Pfanne zurück auf Temperatur, gab 5 der Tomaten dazu, liess sie schmelzen und streute etwas Petersilie drüber.
Als alles miteinander vermischt war gab ich Feta und Oliven obenauf und streute nochmals Petersilie drüber.

Fazit: Man würde meinen, dass Pfifferlinge und Feta verschiedenen Kulturkreisen angehören. Mag sein, dann eben ein Hoch der kulturellen Verständigung! Es hat alles zusammen wunderbar geschmeckt, ein Spaziergang durch Süd- und Osteuropa. Ein Wort noch zu den Apfelpaprika, weil man die sehr selten sieht: Sie sind dickfleischig, süss und sehr gaumenschmeichelnd. Eben gar nicht wässrig, wie die normalen Paprika und auch nicht dünnwandig wie meine üblichen Lieblinge, die Spitzpaprika. Die Exemplare, die ich sah, waren etwas klein zum Füllen, aber vielleicht könnte man sie als Fülle benutzen, sie waren jedenfalls ausgesprochen wohlschmeckend.
Eigentlich wollte ich am Schluss noch etwas Parmesan drüber reiben, aber ich habs vergessen und auch nicht vermisst 🙂
Das Gericht ist vegetarisch. Ohne Feta ist es vegan.

Freitags gibt’s Fisch 2


Heute wollte ich die vegetarische Serie für’s Wochenende unterbrechen. Ich hatte Lust auf Fisch und ging direkt nachdem ich Zuhause ankam zum Fischhändler über die Strasse.

Dort gab es Schwertfisch und eine Menge anderer Leckereien. Der Schwertfisch hatte eine große Oberfläche, aber ich bat ihn (den Vater) das Stück etwas dicker zu schneiden, damit es nicht Gefahr läuft, auszutrocknen. Beim Wiegen zeigte die Waage 400 g an. Der Mann ist immer sehr freundlich und entschuldigte sich fast für die Größe und stellte die Waage vom Preis von €29.90 auf €25.90. Jetzt kostete mich das Premiumstück nur noch €10.30. Und dann langte er in die Vitrine und schenkte mir noch 2 Gamberi, diese fetten Meeresbewohner, die fast so dick sind wie Langustinos. Hab ich schon erwähnt, daß ich dort sehr gerne einkaufe? 🙂

Danach ging ich nebenan zum Gemüseladen und kaufte eine Zucchini, ein paar Taggiasca Oliven, etwas Kresse und eine Rispe Honigtomaten. Die waren sehr teuer (€2.29/100 g), aber supersüß und reif. Hochzufrieden mit meinen Einkäufen ging ich nach Hause, um mich erstmal zu sortieren.

Der Schwertfisch wurde ungewürzt in einer Grillpfanne angebraten, in einer Technik, die dieses Muster verursacht: Schräg zu den Grillstreifen legen, 2 Minuten braten/grillen, dann nach der Längsachse wenden, wieder 2 Minuten, dann der Querachse nach wenden, wieder die gleiche Zeit abwarten und dann nochmal nach der Längsachse wenden. So werden beide Seiten gemustert, und man verliert nie den Überblick, wo das Grillgut schon gelegen hat. Die Tomaten gab ich hier hinzu, damit sie mehrere Minuten hatten unten weich zu werden.

Die Gamberi kamen im letzten Drittel des Garprozesses des Schwertfischs in die Grillpfanne. Sie brauchten nicht mehr als 30 Sekunden pro Seite (die Pfanne war ziemlich heiß).

Sie bekamen ordentlich Röststoffe. Ich hab sie vorher geschält und entdarmt.

Die Zucchini wurden mit einem Buntmesser in nicht zu dünne Scheiben geschnitten und in Olivenöl angebraten. Durch das Schnittmuster ergab sich ein schönes visuelles Bratergebnis.

Eine Spitzpaprika hatte ich auch noch und schnitt sie klein, um sie ebenfalls anzubraten.

Später wurden beide Gemüse wieder erwärmt, wobei eine kleingehackte Knoblauchzehe dazugefügt wurde.

Aus einem halben Bund Petersilie, etwas Olivenöl, Salz und einer halben Knoblauchzehe machte ich in meinem kleinen elektrischen Mixer ein Petersilienöl, das ich später auf dem Teller verteilte.

Weitere Zutaten für dieses Gericht waren Kapern für den Fisch, wie auch etwas Olivenöl und Zitronensaft. die eine Sauce Grenoble entstehen liessen. Dazu verteilte ich ein paar Taggiasca Oliven, die von meinem Gemüsehändler als die Besten überhaupt tituliert und dementsprechend hochpreisig gehandelt werden.

Insgesamt ein sehr leckeres Gericht.

Ich hab den Fisch tatsächlich in zwei Hälften geteilt und einen Teil eingefroren – die Portion für heute Abend kostete demnach €5.15. Der Gemüsehändler wollte €7.23 von mir, ein Löwenanteil waren bestimmt die Tomaten, und von denen hab ich noch die Hälfte übrig. Auch Kresse gibt es noch 🙂

Im Lokal hätte dieses Gericht je nach Lokalität zwischen €25 und €39.95 gekostet, wenn es gereicht hätte. Heute rechnet man mit einem Faktor von 4:1, d.h. Warenkosten mal vier. Ich hab die Sachen, die ich Daheim hatte, gar nicht dazugerechnet.

Fazit: Superlecker! Wenn man fleischigen Fisch will, gibt es nur Thunfisch, Schwertfisch oder andere Fische wie Seeteufel. Aber Thun- und Schwertfisch sind schon in einer Kategorie, die sich stark von anderen Fischen unterscheidet.

Sehr zu empfehlen! Wenn jemand meint, er müsse ein Sättigungsbeilage dazu geniessen – Ich würde ein Baguette empfehlen.

 

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