Köfte Zwiebelsalat Bulgur Zaziki Peperoni


Eigentlich hatte ich Lust, einen Adana Kebap selbst zu machen. Wie sich herausstellen sollte, hätte ich schon am Tag vorher beginnen müssen. Dadurch verringerten sich meine Möglichkeiten und ich steuerte um. Statt Grill (hätte sich nicht gelohnt), gab es jetzt alles aus Pfanne und Ofen.

Köfte: Die Hackbällchen machte ich aus Lammhack. Dazu gab es Salz, Harissa, Thymian und Oregano, Paprika, Zwiebel, Knoblauch, Petersilie, zerzupftes Toastbrot und ein Ei. Alles schön durchgemengt und Kugeln daraus gedreht, dann auf beiden Seiten angebraten, aufgespiesst und die Ränder langsam gebräunt.

Zwiebelsalat: Eine Gemüsezwiebel halbieren, quer zur Mitte in dünne Streifen schneiden, zwei Tomaten assymetrisch aufschneiden, eine Handvoll Petersilie fein hacken, Salz und Sumach dazugeben, alles mit den Händen mischen, ziehen lassen.

Bulgur: Bulgur/Wasser 1:2 mischen, salzen, aufkochen, auf kleinste Flamme drehen und 7 Minuten mit Deckel köcheln.

Peperoni auf einer Alu Schale im Ofen anbraten.

Griechischen Joghurt mit zerriebenem Knoblauch und Zitronensaft vermischen, ziehen lassen.

Ich bin sicher, das Gericht in einem guten Türkischen Lokal besser zu bekommen. Ebenso sicher bin ich aber, daß ich heute sehr leckeren Salat, Fleisch und Beilagen gegessen habe. Die verschiedenen Gewürze machten das Essen zu einem (Urlaubs)genuss 🙂

Something for everyone


Ich hatte Freunde eingeladen, und machte mir wieder Gedanken, was ich denn anbieten könnte – ein Freund isst keine Pasta (wegen des glibschigen Mundgefühls), ein anderer will Abends keine Kohlenhydrate zu sich nehmen. Seine Frau wiederum mag am liebsten wenig oder gar kein Fleisch.

Ich hatte Zeit einzukaufen und entschied mich Nach und Nach für ein Menü, das ich komplett vorbereiten könnte, um dann mit den Freunden am Tisch sitzen zu können, anstatt immer wieder mit der Zubereitung irgendwelcher Speisen beschäftigt zu sein.

Beim Einkauf richtete ich mein Hauptaugenmerk darauf, die bestmöglichen Zutaten zu bekommen. Der Mozzarella di bufola zum Beispiel ist so frisch und zart (von der Spezialitätentheke des italienischen Markts um die Ecke), daß er anfängt zu laufen, wenn man ihn aufschneidet.

Die Salsiccia mit Fenchel ist aus dem gleichen Geschäft und wurde hier schon öfters verbloggt.

Die Cecci (Kichererbsen) waren italienische Dosenware. Vor Jahren hab ich mir einmal die Mühe gemacht, sie selbst weich zu kochen, aber es gibt ausser Energieverschwendung keinen Unterschied.

Zu den einzelnen Posten:

Selleriestangen, Karotten und Paprikastreifen in Eiswasser, damit sie schön knackig bleiben, bevor sie als Dippwerkzeug benutzt werden können.

 

Essen mit Dipps und Bällchen 1

 

Jetzt die Salate:

Als erstes der Insalate caprese – ich hab das Olivenöl schon drübergegeben, den Balsamico gab es, nachdem das Foto gemacht wurde, kurz vor dem Anrichten.

Hier kam der wunderbare Mozzarella di bufola zum Einsatz.

Essen mit Dipps und Bällchen 2

 

Ich persönlich mag den Mozzarella lieber auf einer Pizza, also machte ich noch meinen Alltags-Lieblingssalat, eine westeuropäische Annäherung an einen griechischen Bauernsalat.

Er ist so einfach wie lecker: Gurken in Würfeln, Tomaten, Feta, Petersilie, Olivenöl und Zitronensaft. Ach ja, Salz und Pfeffer!

 

Essen mit Dipps und Bällchen 3

 

Jetzt die Dipps:

Hier zuerst das Hummus. Die 2 Dosen Kichererbsen würden in einer Küchenmaschine püriert (das nächste Mal nehm ich den Mixer!), wobei die Flüssigkeit von einer der beiden Dosen hinzugefügt wurde. Nachdem die Masse etwas cremiger war gab ich 2 gute El Tahina dazu, wie auch einen guten Schluck Olivenöl und den Saft einer halben Zitrone.

Das mischte ich noch eine Weile und gab dann 2 Zehen zerriebenen Knoblauch, 1 Tl frisch gemahlenen Kreuzkümmel Pfeffer und Salz dazu.

Beim Servieren zog ich ein paar Furchen in die Hummusmasse und füllte sie mit Olivenöl. Es gab dann noch Bahnen von Paprika, Petersilie, Kreuzkümmel und Sumach (hab ich mir vor ein paar Monaten gekauft, nachden ich es per Zufall irgendwo entdeckt hatte (ich hab vergessen, wo).

 

Essen mit Dipps und Bällchen 4

 

Einer meiner Lieblingsdipps darf nicht fehlen, hier eine ganz schlanke Version, trotzdem genausolecker wie die aufgepimpten anderen Rezepte:

Guacamole – 2 Avocados, die leider nicht perfekt waren und ich die grauen Stellen herausschneiden mußte, Saft einer Limette und Salz.

An dieser Stelle will ich auch nochmal betonen, daß die wichtigste Würze für Avocado Salz ist! Nach Rücksprache gab ich zum Schluß noch Koriandergrün dazu.

 

Essen mit Dipps und Bällchen 5

 

Jetzt zu den Fleischvariationen:

Ganz einfach – Salsicciabällchen. Nur die Bällchen, sonst nichts! Aus dem Wurstdarm entfernte Fülle zu kleinen Kugeln abgedreht.

 

Essen mit Dipps und Bällchen 6

 

„Chinesische“ Spare Ribs – Ich hab die BBQ Versionen des Sommers hier hinter mir gelassen und wollte eine andere Erfahrung.

Ich fand ein (mehrere sehr ähnliche!) Rezept(e) für amerikanische „chinese style ribs“, die im Slow Cooker gemacht werden können. Das kam mir gelegen, weil ich mich 10 Stunden nicht um die Rippen kümmern müsste. Soweit, so gut. Das Rezept war denkbar einfach: 80 ml Sojasauce, 80 ml Aprikosenkonfitüre, 1 El Ketchup, 1 Tl Knoblauchpulver, 1 Tl Zwiebelpulver, 1 Tl Ingwerpulver.

Die Ribs wurden in einzelne Stücke geschnitten und in den Slow Cooker gegeben. Mit einem Pinsel trug ich die Marinade/Sauce auf, legte den Deckel auf und stellte den Cooker auf „Low“.

Am Nachmittag fing es an zu riechen, und ich hatte die Ribs mehrfach eingepinselt. Es war inzwischen auch mehr Flüssigkeit im Topf.

Als ich eine der Ribs versuchte, war ich enttäuscht – sie schmeckten sehr dumpf und hatten so gar nichts von dem, was ich mir erhofft hatte.

Ich ging zum teuren Russen und kaufte eine saftige Bio-Orange. Ich rieb die Zeste der Orange ab und gab die knappe Hälfte schon mal zu den Ribs. Die Ribs selbst stellte ich auf AUS und füllte die Flüssigkeit in einen Topf um. Den kochte ich ein. Ich gab den Orangensaft dazu und etwas Reisessig. Jetzt hatte die Sauce das süß-säuerliche, das ich wollte.

Kurz vor dem Servieren gab ich die Ribs in ein anderes Behältnis, pinselte sie mit der konzentrierten Flüssigkeit ein und machte sie im Backofen warm. Den Rest der Orangenzeste verteilte ich auf diese Ribs.

 

Essen mit Dipps und Bällchen 7

 

Es gab auch noch Hackbällchen Rind/Schwein, in einer Tomatensauce mit Paprika und sowohl Ancho- wie auch Chipotlechili Stücken. Die Sauce durfte eine Weile ziehen und wurde dann im Mixer fein püriert. Die Chilis gaben der Sauce ein mexikanisches Flair, aber leider keine Schärfe. Ich griff zu rabiateren Mitteln. Ich hatte noch eine Habanero herum liegen. Normalerweise sind dire mir zu scharf. Hier aber schnitt ich die Hälfte ab und pürierte den Chili mit. Jetzt hatte die Sauce den Kick den ich suchte.

 

Essen mit Dipps und Bällchen 8

 

 

Der Rest der Geschichte ist, daß die erste Absage am Abend zuvor eintrudelte. Es war eine legitime Absage. Am Nachmittag des Essens (3 Stunden vor dem Termin) die Botschaft, daß es der Mutter des Paars schlecht geht und ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Andere Familienmitglieder sind im Urlaub.

Mein Freund S. wußte von diesen Entwicklungen nichts, hat sich aber gewundert, als ich ihn fragte, ob er einen guten Appetit mitgebracht hat 🙂

Wir haben geschlemmt – es gab außerdem noch eine Käseplatte, heute hab ich alles Mögliche eingefroren. Ich denke, ich kann 2 Wochen Essen mit ins Geschäft nehmen und immer wieder gut essen.

 

 

 

 

Salat Tomaten Thun Feta Oliven Sumach


Je länger man dabei bleibt, desto mehr läuft man Gefahr, sich zu wiederholen.

Dagegen spricht, daß ich an den Statistiken sehen kann, welche Posts abgerufen werden. Zumindest von meinen Followern. Andere, die hier nur per Zufall vorbeikommen, haben auch statistisches Gewicht, werden aber nicht so genau unter die Lupe genommen.

Ich kann jedenfalls feststellen, daß ab und zu ein paar derer, die mir folgen, auch in die Tiefe recherchieren und alte Posts ausgraben und auch liken oder mögen. Das finde ich natürlich schön, speziell, weil es früher einige Jahre! gegeben hat, ohne dass es irgendeinen Like gab. Aber genug des Selbstmitleids 😉 . Ich wollte damit nur ausdrücken, daß Gerichte, die ich gefühlt schon 5mal gepostet habe, nicht unbedingt von den jetzigen Lesern wahrgenommen worden sind, und ich es durchaus entspannter angehen könnte, wenn mir mal nichts einfällt.

Hier ist so ein Fall: Ähnlich gibt es den Salat hier und anderswo bestimmt schon tausendfach. Aber ich hab vor ein paar Wochen ein Gewürz gesehen (in einem deutschen Supermarkt), von dem ich gehört hatte und das aus dem Nahen Osten stammt. Sumach. Es wird, wie ich lesen konnte, auf eine Vielzahl Gerichte gegeben und verleiht diesen einen erfrischenden säuerlichen Touch.

Gerade für Salate soll es gut sein, und das hat heute für mich gepasst.

Der Salat ist schnell gemacht: Einen Romano Salat in Streifen waschen, abtropfen lassen, ein paar Kirschtomaten waschen, vierteln, Feta in kleine Würfel schneiden, kleine Dose Thun aufmachen und abtropfen lassen, Oliven aus dem Glas holen, eine kleine Handvoll Basilikum in Streifen schneiden und alles anrichten. Eine Salatsauce anrühren, hier würde mal wieder eine mit Balsamico passen, aber ich hab wieder meine übliche mit Senf gemacht, und drüberträufeln. Jetzt den Sumach in Prisen über dem Salat verteilen.

Teilweise hab ich’s geschmeckt, das war eine gute Säure, teilweise war es wohl zu wenig um es zu schmecken.

Muß ich nochmal ausprobieren.

Auf den Fotos sind das die kleinen Tupfen, die schwarz aussehen. In Wirklichkeit sind sie burgunderrot.

 

Salat Tomate Feta Olive Thun Sumach 1

 

Salat Tomate Feta Olive Thun Sumach 2

 

Salat Tomate Feta Olive Thun Sumach 3