Thun Sesam Spargel


Heute ging ich meinen Fischhändler besuchen. Ich wusste ehrlich gesagt nicht, was ich wollte, aber ich sah dort gleich ein Endstück Thun in Sashimiqualität. Weil das Stück für mich zu gross war, liess ich mir eine Scheibe davon abschneiden.

Nebenan nahm ich 5 Spargelstangen mit und wackelte wieder zurück in meine vier Wände. Es wurde ein sehr schnelles Essen: Die Spargel waren schnell geschält und in einer normalen Pfanne mit Wasser und Salz und Zucker bald bissfest gegart.

Für den Thun marinierte ich auf einer Seite mit Sojasauce (15 Minuten) erhitzte ihn in meiner kleinen Le Creuset Pfanne mit Rapsöl und einem kleinen Schuss Sesamöl, nur 2 Minuten pro Seite, und gab dann die eine Seite in einen Teller mit weissem Sesam.

Dann gab ich den Spargel auf den Teller, ein Stück Butter drüber und den Thun daneben. Im dritten Bild sieht man wie roh der Thun noch ist. Ich liebe es! Nicht im Bild ist eine Zitrone, die bei Thun und Spargel für interessante Nuancen sorgte.

Kalb Pilze Salbei Speck Paprika


Heute bekam ich ein Kalbssteak (Schnitzel) und überlegte, was ich damit machen wollte.

Ich habe vor meiner Haustür eine sehr triebfreudige Salbeipflanze, also sollten einige Blätter dazu.

Ich dachte, daß Speck passen würde, weil er die Stelle des rohen Schinkens beim Saltimbocca alla romana einnehmen könnte, eine Art dekonstruiertem Saltimbocca.

Aber dann sah ich die Champignons und warf den Purismus wegen des Geschmackszuwachses über Bord (blumig gesagt, nicht?)

Also, ich war nicht konsequent, aber umso leckerer unterwegs.

Die Speckwürfel wurden zuerst  mit Knoblauch ausgelassen, dann kamen die Champignons dazu. Nachdem diese Mischung fertig war, wurde sie warm gestellt und die Pfanne mit frischem Olivenöl vrsehen. Jetzt wurde das Kalbfleisch mit dem Salbei angebraten, mit Weißwein abgelöscht, Saft einer 1/4 Zitrone und 3 El Sahne dazu und zwei Minuten eingekocht.

Dazwischen hatte ich 60 g Casareccia Pasta gekocht. Die wurden untergehoben.

Die Paprika hab ich mit Knoblauch in Olivenöl langsam weich gegart und mit Petersilie durchsetzt. Der Teller sieht zu „busy“ aus, es gibt zuviel Kleinteiliges. Aber es läßt sich nicht ändern.

Fazit: Das Geschnetzelte sieht nicht so gut aus wie es geschmeckt hat. Wichtig ist, die Kalbsstreifen nur lange genug zu braten, bis sie knapp gar sind. Wenn möglich aus der Flüssigkeit entfernen und erst später der Sauce zum Erwämen wieder beigeben. Vom Geschmack ist es ein echtes Retro-Gericht, wobei das Retro weit zurückreicht in die 70er Jahre 🙂

Trotzdem zu empfehlen!

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Salade Niçoise


Ich hab endlich wieder eine Küche. Es gibt zwar noch viel Arbeit ein- und umzuräumen, aber ich habe eine Insel und die funktioniert und ich bin ganz glücklich.

Zur Feier des Tages wollte ich wieder einmal meinen Fischhändler aufsuchen, nicht daß der meint ich sei umgezogen 🙂

Und wie erhofft, hatte der wieder einen Thunfisch in absoluter Sashimiqualität da. Ich nahm eine Scheibe zu der er meinte, ich könne daraus auch ein Tartar oder eine andere rohe Spezialität machen. Heute war er sowieso gut sortiert: Es gab auch einen Super Schwertfisch, Austern! und Seezunge (die so teuer ist, daß es die fast nur auf Bestellung gibt). Außerdem einen ganzen unberührten Seeteufel mit Kopf! Ein echtes Meerungeheuer. Fast hätte ich zur Feier des Tages ein paar Austern mitgenommen, aber ich beherrschte mich gerade noch.

Beim teuren Russen nebenan bekam ich einen grünen Eichblattsalat, eine Zitrone, grüne Bohnen und Basilikum. Die Oliven hab ich vergessen.

Daheim gab es Eier, Tomaten, Gurke (hab ich auch vergessen) und Zutaten für die Salatsauce.

Die Sauce:

1 hartgekochtes Ei, davon das Eigelb in eine Schüssel verdrücken

1 mit Salz zerriebene Knoblauchzehe

1 El Senf

1 Sardelle

3 El Öl (ich hab mein Olivenöl noch nicht gefunden, also gab es Rapsöl)

1 guter El Weissweinessig, ein Spritzer Zitrone

Die Zutaten aufschlagen, bis die Sauce sämig wird. Vorsicht mit Salz, die Sardelle hat Salz.

Salat und andere Zutaten waschen und in bißgrosse Stücke teilen. Grüne Bohnen kochen, Kochwasser salzen. Wenn bißfest, kalt abbrausen, wegen der Farbe.

Salat, Tomaten, Bohnen mit der Sauce mischen, anrichten. Basilikum dazugeben.

Das zweite hartgekochte Ei pellen und anrichten. Das gekochte Eiweiss vom ersten Ei hacken und auf dem Salat verteilen.

Thunfischsteak in einer sehr heissen Pfanne 2 Minuten pro Seite braten, aufschneiden und drapieren. Man kann den Gargrad gut sehen. Man könnte es auch weniger lang braten.

Wie gesagt, zum echten Niçoise gehören Oliven – ich bin untröstlich 🙂

Ansonsten wird er sonst nur mit Thun aus der Dose angerichtet, da sind Christian von Küchenereignisse und ich anders… Mir ist auch erst später eingefallen, daß er Anfang der Woche? seine Variante gepostet hatte, auch mit frischem Thun, an die ich aber auch nicht gedacht hatte.

Fazit: Ein Salat, der sich lohnt, der vor allem mit dem Steak eine richtige Mahlzeit wird.

Zu Recht ein Klassiker!

 

Salade Nicoise 1

 

 

Salade Nicoise 2

 

Salade Nicoise 3