Paprikagulasch Petersilienspätzle


Vor ein paar Tagen kaufte ich bei Zorn ein Rindsgulasch, das ich aber zuerst einfror, weil ich keine Zeit hatte es zu kochen.

Heute ergab sich die Gelegenheit dazu. Ich kaufte zwei grosse weisse Zwiebeln, Thymian, Rosmarin und zwei Spitzpaprika. Das inzwischen getaute Rindsgulasch briet ich sehr scharf in 2 Portionen an. Ich hatte insgesamt 580 g Fleisch. Nachdem beide Portionen schön angebraten waren, gab ich die geschnittenen Zwiebel und 3 geschnittene Knoblauchzehen dazu. Etwas Tomatenmark und 5 Minuten Geduld und ich löschte zuerst mit dem Rest Port, und nachdem der eingekocht war, mit 3/8 Medoc. Darauf gab es nach ein paar Minuten noch 1/4 Wasser, 2 Zweige Thymian, 1 Rosmarinzweig und ein frisches Lorbeerblatt.

Ich setzte alles um 16:45 an, um 17:00 drehte ich die Hitze auf die kleinste Stufe und öffnete den Deckel ein wenig, damit das Gulasch nur noch leise köchelte. Diesen Zustand überprüfte ich bis 19:30 alle halbe Stunde. Schon um 18:00 zeichnete sich ab, dass das Fleisch saftig und mürbe werden würde.

Um 19:00 schlug ich 2 Handvoll Mehl mit zwei grossen Eiern, Salz, kleingehackter Petersilie und kohlesäurehaltigem Wasser auf, bis ich einen Teig hatte der Blasen schlug. Diesen Teig gab ich in eine Spätzlepresse und presste die Spätzle in kochendes gesalzenes Wasser. Es dauerte bestimmt nicht länger als zwei Minuten, bis die Spätzle oben schwammen. Danach schöpfte ich sie ab und briet sie langsam in Butter an. Anschliessend schnitt ich die Spitzpaprika in Streifen und gab sie zum Gulasch.

Das Gulasch band ich eine halbe Stunde später mit einem Löffel Speisestärke ab und richtete auf den Spätzle an.

Es war ein selten gutes und zartes Gulasch, mit einer Sauce um sich darin zu suhlen 🙂

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Gulasch Lauch Spätzle


Von dem Fleisch, das gestern in der Borschtsch seinen Auftritt hatte, hatte ich noch etwa 400 g, die ich zu einem Gulasch verarbeiten wollte.

Allerdings hatte ich nicht viel Zeit, weil ich außer Haus musste und erst gegen 18:30 zurückkommen würde. Ich erinnerte mich rechtzeitig an meinen riesigen Crock Pot, den ich nur selten einsetze. Heute schien mir aber eine gute Gelegenheit dafür zu sein. Also parierte ich zuerst das Fleisch und entfernte hartnäckige Sehnen. Dann wurde es portioniert und scharf von allen Seiten angebraten. Jetzt gab ich eine feingehackte große Zwiebel dazu, die auch stark angebraten wurde. In meiner Eile vergaß ich den Löffel Tomatenmark und löschte so mit Port und dann mit Rotwein ab. Ein paar Zweige Thymian kamen dazu, dann füllte ich es um und stellte den Crock Pot auf “Mittel”.

Zwischen meiner anderen Verpflichtung hatte ich noch Zeit kurz einzukaufen. Ich nahm Spätzlemehl und einen Lauch mit.

Wieder daheim stellte ich fest, daß das Gulasch schon sehr, sehr zart war, aber noch jede Menge Flüssigkeit da war, also reduzierte ich zuerst die Flüssigkeit.

Der Lauch wurde geputzt, in halbe Ringe geschnitten und in Butter angebraten. Dazu eine Prise Muskat, Pfeffer und Salz, und nachdem das Wasser weggekocht war, mit 50 ml Sahne aufgefüllt. Kurz eingekocht, dann einfach die Hitze weggenommen.

Bei den Spätzle hab ich das Packungsrezept genommen: 400 g Spätzlemehl, 5 Eier, 1 El Salz

Mit einem Holzlöffel wurden die Eier unter das Mehl gemengt, bis alles trocken war. Irgendwas stimmte mit dem Rezept nicht. Hier in der Gegend kommt immer ein Schluck Sprudel=Mineralwasser mit Kohlensäure dazu, das hab ich jetzt ein paar Mal gemacht, bis der Teig beim Schlagen Blasen bildete.

In einen Topf kochendes Wasser anhand einer Spätzlepresse hineingepresst kamen die Spätzle nach zwei Minuten hoch. Sie wurden abgetropft und anschliessend in etwas Butter geschwenkt.

Das Gulasch wurde am Schluss mit etwas Speisestärke abgebunden.

Es hat sehr rund geschmeckt. Das Lauchgemüse ist vielleicht ungewöhnlich für ein Gulasch, aber es bildete einen angenehmen milden Kontrast zum dominanten Fleisch.

Die Spätzle sind hausgemacht immer besser als Trockenware, wenn ich sie auch sehr selten mache.

Ich hab jedenfalls noch genug, um eine kleine Armee zu verpflegen. Vielleicht fällt mir was ein 🙂 …

 

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