Spare Ribs Cole Slaw BBQ Sauce


Gestern kaufte ich einen Strang Schälrippchen vom guten Metzger und unterzog sie heute morgen einem Rub aus Paprika,Getrocknete Zwiebel, getrockneter Knoblauch, getrocknete Chilis, Cumin, Oregano, Zucker, Salz und Pfeffer, die in meiner Gewürz-Kaffeemaschine zu Pulver zermahlen wurden. Der Rub wird auf die Schälrippchen gegeben und einmassiert, danach kamen sie wieder in den Kühlschrank um zu „reifen“.

Die BBQ Sauce hab ich von gittakocht. Ich fand das Rezept reizvoll, weil ähnlich und doch anders als andere, die ich vorher zusammengebaut hatte (mit mexikanischen Chilis, zB)

Ihr Rezept kann man über den Link einsehen, meines ist fast gleich. Lediglich beim Cayenne hab ich stattdessen eine frische Jalapeno genommen. Es war eine ziemliche Rennerei, bis ich Ahornsirup und Rauchsalz zusammenhatte. Apropos Rauchsalz: Das Schwarzwälder gab es hier am Fuß des Nordschwarzwaldes nicht, sondern nur das Hickory-Rauchsalz.

Mein Rezept:

120 g Zwiebeln

1 Zehe Knoblauch

2 El Rapsöl

1 El Tomatenmark

1 El Paprika-Tomatenmark

1 Jalapeno, mit Samen, kleingehackt

1/2 Stange Zimt

1/2 Stange Vanille

1 kleiner Sternanis

1 El Senfsaat

1 El Thymian

1 El Paprika dela Vera

2 Tl Rauchsalz

300 ml Schwarzbier (Köstritzer)

2 El Ahornsirup

3-4 El Ketchup

 

Zwiebeln und Knoblauch mit dem Rapsöl weich garen, Tomaten und Paprikamark darin anschwitzen, alle festen Bestandteile dazugeben, dann mit dem Bier ablöschen und Ahornsirup und Ketchup dazugeben.

Eine Weile einköcheln, dann Vanille, Sternanis und Zimt entfernen, den Rest im Standmixer glattmixen. Abschmecken.

Ich fand sie so schon sehr gut, habe aber nach mehrmaligem Nachprobieren doch noch eine Prise Zucker dazugegeben.

 

Der Spare Rib kam auf den Grill, nachdem die Briketts schön durchgezogen waren. Es kam wie auch sonst in die Mitte zwischen die Körbe mit den Briketts. Nach 25 Minuten hab ich es gewendet, weitere 25 Minuten gewartet, um es dann mit der BBQ Sauce einzupinseln und direkt über die Kohlen zu legen. Das hab ich jeweils 2 Minuten gemacht, dann die andere Seite ebenso behandelt. Dreimal insgesamt.

Es haben sich die ersten schwarzen Stellen gebildet und ich nahm es vom Grill.

 

Cole Slaw gab es hier auch schon ein paar Mal. Heute so:

1/3 Weisskohl mit der großen Raspelscheibe geschreddert

2 Karotten ebenso

2 El Apfelessig

1 El Zucker

1 gehäufter El Creme Fraiche

1 süsse Zwiebel mit Salz

1 Tl Selleriesamen

 

Der Slaw zieht durch das Salz Wasser und verdünnt Creme Fraiche und Apfelessig. Die Selleriesamen geben ein würziges Aroma, das man nicht sofort erkennt.

Insgesamt alles sehr lecker. Ich schaffte gerade 4 Rippchen, also einen halben Strang. Den Rest gibt es morgen.-)

 

 

 

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Spare Ribs Rhabarber-Chutney Folienspargel


Eigentlich wollte ich grillen. Deshalb hatte ich auch Schälrippchen geholt. Der Tag wurde aber nicht wirklich besser. Am Vormittag war ich mit Pullover und Jacke auf dem Fahrrad unterwegs, auf dem Rückweg kam die Sonne raus und es wurde ganz angenehm. Gegen 3 Uhr nachmittags bin ich nochmal los, wieder mit dem Fahrrad, und da war mir meistens kalt (als ewiger Optimist natürlich ohne Pulli).

Danach hatte ich dann keine Lust mehr im kühlen Hinterhof auszuharren, während das Feuer langsam erwacht.

Stattdessen machte ich die Ribs im Ofen, die werden auch gut.

Dazu machte ich eine Paste, um die Ribs einzupinseln, die ich so noch nicht gemacht habe:

von jeder getrockneten Chili jeweils eine in die Elektromühle geben und pulverisieren (ergibt etwa 4 El Chilipulver)

Eine kleine Zwiebel und eine Knoblauchzehe fein hacken und langsam in Öl anbraten

2 El Tomatenmark dazugeben, eine Minute mit anbraten, dann das Chilipulver einrühren

1/8l Rotwein dazugiessen und reduzieren, dann nochmal Wasser oder Bier dazugeben (knappes Achtel)

3 El Condimento Bianco

2 El Zucker

1 Tl Salz

 

Nach etwa 10 Minuten wird die Mischung schlammig. Von der Hitze herunterziehen.

Ich heizte den Ofen auf 200 C vor, teilte die Rippen in kleinere Einheiten und legte sie in eine Metallform, dann salzte ich sie und pinselte sie mit dem Schlamm ein.

Sie blieben 20 Minuten im Ofen, dann wendete ich sie, pinselte die andere Seite ein und gab sie weitere 20 Minuten in den Ofen, diesmal bei reduzierten 180 C.

Ich wendete sie noch zweimal, und jedesmal pinselte ich sie wieder ein.

Sie bekommen durch die Chiles einen sehr erdigen, vollmundigen Geschmack. Wenn man die Paste kalt probiert, ist sie ziemlich scharf, aber das verläuft sich, nachdem die Ribs eine Weile im Ofen waren.

 

Die zweiten 40 Minuten gab ich ein Päckchen Spargel in Alufolie eingewickelt mit in den Ofen. Den hatte ich vorher geschält, gesalzen und mit 2 Flocken Butter und etwas Zeste einer Bio-Orange versehen.

Der Spargel hat ganz intensiv nach Spargel, Butter und Orange geschmeckt. Viel intensiver, als wenn er gedämpft wird. Außerdem hat er so gar keine Arbeit gemacht und war auch nicht verkocht.

 

Dazu wollte ich ein Chutney machen. Es bot sich eines mit Rhabarber an, weil ich welchen hatte, der verbraucht werden wollte. Im Internet fand ich dann ein Rezept (alle haben wieder von einem/einer abgeschrieben- das Rezept einschliesslich der Mengenangaben gab es deutsch, als amerikanisches und als britisches Rezept. Wahrscheinlich auch noch als sonstwas, aber weiter habe ich nicht geschaut.

2 Teile Rhabarber in 1 cm Stücken

2 Teile Zucker (gleiches Gewicht wie der Rhabarber- war etwas zu süß, würde ich nächstes Mal um 15% reduzieren)

1 Teil Sultaninen (für die, die sowas hassen- man merkt sie gar nicht)

Essig (ich hatte 160 g Rhabarber, dito Zucker und 80 g Sultaninen und nahm etwa75 ml Weissweinessig)

1 Tl Salz

20 g frischer Ingwer

1 Zwiebel fein gehackt

1/2 Tl Cayenne oder eine Thai-Chili kleingehackt

1 Tl schwarzer Pfeffer (ich kaufte mir heute ein Päckchen langen Pfeffer, von dem mörserte ich drei Stück, bis ich sie pulverisiert hatte)

 

Alles zusammen in eine Pfanne oder einen Topf geben und bei mittelhoher Hitze einkochen. Der Rhabarber wird nach 10 Minuten weich, danach kann man den Herd ausschalten, das Chutney auskühlen lassen und dann nochmal probieren und die Würze nachjustieren.

Mein Chutney war wie gesagt ein bisschen zu süß für meinen Geschmack, also gab es noch einen Spritzer mehr Essig dazu, es war leicht scharf und hatte auch die typische Säure des Rhabarbers.

Ich hab die Ribs in das Töpfchen getunkt und bekam so den Kontrast aus der Chili-Tunke und des süß-säuerlichem Chutneys. Lecker!

 

 

 

 

 

Karamellisierte Spare Ribs Spargel Reis


Ich hatte gestern beim Metzger auch eine Seite Spare Ribs mitgenommen und dachte eigentlich mit dem Hähnchen auf den Grill legen, was aber dann wegen der besonderen Grillanordnung doch nicht ging.

Also stöberte ich heute im Netz und fand eine vietnamesische Variante, die mir gefiel: Suon ram man oder karamellisierte Rippchenteile.

Ich mußte etwas improvisieren, weil nicht alles im Haus war, aber es wurde glaub ich ähnlich.

Zuerst muß man die Ribs vom Strang schneiden, dann in zwei Hälften hacken (zuerst die eine, dann die andere Seite anhacken, dann auseinanderbrechen), am besten mit einem Hackbeil oder einem großen Messer.

Dann werden sie 15 Minuten gewässert, um Unreinheiten zu beseitigen.

Jetzt wird gewürzt mit 1 Tl Salz, frischem Pfeffer, fein gehackter Frühlingszwiebel und Knoblauch. Ich hatte keine Frühlingszwiebel und nahm stattdessen eine Schalotte und Ingwer. Alles mit den abgetropften Ribs vermischen und 15 Minuten ziehen lassen.

In einer Sauteuse 2 El Öl (Raps) erhitzen lassen, einen El Zucker dazugeben und karamellisieren, dann das Fleisch dazugeben und anbraten, bis das Fleisch nicht mehr rosa ist.

Dann wird mit einer Tasse Wasser (oder Kokosmilch oder -wasser) auffüllen und mit Deckel 25 Minuten garen. Immer wieder mal nachschauen, ob noch genug Flüssigkeit im Topf ist.

Dann den Deckel abnehmen und weitere 25 Minuten langsam einkochen. Ganz am Schluß einen Tl Fischsauce dazugeben und verrühren. Wenn zur Hand, mit Frühlingszwiebelstreifen, Sesamsaat oder Koriander garnieren.

Ich hatte nichts davon da, lecker waren sie aber trotzdem 🙂

Bei mir gab es Basmatireis und grüne Spargel dazu. Die hatte ich zuerst kleiner geschnitten, dann 7 Minuten gedämpft, kalt geschwenkt wegen der Farbe und am Schluß kurz in Butter geschwenkt.

Gibt es mal wieder!

 

 

 

 

Spare ribs Ananas Paprika Reis


Keine Ahnung, wie ich drauf gekommen bin. Ich war Schälrippchen einzukaufen, hatte aber keine Lust sie wieder BBQ mässig zu machen.

Die schmecken schon lecker, aber anders ist auch gut.

Weil ich vor kurzem eine Ananas hatte, dachte ich daran, das vielleicht  mit den Ribs zu kombinieren.

Zuerst schaute ich im Netz nach und traf auf ein paar philippinische Seiten, die die Ribs nicht brieten, sondern im Saft schmorten.

Das gefiel mir und ich überlegte, wie ich was machen wollte.

Das Ergebnis:

1 Ananas geschält

3 verschiedene getrocknete Chilis in der Kaffeemühle (meiner Spice-Mühle) zu Pulver verwandelt – Kerne und alles andere auch.

1/4 Glas Wasser

2 El Sojasauce

3 El Weissweinessig

1 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

2 El Tomatenpüree

Salz

Die geschälte Ananas längs in 5 Teile schneiden, 3 Teile kleiner schneiden und in einen Standmixer mit Wasser, Essig, Chili, Sojasauce, Tomatenpüree, Salz, Zwiebel und Knoblauch geben.

Gut pürieren. Den Rest der Ananas in kleinere Stückchen schneiden.

Die Ribs in einzelne Segmente schneiden, in eine Form geben und mit der Sauce übergiessen.

Die restlichen Ananas drübergeben und bei 180 C in den Ofen schieben. Immer wieder nachschauen und das Fleisch mit der Sauce befeuchten.

Nach etwa 2 Stunden sind die Ribs so zart, daß man den Knochen herausziehen kann.

Bis dann ist die Sauce soweit eingekocht, daß die Ananaswürfel kaum mehr sichtbar, wohl aber noch schmeckbar sind.

 

Dazu gab es Basmatireis und gebratene Paprika.

Die Ribs waren lecker, die Kombination aus der fruchtigen Ananas und den Chilis, die einen erdig-fruchtigen Unterton beisteuern, die Teil der Sauce waren, hat gut funktioniert.

Auch hier bemerkte ich, daß Chilis, die unverarbeitet wesentlich schärfer gewesen wären, geschmort deutlich an Schärfe einbüßten. Dieses Gericht hätte jeder essen können.

 

 

 

 

Something for everyone


Ich hatte Freunde eingeladen, und machte mir wieder Gedanken, was ich denn anbieten könnte – ein Freund isst keine Pasta (wegen des glibschigen Mundgefühls), ein anderer will Abends keine Kohlenhydrate zu sich nehmen. Seine Frau wiederum mag am liebsten wenig oder gar kein Fleisch.

Ich hatte Zeit einzukaufen und entschied mich Nach und Nach für ein Menü, das ich komplett vorbereiten könnte, um dann mit den Freunden am Tisch sitzen zu können, anstatt immer wieder mit der Zubereitung irgendwelcher Speisen beschäftigt zu sein.

Beim Einkauf richtete ich mein Hauptaugenmerk darauf, die bestmöglichen Zutaten zu bekommen. Der Mozzarella di bufola zum Beispiel ist so frisch und zart (von der Spezialitätentheke des italienischen Markts um die Ecke), daß er anfängt zu laufen, wenn man ihn aufschneidet.

Die Salsiccia mit Fenchel ist aus dem gleichen Geschäft und wurde hier schon öfters verbloggt.

Die Cecci (Kichererbsen) waren italienische Dosenware. Vor Jahren hab ich mir einmal die Mühe gemacht, sie selbst weich zu kochen, aber es gibt ausser Energieverschwendung keinen Unterschied.

Zu den einzelnen Posten:

Selleriestangen, Karotten und Paprikastreifen in Eiswasser, damit sie schön knackig bleiben, bevor sie als Dippwerkzeug benutzt werden können.

 

Essen mit Dipps und Bällchen 1

 

Jetzt die Salate:

Als erstes der Insalate caprese – ich hab das Olivenöl schon drübergegeben, den Balsamico gab es, nachdem das Foto gemacht wurde, kurz vor dem Anrichten.

Hier kam der wunderbare Mozzarella di bufola zum Einsatz.

Essen mit Dipps und Bällchen 2

 

Ich persönlich mag den Mozzarella lieber auf einer Pizza, also machte ich noch meinen Alltags-Lieblingssalat, eine westeuropäische Annäherung an einen griechischen Bauernsalat.

Er ist so einfach wie lecker: Gurken in Würfeln, Tomaten, Feta, Petersilie, Olivenöl und Zitronensaft. Ach ja, Salz und Pfeffer!

 

Essen mit Dipps und Bällchen 3

 

Jetzt die Dipps:

Hier zuerst das Hummus. Die 2 Dosen Kichererbsen würden in einer Küchenmaschine püriert (das nächste Mal nehm ich den Mixer!), wobei die Flüssigkeit von einer der beiden Dosen hinzugefügt wurde. Nachdem die Masse etwas cremiger war gab ich 2 gute El Tahina dazu, wie auch einen guten Schluck Olivenöl und den Saft einer halben Zitrone.

Das mischte ich noch eine Weile und gab dann 2 Zehen zerriebenen Knoblauch, 1 Tl frisch gemahlenen Kreuzkümmel Pfeffer und Salz dazu.

Beim Servieren zog ich ein paar Furchen in die Hummusmasse und füllte sie mit Olivenöl. Es gab dann noch Bahnen von Paprika, Petersilie, Kreuzkümmel und Sumach (hab ich mir vor ein paar Monaten gekauft, nachden ich es per Zufall irgendwo entdeckt hatte (ich hab vergessen, wo).

 

Essen mit Dipps und Bällchen 4

 

Einer meiner Lieblingsdipps darf nicht fehlen, hier eine ganz schlanke Version, trotzdem genausolecker wie die aufgepimpten anderen Rezepte:

Guacamole – 2 Avocados, die leider nicht perfekt waren und ich die grauen Stellen herausschneiden mußte, Saft einer Limette und Salz.

An dieser Stelle will ich auch nochmal betonen, daß die wichtigste Würze für Avocado Salz ist! Nach Rücksprache gab ich zum Schluß noch Koriandergrün dazu.

 

Essen mit Dipps und Bällchen 5

 

Jetzt zu den Fleischvariationen:

Ganz einfach – Salsicciabällchen. Nur die Bällchen, sonst nichts! Aus dem Wurstdarm entfernte Fülle zu kleinen Kugeln abgedreht.

 

Essen mit Dipps und Bällchen 6

 

„Chinesische“ Spare Ribs – Ich hab die BBQ Versionen des Sommers hier hinter mir gelassen und wollte eine andere Erfahrung.

Ich fand ein (mehrere sehr ähnliche!) Rezept(e) für amerikanische „chinese style ribs“, die im Slow Cooker gemacht werden können. Das kam mir gelegen, weil ich mich 10 Stunden nicht um die Rippen kümmern müsste. Soweit, so gut. Das Rezept war denkbar einfach: 80 ml Sojasauce, 80 ml Aprikosenkonfitüre, 1 El Ketchup, 1 Tl Knoblauchpulver, 1 Tl Zwiebelpulver, 1 Tl Ingwerpulver.

Die Ribs wurden in einzelne Stücke geschnitten und in den Slow Cooker gegeben. Mit einem Pinsel trug ich die Marinade/Sauce auf, legte den Deckel auf und stellte den Cooker auf „Low“.

Am Nachmittag fing es an zu riechen, und ich hatte die Ribs mehrfach eingepinselt. Es war inzwischen auch mehr Flüssigkeit im Topf.

Als ich eine der Ribs versuchte, war ich enttäuscht – sie schmeckten sehr dumpf und hatten so gar nichts von dem, was ich mir erhofft hatte.

Ich ging zum teuren Russen und kaufte eine saftige Bio-Orange. Ich rieb die Zeste der Orange ab und gab die knappe Hälfte schon mal zu den Ribs. Die Ribs selbst stellte ich auf AUS und füllte die Flüssigkeit in einen Topf um. Den kochte ich ein. Ich gab den Orangensaft dazu und etwas Reisessig. Jetzt hatte die Sauce das süß-säuerliche, das ich wollte.

Kurz vor dem Servieren gab ich die Ribs in ein anderes Behältnis, pinselte sie mit der konzentrierten Flüssigkeit ein und machte sie im Backofen warm. Den Rest der Orangenzeste verteilte ich auf diese Ribs.

 

Essen mit Dipps und Bällchen 7

 

Es gab auch noch Hackbällchen Rind/Schwein, in einer Tomatensauce mit Paprika und sowohl Ancho- wie auch Chipotlechili Stücken. Die Sauce durfte eine Weile ziehen und wurde dann im Mixer fein püriert. Die Chilis gaben der Sauce ein mexikanisches Flair, aber leider keine Schärfe. Ich griff zu rabiateren Mitteln. Ich hatte noch eine Habanero herum liegen. Normalerweise sind dire mir zu scharf. Hier aber schnitt ich die Hälfte ab und pürierte den Chili mit. Jetzt hatte die Sauce den Kick den ich suchte.

 

Essen mit Dipps und Bällchen 8

 

 

Der Rest der Geschichte ist, daß die erste Absage am Abend zuvor eintrudelte. Es war eine legitime Absage. Am Nachmittag des Essens (3 Stunden vor dem Termin) die Botschaft, daß es der Mutter des Paars schlecht geht und ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Andere Familienmitglieder sind im Urlaub.

Mein Freund S. wußte von diesen Entwicklungen nichts, hat sich aber gewundert, als ich ihn fragte, ob er einen guten Appetit mitgebracht hat 🙂

Wir haben geschlemmt – es gab außerdem noch eine Käseplatte, heute hab ich alles Mögliche eingefroren. Ich denke, ich kann 2 Wochen Essen mit ins Geschäft nehmen und immer wieder gut essen.

 

 

 

 

Grillen: Spare Ribs Grillkartoffel gegrillter Ananassalat


Die Baustelle scheint endlos. Ich bin überzeugt, es handelt sich um einen noch unbenannten Zirkel von Dante’s Hölle, der nur dazu erschaffen wurde, mich vom Kochen abzuhalten und daabei den letzten Nerv zu rauben.

Zumindest hatte ich am Dienstag ein Gespräch mit dem verantwortlichen Chef der Handwerkerhorde, der meine Fragen zum größten Teil auch beantworten konnte. Wenn nichts dazwischen kommt, hab ich morgen wieder Strom auf allen Buchsen, Ende nächster Woche sollte der Boden fertig sein, vielleicht auch schon die (improvisierte) Kücheninsel. Also handelt es sich nur noch um eine halbe Ewigkeit, wenn man gerne kocht. Aber alles ist besser als das Ungewisse.

Da heute in Baden-Württemberg Feiertag ist, und dazu ausnahmsweise warmes und schönes Wetter, war grillen angesagt, weil ich dadurch die Küchenaktivitäten nach draußen verlagern konnte.

Die Zutaten sind nicht neu, auch die Art nicht unbedingt, aber kleine Veränderungen gab es trotzdem.

Die Spare Ribs hab ich mit einem Rub ein paar Stunden vorher einmassiert. Der Rub war noch übrig von einem Pulled Pork Gericht vor einiger Zeit, nämlich hier.

Der Unterschied war der, daß zu allen Zutaten noch 2 Chilisorten dazukamen.

Der Rub bestand aus:

1 El Cumin/Kreuzkümmel

1 El Pimenton de la Vera

2 El Paprika edelsüß

1 El Oregano

1 El Cayenne

1 El Zucker

1 El Brauner Zucker

1 El Salz

1 El Zwiebelgranulat

1 El Knoblauchgranulat

Und neu dazu 2 Mulato Chilis, getrocknet, und eine große Ancho Chili, ebenfalls getrocknet. Alle 3 wurden in ziemlich kleine Stücke geschnitten, damit meine Krups Kaffeemaschine die Stücke gut pulverisieren konnte.

Jetzt wurde aus dem Rub eine würzige Mischung, die durch den Ancho Chili (ein geräucherter Chili) noch zusätzlich Raucharoma mitbekam. Die Mulato Chilis sind ebenfalls geräuchert, aber etwas schärfer, wobei die Ribs pikant, aber nicht wirklich scharf waren.

 

Um 17:00 kamen die Ribs auf den heißen Grill, wobei sie in einer Aluschale zwischen den Wärmequellen lagen. Die Metallkörbchen links und rechts der Mitte halten die Grillkohle. Bei dieser Methode muß der Deckel draufgegeben werden, weil die indirekte Hitze dafür sorgt, daß das Grillgut gart.

Meine Ribs lagen etwas 2 1/2 Stunden auf dem Grill. Ich hab sie mehrmals gewendet und nachgeschaut, ob sie schon zart sind. Als sie soweit waren, hab ich sie mit einer Mischung aus HP BBQ Sauce, zerriebenem Knoblauch und zerriebenem Ingwer  eingepinselt und ein paar Minuten von beiden Seiten auf direkter Hitze gegrillt, um ein paar Röstaromen einzufangen.

Dazu gab es eine vorwiegend festkochende Kartoffel aus der Pfalz (beworben mit dem Aufdruck :Dicke Dinger), die ich der Länge nach auseinanderschnitt und in Alufolie einwickelte und an den Rand der Kohlen legte (aber über den Kohlen). Dazu gab es eine Kräuterbutter, fast wie letzte Woche: getrockneter Thymian, Majoran und Rosmarin, dazu ein paar Chiliflocken.

Gestern hatte ich noch eine Ananas gekauft. Die wurde in schöne Stücke zerteilt, die ich auch über direktem Feuer grillte. Dazu gab es viel Minze und weniger Koriander, weil ich nicht mehr hatte. Außerdem Chiliflocken, der Saft einer Viertel Limette und zwei El braunen Rum. Die letzte Zutat kam mir als Eingebung zugeflogen, und stellte sich als der Clou heraus. Die Ananas als Salat war der Hit!

Abgesehen davon, daß Ananas und Schweinefleisch sowieso beste freunde sind 🙂

Es war schön, mal wieder etwas zu kochen, das  nicht in 5 Minuten in einer Pfanne fertig wird und etwas Rafinesse hatte.

Empfehlen kann ich es ohne Einschränkung!

 

Spare Ribs Grillkartoffel Kräuterbutter 1

 

Spare Ribs Grillkartoffel Kräuterbutter 3

 

Ananas Chili Minze Koriander Rum 1

 

Ananas Chili Minze Koriander Rum 2

Spare Ribs Pommes


Heute ist der Tag vor dem Vatertag oder vor Christi Himmelfahrt, je nach Ausrichtung. Ich hab eigentlich weder mit dem Einen oder dem Anderen was am Hut.

Bei mir kommt nur ein bißchen Wehmut auf, wenn ich daran denke, daß morgen sehr viele Leute grillen werden. Grillen mag ich, auch wenn das heute Barbeque heisst, und eine halbe Wissenschaft ist.

Ich hab mir dieses Jahr noch kein Männerspielzeug geleistet, und war am Überlegen, ob es vielleicht ein Grill wird, der indirektes Grillen erlaubt. Es gibt einige Modelle, die nicht übermässig viel Geld kosten und in diese Kategorie passen (also ein Kugelgrill mit seitlichen Kohlekörben fürs indirekte Grillen, mit Ablage, von Weber oder Rösle oder ähnlichem, für 250 – 400 Euro).

Einerseits reizt mich das, und einen Hinterhof hab ich auch, wo das ginge – stell ich mir eigentlich ganz nett vor, vielleicht würde sich einer der StudentInnen auch mal hierher verirren, zum Generationsaustausch 🙂 . Nur weiss ich nicht, ob der dann ausser 2-3 mal im Jahr benutzt wird, gerade für die typischen BBQ Spezialitäten wie Pulled Pork oder Brisket (Tafelspitz gegrillt), weil die ja immer richtig große Portionen ergeben.

Naja, vielleicht verschlaf ich auch einfach die Saison, während ich die Vor- und Nachteile miteinander abwäge.

Trotzdem war der Gedanke ans Grillen die Motivation, eine Seite Spare Ribs zu kaufen. Sie sahen so dick und saftig aus.

Außerdem wollte ich unbedingt weiter mit meinen Chilis kochen.

Zuerst nahm ich also die gleiche Mischung wie gestern, einen Chipotle- und einen halben Mulatochile. Die wurden erst grob mit dem Messer zerkleinert, dann versuchte ich es in meiner Kaffeemaschine. Dafür waren die Stückchen noch zu groß und nicht trocken genug. Also zerkleinert und in mein anderes Mahlwerk gegeben. Auch dort nur einen Teilerfolg gehabt, aber jetzt waren die Stückchen klein genug für den Krups. Und siehe da! Ein Mischpulver aus einem Rauchchile und einem dunklen Chile mit milder Schärfe. Es waren etwa 3 El dieser Mischung. Dazu gab ich 3 El gemahlenen süßen Paprika, 1 Tl Knoblauchpulver, 1/2 Tl Zimt, 1/2 Tl Piment, 1 Tl Ingwerpulver, 2 El brauner Zucker, 1 Tl Salz,  und ein Tl Korianderpulver.

Diese Mischung, dieser Rub, wurde über der Seite Ribs verteilt und auf beiden Seiten einmassiert.

Ich gab sie bei 175 C in den Ofen, Ober- und Unterhitze bei Umluft. Keine 15 Minuten konnte ich sie schon wenden. Jetzt machte ich die Sauce zum Auftragen.

Das war eine Dose Mutti Datterini, 3 El Rotweinessig, 4 cm Löwensenf aus der Tube und 2 El der Gewürzmischung für den Rub. Ich mußte nochmal nachsalzen, gab aber dann die Sauce auf die Ribs. Durch den Zucker karamelisiert sie relativ schnell, gerade an den Knochen oder anderen spitzen Stellen.

Sie hat einen leckeren Geschmack und einen nur leichten „Kick“. ich hab ja noch einige andere Chilis, und wandle das auch mal Richtung mehr Schärfe ab. Aber es war gut wie es war.

Die Pommes mach ich inzwischen auf altbewährte Art – Kartoffeln schälen und durchdrücken, auf einem Backpapier auslegen, salzen, in den Ofen schieben.

Sie werden zwar fleckig, aber bei Umluft sind sie wirklich auch in 20 Minuten fertig und brauchen kein Fett UND schmecken super!

 

Spare Ribs Pommes  1

 

Spare Ribs Pommes  2