Wok Rind Brokkoli Paprika Frühlingszwiebel Pilze


Zwischen den Jahren hab ich nochmal auf den Markt geschafft, dieses Mal auf den Stefanplatz, der den Vorteil hat, ein, zwei Händler zu haben, die am Gutenbergplatz keinen Stellplatz haben. Dazu gehört ein kleiner Laden mit einer Fischräucherei und ein Hähnchen- und Geflügelgeschäft, das sich auf High End Ware spezialisiert hat, soll heißen französische Label Rouge Ware, Sonderangebote wie Wachteln gefüllt mit Morcheln und ähnliches mehr.

Ich war versucht, ein Perlhuhn zu nehmen, entschied mich aber dann doch für meinen Wild- und Fischhändler, der mir zu einem Rumpsteak vom Charolais Rind riet.

Bei einem lokalen Stand holte ich eine grüne Paprika, einen Bund Frühlingszwiebel, 2 Karotten und einen kleinen Brokkoli.

Diese Gemüse wurden geputzt und in bissgerechte Stücke geschnitten.

Wokgemüse

Das Rumpsteak wurde von allem Fett und allen Sehnen befreit und in dünne Streifen geschnitten. Die Streifen wurden in einer Ingwer-Knoblauch-Schalotten-Sojasaucenmischung mariniert.

Mariniertes Rind

Dann hab ich 1,5 Tassen Basmatireis aufgesetzt. Der brauchte etwa 20 Minuten, mit drei Tassen Wasser und einer Prise Salz,  danach wurde er einfach mit Deckel ruhen gelassen.

Der Wok wurde kräftig angeheizt  und mit 3 El Rapsöl und ein paar Spritzern Sesamöl vorbereitet.

Zuerst kamen die Brokkoliröschen hinein. Ich hab sie etwa eine Minute offen gebraten, danach denDeckel drauf für 2 Minuten. Durchschwenken.

Als nächstes die Karotten, dann die Frühlingszwiebeln anbraten. Danach das in Ingwer, Knoblauch, Sojasauce marinierte Fleisch anbraten, die Pilze dazu, durchschwenken, dann nett anrichten. (z.B. auf Reis oder einem Reisring).

asiatische Pilze

Ich habe rote Chilischoten in Scheiben geschnitten und serviert. Allerdings ist nicht jeder auf scharf geeicht, deshalb leg ich meistens noch extra welche dazu.

Ausgewokt

Advertisements

Chicken Tempura


Ein schwieriges Unterfangen- die Zutaten müssen gefunden werden. Man muss zwischen den Rezepten abwägen, welches könnte Sinn machen, welches nicht?
Die Zeitenfolge ist zu beachten! (Auch nicht so leicht).
Ich wollte etwas außereuropäisches zum Wochenende machen und nahm mir nach Absprache vor, ein Hähnchenbrust-Tempura zu machen. Dabei sollten Gemüse und Reis serviert werden.
Ich hab dann erst mal geschaut, wie der Tempurateig hergestellt wird. Das erste Problem war- welchen der Teige mache ich? Ich hab mich für eine Variante entschlossen, der Reismehl, Speisestärke, Eiweiss, Salz und Backpulver sowie Sprudelwasser verwendet.
Der schien mir zu dünn, und so hab ich nach einer Probe nochmal mindestens 100 g Mehl dazugegeben, um den Teig etwas dickflüssiger zu machen.
Das Teststück war auch ohne die Mehlzugabe sehr lecker. Das Gemüse wurde kleingeschnitten, gedünstet und mit Ingwer und Knoblauch aromatisiert. Dazu gab es Reis. Die Fleischbollen waren sehr lecker, trotz zusätzlicher Mehlbeigabe. Das war wirklich wie echtes Tempura, knackig, heiß und fettig :-). Lecker. Wir haben es geschafft, 2 ganze Hähnchenbrüste (etwa 14 Stück Hähnchenbollen frittiert) zu vernichten.
Dazu gab es ‘original’ Dashi+Soja+Mirin=Tentsuyu Sauce, die traditionell zu Tempura gereicht wird.
Das Dashi gab es in Form von 5g Pulver (Suppenkonzentrat), bei dem das Algenteil gefehlt hat.
Die Sauce ist wie eine Suppe, nicht wie eine Dipping-Sauce.
Es hat gut geschmeckt, hatte aber auch einige Probleme: Ich habe zu lange gewartet, um die Tempura zu frittieren. Die 3 -4 Stücke, die gleichzeitig im Topf möglch waren, haben immer etwa 3 Minuten gebraucht, und ich brauchte 5 Gänge um alle Fleischstückchen fertig zu bekommen. Das waren 15 – 20 Minuten, die ich nicht so eingeplant hatte.
Dafür hatte ich das Gemüse vorher in die Pfanne mit Deckel. Später stellte sich das als zu früh heraus.

Wie dem sei, ‘lessons learned’ ich werde mir das beim nächsten Mal zu Herzen nehmen und alles richtig machen :-). Trotzdem hat es super geschmeckt (fragt meine bessere Hälfte), und das war nicht das letzte Mal.