Skrei Bacon Spinat Kartoffeln


Das italienische Fischgeschäft gegenüber hat, rechtzeitig zur Saison, wieder Skrei. Eine gute Gelegenheit, diesen Fisch wieder einmal zu servieren.

Ich hatte mich anderswo mit Bacon, Spinat und Kartoffeln eingedeckt und wollte eigentlich ein einfaches Gericht machen.

Allerdings wollte ich den Skrei in Bacon wickeln, weil mir früher schon auffiel, daß er ohne Sauce für mich etwas fad schmeckt.

Dann also Bacon, weil…alles schmeckt besser mit Bacon 🙂

Ich hab den Skrei leicht gesalzen und gepfeffert, um ihn dann in die dünnen Baconscheiben zu wickeln.

Der Spinat wurde gewaschen und in Olivenöl mit Zwiebelstückchen abgebraten. Gewürzt hab ich ihn nur mit Salz und Muskat.

Die festkochenden Kartoffeln hab ich erst gekocht, bis sie weich waren, dann wurden sie in Rapsöl mit Zwiebelspalten angebraten, um etwas Farbe zu nehmen.

Nachdem alles soweit fertig war, kam der Skrei in die Pfanne. Er war gerade lange genug drin, um den Bacon rösch werden zu lassen.

Fertig.

 

 

 

 

 

 

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Skrei Paprika Polenta Kapernbutter


In der losen Fortsetzung der Reihe “Freitags gibt’s Fisch” reiht sich heute der dieses Jahr noch nicht präsentierte Skrei ein.

Kein Blogger, der etwas auf sich hält, der nicht den Skrei zwischen Januar und März mindestens einmal zu seinem Helden macht 🙂

Vor ein paar Jahren machte ich das auch ein paar Mal, bis mir auffiel, daß Kabeljau eigentlich nicht in mein Beuteschema passt, weil es sich da um einen relativ geschmacklosen Weissfisch handelt.

Und das bedeutet, daß er gepimpt werden muß, sei es durch Saucen oder andere Kochtricks.

Er ist mit dieser Eigenschaft auch nicht allein: Auch Seeteufel, der sehr teuer ist, hat wenig Eigengeschmack und eignet sich hervorragend als Vehikel für feine Saucen (Vorsicht Ironie!)

Es gibt noch andere Fische, die hierzu gehören, aber genug davon.

Jedenfalls hatte ich mich schon vor dem Gang zum Fischhändler entschlossen einen Skrei zu kaufen, weil ich Bacon im Haus hatte und mir einfiel, daß ich schonmal irgendwo gesehen hatte, wie Bacon und Fisch kombiniert werden. Und wie es im Englischen so schön heisst: “Everything tastes better with bacon!”

 

Das Fischfilet wurde also sorgfältig eingepackt und sonst auch nicht gewürzt (obwohl ich später dann doch ein bißchen nachgesalzen habe) und erst beiseitegestellt.

 

Den Spitzpaprika hab ich geputzt und in Rauten geschnitten. Dazu gesellten sich 2 Frühlingszwiebel im Schrägschnitt sowie eine halbe gelbe, sehr scharfe Chili.

Das Gemüse wurde erst in Öl leise gebraten und gesalzen, dann mit einem Schluck Wasser gelöscht und mit Deckel 5 Minuten leicht gedünstet. Dann kam der Deckel wieder herunter und die Flüssigkeit durfte langsam verdampfen. Dann gab ich 2 El Weissweinessig und eine Prise Zucker dazu.

Die Polenta, die ich heute im Aldi als Teil ihres Wochenangebots (bio) gekauft habe, war für mich allerdings enttäuschend.

Ich hatte im Laden so gut es geht ohne Brille den Inhaltstext gelesen, der soweit auch OK war. ABER beim Zubereiten verbreitete sich ein Duft wie von einer gekörnten Brühe. Die Zutaten waren bio und soweit in Ordnung, daß ich nur noch schliessen konnte, daß es an dem getrockneten Suppengrün in winzigen Fleckchen gelegen hat.

Tatsache war, daß der penetrante Suppengrüngeschmack den der getrockneten Steinpilze fast vergessen machte. Schade eigentlich. Sonst hat die (Instant)polenta gut funktioniert.

 

Während der Fisch auf seiner Baconhaut langsam kross wurde, gab ich Butter, Kapern und Zitronensaft in einen kleinen Topf, um daraus braune Kapernbutter zu machen. Ich hätte vielleicht die Kapern erst zum Schluss dazugeben sollen, weil sie später wie kleine Brandleichen auf dem Fisch und der Polenta lagen. Geschmacklich waren sie allerdings gut und knusprig 🙂

Insgesamt ein gutes Essen. Ich bin mit dem Skrei wieder versöhnt, weil er mit dominanten Aromen eine gute Figur macht. Der Garpunkt war auch gut, in der Mitte war er noch glasig.

Das Gemüse süß/sauer ist immer wieder ein Highlight, weil es appetitanregend ist und die natürliche Süße des Paprikas unterstützt. Die Schärfe machte das Gemüse auch noch interessanter.

 

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Fish’n’Chips


Als knapp 18-jähriger war ich mit einer Gruppe von über 30 Leuten in den Sommerferien bei einem Schüleraustausch der Partnerstädte Mannheim und Swansea (Wales).

Ein Teil (der offizielle) beinhaltete 4 Tage die Woche jeweils 2 Stunden Englischunterricht und einen tollen Ausflug jeden Mittwoch. Weder das Eine noch das Andere war Strafe, sondern hat, auch wegen der Truppe, viel Spaß gemacht. Nach der Schule haben wir uns als kleine Clique in die Stadt gemacht, um Plattenläden umzuwühlen, abzuhängen und natürlich etwas zu essen.

Unser Lieblingsgift waren Fish’n’Chips Shops.

Ich will jetzt kein Hohelied auf die gute alte Zeit singen. Auch 1975 gab es schon Läden, die die traditionelle Zubereitung schon industrialisiert hatten, aber der überwiegende Teil dieser Läden gab die Portion in Papier (weniger in Zeitung), der Fisch wurde im Haus paniert und frittiert, die Chips waren tatsächlich handgeschnitten, schon wegen der Form.

Und auf der Theke standen kleine Spritzflaschen mit Essig (these strange Brits!). Sie lieben es, Essig auf die Fritten zu träufeln. Aber jeder hat ja eine Macke, und nach 3 Wochen hab ich das auch regelmäßig getan.

Ich hab diese Läden dann in Deutschland richtiggehend vermisst, und Nein, die Nordsee ist kein Ersatz.

 

Ich habe natürlich seitdem schon ein paar Mal Fisch paniert, oder panierten Fisch gegessen, aber heute hatte ich die Idee, eine Dillmayonnaise dazuzumachen.

Dazu ging ich zuerst zu meinem italienischen Fischhändler gegenüber, um zu sehen, was er denn da hätte. Er hatte einige sehr edle Fische da, die wohl schon von Restaurants reserviert waren (Heilbutt, 5 Seezungen), dann noch tollen Sashimi Thun und Schwertfisch, aber sonst gab es nur Fische, die sich nicht so gut für Fish’n’Chips eignen. Aber es gab Loins vom Skrei (der im März das letzte Mal verkauft wird), und der hat die Festigkeit und die Dicke, um paniert werden zu können.

Von dem nahm ich ein Stück mit.

Vom teuren Russen (von dem ich übrigens vor kurzem herausfand, daß er viele gute Gastronomen in Pforzheim beliefert) nahm ich eine Gurke und Dill mit.

Beim Bäcker auf der anderen Seite fragte ich nach Semmelbröseln, die aber nicht da waren. Stattdessen gab es ein Baguette, das ich in dünne Scheiben schnitt und bei 50 C im Ofen trocknete. Dann kam es in meinen Handmixer, der es schnell zerbröselte.

Den Fisch hab ich gewürzt, mehliert, in Ei gewendet und in den Bröseln gedreht. Der kam dann in die Pfanne mit etwas Rapsöl. Kräftig, aber nicht zu heiss von allen Seiten braten.

Die Chips=Pommes hab ich aus einer unglaublichen Pfälzer Kartoffel mit Hilfe eines Pommes-Durchdrückers hergestellt. Das ist nicht das mechanische Gerät, sondern nur eine Art Gitter mit zwei Hilfen an den Seiten, die man auf die Kartoffel drücken kann. Es braucht ein gewisses Quantum Gewalt, aber es funktioniert 🙂

Jedenfalls kamen die Pommes dann bei 190 C Umluft in den Ofen. Das ist meine neue Methode, die richtig gut funktioniert und nicht so lange dauert – etwa 20-25 Minuten.

 

Die Mayo machte ich, indem ich ein Eigelb in eine Stahlschüssel gab und tropfenweise (Raps)öl damit verklepperte, bis die Mayo sich fand. Ich insgesamt vielleicht eine halbe Tasse Öl dazugegeben. Außerdem ein kleiner Schuß Weissweinessig/Zitronensaft, Salz, eine kleine Prise Zucker und fein gehackter Dill.

Die Dillmayonnaise hat sehr gut zum Fisch gepasst, hat der Kombi allerdings ein wenig ihre Hemdsärmeligkeit genommen.

Die Pommes hab ich nature gegessen. 🙂

Mir lief die Zeit davon, und die Gurke wird an einem anderen Tag verspeist.

 

Fish'n'Chips 1

 

Fish'n'Chips 2

 

Dillmayonnaise

Skrei Salsa Verde Kartoffeln Artischocken Tomaten


Dieses Jahr hatte ich den Skrei gar nicht auf dem Zeiger. Nicht daran gedacht, auch keine Rezepte gesehen (ist der Trend schon wieder vorbei? Warum sagt mir das niemand?).

Aber heute ging ich wieder über die große Kreuzung zum italienischen Fischhändler, bzw. zu seiner Frau, und stand erst sehr unentschlossen vor der Theke.

Da gab es Thun, Thun in Sashimi-Qualität, Schwertfisch, frische Jakobsmuscheln in der Schale, Vongole Muscheln, Bouchot Muscheln, Steinbeisser, Rotbarsch, Zander, und eben auch Skrei oder Winter-Kabeljau aus Norwegen.

Der Fisch wird besonders ausgezeichnet und meint einen Kabeljau, der die lange Reise zurück in die Laichgebiete in Norwegen geschafft hat und darüber schlank und muskulös geworden ist.

Kabeljau ist ja in der deutschen wie auch der englisch/amerikanischen Küche (Cod) sehr bekannt. Früher der am meisten gefischte Fisch meiner Heimat Boston/Massachusetts, gibt es dort auch den berühmten Ferien und Ausflugsort Cape Cod, der darauf anspielt. Inzwischen gehen die Fangmengen zurück, und auch gilt Kabeljau teilweise als überfischt, aber Ausnahmen gibt es immer noch.

Jedenfalls nahm ich ein halbes Stück Loin (180g) mit, das Innenfilet mit wenigen Knochen.  Ich hab es vor dem Bratvorgang leicht bemehlt, nachdem ich es gesalzen hatte.

Die Salsa Verde hab ich vor kurzem schon mal beschrieben:

3 Tomatillos kleingeschnitten

1 kleine Zwiebel in kleinen Stücken

1 Jalapeño

5 Zweige Cilantro

Salz

Ein paar Tropfen Limettensaft

In meinem kleinen Ziehwerk brauchte es nicht lange, die einzelnen Komponenten miteinander zu vermählen.

 

Zum Skrei gab es eine Gemüsebratpfanne aus Artischocken, Kartoffeln und Tomaten:

Mein teurer russischer Gemüsehändler verkaufte Baby-Artischocken für 1.95/100g. Die Artischocken, die überhaupt groß genug waren, einen Boden ausgebildet zu haben, wogen etwa 70 g. Ich nahm 4 Stück mitund parierte sie. Die Böden waren winzig und sahen aus wie Champignonkappen, nur kleiner.

Die Kartoffeln hab ich erst halbiert, dann beide Hälften in beide Richtungen gedrittelt.

Die Würfel wurden in Salzwaser gegart, dann kurz abgedämpft und anschliessend in Olivenöl angebraten. Dazu gesellten sich die kleinen Artischocken und 5 Kirschtomaten in Vierteln.  Außerdem eine kleingehackte Knoblauchzehe. Nachdem alles gar war, wurde es in einer mittelheissen Pfanne angebraten und immer wieder geschwenkt. Als Gewürz hab ich das vor ein paar Monaten erstandene Za’taar benutzt. Genial!

Dann mußte ich nur noch anrichten und die Sauce verteilen.

Insgesamt hat es mir sehr gut geschmeckt. Das Za’taar passt auf jeden Fall zu diesen Gemüsen, bestimmt auch zu Bohnen, Das gemischte Gemüse entwickelte auch einen sehr aparten Duft.

 

Skrei Salsa Verde Kartoffeln Artischocken Tomaten 1

 

 

Skrei Salsa Verde Kartoffeln Artischocken Tomaten 2

 

Skrei Salsa Verde Kartoffeln Artischocken Tomaten 3

 

 

 

 

 

Skrei Bacon Gamberi Schwarzwurzel Fenchel Karotte Sauce Kapern


Man kann es schon an der Überschrift sehen – jede Menge Zutaten. Das muß nicht immer gut sein, wobei die Probleme, die bei diesem Gericht aufgetaucht sind, weniger mit den Zutaten zu tun hatten, als mit den Garzeiten. Es ist Samstag, Markttag :-). Zuerst ging es zum Käsestand, sich frisch eindecken. Danach zum Fischhändler (der bei mir gegenüber auch ein Ladengeschäft betreibt), wo es sehr schöne Skreiloins gab, also Mittelstücke ganz ohne Gräten vom Winterkabeljau von den Lofoten. Ich hab diese Saison erst ein Rezept gepostet, also nahm ich ein Stück mit und dazu noch 3 seiner Super-Gamberi (Ich muß mal ein Foto machen, bevor ich sie ausnehme, die sehen göttlich aus).

Anschließend ging’s zum Pfälzer, bei dem ich einen kleinen Fenchel, eine Bete, Feldsalat, ein paar Karotten (geschenkt), einen Radicchio, und, nach einer kurzen Diskussion, auch 2 Stangen Schwarzwurzel (Salsify auf Englisch) kaufte. Ich hab seit Kindheitstagen eine Abneigung gegen Schwarzwurzel, weil es immer säuerlich schmeckte. Auch konnte ich den Vergleich mit Spargel nicht nachvollziehen. Das meine ich immer noch. Für mich hat er eher geschmackliche Ähnlichkeit mit Topinambur. Aber der Pfälzer hat mich überzeugt. Er meinte, seine Ernte wäre vom eigenen Acker und würde nochmal anders schmecken als die französische Ware.

Das Problem mit den Garzeiten hatte allerdings mit der Schwarzwurzel zu tun – ich hatte keine Erfahrungswerte, weil ich ihn noch nie zubereitet habe, und da brauchte er, in 5 cm Stangen geschnitten, satte 30 Minuten, bis er kaufähig war. Das hat aber alles andere in Zeitprobleme geworfen. Als ich dachte, es müsse schon hinhauen, hab ich den Fenchel angebraten. Der war dann zu lang drin. Die Karottenstreifen, die ein knackiges Element sein sollten, waren weich und uninteressant. Die Sauce war leicht pampig, obwohl sie vom Ansatz her eigentlich richtig gut war.

Der Skrei war gut, die Gamberi ein bißchen zu durch aber zart und nicht trocken. Gegessen wurde auch erst um 20:30, eine gute Stunde nach meiner üblichen Zeit.

Naja, ich merk’s mir…

Den Skrei hab ich in dünne Baconscheiben eingepackt, aber vorher mit meinem arabischen Gewürz gewürzt. Da ist Pfeffer drin, Orangenschale, ein bißchen Koriander, Fenchel, Ingwer und Knoblauch. Hab ich schon mal mit spanischem Schinken gemacht und hat mich überzeugt. Kabeljau ist für meine Begriffe kein Fisch mit überragendem Eigengeschmack wie Wolfsbarsch, Dorade oder ein guter Lachs, sondern eher wie ein Alaska Seelachs, weiß und relativ neutral schmeckend (weshalb der gern paniert und mit Ketchup Kindern als Fischstäbchen vorgesetzt wird). Deshalb darf es gerne das deutlichere Aroma des Bacons sein, das hier zum Zuge kommt. Der Skrei wurde auf einer Seite in etwas Olivenöl angebraten, dann auf die Naht gewendet und etwa 10 Minuten in den Ofen geschoben, bei 180 C. Die Gamberi hab ich geschält, entdarmt und einfach ohne Würze dazugelegt (weil der Bacon ja Geschmacksstoffe an das Öl abgab).

Das Gemüse: Zuerst wurde der Fenchel in Scheiben geschnitten und langsam in Olivenöl angebraten, viel später hab ich die Karottenstreifen und noch später die längs halbierten Schwarzwurzelabschnitte dazugegeben. Gegen Ende kam ein wenig Petersilie und zwei Blätter Radicchio in Streifen dazu, außerdem etws Orangenzeste einer Bio-Orange.

Die Sauce:

4 Champignons, kleingehackt

1 Schalotte, kleingehackt

in 2 El Butter anbraten, Wasser ziehen lassen

mit 4 cl Noilly Prat ablöschen, einreduzieren

1 Glas Fischfond aufgießen, reduzieren auf ein 1/4

Mischung durch ein Sieb passieren

Passierte Sauce mit Speisestärke/Wasser binden (Vorsicht! Es braucht vielleicht 1-2 Tl Stärke-Wassermischung)

Kapern dazugeben (1 Tl)

Schnittlauchröhrchen dazugeben

Sie war lecker, war aber zu lange gestanden, während ich auf die Schwarzwurzeln wartete.

 

Fazit:

Die vielen Zutaten haben sich nicht gelohnt – manches hat man geschmeckt, anderes ist schlicht untergegangen. Die Sauce würde ich nochmal so machen, sie ist eh an klassische Saucen angelehnt. Die vielen kleinen Zugaben (Orangenzeste, Radicchio, Schnittlauch…) kann man sich sparen.

Skrei Gamberi Schwarzwurzel Fenchel Karotte Sauce 1

Skrei Bacon Gamberi Schwarzwurzel Fenchel Karotte Sauce 2

 

 

Skrei Parmaschinken Artischocke Fenchel Tomate Safran


Skrei ist saisonal, aber teuer, je nachdem, wo man ihn kauft. In Pforzheim nimmt die Nordsee für den beworbenen Fisch €3,49 für 100 g. Mein Fischhändler gibt 220g für €5.80, das sind €2,63 pro 100 g.

Da es aber eine Blogtradition ist, und das nicht nur bei mir, war es mir wieder mal ein Anliegen, irgendetwas Leckeres mit Skrei zu machen.

Da ich deutliche Aromen den vagen vorziehe, hab ich eine Zubereitungsart gewählt, die ich dem Fisch schonmal antat, nämlich ihn in rohen Schinken einzuwickeln. Das war auch dieses Mal eine gute Idee. Kabeljau ist (meiner Meinung nach) ein Fisch, der von den Zutaten lebt, die zu ihm kommen. Soll heissen, er braucht Fremdaromen. Für mich sind das Schinken, Gewürze und natürlich eine Sauce.

Mein Tagtraum zeigte mir eine Artischocke (auch saisonal im Moment), einen Fenchel (irgendwo hat der bestimmt Saison) und Tomaten (die hab ich immer daheim, und zwar als Kirsch- oder Datteltomate), da sind sie sogar im Winter gut.

 

Zuerst hab ich eine Hälfte des Fenchels in 3mm Scheiben geschnitten und in Olivenöl sanft angebraten. Dazwischen wurde die Artischocke dressiert, soll heißen, der äußeren Blätter entledigt und bis zum Herz kahl gemacht und in Zitronenwasser eingelegt. Später hab mich das Reststück in vier Scheiben geschnitten und etwa 8 Minuten geköchelt. Dann abgeschreckt und beiseite gestellt.

In einer anderen Pfanne wurde gehackter Knoblauch einer Zehe langsam in Olivenöl angeschwitzt, und dann mit 6 geviertelten Cherrytomaten aufgefüllt. Darauf kommt, wenn die Tomaten etwas weicher geworden sind, ein guter Schluck Weißwein. Langsam einkochen lassen. In der Zwischenzeit hab ich ein Glas Hühnerfond auf die Hälfte eingedampft und einen Löffel zur Tomtenmischung gegeben. Eine Dose Safran in eine kleine Schüssel mit warmem Wasser geben, ein paar Minuten stehen lassen, dann zur Sauce geben.

Den Hühnerfond weiter einkochen und immer wieder zur Sauce geben. Der Safran verleiht den Tomaten mehr Tiefe, die Säure der Kapern fügt ein weiteres erwachsenes Element dazu.Davon kommt ein El Kapern dazu und 3 Zweige Basilikum. Den hab ich zerrupft.

Am Schluß hatte ich weniger als 1/8l Sauce, die aber war intensiv und interessant.

Wenn Gemüse und Sauce soweit (fast) fertig sind, Pfanne mit Olivenöl aufsetzen und bei nicht zu starker Hitze vorwärmen. Skreistück pfeffern, leicht salzen (Schinken ist salzig) und umwickeln.

Das ist mit Parmaschinken, der so dünn ist, das leichteste auf der Welt. Der wird dann angebraten, bis er nur noch wenig auf Druck nachgibt und dann gewendet. Das gleiche Verhalten auf der Kehrseite garantiert ein Ergebnis mit glasigem Kern (wenn nicht, ist es auch nicht schlimm- der Schinken sorgt dafür, daß der Fisch nicht gleich austrocknet).

Jetzt wurden die Fenchelscheiben nochmal in einer Bratpfanne erwärmt und dabei die Artischockenstücke mit angebraten.

Zum Anrichten hab ich die Sauce (die sehr lecker war) zuerst in den tiefen Teller gegeben, dann den Fenchel mit Fenchelkraut, dann den Skrei mit den Artischockenstücken am Rand.

Es hat sehr gut geschmeckt und hat bei mir Frühlingsgelüste ausgelöst. Ich will jetzt keinen Kohl mehr!

 

Skrei Parmaschinken Tomate Safran Fenchel Artischocke

Skrei Puy Linsen Kerbel Champignonsauce


The road to hell is paved with good intentions or how to mess up an otherwise wonderful food experience.

Winter cod is called Skrei in Europe. Though I don’t know the origin of the word ( I’m assuming its Norwegian, because the fish comes from there exclusively), it describes a codfish on his way back home (the island group Lofoten, west of the Norwegian mainland), to spawn. This cod is a youthful, fit and low fat specimen, mainly because he’s just swum a couple of thousand miles to satisfy his urges and procreate and he’s burned a lot of calories. That said, there’s always a lot of hype surrounding the arrival of Skrei (usually between January and early March), much like the arrival of Beaujolais Primeur a couple of decades ago.

The past few jears I’ve joined the fun, describing different ways of preparing the fish.

This year, I got sidetracked a bit, and this is where the road to hell comes in.

I knew my favorite fishmonger across the street had Skrei, because I had talked to his father-in-law a few days before and he had said hat due to the demand they would have it every day for the rest of the season. So I walked over Saturday morning and got a nice piece from the father-in-law. Then I drove to the market on Turnplatz to get vegetables and something for Sunday. There I passed by his fishstand, and making smalltalk, told him I had bought a piece of Skrei from his regular shop. Looking over his wares, I saw something new and asked him what that was- it looked like a shrimp variety, but the name said something with snail in it. I haven’t been able to find it on Google. Here is a picture:

Meerschnecke1

My fishman explained that in Italy, it is added to soups after the sides are cut off with a pair of scissors.

At home I took two of them apart, noticing that the meat was much softer and gelatinous than shrimps are. So I fried up the two peeled specimens and an unpeeled one to boot.

Curiously, the first one started to fall apart right away, forming small pebbles of meat. The second one kept its shape but had a weird mouthfeel, as did the unpeeled one, once I got to the meat.

Not wanting to throw food away, I decided these fruit de mer would be fine to flavor my sauce, and so I threw the three other denizens of the deep into the frying pan along with a little celery root, a half carrot, some parsley and a bit of leek. This was browned and then deglazed with a splash of Noilly Prat, stretched with some water and briskly boiled for some minutes. Then I strained the fluid, removing the solids. The fumet had a decent, if somewhat unusual taste at this point. I added about 100 ml of cream and reduced the sauce by half, then adding 5 finely chopped brown champignons, thinking they would add flavor. They did, but too much of it and I wound up with a mushroom sauce with a fishy tinge. To make matters worse, I had a momentary lapse of reason when I proceeded to chop the chervil, because I had forgotten that I had also bought savoury, to flavor some green beans, and I grabbed that, not thinking that it looked really different from regular chervil. I even smelled it, wondering whether the winter could actually make an herb smell so different!!

You can actually see it on the picture, because I used two sprigs as decoration. It looks a little like tarragon, but rest assured, its savoury.

Meanwhile the mushrooms did not get smaller, as I had anticipated, so I decided to puree the sauce. I used a plastic high bowl I had used to make a quart of habanero sauce a few weeks before, and not only did I get a gray sauce (typical for mushrooms), but also one of serious heat. In the end, the sauce had so many solids that it looked more like glop covering the fish and surrounding the lentils.

The lentils were the only thing that turned out the way the should have, I made the mistake of preparing the Skrei in a stainless steel pan, instead of in a no-stick pan, losing the browned skin when I got ready to flip itTo bring things to a boil, I put the plate together and placed it under the light where I usually take a picture, just to see the mushrooms and fish release all held fluids to the area outside the sauce. I dabbled at it with kitchen towels, but gave up at some point and muttered to myself : F**k it, I’ll crop it and shop it.

Last words-It tasted decent, but I wouldn’ make it like that again. And now I have a bunch of chervil left over. I wonder if that would go with the pork belly tomorrow?

Skrei-Puy-Linsen-Kerbel-Steinchampignonsauce