Spaghetti Shrimps Artischocken


Bei meinem Fischhändler bekomme ich nur die ganz großen Garnelen, also nahm ich von Anderswo eine Packung Shrimps mit. Auf dem Markt am Samstag gab es eingelegte Artischocken, Tomaten und auch scharfe Peperoni. Alle drei Zutaten kamen in meine „Sauce“. Die bestand außer dem Geschmack der Shrimps aus Knoblauch und Weißwein.

Ein denkbar einfaches Gericht, da ich nur die Spaghetti abkochen musste und 5 Minuten vor Ende alle anderen Zutaten in einen flachen Topf mit ein paar Esslöffeln Olivenöl werfen musste, um sie mithilfe des Weins zu vermählen. Wunderbar, wie sich der aromatische Knoblauch mit der Süße der Shrimps und der Säure der Tomaten und des Weins verbindet. Die Artischocken geben dann auch noch ihren süß-sauren Crunch dazu.

Lecker!

Salat Artischocke Tomaten Shrimps Aiolidressing


Also gut, einmal im Monat Fisch oder Meeresfrüchte – kein Problem. Eigentlich hab ich mal häufiger Fisch gegessen, weiss nicht, warum das im Moment nicht so ist.

Also heute ein Salat mit Artischocke, Shrimps und Tomaten, wobei ich dachte, daß ein Aioli gut passen würde. Zuerst wurde die frische Artischocke kopfüber 35 Minuten gegart (in einem Topf voll Wasser). Dann machte ich die Aioli, so dachte ich.

Ich hole aus: Vor ein paar Wochen ging mein Billig Zauberstab kaputt – die Drehachse war aus Kunststoff und ist nur noch durchgedreht. Also hab ich einen etwas Besseren gekauft und war die ersten paar Male sehr begeistert. Heute wollte ich ganz cool eine Aioli machen, nur um zu sehen, daß sie mir 2 mal (2 Eigelbe) abgekackt ist. Ich hatte einen Riesenhals! Also gab ich einen El Senf dazu und rührte ein bisschen mit einem Mini-Schneebesen rum, und plötzlich kam die Chose zusammen 🙂

Die Aioli hatte nicht nur Öl und Eigelb, sondern auch eine Knoblauchzehe, ein Stück Frühlingszwiebel, etwas Estragon und andere Kräuter (ganz wenig), Habanero (ein Stück), Salz und Pfeffer und der besagte Löffel Senf.

Die Artischocke servierte ich vorab, damit ich an den Boden komme und legte den dann in die Mitte als Bett für die Shrimps.

Die Shrimps warf ich später in die heisse Pfanne, und um sie zu würzen, und weil ich ein zweites Eigelb benutzt hatte und ich viel Dressing hatte, gab ich ein paar Löffel des Dressings dazu. Dann fiel mir ein, dass es da Eigelb hat und ich dachte schon es gibt Shrimps mit Ei, aber es war nur ein kleines Malheur. Sie wurden zwar nicht gebräunt, aber sie waren auch nicht grisselig – alles halb so schlimm.

Am Ende warf ich alles zusammen und servierte es auch gleich. Es war gut, aber toll war es nicht.

Zu Besuch (Ostern 2017)


Mein ältester Freund H. (Achtung Wortspiel!) hatte über Ostern runden Geburtstag. Normalerweise schaffe ich es nicht, die Distanz zu überbrücken, aber weil der Tag auf Ostersonntag fiel und ich schon am Karfreitag anreisen konnte und erst Ostermontag ging, lohnte sich die Reise und war nicht so stark von Reisehektik geprägt.

Es ist immer wieder schön, Zeit mit ihm und seiner Familie (Mutter, 2 erwachsene Söhne und Freundin des einen Sohns) zu verbringen, da sie alle vielseitig interessiert, sehr sozial und fürsorglich und auch alle sehr neugierig auf gute Küche sind.

So war es klar, daß die Feiertage eine gemeinsame Kochleistung würden.

Das erste Abendessen am Freitag folgte auf eine Vesper am Nachmittag und war deshalb „nur“ ein Salat. H. und seine Söhne/S.Tochter hatten abgestimmt und sich entschlossen, einen Salat aus Ottolenghi’s „Vegetarisch“ zu machen.

Die Zutaten waren

Quinoa (vorsichtig gekocht und ziehen gelassen, etwa 2 Tassen, mit etwas Salz)

2 Avocados

Saubohnen (gefrorene, mussten aufgetaut und gepalt/geschält werden)

Radieschen

Sprossen (Betesprossen und eine etwas mildere Sorte)

Olivenöl und Zitronensaft, Knoblauch?

Zitronenfilets

Salz, Pfeffer

Ich hab vielleicht etwas vergessen, man könnte es im Buch nachschauen. Wir einigten uns, daß Ottolenght ein Talent hat ungewöhnliche Zutaten zusammenzuwerfen und daraus überraschende Kreationen zu erschaffen. Der Salat war nicht nur sehr gut, sondern hat uns auch mit Leichtigkeit satt gemacht. Nicht, daß es uns abgehalten hätte eine knappe Stunde später eine große Käseplatte zu vernichten 🙂

 

 

 

Am nächsten Tag verbrachten wir den besseren Teil des Nachmittags damit den Nordhorden notwendige Lebensmittel streitig zu machen.

Manche Trends scheinen deutschlandweit Gültigkeit zu haben, wie auch der, daß vor jedem Feiertag alle einkaufen gehen, weil die Welt ja in der Zwischenzeit untergehen könnte…

 

Ich hatte vorsichtshalber darauf bestanden eine Ersatzhauptspeise und eine zweite dazu anzulegen, weil ich ahnte, daß es schwierig werden würde 7 Stubenküken aufzutreiben. Wie sich herausstellte, wurden es am Schluss die Schweinelenden, weil es auch keine Lammkeule mehr gab!

Auch der Spargel (für das Sonntagsessen war schwer zu finden. Das ist für mich ungewöhnlich gewesen, weil wir hier im Südwesten nicht nur schon seit fast 5 Wochen Spargel (aus der Region!) haben, sondern auch Preise wie vor 20 Jahren. Mein exklusiver Gemüsehändler gegenüber erzählte mir von riesiger Konkurrenz im hochpreisigen Bereich für weissen Spargel z. B. aus Holland (kaum zu glauben!) und umgekehrt sehr guter deutschen Qualitäten bei grünem Spargel (kann ich bestätigen), der vorher eine Domäne des Auslands war (Peru, Mexiko, Spanien, Griechenland, etc,). Jedenfalls hab ich heute geschaut- er verkauft eine 1. Qualität (bis 18 mm) für €2.50/500g). Es gibt zwar auch teureren, aber die Qualität ist durchgehend hervorragend. Der Südwesten hatte im März ein paar sehr warme Wochen und alles schoss und wollte verkauft werden.

Ganz anders der Norden. Es war sehr frisch, der grüne Spargel kam vom Ausland und sah mitgenommen aus, den einzigen Weissen fanden wir im Lobbybereich des Einkaufszentrums neben einer Spargelschälmaschine und einer Schlange von 10 Metern Länge. Wir ergaben uns in unser Schicksal.

Dafür gab es nach längerem Suchen auch eine Schwarzwurst, die ähnlich der aus meiner Gegend ist. Ich habe trotzdem auch noch eine nordische Variante mitgenommen.

Am Fischstand hatten wir eine Wahl aus verschiedenen Meeresfischen und nahmen auch Kabeljaufilets mit, aber im Nachhinein war ich mit meiner Wahl nicht ganz zufrieden, weil Kabeljau auseinander“schuppt“, wenn er warm wird. Sein Fleisch ist nicht so fest, daß es zusammenbleibt.

Der Samstagabend wurde mit Schwarzwurst auf Apfel und Rösti gestartet.

Schwarz- oder Blutwurst wird in Butter angebraten, die Boskoop-Apfelscheibe ebenfalls. Beides soll weich sein. Auf die Wurst ein paar Flocken Majoran streuen. Alles auf den noch warmen Rösti setzen.

Rösti: Kartoffeln reiben, Flüssigkeit abgiessen, einen Tl Kartoffelmehl oder Mondamin und Salz und Pfeffer dazugeben, Taler in einer heissen Pfanne formen, ausbacken, wenden und warm stellen. Sie müssen schon eine Weile in der Pfanne sein, sonst sind sie innen noch roh.

 

 

 

Der Hauptgang am Samstagabend war der Kabeljau. Den hab ich erst gewürzt und dann in Bacon eingewickelt und von beiden Seiten angebraten. Dazu machte ich vorher ein Linsengemüse aus den sehr guten Puy-Linsen, die ich mit kleinen Soppengrünbrunoise erst schmorte und dann mit etwas Flüssigkeit langsam garziehen liess. Das dauerte etwa 40 Minuten. Danach wurde der Kabeljau sehr, sehr vorsichtig auf die Linsen umgebettet (das nächste Mal gibt es Loup de Mer, der fällt nicht auseinander 🙂  )

 

Ich war zwar mit der physischen Erscheinung des Fischs nicht zufrieden, geschmacklich gab es aber nichts auszusetzen.

Samstagabend gab es kein Dessert, aber wie bei Vielfraßen üblich, die Käseplatte, die wieder reichlich ausfiel 🙂

 

Sonntag war ich mit Abstand der Erste in der Küche. Schon vor 8 machte ich mir Sorgen, daß nicht genügend Zeit wäre, alles vorzubereiten. Also fing ich an Suppengrün für die Sauce zu schneiden und anzubraten, ihn mit Sherry und Rotwein abzulöschen und zu reduzieren, um dann später die Sauce mit getrockneten Steinpilzen, Sahne und den Säften der gebratenen Schweinelenden zu vervollkommnen.

Als Nächstes schälte ich eine größere Menge Kartoffeln. Zu diesem Zeitpunkt bekam ich Unterstützung von meinem Freund H., der Die geschnittenen Kartoffelscheiben attraktiv arrangierte und schichtete, während er jede Schicht salzte, pfefferte und muskatierte?? :-). Danach gab es einige Schuß (Schüsse?) Milch, Sahne und dann eine schöne Schicht Käse. Wir dachten erst, es sei Gruyere, aber es war wahrscheinlich der Bergkäse. Auf jeden Fall war es eine tolle Wahl, weil das Gratin das beste war, das ich jemals gemacht habe. Die Farbe und der daraus resultierende Geschmack waren wirklich gut. Ich nahm das Gratin nach dem Backvorgang heraus und stellte es nochmal kalt, um es nachher nochmal bei 150 C aufzuwärmen.

Jetzt machte ich die Küche frei für Y. und F., die sich für eine Sauer-scharfe asiatische Suppe entschlossen hatten. Die Küche ist relativ klein, so kann ich nicht en detail erzählen, was alles drin war, aber sie war wirklich sauer und scharf, so wie es im asiatischen üblich ist. Sie hatte Gemüse, Shrimps und war sehr gut.

 

 

Der Spargel war ja schon geschält und kam in einen großen ovalen Bräter mit wenig Wasser, damit er zeitnah gedämpft werden und dann warm gehalten werden könnte.

Ich hatte H. einen Temperaturfühler wie meinem geschenkt und benutzte diesen, um die Filets nicht zu übergaren. In meiner Vorsicht war ich mit der Ofentemperatur zu konservativ (mein eigener Ofen ist eine wilde Bestie, der sofort reagiert), und als ich nachbesserte (mit 50 C Schritten) dauerte es eine gefühlte Ewigkeit (nochmal 20 Minuten), bis die 58 C für rosa Fleisch endlich erreicht war.

H’s. zweiter Sohn M. und ich hatten uns vorgenommen eine von ihm gewünschte Hollandaise zuzubereiten, aber ohne zu sehr in die Tiefe zu gehen (wir haben’s verbockt) waren wir für den „Onslaught of Heat“ zu langsam und hatten als Lohn unserer Mühe feines Butter-Rührei. M. sah aus als wollte er heulen und brauchte etwa 10 Minuten bevor er sagte, daß er das jetzt entsorgen würde.

Stattdessen schmolz ich eine großzügige Menge Butter. ließ die Molke absinken und nahm das Butterschmalz ab. Dazu gab ich Zitronensaft und Bio-Orangenzeste. Die Gäste bemerkten es und fanden es gut.

Ich hab die Butter allerdings auf den Tisch gestellt, weil ich nicht wußte, wer alles Butter will. Deshalb sieht man auf den Fotos keine.

 

 

Zum Dessert gab es eine Mousse au chocolat, eine sehr gute mit 78% Zartbitterschokolade von Lindt mit einem Himbeerspiegel und Früchten. Allerdings hatte die Mousse die Hitze zuwenig, die die Hollandaise zuviel hatte, was dazu führte, das die gestochenen Nocken ihre Form nicht hielten, sondern aussahen wie angeschmolzene kleine braune Eisberge. Ich hab vor lauter Stress das fotografieren vergessen. Gut haben die Cremes trotzdem geschmeckt, aber es hat an M’s. und meiner Kochehre gekratzt, gleich zwei Gänge in die Tonne getreten zu haben.

Andererseits bedeutet es, daß wir noch nicht am Ende unseres Weges sind, es gibt noch Luft nach oben :-)I

 

Silvesteressen 2016


Ganz im Retro-Gefühl gefangen machten wir uns dran einen Hähnchen Shrimp Cocktail herzustellen. Dazu wurde eine Hähnchenbrust in bissgerechte Teile geschnitten und gewürzt. Danach schnell angebraten und beiseite gestellt.Die Shrimps hab ich abgewaschen und zum Hähnchen gegeben.

Jetzt haben wir gemeinsam eine Mayonnaise hergestellt. Ich war froh einen Assistenten zu haben, der mir das Öl ganz langsam zum Eigelb gab. Nach 5 Minuten engagierten Schlagens wurde eine festere Masse daraus, zu der wir Zitronensaft, Salz, Zucker, einen Tl Weißweinessig und einen El Ketchup gaben. Sie schmeckte täuschend echt (es gab dann noch ein bißchen Cayenne drauf, für den Pfiff 🙂  )

Jetzt mischte ich die frisch geschnittene Ananas (etwa ein Drittel davon) unter Fleisch und Shrimps, gab dann eine Dose Mandarinen (wie retro!) dazu und mischte alles durch. Außerdem hab ich noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

In Champagnerschalen auf Salatblättern angerichtet wurde die Sauce darauf napiert und serviert. Unsere älteste Mitstreiterin (die diese Speisen vor über 60 Jahren selbst zubereitete) war begeistert und schwelgte in Erinnerungen.

Ein gelungener Gang zum Auftakt!

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Zur Hauptspeise hatten wir uns auf ein Rinderfilet geeinigt, das mit Cognacrahmsauce mit grünem Pfeffer, grünem Spargel und Herzoginkartoffeln serviert wurde.

Für die Sauce machte ich ein Mirepoix aus Wurzelgemüse, das ich in Öl anbriet und mit Cognac und Rotwein ablöschte. Dazu kam ein Glas Rinderfond. Das alles wurde um die Hälfte reduziert, dann abgesiebt und mit Beurre Manier etwas angedickt. Jetzt kam 1/3 Becher Sahne dazu und ein Glas eingelegter grüner Pfeffer. Es war wahrscheinlich ein bißchen zuviel Pfeffer, aber insgesamt hat es jedem geschmeckt.

Für die Herzoginkartoffeln wurden erst Kartoffeln geschält und in kleineren Stücken gekocht, dann mit Butter und Milch gestampft und mit Salz, Pfeffer und Muskat abgeschmeckt.

Dann wurde die Masse in eine Spritztülle gefüllt und auf ein Backpapier aufgespritzt.

Sie wurden mit flüssiger Butter eingepinselt und im Ofen unter dem Grill schnell gebräunt.

Auch dieser Gang wurde gelobt, auch wenn die Herzoginkartoffeln den Aufwand nicht lohnen 🙂

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Der letzte Gang war Crepe Suzette, aber das muß ich nochmal machen, weil ich vergessen habe, davon Fotos zu machen. Aber die waren auch ziemlich gut.

Insgesamt ein schönes Retromenü!

Shrimps-Spieß Salatherzen Mango-Tomate-Safran-Sauce


Der Kampf gegen die Pfunde bedeutet nicht unbedingt Verzicht auf Genuss. Allerdings sind in meinem Fall oft die Sättigungsbeilagen, sprich die Kohlehydrate Abends verboten. Ich weiß, viele meinen man würde sich diese Problematik einbilden. Meine Waage spricht da ganz eloquent zu mir. Ich werde teilweise mit Zunahmewerten von einem Tag auf den nächsten mit 1-1,5 kg bestraft. Da hab ich keine Lust drauf und verzichte so weit ich kann (und ohne andere damit zu nerven) weitestgehend auf KHs. Frau B. übrigens auch, was es leichter macht trotzdem Leckeres aufzutischen. So auch in diesem Fall:

Ich wollte etwas Leichtes zum Abend machen, ohne daß wieder Schweres dabei ist. Frau B. ist zwar nicht begeistert von Fleisch/Fisch/Frucht Kombination, ließ sich in diesem Fall aber überreden.

Der Rest war einfach. Die Shrimps (TK-Ware) wurden aufgetaut und auf Spieße aufgesteckt. Danach wurden sie angebraten. Der Salat wurde längs geviertelt und gewässert, danach ließ ich ihn abtropfen. Die Mango hab ich geschält und in Würfel geschnitten. Die 2 Tomaten hab ich zu Concassée verarbeitet und mit der Mango und einem Döschen Safranfäden zu einer Sauce gemixt. Auch eine Prise Piment d´Espelette war dabei. Dazu kamen 4 El Olivenöl. Die Zutaten hab ich kurz erhitzt und sie dann wieder abkühlen lassen.

Auf die Salatherzen kam ein guter Balsamico und auch gutes Olivenöl, der Rest ist Geschichte. Ich hab das Rezept zwar abgewandelt, hab die Idee aber aus der Zeitschrift Saveurs vom August/September 2012

Tapas, die 2.


Wir bekamen Besuch von unseren nördlichen Freunden, und das nahm ich zum Anlass, viele Kleinigkeiten auf den Tisch zu stellen, weil es ja Spaß macht vieles Verschiedenes auszuprobieren und auch länger an einer Tafel zu verweilen.

Hier abgebildet sind Datteln mit Speck/Serrano, ein süß-saurer Zucchinisalat, Kichererbsen mit Chorizo und Paprika und eine Salsa für Shrimps im Serranomantel.

Hier gibt es Runzelkartoffeln mit Mojosauce, gepalte Saubohnen mit Serrano und roten Zwiebeln, Hähnchenleber in Sherryglasur und eine Ofentortilla.

Hier kommen noch Shrimps in Zitronen-Olivenölmarinade und vorne rechts Shrimps mit Serranowickel dazu.

Ich hab die Ideen für die verschiedenen Tapas aus dem Buch World Food Spanische Küche aus dem Parragon Verlag,

hab sie aber nach eigenen Vorlieben und Verfügbarkeit der Zutaten abgewandelt.

Für die Tortilla:

6 Eier

4 Frühlingszwiebel in feinen Scheiben

2 rote Spitzpaprika

4 gekochte mittelgroße Kartoffeln

50 g Parmesan (im Original Roncal-Käse)

Schnittlauch, Petersilie

In eine heisse Pfanne mit Butter geben und in einem heißen Ofen etwa 20 Minuten stocken lassen. Abkühlen lassen, stürzen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Für die Mojosauce:

Etwas Weißbrot, in kleinen Stückchen(Baguette)

2 mittlere Knoblauchzehen

1/2 Tl Salz

11/2 El scharfes spanisches Paprikapulver (ich habe Pimenton dela Vera genommen, ist zwar nicht scharf, aber rauchig)

1 El Kreuzkümmel

2 El Rotweinessig

5 El Olivenöl

2 pimientos del piquillo (ich hatte 2 im Ofen gegarte rote Spitzpaprika

Das Brot wird in Wasser 5 Minuten eingeweicht und ausgepresst. Knoblauch und Salz werden in einem Mörser zu einer Pate zerstampft. Paprika und Kreuzkümmel dazugeben, in eine Küchenmaschine geben, zuerst mit dem Essig und dann mit dem Brot und dem Öl auffüllen und mixen. Die Paprikaschoten dazugeben und mixen, bis die Mischung dickflüssig ist. Abschmecken.

Tomaten-Kapern-Salsa (für Shrimps im Serranomantel)
Concassée von 2 Tomaten

1 kleine rote Zwiebel in dünnen Scheiben

4 El fein gehackte Petersilie (glatte)

1 El Kapern (ich hab die etwas größeren genommen) gehackt

Abrieb einer Zitrone

4 El Olivenöl

1 El Sherryessig

Vermengen und abschmecken.

Knoblauchshrimps mit Zitrone und Petersilie

500 g Shrimps, entdarmt

120 ml Olivenöl

6 Knoblauchzehen, kleingehackt

3 scharfe getrocknete Chilis

4 El Zitronensaft

4 El gehackte Petersilie

Das Öl erhitzen, Knoblauch und Chilis dazugeben, bis sie anziehen, Shrimps dazugeben, bis sie fast gar sind.

Den Zitronensaft und die Petersilie dazugeben, umfüllen und sofort servieren

Dicke Bohnen mit Schinken

200 g Dicke Bohnen, geschält

2 El Olivenöl

1 rote Zwiebel, fein gehackt

ein paar Scheiben  Serranoschinken in Streifen

Petersilie

Salz und Pfeffer

Saubohnen garen, palen

Zwiebeln andünsten, Bohnen dazugeben, Schinken und Petersilie dazugeben und abschmecken.

Den Zucchinisalat hab ich schnell gemacht und mich nicht an das Rezept gehalten (also gar nicht). Der Salat wurde nix und ich poste den vielleicht mal später, wenn er mir gelingt.

Die restlichen Rezepte hab ich schon mal gepostet, und zwar hier.

Shrimps mediterran


Ich hab öfters schon eine Shrimpspfanne gemacht, einfach weil es ein leichtes Essen ist und Frau B.  Shrimps, Scampi, Crevetten und Co. ziemlich lecker findet. Meistens sind bestimmte, immer gleiche Zutaten enthalten, die sich gut eignen eine leckere Dippsauce herzugeben (Knoblauch, Zitronenscheiben, Frühlingszwiebel, Olivenöl, Kirschtomaten).

Dieses Mal wollte ich eine tomatigere Version und habe statt der oben genannten Zutaten die Folgenden benutzt. Auberginen in Würfeln, Zucchinischeiben, Frühlingszwiebel, Knoblauch, breite Bohnen in Rauten, eine Dose San Marzano Tomaten, Weißwein und Paprikaflecken vom roten Spitzpaprika (weil der so schön süß ist), außerdem noch eine relativ scharfe Peperoni.

Die Shrimps waren in gefrorenem Zustand morgens in den Kühlschrank gewandert und über Tag langsam aufgetaut.

Ich hab abends das Gemüse geschnippelt und alles nacheinander in Olivenöl angebraten. Nur die breiten Bohnen hab ich vorher blanchiert und später dazugegeben. Anschließend alles gar ziehen lassen und am Schluß dann die Shrimps kurz und scharf angebraten und untergemischt. Gewürzt hab ich mit Salz, Pfeffer und Herbes de Provence, also mit einer Thymian, Oregano, Basilikum, und Rosmarin Mischung.  Dazu gab es Baguette zum Dippen.

Schön scharf und sehr pampig, auf leckere Art.

Shrimps Tomaten-Orangen-Safran-Coulis Petersilienöl


Es ist wieder Freitag und ich wollte etwas leichtes machen. Ich hab wiederholt über dieses Coulis gelesen.
Ein Coulis ist ein Püree, meistens von Gemüse, aber es gibt auch ein Krustentiercoulis, das zur ‚Bisque‘ (Suppe) verarbeitet wird. Der Clou an der Coulis ist, daß sie ungewürzt ist.
Insofern war mein Püree kein Coulis im engsten Sinn- ich hab es gesalzen und auch sonst parfümiert.Für das Püree nahm ich 4 Tomaten, zog ihnen nach Wasserbad die Haut ab, und entfernte das Innere, um den Rest zu würfeln. Die hab ich in Olivenöl und einer Prise Zucker sautiert. Dazu kam der Saft einer Orange zu dem ich ein Döschen Safranfäden gegeben habe. Das wurde eingekocht, bis es genügend dickflüssig war.
Dann wurde die Masse püriert und abgeschmeckt. Dazu kam noch ein Spritzer Saft von der Limette.

Für das Petersilienöl nahm ich einen Bund Petersilie und Olivenöl und hab die eine Weile gemixt, bis es ganz fein war. Obenauf sind Chips von roter Bete, einfach hachdünn gehobelt und frittiert. Die sind übrigens richtig lecker mit einem bißchen Salz.

Die Shrimps wurden mit Piment d’Espelette gewürzt und dann scharf kurz angebraten. Sie bekamen ein wenig Salz und auch einen Spritzer Limettensaft ab. Dann nur noch anrichten und genießen.
Die Orangen-Safran-Note war sehr apart. Ich könnte mir das auch gut mit Jakobsmuscheln oder Fisch vorstellen. Das Petersilienöl sah hübsch aus, hat aber zum Gesamtgeschmack nichts wesentliches beigetragen.

Shrimpspfanne


Ich gebe zu, dieses leichte Gericht passt nicht wirklich in den Spätherbst, aber meine bessere Hälfte und ich hatten Lust etwas leichtes mediterranes zu essen. Ich habe das über die Jahre immer wieder im Sommer gemacht, wenn es um Olivenöl, Knoblauch und Tomaten geht.
Hier hatte ich die drei oben genannten Zutaten verarbeitet, dazu Frühlingszwiebel in mundgerechten Stücken, ein paar Zitronenscheiben, etwas Weißwein zum ablöschen, und einen guten Schluck Olivenöl.
Alles anbraten, wenn es fast gar ist, die Shrimps (die abtrockneten) scharf anbraten. Ich hatte ein paar davon in Serranoschinken gewickelt, das schmeckt ausdrucksstärker.

Dazu hab ich nochmal die  Mojosauce von vor ein paar Posts gemacht. Mein Schatz meinte, das Cumin würde vorschmecken, ich fand es lecker, weil ich Cumin mag. Sie nicht so. Dazu gab’s ein paar Scheiben angeröstetes Baguette. Lecker.

Shrimps Salsa Avocados Chips


Am Vorspeisenabend gab es dieses Gericht nach dem Artischockentürmchen. Es ist sehr einfach zuzubereiten und war bei Kindern sehr populär, weil man die Chips auch zum schaufeln nehmen kann.

Für die Salsa:
Saft von 2 Limetten
1 Knoblauchzehe gehackt
1 Frühlingszwiebel
Fleisch einer Avocado
Tomatenwürfel
Petersilie
Salz Pfeffer
Chilischoten (hab ich separat auf den Tisch gestellt)
1 Stunde durchziehen lassen.

Dann hatte ich noch 2 Avocados, die wurden halbiert und mit Limettensaft beträufelt, damit sie nicht anlaufen.
Jetzt die Chips auf dem Teller verteilen, die Avocado daruf legen, die Shrimps mit Knoblauch schnell in der Pfanne anbraten. Zuerst Salsa in die Avocado einfüllen, Shrimps drüber-fertig.

The Entree evening a few weeks ago featured this item as the next course. It is of course an old favorite in Tex-Mex and South-of-the-border cooking.
In Europe, the use of cilantro is not nearly as prevalent as stateside and known more through Thai cooking.
Accordingly, it is met with more suspicion, and a common critique is that it tastes soapy. I am aware that this would be an unpopular point of view in the southwestern states, but I replaced the herb with very aromatic parsley, which was met with unanimous approval.

for the salsa:
juice from 2 limes
1 clove of garlic diced
1 scallion
meat from 1 avocado, diced
chopped tomato
chopped parsley
salt pepper
chili (I served them separately)
Marinate for an hour

I halved two more avocados, wiped them with some lime to stop the oxidation and filled them with the salsa. I placed them on tortilla chips and topped them with shrimps sauteed in garlic.