Schweinebraten Kartoffeln Sauce Coleslaw asiatisch


Dieser Hybrid kam zustande, weil ich mich nicht entscheiden konnte, und außerdem noch anderes parallel kochte. Aber das macht alles nichts, es hat gut geschmeckt und vor allem auch gut zusammengepasst 🙂
Für den Braten wählte ich ein Nackenstück von 830 g aus. Dieses Stück wurde gesalzen und gepfeffert. Für den Saucenansatz zerkleinerte ich zwei Karotten, ein Stück Sellerie, Lauch und Petersilie.
Jetzt briet ich den Nacken scharf von allen Seiten an, dann entfernte ich das Bratenstück und gab das Wurzelgemüse und 2 gehäufte El Tomtenmark in den Topf. Nachdem die Gemüse und das Mark karamellisiert waren, löschte ich erst mit einem guten Schluck Port ab, liess den eindampfen und gab dann einen guten Viertelliter Rotwein aus dem Languedoc darauf.
Nach zwei Stunden ganz langsamen garens auf unterster Stufe, goss ich den Saucenansatz um, kochte ihn etwas ein und band ihn mit Mehlbutter ab. Ich hab noch nachgewürzt, aber es mußte nicht viel gemacht werden.
Im letzten Moment entschloss ich mich, doch noch Kartoffeln zu machen, weil ja sonst die Sauce umsonst gemacht worden wäre.
Das Coleslaw asiatischer Art hab ich mir bei einem amerikanischen Fernsehkoch (Dave Lieberman) abgeschaut,dessen Rezept ich zufällig auf Foodnetwork gesehen habe.
Es wird so gemacht:
350 g Spitzkohl und 350 g Rotkohl shreddern
2 Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, eine rote Zwiebel in Streifen, genug Ingwer reiben, dass es 2 El ergibt, 1/4 Tasse Sojasauce, 1/4 Tasse Zitronensaft, 2 El Weißweinessig, 2 El brauner Zucker, 1 Tl Salz, ein paar Umdrehungen der Pfeffermühle, 2 Tl Sesamöl und 2 El Sesamsamen. Es gab eine Menge Rohkost, also halbierte ich die Menge und machte auch nur das halbe Dressing dran, weil der Koch meint, es würde inerhalb einer Stunde relativ unansehnlich werden. Jetzt hab ich nochmal eine Menge Slaw für Anfang der Woche im Kühlschrank.
Das Slaw hat lecker geschmeckt, hätte ich welches dagehabt, häütte ich Koriandergrün dazugegeben. Ananas hätte auch gut gepasst 🙂

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Rotkraut Mango Papaya Macadamia Minze Cilantro


Die Woche war gekrönt von zwei geschäftlichen Zusammenkünften, die vom Beitrag der Gäste lebten, englisch auch Potluck genannt.

Es war das erste Mal in zwei Jahren, daß es kein Motto gab, sondern nur die Aufforderung, uns (die Anderen) zu flashen – Amaze us!

Heraus kam eine Mischung verschiedenster Gerichte und Zubereitungsarten, die noch dazu alle gut bis sehr gut schmeckten. Ich bin da normalerweise durchaus kritisch, war aber von der Vielfalt und Kochfreude sehr angetan. Ich muß vielleicht erwähnen, daß ich für einen amerikanischen Arbeitgeber arbeite und wir eine sehr diverse Belegschaft haben. Es gibt Amerikaner jeder Couleur, Asiaten, hauptsächlich Filipinos aber auch Chinesen, Koreaner und Thais, es gibt Afrikaner, Deutsche, Polen, Tschechen, Leute von der Karibik und auch Südamerikaner. Und ich bestimmt noch welche vergessen. Es haben nicht alle etwas mitgebracht, aber es war genug da um 2 Schichten satt zu bekommen.

Es hat wirklich Spaß gemacht!

Mein Beitrag war ein Salat, den ich vor ein paar Jahren schon Mal gemacht habe, dessen Quelle ich aber dort schon aus den Augen verloren hatte.

Die Zutaten:

1/2 kleiner Rotkohl auf der Mandoline in feine Streifen gehobelt

1 Mango in dünnen Scheiben

1 Papaya in kleinen Würfeln

7 hellgrüne Blätter eines Wirsings in Streifen von 2x7cm

125g Macadamianüsse mit 10g Butter und 2 El Zucker karamellisiert und kleingehackt

1/2 Tl Salz für die Nüsse

1/2 Tl Chiliflocken für die Nüsse

je eine Handvoll gehackte Minze und Koriandergrün/Cilantro

 

Das Dressing:

150 ml Limettensaft

1 Stängel Zitronengras in feine Scheibchen geschnitten

5 El Ahornsirup

2 Tl Sojasauce

3 Prisen Chiliflocken nur leicht scharf

3 El Sesamöl

6 El Olivenöl

Das Rotkraut wird mit ein paar Prisen Salz mit der Hand geknetet und dann 20 Minuten stehen gelassen. Die Flüssigkeit abgiessen. Wirsing, Mango, Papaya dazugeben.

Mit dem Dressing mischen, dann Nüsse und Kräuter dazugeben und vermischen.

Es gab einiges Lob für diesen Salat – er ist schön knackig, hat Süße, Säure, durch die Sojasauce auch Umami und den tollen Geschmack durch die beiden Kräuter, die sich perfekt ergänzen.

 

Rotkraut Mango Papaya Macadamia Wirsing Minze Cilantro

 

 

Entenbrust Paprika Schlotten Spargel


Die übrigen Spargel von gestern hab ich gleich in zwei Gerichte gesteckt. Außerdem hatte ich gestern Schlotten=Frühlingszwiebel mitgebracht, die passen hier auch gut dazu. Der Paprika kam auch gerade recht. Dazu hab ich einen Knoblauch geschält, gehackt und mit einer Thai-Chili, etwas Ingwer (1 cm, kleingehackt) 1 El Sojasauce, ein paar Spritzer Fischsauce und einem guten El Hoisinsauce und der in Scheiben geschnittenen Brust (ohne Haut) vermischt.

Dazwischen hab ich den Reis aufgesetzt, der war mir neu. Der heisst Chinesischer Restaurantreis und soll genau werden wie im China-Restaurant. Und siehe da: klebrig wie im Restaurant.

Ich hab das Fleisch ehrlicherweise nicht lange mariniert. Stattdessen wurde die Pfanne sehr heiß gemacht und die Haut kam hinein, um das Fett ein bißchen auszulassen. Dazu kam ein Schlonzer Sesamöl und sofort die Schlotten und der Paprika. Die Haut hab ich natürlich später wieder entfernt.

Die Spargel hab ich vorher in wenig Wasser garziehen lassen, weil ich ausnahmsweise keine zusätzlichen Röstaromen wollte.

Als Frühlingszwiebel und Paprika soweit weich waren, kam die Brust und der Rest der Chose in die Pfanne. Allerdings nur ein paar Minuten, bis das Fleisch gar war, dann noch die Spargel,

Ich hab es abgeschmeckt, es war gut.

Ein Reisfoto ist langweilig, also gibt es keins 😉 . Außerdem ist das morgen mein Mittagessen.

 

Entenbrust Spargel Paprika Schlotten 2

Baozi Endiviensalat


生煎包, also Baozi kenn ich zwar flüchtig, aber eigentlich nur, daß es sowas gibt. Gegessen hab ich das nie, auch nie zubereitet. Umso spannender fand ich, als Tring ein Rezept einstellte. Wie man auf ihrem Blog erfahren kann hat sie die Sprache studiert und auch eine Weile in China gelebt. Hut ab! Das sie das auch noch mit chinesischer Kulinarik koppelt, finde ich natürlich faszinierend, weil diese Küche als eine der am weitesten entwickelten betrachtet wird und auf fast  (ich hoffe, meine Information stimmt so) 5000 Jahre Erfahrung zurückblickt. Das ist das mythologische Alter, das nachweisbare liegt immer noch bei 3500 Jahren. Jedenfalls klingen die Baozi wie echte Gassenhauer, speziell mit dieser Füllung.

Der zweite Grund, sie zu machen, war, die Vorsicht gegenüber Teigen im Allgemeinen und Hefeteigen im Speziellen abzulegen.

Allerdings hat es glaub ich nicht ganz so geklappt, wie es sollte, weil ich am Anfang beim auflösen der Hefe im Mehl zu viel rumgerührt habe, anstatt abzuwarten, bis sich die Hefe durch den Zucker auflöst. Der Teig ist trotzdem aufgegangen, war nur ein wenig spröd und kantig.

Ich hab ihn auch ein zweites Mal gehen lassen, und konnte dann aus abgezupften Stücken die besagten handtellergroßen Teigstücke machen, die als Wickel für die Füllung gebraucht wurden.

Ansonsten hab ich mich an die Zubereitungsanleitung gehalten, also angebraten, dann mit Wasser aufgefüllt (3/4) und eine knappe halbe Stunde gedünstet,  ohne zu schauen.

Optimistisch hab ich mir drei Baozi mit Endiviensalat auf den Teller, geschafft hab ich nur zwei.

Bei mir gab es zuviel Füllung für die Bällchen, allerdings bekam ich auch nur zehn Stück aus dem Teig (wahrscheinlich, weil er nicht perfekt aufgegangen war), aber ich hatte noch etwa ein Drittel Füllung übrig.

Die Rezepte hab ich so genau wie möglich befolgt, das Teigrezept ganz genau (zumindest, was die Zutaten anbelangte), Das Füllrezept so gut es ging.

Für die Baozi

250g Mehl

15g Hefe

Etwa 1/2 TL Salz

45ml Wasser

40g Butter flüssig

1 Ei (zimmerwarm)

1 Prise Zucker

 

Für die Füllung

300g Gehacktes

1/3 Chinakohl (war immer noch zuviel, war vielleicht größer)

Ein großer Bund Schnittlauch und etwas Knoblauch

1/2 Bund Frühlingszwiebeln

2 Knoblauchzehen

5cm Ingwer

1 Ei

Salz

4 EL dunkle Sojasauce

1 EL Sichuan-Pfefferkörner

2 TL dunkles Sesamöl

 

Es fehlt der Wodka, außerdem hatte ich leider keine süße Sojasauce und kein Jiucai, aber der Rest schmeckte ziemlich authentisch (ich hab ja keine Ahnung)

Die Beschreibung wiederhole ich hier nicht, weil ich sie so gut ich konnte, nachgemacht habe. Hier ist nochmal der Link zu Tring und ihren Blog.

Ich würde sie wieder machen, aber auf keinen Fall ohne die Bude voll zu haben von hungrigen Menschen. In meiner Verzweiflung hab ich jetzt 8 Baozi eingefroren und werde sehen, was das gibt.

Baozi Endiviensalat 1

Baozi Endiviensalat 2

Vier für Vier Zwei


Ich hab auf einem Blog einen Salat gesehen, den ich vorab ausprobieren wollte, weil ich den zu einer geschäftlichen Veranstaltung mitbringen will.

Ausgedruckt hab ich das Rezept und dann prompt vergessen von wem der stammt. Damit nicht genug, ist er nirgendwo zu finden auf meinem Blogroll und allen Links , die ich sonst noch so habe.

Also wenn das jemand weiß, bitte sagen, damit ich das Rezept auch verlinken kann.

So!

Rezept für 5 Personen als Vorspeise

125 g Macadamianüsse

10 g Butter

2 El Zucker

1/2 Tl Salz

1/2 Tl Chiliflocken

7 hellgrüne Blätter eines Wirsings

1/2 Rotkohl, eher kleiner

1 Mango

1 Papaya

1 Peperoncino

je eine Handvoll gehackte Minze und Koriandergrün (Cilantro). Ich hab beim Ausprobieren den Cilantro mit Petersilie ersetzt, weil es nicht überall belebt ist.

Beim Geschäftsevent werde ich den Salat aber im Original machen, weil Cilantro bei Amerikanern bekannter und beliebter ist.

Für das Dressing

100ml Limettensaft

1 Stängel Zitronengras in feinen Ringen

3 El Ahornsirup

1 Tl Sojasauce

2 Prisen Chiliflocken

2 El Sesamöl

4 4 El Olivenöl

Für das Dressing wird alles miteinander vermischt, auf- und eingekocht, bis die Mischung sirupartig ist. Abkühlen lassen und mit den Ölen verquirlen.

Die Butter in einer Pfanne zerlassen, Zucker und Salz dazu, damit die Nüsse karamelisieren. Wenn sie mittelbraun sind, sofort aus der Pfanne nehmen.

Rotkohl fein hobeln oder schneiden, mit der Sauce vermischen, mit den Händen walken.

Mango in Spalten schneiden, Papaya in Würfel, Wirsing in Streifen.

Wenn angerichtet werden soll, alles vermischen, Macadamianüsse kleiner hacken und mit dem Peperoncino in Scheiben auf dem Salat verteilen und servieren.

Die Sauce hätte deutlicher sein können, aber mein Kraut und der Wirsing waren nicht geschleudert gewesen, also naß. Ich werde das Dressingrezept um die Hälfte vergrößern und hoffe, daß es dann passt.

Alles in allem überraschend schmackhaft.

Rotkraut-Wirsing-Mango-Papaya-Macadamia-Minze-2

Garnelen Spargel asiatisch


Ein schnell gemachtes Essen am Freitag. Das Rezept hab ich bei essen & trinken online gefunden, bei leichten Hauptspeisen.

Ich hab dazu einen ganz dünnen spanischen grünen Spargel verwendet, den ich noch nicht kannte.

Die restlichen Zutaten:

2 Knoblauchzehen

500 g grüner Spargel

6 Frühlingszwiebeln

2 rote Chilischoten

10 Stiele Koriandergrün (hab ich durch Petersilie ersetzt)

5 El Sherry

4 El Austernsauce

1 El Fischsauce

1 Tl Sesamöl

2 El Sweet Chilisauce (ging auch ohne)

1 Tl Zucker

400 g Garnelen (TK)

5 El Sonnenblumenöl

Pfeffer

2 El Limettensaft

Zuerst werden die getauten Garnelen eine Minute pro Seite scharf angebraten. Ich hab den Wok verwendet, ist aber auch in der Pfanne gut zu machen. Danach die Garnelen herausnehmen und beiseite stellen. Spargel putzen, ablängen, eine Frühlingszwiebel fein hacken, die restlichen in 4 cm lange Stücke schneiden und längs halbieren. Knoblauch klein hacken. Chili in feine Ringe schneiden, Petersilie etwas kleiner schneiden.

Sherry, Austernsauce, Fischsauce, Sesamöl 75 ml Wasser und Zucker verrühren (natürlich auch Sweet Chilisauce, falls vorhanden). Der Saft der Limette kommt später über das Gericht.

Jetzt Noch etwas Öl in den Wok geben, Spargel 2 Minuten andünsten, Chilischote, Knoblauch und gehackte Frühlingszwiebel mitandünsten, dann Sauce dazugeben. Jetzt die halbierten Frühlingszwiebel dazu und mit Deckel 5 Minuten weich garen. Deckel runter, auf die gewünschte Konsistenz einkochen, Koriander (oder Petersilie und Garnelen dazu. Limettensaft dazu, abschmecken.

Wir haben ein bißchen Basmatireis dazu gereicht.

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