Bratwurst Pardinalinsen Ananassalat


Das hier ist voraussichtlich das letzte Gericht für einige Zeit mit Wurst im Fokus. Ich hab nur festgestellt, daß da einige noch im Froster lagen (Übriggebliebene und Vergessene), und wegwerfen wollte ich sie nicht. Aber auch die Ananas lag eine knappe Woche herum und wollte verzehrt werden.

Gestern hatte ich auf dem Markt beim großen Türken 2 Riesensträusse Kräuter; Minze und Koriander. Diese Bouquets sind viel größer als üblich und kosten gerademal 2 Euro das Stück. Den letzten Mintstrauch hab ich zerstückelt und in den Froster gegeben (hab ich gestern morgen prompt vergessen), aber man kann nie zuviel Minze haben, oder?

Jedenfalls sah ich auf einem australischen Blog eine ganze Anzahl Rezepte mit Ananas. Eines davon war mir sympathisch, weil es Koriander, Minze und Serrano-Chilis benutzte. Ich fand noch ein anderes, das eher ein Chutney war, warf die beiden zusammen und heraus kam mein Salat. Allerdings muß ich warnen: Ich hab von den Chilis alles benutzt (2 getrocknete Serrano-Chilis im elektrischen Kaffee-Mahlwerk geschrotet), und sie waren ziemlich scharf. Aber nach einer halben Stunde war die Schärfe nicht mehr so aggressiv.

Ananassalat:

1 Ananas, geschält, geviertelt, dann in mundgerechte Stücke zerteilt

1 große Handvoll Koriander hacken

1 große Handvoll Minze hacken

2 Serrano-Chilis (man kann auch frische Jalapenos oder getrocknete Thai-Chilis nehmen) gemörsert oder sonst zerkleinert

Saft von 2 Limetten

Das Weisse von 6 Frühlingszwiebeln

 

Alles miteinander vermischen, eine kleine Prise Salz dazu, nochmals mischen und ziehen lassen. Kühl stellen.

 

Die Pardinalinsen stehen bei mir schon eine Weile rum. Ich hab mich für sie interessiert, weil sie auch im Ruf stehen, eine ganz besondere Linsenart zu sein.

Mir hat sie ausgezeichnet geschmeckt (nussig-würzig) und sie wird schneller gar als andere kleine Linsen, wie Puy oder Beluga. Bei beiden wird behauptet, die Kochzeit sei in 15-20 Minuten vorbei, aber 30-45 Minuten sind wohl eher realistisch. Die Pardina brauchte 25 Minuten, um bissfest und nicht mehr mehlig zu sein.

 

Pardinalinsen:

Es waren nicht mehr als 70 g Linsen

1 Schalotte in kleinen Würfeln

1 Knoblauchzehe in kleinen Würfeln

1 Lorbeerblatt

Schalotte und Knoblauch ohne Farbe zu nehmen andünsten

Linsen dazugeben

Wasser dazugeben (genug, um die Linsen knapp zu bedecken)

Leise köcheln lassen

Linsen nach 20 Minuten probieren, ggf. Wasser nachgiessen

Wenn die Linsen gar oder knapp gar sind, den Rest Wasser einkochen

2 El Rotweinessig dazugeben, einkochen

Salzen, pfeffern

 

Den Rotweinessig verkochen lassen, es geht hier um die Säure, die die Linsen interessanter macht. Das Salz ist bei den Linsen das wichtigste Gewürz.

 

Die Würste werden langsam von allen Seiten angebraten und anschliessend auf dem Linsengemüse serviert. Den Ananassalat gibt’s als Beilage und Kontrast.

Es hat echt gut geschmeckt! Macht den Kopf frei für ungewöhnliche Kombinationen 🙂

 

Bratwurst Pardinalinsen Ananassalat 1

 

Bratwurst Pardinalinsen Ananassalat 2

 

Bratwurst Pardinalinsen Ananassalat 3

Feldsalat Hähnchenbrust Bete Apfel Radicchio


Heute hab ich auf die Zutaten zurückgegriffen, die gestern auf dem Markt in meine Tasche gewandert sind, also auf den Feldsalat, die Bete, etwas von der Petersilie und den Radicchio.

Einen Apfel hatte ich noch daheim sowie eine schon gebratene Hähnchenbrust aus dem Froster (Ich liebe meinen Tiefkühlgerät!). Das wurde schnell aufgetaut und nochmal kurz in die Pfanne gegeben, damit es nicht kalt auf den Teller kommt. Die Bete wurde im Ganzen im Topf in Wasser gekocht, eine halbe Stunde lang, dann geschält und in Würfel geschnitten.

Der Apfel wurde geschält und ebenfalls in Würfel geschnitten. Vom Radicchio hab ich 4 Blätter in dicke Streifen geschnitten, die Petersilie wurde fein gehackt.

Die Salatsauce bestand aus einer kleinen, mit Salz zerriebenen Knoblauchzehe, 3 El Olivenöl und 1 El Schalottenessig, Salz und Pfeffer.

Der Feldsalat wurde gewaschen, trockengeschleudert und in den Teller gegeben. Der vorbereitete Rest kam auch dazu und wurde mit dem Dressing vermischt. Dann kam das Hähnchen drauf und schon war es soweit.

Ich hab das Hähnchen übrigens mit einer halben kleingeschnittenen Chili (Serrano) gepimpt. Ich hab festgestellt, daß sie nicht so scharf sind, wenn sie angebraten werden.

Die Bete und der Apfel passen sehr gut zueinander, der Radicchio hätte etwas weniger oder feiner sein können, der war sehr bitter. Das Dressing hat super gepasst, auch wenn ich jetzt stinke wie ein Otter. Oder wars ein Aal? 🙂

Der Salat kann natürlich auch ohne Hähnchen genossen werden, so aber war es eine ganze Hauptmahlzeit ohne KH-Reue.

 

Feldsalat Hähnchenbrust Bete Apfel Radicchio 1

Feldsalat Hähnchenbrust Bete Apfel Radicchio 2

Die große Unentschlossenheit


Manchmal will ich was anders machen, oder auch etwas anderes. Ein Brückentag ist hervorragend dafür geeignet, weil man unter der Woche auf den Markt kann, und im Allgemeinen mehr Muße hat. Dann kommt etwas dazwischen und ich klammere mich an den Plan, obwohl ich in dem Moment schon weiß, daß es nix mehr wird mit dem Plan.
Wenn ich dann versuche meinen Plan noch irgendwie durchzuziehen, geht er meist in die Hose.
Heute dagegen habe ich gleich umdisponiert, um die Garzeiten und das Tüfteln zu verkürzen.
Ursprünglich wollte ich einen Boden von rohen Kartoffeln in der Art einer Pizza braten/backen und den dann mit grünem Spargel, Serranoschinken und Parmesan Belegen und ihn so servieren. Das hätte allerdings gedauert, und da wir etwas später als geplant zurückkamen, hab ich eine Variation eines Posts von vor Kurzem gemacht, dafür dann aber mit der Rinder hüfte. Ich habe noch diverse 1/8 l Saucen verschiedener Art eingefroren, das zahlt sich jetzt aus. Zu der Hüfte hab ich eine Cognacrahmsauce warmgemacht und den Saft einer Orange erst reduziert und dann hinzugefügt. Weiter eingekocht und dann napiert.
Zur Spargelpfanne ist zu sagen, daß sie grünen Spargel enthält, Schafskäsestückchen, Kartoffelkuben und Orangenzeste. Dazu Salz und Pfeffer.
Ich finde Orangen und Spargel bilden ein schönes Paar. Allerdings fällt mir gerade ein, daß ich eigentlich noch Kardamom in die Sauce hauen wollte, weil das auch diese frische Note hat. Naja, nächstes Mal.
Das Fleisch wurde ausgiebig angebraten und bei 100 C im Ofen ruhen gelassen. Mein X%&Ofen hat 120 C gemacht und so war das Fleisch nach 30 Minuten fast gar, aber noch zart.
Die Pfanne wurde angebraten, zuerst die Kartoffeln, etwa 12 Minuten, dann den Spargel, den dann zeitweise mit Deckel, am Schluß dann Feta und Schinkenstückchen. Vor dem Servieren dann die Zeste verteilen.

Wir fanden es sehr lecker und haben das Essen mit frischen Erdbeeren aus Malsch beendet, die waren so süß, die brauchten gar nichts.



Beef tenderloin as a salad!


Every once in a while we get this hankering (hankering? Yes, hankering!) for raw or rare beef.
In this instance I had bought a beautiful piece of beef tenderloin weighing about 8 ounces or 240 grams.

All I did to it was to salt it with fleur de sel, pepper it, fry it quickly from all sides, and slice it as thinly as I could. The meat was draped over a bed of rocket salad, topped with fried brown mushrooms, and finished with a light vinaigrette.
Oh, I forgot one thing: Those little yellow slices are very hot german pepperoni and pack about as much heat as a fresh Serrano chili.
Hallelujah!