Schweinshaxe Kartoffel-Feldsalat


Ich sah heute beim Metzger Schweinshaxen, die in kleinere Portionen geschnitten worden waren, indem sie quer zum Knochen geteilt wurden.

Ich nahm eine mit und schaute nach einem Rezept. Auf einer bayerischen Webseite fand ich ein Rezept, das für mich Sinn machte. Statt wie bei einem anderen Rezept die Haxe erst zu kochen und dann zu braten, ging es gleich in den Ofen, nachdem die Haut eingeritzt und die Haxe gesalzen und gepfeffert worden war.

Ich gab 2 cm Wasser in die Form, ausserdem Suppengün: 2 kleine Karotten, 50 g Selleriewurzel, ein Stück Lauch in Scheiben, 1/3 Pastinake und eine Schalotte.

Die Haxe sollte bei 180 C 2 Stunden drin bleiben und dann eine halbe Stunde bei 200 C. Ich hab sie immer wieder mit dunklem Bier übergossen und auch gewendet.

Die Haxen wurden in der letzten halben Stunde etwas dunkel 😦 Es hat allerdings nicht verbrannt geschmeckt – es war wohl nur dunkelbraun.

Für den Kartoffel-Feldsalat kochte ich ein paar Kartoffeln in der Schale ab und liess sie etwas ausdampfen, bevor ich sie schälte. Eine gehackte Schalotte und etwas Brühe wurden zusammen erwärmt, dann gab ich die Kartoffelscheiben, Radieschen und Salatgurke in eine Salatschüssel und mischte alles mit der Brühe, Weissweinessig, Salz und Pfeffer. Nachdem der Salat etwas durchgezogen war, richtete ich ihn mit dem Feldsalat zusammen an, legte das Haxenstück dazu und gab auch ein paar Löffel der eingekochten Bier/Gemüsebrühe darüber. Die Haut war schön kross und auchleicht zu essen, das Fleisch schmeckte sehr gut und war superzart!

Der Kartoffel-Feldsalat hat alles zusammen an einem Ort – knackiges, süß-saures, den schlotzigen Kartoffelsalat und würziges.

Schweinshaxe


Ich wußte daß eine Schmorhaxe mein internes Renommée steigern würde, speziell, wenn ich es mit Bayerischem Kraut kombinieren würde…

Versteh einmal einer die Frauen.

Ich persönlich wollte lieber ein kaltes Kraut, so hab ich einfach beides gemacht.

Die Rezepte für die Haxe und das kalte Kraut kommen beide aus der Essen und Trinken online.

Kurz gesagt, die Haxe wird 90 Minuten in 4l Wasser gegart (ohne zu kochen), dann 1 Stunde im Ofen bei 190ºC mit 300ml Kochasser, dann nochmal 2.5 Stunden mit 1/2 l Kochwasser und Gemüse. Danach war das Fleisch butterzart.

Den Rest des Kochwassers hab ich um 2/3 reduziert, mit dem Bier aufgefüllt und wieder reduziert um sie dann mit der Stärke etwas einzudicken. Die Sauce war, nachdem sie ernsthaft entfettet wurde, salzig und fleischig-göttlich.

Die Beilage war nach Belieben…

Zutaten
Für 4 Portionen

Salz
2 Lorbeerblätter
1 Schweinshaxe , (ca. 1,2 kg)
1 Bund Suppengrün
150 g Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
Pfeffer
1 El edelsüßes Paprikapulver
2 El Öl
1 kg Knochen, in kleinen Stücken,
600 gWeisskohl
1 rote Zwiebel
1 El Kümmelsaat, angeröstet
Petersilie
6 El Weißweinessig
Zucker
Cayennepfeffer
3 El Sonnenblumenöl
250 ml Guiness
2 El Speisestärke

 

Das bayerische Kraut hab ich in einem Schöpflöffel Haxenfett angebaten, nachdem ich zuerst eine kleingeschnittene Zwiebel angeschwitzt habe. Dazu hab ich 2 gute Löffel braunen Zucker gegeben, um das Kraut etwas karamellisieren zu lassen. Das hab ich dann mit Gemüsebrühe abgelöscht und etwa eine halbe Stunde mit Deckel geschmort. Danach wurde es mit wenig Essig abgeschmeckt, dazu noch gesalzen und gepfeffert.

Black Bean Soup!


Die Lieblingssuppe meines Vaters war die ‚Black bean soup‘, also eine Suppe aus schwarzen Bohnen. Er war kulinarisch sehr einfach gestrickt, aber aß sehr gerne, meistens sehr deftige Sachen. Ich hab ihn einmal vor seinem Tod besucht, und er nahm mich mit in ein kleines Mexikanisches Tageslokal, bestellte diese Suppe und schwärmte die ganze Zeit davon. Angedenk dieser Erinnerung hab ich mich dieses Jahr zum ersten Mal vor ein paar Monaten befasst, nachdem ich einen Online-Laden für mexikanische Produkte fand (http://www.mercadomexicano.de/) und dort verschiedene Chiles bestellt hatte. Diese Chiles werden eingeweicht, dann püriert und zu verschiedenen Speisen hinzugefügt. Es gibt alle möglichen Variationen, darunter auch geräucherte, fruchtige, und natürlich auch sehr scharfe Chiles. Sie geben einem Chili oder einer Mole (bestimmte mexikanische Sauce mit Schokolade) eine viel größere Komplexität als wenn man nur über das Fleisch eine Sauce macht.
Die erste Version hat gut geschmeckt, war aber schnell gekocht worden ohne die Bohnen einzuweichen, und hatte eine große Schweinshaxe als Fleischeinlage. Dementsprechend war das Gericht eher als Haxe mit schwarzen Bohnen zu bezeichnen.
Dieses Mal wollte ich verschiedene Elemente einsetzen, um zu sehen, wie sie sich vertragen.
In Mexico und in den Staaten kommt in diese Suppe fast immer Cilantro, also Koriandergrün, aber ich bin einer von denen, die den Krautgeschmack seifig finden. Das bleibt also draußen.

Zum Rezept:
500 g getrocknete schwarze Bohnen
500 ml Hühnerfond
500 ml Rinderfond
Wasser
1 kleine Schweinshaxe mit Knochen, ca. 400 g
verschiedene Chiles-
ich hatte jeweils einen Ancho, Cascabel, Arbol, Pasilla und Chipotle
1 rote Paprika
1 Zwiebel
3 Zehen Knoblauch
1 kleine Karotte
1 kleines Stück Lauch
1 gewürfelte Tomate
1 kleines Stück Sellerie
Saft einer Limette
Abrieb von Limette oder Zitrone 1/4 Teelöffel
2 cl Sherry

Am Vortag die Bohnen einweichen. Das Wasser mehrmals wechseln.
Die Gemüse kleinschneiden, den Paprika etwas größer. Alles außer Paprika anschwitzen, dann die Bohnen dazu, die Haxe dazu und mit Hühnerfond ablöschen. Mit Wasser auffüllen, daß die Haxe bedeckt ist und zum köcheln bringen. Etwa 2 Stunden köcheln.Das einweichen verkürzt die Kochdauer nicht, macht die Bohnen aber cremiger. In der Zwischenzeit die Chiles in heißem Wasser einweichen. Wenn sie weich sind, pürieren. Manche nehmen vorher die Samen heraus, ich nicht. Nach etwa 1.5 Stunden die Chilepaste zur Suppe geben.
Dann den Rinderfond und die Paprikawürfel. So lange kochen bis die Bohnen weich und cremig sind und die Konsistenz angenehm ist. Dann erst mit Salz abschmecken. Den Limettensaft und Abrieb dazugeben, und am Schluß noch ein Schnapsglas Sherry.
Das schmeckt scharf! und saulecker. Man kann (um etwas Schärfe wegzunehmen) einen guten Klecks Saure Sahne dazugeben.

Jedenfalls genau die richtige Suppe für einen kalten Wintertag. Guten Appetit!