Schweinebauch Guacamole Reis


Mein Freund R. meint, ich habe nicht genügend Reisgerichte, speziell welche aus dem asiatischen Raum.

Ich versuchte zu erklären, daß ich nicht genug Wissen (und auch kaum Kochbücher) habe, um mich frei und souverän in dieser Welt bewegen zu können.

Wenn ich mal Appetit auf Asiatisches habe, werfe ich meist zu viele verschiedene Dinge zusammen.

Y., die Lebensgefährtin des Sohnes meines ältesten Freundes (kompliziert!) ist aus China und bekochte uns schon mehrmals. Auch durfte ich ihr einmal helfen, was für mich ein Augenöffner war. Aber ohne weitere Anleitung ist das sehr schwer. Vielleicht sollte ich nach einem guten Kochbuch Ausschau halten!

Jedenfalls gab es heute Basmatireis zur Hauptspeise. Ich hab mich an die Packungsangabe gehalten, statt den Reis wie immer zu machen, und er wurde perfekt! Hier wird der Reis in einen Liter kochendes Wasser eingerührt und dann 10 Minuten leise geköchelt. Danach über ein Sieb abgeseiht und ausgedämpft und mit ein paar Frühlingszwiebelstreifen verziert.

Dazu gab es eine Guacamole, die ich hier schon einige Male beschrieben habe:

Zutaten-

1 Hass Avocado

1 Limette

Cilantro/Koriandergrün

1 Tomate in Würfeln

1 Frühlingszwiebel in Röllchen

1/2 Jalapeno in kleinen Würfeln

 

Der Schweinebauch wurde auf der Fettseite mit einem Rautenmuster eingeritzt und mit Sambal Olek eingeschmiert und ruhen gelassen. Dann kam er eine Stunde bei 125 C in den Ofen, Fettseite nach oben. Danach wendete ich ihn, gab Wasser dazu (1 cm) und erhöhte die Temperatur auf 180 C.

Nach einer weiteren Stunde drehte ich die Fettseite wieder nach oben, schmierte sie nochmal mit Sambal ein und erhöhte die Temperatur auf 200 C.

Nach 45 Minuten nahm ich das Schwein heraus und servierte alles.

Die Haut war knusprig und scharf, das Fleisch darunter wunderbar weich und aromatisch, das meiste Fett war schon ausgelaufen.

Fazit: Der Sambal hat dem Bauch nicht geschadet, er war lecker mit extra Schärfe. Trotzem hab ich es nur geschafft, ein Crossover Gericht hinzubekommen 🙂

Ich muß wirklich nach einem guten asiatischen Kochbuch suchen!

 

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Schweinebauch Kartoffeln grüne Bohnen


Es gab noch ein Stück Schweinebauch im Tiefkühlgerät, der war schon fertig gegart und mußte nur wieder aufgewärmt werden. Zuerst kam der Würfel bei 120 C in den Ofen.

Dazu machte ich grüne Bohnen, die ich am Samstag frisch vom teuren Russen geholt hatte und bei denen auch Bohnenkraut dabei war.

Grüne Bohnen:

1 Schalotte

1 Knoblauchzehe

3 Zweige Bohnenkraut

1 El Speck

1 gute Handvoll grüne Bohnen

Salz, Pfeffer

Schalotte, Knoblauch fein hacken und mit dem Speck und einem Schuß Olivenöl anbraten. Bohnen und Bohnenkraut dazugeben, Wasser dazugeben, köcheln, bis die Bohnen gar sind.

Durch das Bohnenkraut schmecken die Bohnen, wie sie früher immer geschmeckt haben, als sie fast nur so gemacht wurden.

 

Kartoffeln:

Vorwiegend festkochende Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden, garen, bis sie weich sind, dann in Butterschmalz langsam anbraten und leicht bräunen.

Etwas Majoran dazugeben.

Ich hab den Schweinebauch, der an der Schnittfläche trocken aussah, zu den Bohnen gegeben und den Deckel nochmal draufgemacht für 5 Minuten.

Danach war der Bauch sehr weich und zart, außerdem saftig. Sehr lecker!

Ein bodenständiges Essen, aber mit viel Geschmack.

 

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Bauch Chili-Gemüse Zucchini-Kartoffelrösti


Am Wochenende war ich in der alten (badischen) Heimat, um einen schönen Abend mit Freunden zu verbringen. Dabei hab ich fast die ganze Familie wiedergesehen, die mich vor über 30 Jahren sehr freundlich, um nicht zu sagen familiär aufnahm. Ich wohnte 7 Jahre dort und fühlte mich sehr wohl.

Die Frau des älteren Bruders meines Freundes kam nach oben, um Zucchini und Gurken aus dem Biogarten der Freundin zu verschenken. Als sie mich sah hat sie gleich den Adressaten geändert und mir das Gemüse gegeben. Gestern hatte ich Zucchinitaler (ohne Foto) gemacht, nur Mehl, dann durch Ei ziehen und mit Parmesan bestreut in der Pfanne ausbacken.

Heute hatte ich noch einen Zucchino übrig und machte daraus ein Rösti mit Zucchinianteil.

Der halbe Zucchino wird mit Schale auf einer groben Reibe geraspelt. 2 kleinere Kartoffeln geschält ebenso. Ich gab nur etwa 2 El Mehl dazu, etwas Salz, Pfeffer und eine Prise Za’atar, mischte alles mit einer Gabel durch und briet 2 Rösti langsam in Olivenöl an.

Der Rest des Essens waren aufgewärmte Sachen aus der Tiefkühltruhe: Einmal ein langsam bei Niedrigtemperatur gegares Stück Schweinebauch, und dann ein Chili-Paprika-Tomatengemüse, das eine leichte Schärfe hatte, und das Gericht schön abrundete.

Fürs Mittagessen morgen hab ich noch einen Rösti übrig. Die sind problemlos, brauchen aber eine Weile, bis die Feuchtigkeit der Zucchini verdunstet und sich etwas Biss einstellt. Am besten im Ofen nachgaren lassen.

I was back to visit friends in the city I spent 30 years in (Karlsruhe, Germany). I had lived in this house for seven years and felt like part of the family back then. When the wife of my friend’s older brother came up to the apartment to share some organic vegetables from her friend’s garden, she saw me and gave me the 2 zucchinis and 2 cucumbers instead.

Yesterday I cut one zucchino in slices, seasoned them and dredged them in flour. After that I scrambled an egg and dragged the slices through the egg to coat them. Then I fried them in some olive oil. I don’t have a picture of this.

Today I grated half a zucchino with its‘ peel still on and added two grated potatoes to the zucchino. Salt and pepper and a pinch of Za’atar, a spice mix from the middle east that has sumac as one of it’s ingredients. This rösti ( a swiss term) was slow fried in a teflon coated pan, until the extra water from the zucchino had evaporated.

The rest of the meal came from my deep-freeze. One item was a piece of slow cooked pork belly, the other was a bag of chili-paprika-tomato stewed vegetable mix that had a light kick to it.

It came together easily and tasted good. The best part is the fact that there is one rösti left over for lunch at work tomorrow.

 

Bauch Chiligemüse Zucchini-Kartoffelrösti 1

 

Bauch Chiligemüse Zucchini-Kartoffelrösti 2

 

Bauch Chiligemüse Zucchini-Kartoffelrösti 3

 

 

Schweinebauch Mie Nudeln Paprika Pilze Zwetschgensauce


Schon gestern hatte ich Gemüse, das ich im Wok zubereiten wollte. Heute war ich mir nur nicht sicher, wie ich es machen wollte.

Also hab ich mich für ein Entweder UND Oder entschieden 🙂 Das soll genau heissen, daß ich den Bauch erst in Scheiben schnitt, dann die feste Außenhaut abtrennte, und schließlich in 3 El Sojasauce dunkel, 1 El Austernsauce und ein paar Spritzern Fischsauce eingelegte.

Jetzt nahm ich 6 Zwetschgen, die ich heute mit dem Bauch und den Mie Nudeln kaufte, und gab sie aufgeschnitten in eine Sauteuse. Mit ein wenig Rapsöl briet ich sie an, gab 2 El braunen Zucker und ein gutes Glas Dornfelder rot (ein Geschenk) dazu. Jetzt noch ein Sternanis und ein Spritzer Reisessig dazu und etwa 15 Minuten einköcheln.

Als nächstes kamen die Mie-Nudeln in kochendes Wasser, etwa 4 Minuten, dann wurden sie abgeschreckt und mit etwas Sesamöl geschwenkt, um nicht aneinanderzukleben.

Im Zwischenschritt wurde der Schweinebauch aus der Marinade in den heissen Wok gegeben, wo er sehr scharf angebraten und geschwenkt wurde. Anschließend wurde er kurz zwischengeparkt.

Jetzt schnitt ich Paprika, Frühlingszwiebel und Steinchampignons in Streifen und Scheiben und gab noch eine Thai Chili dazu. Danach wurden sie scharf in Rapsöl und einem Faden Sesamöl angebraten. Nachdem das Gemüse gar war, gab ich die Nudeln dazu und mischte die Zutaten gut und richtete das schon auf einem Teller an.

Letzter Schritt: Bauch schnell wieder erwärmen, von der inzwischen relativ homogenen darübergeben und schwenken und zu Gemüse und Nudeln legen.

Fazit: Entweder UND Oder ist nicht das schlechteste Konzept 🙂

Einerseits ist die Soja -Fisch-Austernsaucenmischung bekannt und irgendwie klassisch (jedenfalls hier, und von einem Asien Dilettant hergestellt), aber die Pflaumensauce, die auch asiatische Anklänge durch den Sternanis und den Reisessig hat, riss einen willkommenen Graben mitten durch den Teller. Hier Umami satt, sogar mit Nudeln (nächstes Mal mit japanischen Soba-Nudeln),

dort die sehr reizvolle Kombination Fleisch, Frucht, Süße, Säure, Salz. Ich bin vielleicht ein westlicher Barbar, aber mir hat es sehr gut geschmeckt. Ich weiss nicht, wie es in China oder anderen asiatischen Ländern gemacht worden wäre, wahrscheinlich in mehreren Gerichten. Tring? Wie geht das in China?

Aber egal ob in einem oder mehreren Gerichten – sehr zu empfehlen 🙂

 

Schweinebauch Pflaumen Gemüse Mie Nudeln Soja 1

 

Schweinebauch Pflaumen Gemüse Mie Nudeln Soja 2

 

Schweinebauch Pflaumen Gemüse Mie Nudeln Soja 3

Schweinebauch Mais Champignons BBQ Sauce


Dieses Gericht hatte seine Probleme, teils hausgemacht, teils unbeabsichtigt.

Dieses Gericht hatte geheime Stärken.

Der Bauch: 700 g, die ich in der Mitte durchschnitt, um sie in einen Topf zu bekommen. Sonst bevorzuge ich das Niedertemperaturgaren, heute wollte ich den Bauch im Wasser garziehen lassen und dann kurz über direkter Hitze grillen. Ich ließ den Bauch zu lange im Wasserbad, so daß er fast am Auseinanderfallen war. Das Wasser hatte 2 Lorbeerblätter und einen Löffel Pfefferkörner mit dabei.

Die Sauce: 5 Pflaumen, die großen roten runden Früchte, entkernt, 1 Zwiebel, 1 Flasche Guiness, 4 El Zucker, 2 El Honig, 1 Stück scharfer Chili, 3 El Apfelessig, 1/2 Tl Senfsaat, 1/2 Tl Koriander, 2 Ecken einer Sternanis.

Die Sauce langsam einkochen, wiederholt abschmecken, im Mixer fein pürieren. Das Guiness gibt der Frucht noch einen malzigen Touch dazu. Den Bauch damit an der Flamme wiederholt einpinseln.

Der Mais: Zugegeben, er sieht ein bißchen verbrannt aus, ABER… Das Rezept ist von Chefsteps, einer Truppe von Profiköchen aus Seattle (wunderschöne Stadt übrigens), die versuchen mit ihrem Webauftritt Geld zu verdienen. Aber man kann sich ganz normal informieren, ohne einen Cent zu bezahlen. Genauso mach ich das nämlich auch. Ich hab nicht das ganze Rezept gekocht, sondern nur die Anweisung für den Mais auf dem Grill übernommen.

Ich hab aber schon mehrfach Rezepte nachgekocht, immer mit überragendem geschmacklichem Ergebnis (zB mein Rotkraut-Slaw)

Die Jungs sind super und denken Food neu und anders. Sie lieben Tradition, erneuern sie aber sehr gerne. Und sie messen alles in Gramm 🙂 .

Die Empfehlung war, den Mais ganz kurz an direkter Flamme anzurösten, daß er knapp schwarz wird (und dadurch gar wird) und alle 30 Sekunden eine Vierteldrehung weiterdreht.

Ich hab ihn vorher immer erst im Wasserbad gegart und dann noch schnell auf den Grill gelegt.

Heute hatte ich einen heissen Grill und hab es so gemacht, wie sie es empfehlen. Das Ergebnis war überragend! Ich hab nur noch ein Stückchen Butter und Salz drübergegeben und fast vergessen das Fleisch zu probieren. Süß und zart, intensiv nach Mais duftend und schmeckend – einfach wunderbar!

Champignons- Ich hatte welche und hab sie als Nachgedanken mit auf den Grill geworfen. Nach ein paar Minuten fingen sie an ihr Wasser abzugeben und wurden sehr aromatisch.

Fazit: Bauch hätte weniger lange gegart werden müssen, Sauce war sehr lecker, für mich würde ich das nächste Mal mehr Bums hineintun. Den Mais mach ich wieder so!

Es gehört farblich noch etwas anderes dazu 🙂

 

Schweinebauch Mais Champignons 1

 

Schweinebauch Mais Champignons 2

Schweinebauch Kartoffel Spargel Spitzpaprika


Heute wurde der Grill schon früh angeworfen, um das indirekte Grillen zu üben (und außerdem die Niedergarmethode).

Der Schweinebauch, den ich gestern frisch von einem der Marktmetzger geholt habe, wurde mit getrockneten Kräutern eingerieben. Das sind Sträußchen Thymian, Rosmarin und Salbei, die ich normalerweise von meinem Pfälzer Gemüsemann auf dem Markt hole und zuerst frisch benutze. Was übrigbleibt, trocknet offen. Diesen Vorrat hab ich heute gut dezimiert 🙂

Dazu gab es Olivenöl und Salz der Algarve. In einem großen Gefrierbeutel ruhte der eingelegte Bauch 2 Stunden im Kühlschrank.

Um 14:00 hab ich den Grill angeworfen, gegen 14:30 war er soweit. Bauch in eine Grillschale gegeben und mittig zwischen die Kohlekörbchen gestellt. Ich habe insgesamt 3x etwas Kohle nachgelegt, die Betriebstemperatur lag zwischen 100-135 C, je nachdem, ob die Kohlen gerade hell glühten oder erst damit anfingen.

Das Fleisch wurde mehrfach gewendet und wurde immer zarter.

Gegen 18:00 hab ich dann den vorbereiteten Spargel und Spitzpaprika auf den Grill (in einer Grillschale) gelegt. Beide Gemüse wurden dünn mit Olivenöl eingepinselt und leicht gesalzen.

Wie man sieht, hab ich meine Aufsichtspflicht etwas verletzt 🙂  Ich war eingelullt durch den langsamen Bratgang in der Mitte und vergaß, daß die Gemüse über den Kohlen liegen.

Naja, sie sind etwas eingetrocknet, haben aber immer noch gut geschmeckt. Bei den Spargeln wurde dadurch sogar noch die Süße hervorgekitzelt.

Gut war die Butter, eine bretonische Süßrahmbutter mit Schnittlauch und Chiliflocken zerdrückt und sowohl auf Kartoffel als auch auf dem Gemüse verteilt.

Fazit: Die lange Garzeit hat sich für den Bauch gelohnt, wobei ich ihn eine 3/4 Stunde am Schluß auf die Schwartenseite gelegt habe. Das war zu lang, und man konnte die „Plombenzieher“ gar nicht kauen.

Das Gemüse sah nicht so toll aus, schmeckte aber. Die Kartoffeln hab ich direkt in die Kohleschale gegeben (mit Alufolie). Die wurden sehr hart an der Schale und ich konnte wirklich nur einen Teil benutzen. Nächstes Mal die Kartoffeln ein bißchen weiter weg von der direkten Hitze legen wäre wahrscheinlich besser.

Die Kräuter auf dem Bauch sind übrigens dunkel geworden aber nicht verbrannt.

 

Schweinebauch mediterran

 

Spargel Spitzpaprika Folienkartoffel gegrillt

 

Schweinebauch Kartoffel Spargel Spitzpaprika Butter 1

 

Schweinebauch Kartoffel Spargel Spitzpaprika Butter 2

Schweinebauch Friseé Spargel


Man müßte meinen, es hätte durch den gestrigen Einkauf genügend (Fleisch)optionen gegeben, aber nein…

Um ganz ehrlich zu sein, war ich nachmittags noch in Karlsruhe und wollte das Auftauen nicht zwingen (mit heissem Wasser) und dachte, ich hol mir etwas anderes. Aber wie das Schicksal so spielt, gab es meine erträumten Waren nicht (Kalbshaxenscheiben für ein Osso Buco-schon ewig nicht mehr gemacht!) und ich war auch ein wenig lustlos unterwegs. So streunte ich um die Fleischtheken herum, hätte fast eine Ente gekauft, um Wiltrud’s Ente nachzukochen, aber dann fiel mir ein, daß die vielleicht erst tauen sollte, und ich vielleicht auch mal schauen müsste, was nicht im Haus ist (Kurkuma, Walnüsse, Granatapfelsirup). So viele Baustellen, die Ente wird vertagt… Und vor allem, friert sich das gut ein? Ich kann nicht alles allein bezwingen.

Ich hab dann noch ein Weilchen mit den Schälrippchen geliebäugelt (Spare ribs – amerikanische Woche und so), aber dann wollte ich auch etwas Gemüsiges.

Und da fielen mir die Spargelstangen ein, die ich gestern mit dem Koriandergrün und dem Friseésalat gekauft hatte.

Da ich schon einige Male Schweinebauch sehr lecker hinbekommen habe, nahm ich ein schönes Stück mit.

Zuerst rieb ich ihn mit meinem S.C. (South Carolina) Pulled Pork Rub ein, das ich beim letzten Mal selbst gemischt und in ein Glas abgefüllt hatte.

Er kam mit der Hautseite (die ich vorher rautenförmig eingeritzt hatte) nach unten in eine Le Creuset Form mit 1 cm Wasser. Dann ab in den Ofen bei 190 C für eine knappe Stunde.

Dann wurde er gewendet, die Haut mit Sojasauce dunkel eingepinselt, und das Wasser frisch aufgefüllt. Nach einer weiteren halben Stunde gab ich eine halbe Flasche Leffe dunkel (belgisches malziges Bier) dazu. Alles reduzierte langsam, das Bier wurde mit Wasser wieder gestreckt, die Kruste bekam eine Salzwasserbehandlung.

Nachdem die Rauten krachig geworden waren, stellte ich das Fleisch warm und reduzierte die Sauce noch ein wenig. Ich gab noch einen kleinen Schluck Himbeer „Condimento“ (ein eingedickter Himbeerbalsamico aus dem Aldi zur Weihnachtszeit) dazu und ließ es noch einmal aufkochen, gab aber noch einen El Wasser/Speisestärkemischung dazu, um sie abzubinden.

Der Himbeerbalsamico hat die Sauce schön rund gemacht.

Der Salat war schon gestern geputzt worden, aber die Spargel wollten noch geschält werden, außerdem hab ich sie der Länge nach halbiert, in Zucker und Salz etwa 8 Minuten gekocht, abgegossen und dann in Butter angebraten.

Die Salatsauce bestand aus knapp 2 Löffel Weißweinessig, Prise Salz, Prise Zucker, El Senf, 3 El Olivenöl. Dazu gab es 3 geviertelte Kirschtomaten. Ich hatte extra gestern Koriandergrün gekauft und vertraute darauf, daß es gut schmeckt, wenn Tomaten dabei sind.

So war es auch!

Es hatte einen ganz leichten Tex-Mex Touch, aber eigentlich nur durch den Salat. Das Fleisch war butterzart und sehr geschmackvoll und durch die Sauce hatte es eine gewisse Komplexität. Lecker!

 

Schweinebauch Frisee Spargel 1

 

Schweinebauch Frisee Spargel 2

 

Schweinebauch Frisee Spargel 3

Schweinebauch Chinakohl Champignons Paprika


Beim Einkaufen heute wußte ich erst nicht, was ich wollte. Ich konnte aufgrund der Verkehrsentwicklung nicht dorthin, wo ich hinwollte, und fand mich in einem großen Edeka wieder.

Ich muß gestehen, ich bin ziemlich verwöhnt, was Lebensmittel betrifft und nicht begeistert, wenn ich zum Beispiel vergleiche, was in der Fischtheke im Edeka liegt, und was mein Italiener hat (es ist ein Riesenunteschied!). Es liegt mir auch fern, einen Edeka, oder Supermärkte im Allgemeinen schlecht zu reden, sie haben bestimmt auch ihre Daseinsberechtigung. Aber ein kleiner, feiner Laden, der weiß wo sein Fisch, sein Fleisch herkommt, und immer nur das Beste einkauft, hat natürlich etwas, das es dort so nicht gibt. Naja, ich hab dann jedenfalls einen Schweinebauch mitgenommen, weil ich das schon eine kleine Weile nicht mehr hatte.

Die Schwarte wurde im Rautenmuster eingeritzt und der Bauch bei 160 C mit der Schwarte nach unten in eine Pfanne gegeben, in der 2 cm Wasser waren. Das Fleisch blieb etwa 45 Minuten auf der Seite, danach hab ich es umgedreht, das Wasser abgeschüttet, und weiter gebraten.

Ich hatte gelesen, daß das Einpinseln mit Salzwasser eine krosse Kruste garantieren würde, aber nach weiteren 45 Minuten sah das Gante so gut aus, daß ich auf alle Maßnahmen verzichtete.

Die Haut war unglaublich kross und lecker und hat beim Beissen richtig gepoppt 🙂

Dazu schnitt ich das Gemüse, das noch rumlag und fort mußte, nämlich den Rest Chinakohl, die Champignons und den Paprika. Dazu hab ich noch eine kleine Zwiebel und Knoblauch gegeben.

In meiner Pseudo-Wokpfanne wurde das Gemüse in einer Mischung aus Raps- und Sesamöl scharf angebraten. Dazu gab ich eine dickere Scheibe Ingwer und einen getrockneten Chili. Beide kamen allerdings geschmacklich überhaupt nicht zum Tragen.

Als das Gemüse fertig war, hab ich es mit heller Sojasauce und einem Klecks Austernsauce gewürzt.

Den Bauch hab ich mit einer Hot Sauce genossen 🙂

Einfach, aber lecker!

 

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Schweinebauch Kartoffelgratin Karotten


Der Hauptgang für das Essen für Freunde bestand aus einem Schweinebauch ohne Schwarte, einem Kartoffelgratin und glaciertenKarotten.

Das Fleisch war wieder von Zorn, meinem Hausmetzger. Der Bauch kam vom Hällisch-Schwäbischen Landschwein und wog etwa 1200 g, also eine ziemlich gute Portion für 4 Esser.

Ich habe die Fettschicht oben eingeritzt und mit Sojasauce eingerieben. Der Bauch kam dann mit der Fettschicht nach oben bei 120 C in den Ofen, wo er drei Stunden blieb.

Die letzte halbe Stunde hab ich einen El Honig auf der Fettschicht verteilt und karamellisieren lassen.

Das Kartoffelgratin hab ich schon Mittags vorher gemacht, weil es ja höhere Temperaturen braucht. Ich hab es erst geschichtet, dann eingeweichte  kleingehackte Steinpilze und eine Prise Muskat dazugegeben, das Einweichwasser und 150 ml Sahne aufkochen lassen, 70 g Gruyere hineingerieben und schmelzen lassen und diese Mischung dann über die geschichteten Kartoffeln gegeben.

Das Gratin brauchte etwa 70 Minuten.

Die Karotten wurden gegart, und nachdem sie bissfest waren, in Butter mit einer Prise Zucker und Salz karamellisiert.

Für die Sauce hab ich einigen Aufwand betrieben – Schweineknochen (1 kg) scharf angebraten, kurz heausnehmen, Suppengrün kleingeschnitten hinein, scharf anbraten, mit Sherry ablöschen, ein gutes Viertel Cote du Rhone dazu, etwas Wasser zum Auffüllen und die Knochen retour. Das Ganze reduzieren. Das geht von 2 Litern runter auf eine Viertelliter. Dann nachwürzen. Mit wenig Mondamin/kaltem Wasser binden.

Servieren.

Die Gäste waren sehr angetan, speziell vom Fleisch. Ich muß dazusagen, daß in 3 Stunden jede Menge Fett austritt, und das Fleisch daher etwas magerer und etwas leichter wird. Trotzdem war das eine Holzfällerportion 🙂

 

Schweinebauch Kartoffelgratin Karotten 3

 

 

Schweinebauch schwarze Bohnen Pico de Gallo Mais


Wir haben im Geschäft alle paar Wochen einen „Thementag“, an dem ein  oder mehrere Mitarbeiter das Essen nach einem Thema (Tacos, Frühlingsrollen, Burger, etc.) zubereiten und für einen Beitrag an die Belegschaft verkaufen. Das Geld kommt der Weihnachtsfeier zugute und läppert sich übers Jahr gesehen beträchtlich. Letztes Jahr kamen fast $5000 zusammen, genug um einen Hotelsaal für fast 200 Personen zu buchen, inclusive eines warmen Buffets und eines ziemlich fetzigen DJs.

Gestern war wieder ein solches Event bei dem es Tacos, Fajitas und Tamales gab. Dazu Pico de Gallo, etwas Salsa, ein wenig Salat, eine Guacomole und ein paar gebackene Sachen für die Naschkatzen.

Die Hauptköchin hat es ganz ordentlich gemacht, aber es gab einen Kardinalfehler: Nichts war gewürzt, es gab keinen Salzstreuer weit und breit, und Schärfe suchte man auch vergeblich. Keine Tabasco- oder andere Flasche in Sicht, keine Jalapeños nirgendwo, und noch nicht einmal, für amerikanische Geschmäcker unverzichtbar, Koriandergrün, zumindest um es selbst zu streuen.

Ich weiß nicht, ob die Zurückhaltung beim Würzen einer übertriebenen politischen Korrektheit geschuldet war, aber ich weiß, daß ich nicht der einzige war, dem dies aufgefallen ist.

Jedenfalls ging ich unzufrieden nach Hause und wollte dieses Wochenende unbedingt  etwas essen, das in diese Richtung ging, und voll von Geschmack war.

Gesagt, getan.

Schon am Freitagabend holte ich ein Stück Schweinebauch, weil ich das eben gerne esse, wenn er langsam im Ofen vor sich hinschwitzt. Samstag auf dem Markt gab es bei dem Karlsruher Gemüsehändler wieder ein paar scharfe Chilis, außerdem Pforzheimer Tomaten, vollreif und duftend. Anderswo gab es Frühlingszwiebel, Koriandergrün holte ich auf dem Nachhauseweg von einem kleinen indischen Laden in der Nähe.

Der Bauch:

Ein Stück von 280 g ohne Knochen, das ich von allen Seiten mit Sojasauce eingerieben habe, bevor es in einer Kasserole mit der Hautseite nach unten bei 150 C in den Ofen.

Der Bauch war insgesamt 2 1/2 Stunden im Ofen, währenddessen ich ihn mehrfach gedreht habe.

Die Bohnen:

Ich hatte nur getrocknete schwarze Bohnen und gab deshalb 200 g der Bohnen in meinen Schnellkochtopf mit der 4-fachen Menge Wasser und zwei Lorbeerblättern, aber sonst keinem Gewürz.

Nach dem Ende der Garzeit hab ich die Bohnen in eine Pfanne gegeben, in der eine große Frühlingszwiebel und eine Knoblauchzehe  in 2 El des Schweinefetts vom Bauch schmorte. Das hat geholfen, den Bohnen ein bißchen Geschmack zu geben. Auch kam eingehäufter Tl Cumin (Kreuzkümmel) dazu. Dann hab ich noch ein Glas Rinderbrühe dazugetan, und es langsam einkochen lassen. Langsam entwickelte sich Geschmack. Nachdem die Brühe fast komplett aufgenommen war, gab ich Salz dazu. und siehe da- auch Bohnen können interessant schmecken!

Pico de Gallo:

Eigentlich das Übliche-mit einer Veränderung. 2 Pforzheimer Tomaten, in kleinen Stückchen (ein scharfes Messer hilft), 4 verschiedene Chilis, die sich aber als nicht sehr scharf entpuppten, 6 Frühlingszwiebeln, in feine Röllchen geschnitten, eine gute Handvoll Koriander, fein gehackt, der Saft einer Limette, einer Knoblauchzehe UND (auch wenn ich schon mehrfach gesagt habe, daß ich Mais nur am Kolben mag) Maiskörner, aber direkt vom frisch gekochten Maiskolben abgeschnitten. Das geht tatsächlich.

Das Fleisch war sehr zart, die Haut schön knackig, und die restlichen Zutaten haben Tiefe und Frische beigesteuert.

So hätte ich mir das im Geschäft gewünscht.

 

Schweinebauch schwarze Bohnen Pico de gallo Mais 1

 

Schweinebauch schwarze Bohnen Pico de gallo Mais 2

 

Schweinebauch schwarze Bohnen Pico de gallo Mais 3