Kaninchen Spargel Pappardelle


Ich hatte noch einen Kaninchenschenkel in der Tiefkühltruhe, den taute ich frühzeitig auf. Danach salzte und pfefferte und briet ich den Schenkel von beiden Seiten an.

Danach gab ich eine gehackte rote Zwiebel und eine Knoblauchzehe dazu. Nach ein paar Minuten gab ich zuerst etwas Port, dann einen Schluck Sherry dazu. Danach noch ein Glas Hühnerfond.

Jetzt ab in den Backofen bei 175 C, etwa 45 Minuten. Den Schenkel wendete ich zweimal. Die Sauce sah nicht so schön aus, also passierte ich sie zuerst in einen kleinen Topf in dem ich ein Stück Butter und etwas Mehl angeschwitzt hatte und fischte dabei Zwiebeln und Knoblauch heraus. Dann kam ein Tl Tomatenmark dazu, den ich verrührte. Zum Abschluss gab ich einen guten El Senf, eine französische Sorte mit Knoblauch und Petersilie dazu, liess die Sauce noch eine Minute einkochen und war überrascht wie gut das schmeckte. Ich hab verschiedentlich schon die „klassische“ Senfsauce für Kaninchen zubereitet, aber keine hat so gut geschmeckt wie die heute. Ich denke, es hat auch mit Sherry und Port zu tun gehabt, weil die beiden meist ein Garant für tolle Saucen sind, aber den Senf konnte man sehr angenehm schmecken und das Tomatenmark hat den Hintergrund „gefestigt“. Mach ich definitiv wieder mal so.

Dazu gab es Pappardelle, die perfekt passten, und zur Abwechslung grünen Spargel (der erste deutsche), den ich in einer Pfanne mit Salzwasser und Deckel dämpfte. Bissfest, super!

Eigentlich war es eine Verlegenheitsmahlzeit, aber ich hab heute gut gegessen wie am Wochenende. Gut, daß mich der Osterhase nicht gesehen hat 🙂

 

 

 

 

 

Entenconfit Frisee Kürbis Bete


Auf dem Markt heute schaute ich nach Salat. Ich hatte jetzt länger schon keinen Hauptspeisensalat, und es waren schon vorbereitete Gemüse da, die ich dazu benutzen konnte, wie die Bete von gestern. Also schaute ich was es sonst noch alles gab, das ich mit verarbeiten könnte. Ich fand noch einen Bund Radieschen und einen Hokkaido-Kürbis.

Der Plan war, eine der Confitkeulen als Fleischbeilage zu benutzen. Die anderen waren schon im Froster.

Beim Pfälzer fand ich einen Friseesalat, der sich als sehr schön herausstellte 🙂  (Ursprünglich fragte ich nach einem Endiviensalat, aber im Nachhinein war der Frisee wahrscheinlich sogar die bessere Wahl). Tomaten hatte ich daheim, die Radieschen waren da, und natürlich die gestern vorgekochte Bete (die zweite). Den Kürbis hab ich fast vergessen, ursprünglich wollte ich ein paar Schnitze im Ofen garen, aber dann mußte es schnell gehen und ich schnitt einige sehr dünne Scheiben von einem Stück ab und briet die auf beiden Seiten ein paar Minuten an. Das geht auch, wie ich jetzt festgestellt habe!

Die Entenkeule gab ich in meine  kleine emaillierte gusseiserne Pfanne und schob sie bei 190 C mit Umluft in den Ofen, um die Haut zu bräunen. Das hat auch gut geklappt, aber beim herausnehmen aus der Pfanne sah ich, wie gar die Ente war – sie war am auseinanderfallen. Trotzdem war sie zart und saftig 🙂

Zum Salat gab es eine Salatsauce aus 2 El Weissweinessig, 6 El Olivenöl, 1 gehäufter El Senf, 1 gehäufter El Creme Fraiche, Salz und Pfeffer.

Nachdem ich den Salat gewaschen und die anderen Bestandteile drapiert hatte, wurde die Sauce locker drüber verteilt. Ich brauchte nur etwa 2/3 der Menge.

Die Sauce hatte die Qualität, auch die Bete zu umschmeicheln (was gar nicht so einfach ist). Ganz zum Schluss gab ich noch etwas Dill über den Salat, was auch gut geschmeckt hat.

Fazit: Die Ente ist ein ziemlich fetter Vogel, und durch da Confieren war man überall mit Schalz und Fett konfrontiert – trotzdem glaube ich, daß die Keule am Ende weniger fett war als am Anfang.

Aber wie heißt es? Der Glaube versetzt Berge 🙂 Geschmeckt hat es jedenfalls wirklich gut.

 

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Perlhuhnschenkel Ratatouille


Es waren noch die Schenkel und Flügel des Perlhuhns übrig. Ich hatte sie am Tag zuvor in einer Dose Tomaten, Wasser, Rotwein, Rosmarin und Thymian etwa eine 3/4 Stunde mit Deckel bei kleiner Hitze garziehen lassen. Die Tomatensauce hatte ich außerdem „cayennisiert“ 😉

Jetzt mußte ich nur noch ein schnelles Ratatouille auf die Füße stellen.

Dazu gab es eine rote Paprika, eine Zucchini, eine kleinere Aubergine, 2 Knoblauchzehen und eine große Schalotte. Die wurden in bissgroße Stücke zerlegt, Knoblauch und Zwiebel fein gehackt. Das Gemüse hab ich zuerst in Olivenöl scharf angebraten, dann Zwiebeln und Knoblauch dazu (damit er nicht vorher anbrennt), und dann kam die Sauce vom Huhn drüber, wurde etwas verlängert (Wasser/Wein) und garte 20 Minuten bei mittlerer Hitze mit Deckel. Danach hab ich den Deckel runter, die Flüssigkeit noch ein wenig reduziert und nachgesalzen und gepfeffert und anschließend serviert. Beilage war Baguette getoastet, mit dem Rest Bärlauchbutter.

Das Basilikum steht bei mir auf der Fensterbank.

 

Den zweiten Schenkel und den Rest Ratatouille gabs dann als Mittagessen im Geschäft. Knapp €10 hat mich das Perlhuhn gekostet- 3 Mahlzeiten hat es gegeben, Superschnitt, wie ich finde.

Perlhuhnschlegel-Ratatouille-Basilikum