Aubergine Paprika Bulgur Feta Hack


Heute war ich in einem Rewe, sauren Sprudel (Mineralwasser mit Kohlensäure) nachkaufen. Dabei muß man durch die Gemüseabteilung. Ich hatte keine Chance, ohne Einkauf da herauszufinden 🙂 . Ich nahm eine Aubergine, ein Netz Paprika gelb, orange und rot, Petersilie und später in einer anderen Abteilung ein Pfund Bulgur und bulgarischen Schafskäse mit.

Zuhause angekommen, taute ich 150 g Rinderhack auf. Zuerst war ich mir nicht sicher, was ich genau machen wollte, dann entschied ich mich für das Füllen von Gemüse, und dann mußte ich überlegen was Füllung und was Behältnis wird. So wurden Aubergine und zwei Paprika gefüllt, eine Paprika und das Innere der Aubergine wurden zur Füllung, zusammen mit zwei Knoblauchzehen, einer Zwiebel, 100 g Bulgur, Schafskäse, Petersilie, einer scharfen Chili, Salz und Pfeffer und einem Sträußchen frischem Majoran.

Der Bulgur, 100 g wurde in 1/4l kochendes Wasser mit einer Prise Salz gegeben. Ich hab die Hitze gleich auf 0 gestellt, den Topf aber mit Deckel 10 Minuten stehen lassen. Nach 10 Minuten war der Bulgur noch suppig, also nahm ich den Deckel ab und ließ ihn abdampfen. Nach etwa 15 weiterenMinuten war er OK.

Währenddessen wurden obengenannte Zutaten angebraten und abgeschmeckt, dann mit dem Bulgur vermischt. Der Majoran war schön aromatisch und hat eine schöne mediterrane Note beigesteuert.

Für Vegetarier ist das Hackfleisch nicht wichtig und man kann es ohne Bedenken weglassen (es war eh eine kleine Menge, gemessen an der Gesamtmenge. Wenn man den Feta weglässt, wird das Gericht vegan, aber wem sag ich das! Ich denke gefülltes Gemüse gehört zu den populärsten veganen Gerichten.

Die Tomatensauce im Topf besteht aus einer Dose zerquetschter Datterini von Mutti, abgeschmeckt mit Salz, einer Prise Zucker und dem restlichen Majoran.

Wichtig bei der Füllung ist, daß sie offensiv abgeschmeckt wird. Der Befüllkörper zieht Salz aus der Füllung, und man sollte nicht nachsalzen müssen. Mein Chili hatte übrigens ordentlich Bums und trug dazu bei, die Gerichte interessanter zu machen 🙂

Das Schöne ist, daß ich jetzt für zwei Tage “Geschäftsessen” habe, und nicht diesen Mist essen muß, den man sich dort kaufen kann!

 

Aubergine Paprika Feta Bulgur Hack 1

 

Aubergine Paprika Feta Bulgur Hack 2

 

Aubergine Paprika Feta Bulgur Hack 3

 

Aubergine Paprika Feta Bulgur Hack 4

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Penne Oliven Kapern Sardellen Chili Pecorino


Der geneigte Leser wird jetzt bestimmt aufschrecken und sagen, das hab ich hier mindestens schon dreimal gelesen. Stimmt.

Nur ist es das erste Rezept der Puttanesca-Varianten, das Pecorino statt Pamesan abbekommt.

Die Oliven (Manzanilla) waren allerdings nicht optimal, soll heissen vom Markt, mit Stein, sondern aus dem Glas, ohne Stein, schmeckten aber trotzdem ganz annehmbar.

Ich hab schon ein paarmal mein Einkaufsumfeld erwähnt. Normalerweise hol ich italienischen Hartkäse an der Theke des italienischen Supermarkts am Pfälzer Platz, der ist nicht weiter als 200m entfernt. Da gibt es auch sehr dünn aufgeschnittene Salami- und Schinkenspezialitäten für kleines Geld.

Aber mein italienischer Fischhändler auf der anderen Kreuzungsseite hat nicht nur Fisch, sondern eine kleine Auswahl an Hartkäsen, Schinken, Weinen, und sogar ein paar gefüllte Ravioli, Trianguli, und andere mehr. Außerdem gibt es Pasta, Kapern, Alici und Oliven.

Dort sah ich ein eingeschweisstes Stück Pecorino und fragte nach dem Reifegrad und wie lange das Stück haltbar sei. Die Antwort war befriedigend. Zuhause angekommen, stellte ich fest, daß das Stück ein bißchen jünger war als ein anderes Stück, das ich früher von der anderen Theke geholt hatte und das sehr nach Parmesan schmeckte (je trockener und älter, desto ähnlicher).

Jedenfalls hab ich meine Penne heute auf die übliche Art gemacht – Knoblauch und 2 Sardellen anschwitzen in Olivenöl, bis die Sardellen zerfallen sind, 5 Kirschtomaten geviertelt dazu, einen Schluck Weißwein hinterher, Deckel drauf, zerfallen lassen. Chili mörsern (ich nehm immer eine kleine Thai- oder Bird’s Eye Chili) und dazugeben, 1 El Kapern (ich hab dieses Mal in Salz eingelegte Kapern vorher gewässert und abgespült), etwa 10 Oliven zugeben und soweit einkochen, daß die Tomaten ganz zerfallen sind. Ich drück meistens mit dem Holzlöffel noch drauf rum, die Häute lass ich übrigens drin, sonst wird es zu fein. Die Flüssigkeit lief zweimal Gefahr, zu konzentriert zu werden, was ich sogleich mit einem El Nudelwasser konterkarierte.

Der Clou aber war, nach langer Penne-Garzeit und dem Mischen der Sauce mit den Pasta die Zugabe des Pecorino. Beim Reiben merkte ich, daß er noch weniger fest war, und das sah man auch gleich an seinem Verhalten – anstatt spröd über den Penne zu liegen, schmiegte er sich an die Pasta und umschmolz sie ( wenn das ein Wort sein sollte 🙂 )

Beim Geniessen zeigte sich seine Schafnatur von der besten Seite, und ich konnte dem bekannten und beliebten Gericht eine neue Seite abgewinnen.

 

Penne Sardellen Kapern Oliven Tomaten Pecorino

 

Penne Sardellen Kapern Oliven Tomaten Pecorino 2

Kaninchen Feigen Schafskäse Canellini


Der neue Markt taugt auch (Turnplatz-Zentrum Pforzheim, dann gegenüber der Enz, ein Parkplatz im wahren Leben). Am Samstag wird er groß, vergleichbar mit dem Gutenbergplatz, nur ohne Jugendstilbauten um ihn zu umkränzen. Dafür sorgen viele Händler durch Planen für Sonnenschutz und südliches Ambiente. Mein Eindruck ist, daß es mehr südländische Händler als in KA hat, was ein gutes Zeichen sein kann- ich sah ein paar türkische Gemüsestände mit sehr guter Ware, einen Italiener mit hochverderblicher Ware zu Schleuderpreisen (3 Galiamelonen für 2 Euro) und einen italienischen Fischstand mit viel Polpe und Sepia aber auch Doraden. Auch zwei Geflügelstände in Bioqualität, von denen der eine auch manchmal Tauben anbietet (immer ein Zeichen für Qualität!) Das Preisniveau ist etwas geringer als in KA (10-20%), die Leute genauso freundlich.

Ich fand 4 Vorderläufe vom Kaninchen für 3 Euro schlagmichtot, sechs sehr reife Feigen für 2 Euro, und einen Stand mit Schafskäse, eingelegt oder nicht. Ich nahm den oder nicht. Der Stand war aber interessant, weil er noch andere Sauereien hatte (davon ein andermal).

Das Essen war eines mit Verzögerungen, weil nach einem Telefonat spontan eine Freundin dazustieß, nicht ohne vorher ihre Bahn zu verpassen und das Ganze nach hinten zu verschieben.

Die Vorderläufe wurden in Olivenöl angebraten, dann herausgenommen. In dieser Pfanne wurden eine Schalotte und eine gehackte Knoblauchzehe angeschwitzt und mit Sherry und Marsala abgelöscht. Dazu kam ein kleines Glas Wasser.

Die Kaninchenteile hab ich wieder dazugegeben, wie auch drei geviertelte Feigen. Sie blieben 45 Minuten im 180 Grad heißen Ofen.

An diesem Punkt mußte ich die Freundin vom Bahnhof abholen.

Ofen aus, Fleisch auf die Seite, Sauce abgeschmeckt, püriert, Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Balsamico.

Nach der Rückkehr das Fleisch und die Sauce nochmal aufgewärmt im Ofen, Schafskäse drübergekrümelt und gratiniert.

Als Beilage gab es ein Püree aus Canellini Bohnen. Die wollten ums verrecken nicht weich werden, so daß ich sie am Schluß mit Gewalt und einem guten Mixer pulverisierte und dann noch adäquat rehydrierte. Danach wurden sie mit Thymian, Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Eine Glanzleistung waren die nicht, aber ganz OK. Der Rest war ziemlich lecker, wenn auch nicht ganz so fruchtig wie erhofft.

Kaninchen-Feigen-Schafskäse-1

Kaninchen-Feigen-Schafskäse-2

Die Sauce war nicht so fruchtig, wie ich gemeint hätte, aber sie hatte ein Komplexität, die sehr angenehm war. Dafür hab ich dann noch frische Feigen versucht zu gratinieren.

Der Schafskäse hat gut gepasst, ich weiß normalerweise benutzt man Ziegenweichkäse, den mag ich aber nicht besonders.

Das PÜ war OK, nicht mehr. Man hätte eindeutig weniger Arbeit gehabt, eine Dose aufzumachen um sie püriert zu erhitzen.

Live and learn.

Kartoffel-Kürbisrösti mit Tsatsiki


Dadurch daß ich Tags zuvor Kürbissuppe gemacht habe, blieb die Hälfte des Butternut-Kürbis übrig.
Den hab ich jetzt nach einem weiteren ‘essen & trinken spezial-Die besten Rezepte vom Land’ Rezept aufgebraucht.
Ich will hier auch nicht auf die Unterschiede von Rösti und Kartoffelpuffer eingehen, sondern nur sagen, daß ich den Namen vom Original übernommen habe.
Das Rezept steht in meiner Variation da, weil ich keine Lust auf genaues abmessen hatte.

Rösti
4 mittelgroße Kartoffeln schälen, fein reiben abtropfen Stärke und Wasser trennen Stärke zurück in die geriebenen Kartoffeln Wasser weg.
1 Zwiebel fein reiben
1/3 Butternut Kürbis grob raspeln
Muskat Salz Pfeffer
1 Ei
2 EL Mehl
Petersilie fein hacken

Alles zusammen mischen. Die Masse sollte nicht zu feucht sein, aber sie ist feucht. In der Pfanne mit etwas Öl anbraten, wenden, warmstellen. Der Bratprozess dauert 3-4 Minuten auf jeder Seite, vorausgesetzt, sie sind nicht zu dick. Ich hab sie im Ofen ein paar Minuten nachziehen lassen.

Tsatsiki
1 griechischer Joghurt 10%
1/2 Knoblauchzehe
1 Stück Gurke geschält und gehobelt (ich hatte keins)
Zitronensaft
Salz
frischer Dill

Als Einlage
Schafskäsewürfel

Das ganze hat sehr gut geschmeckt, die Rösti werden durch den Kürbis fruchtiger und zarter.  Tsatsiki passt sehr gut mit seiner Säure dazu, wie auch die Schafkäsewürfel etwas Textur verleihen, sprich-etwas Biss. Werd ich bestimmt wieder mal machen.

Ein griechischer Abend


Mich interessiert immer wieder, wie scheinbar einfache Dinge, die an sich perfekt sind, gemacht werden. Dazu gehören auch gefüllte Weinblätter, oder eben auch die Riesenbohnen in Tomatensauce, die man in griechischen oder türkischen Feinkostläden kaufen kann.
Ich hab mich erst auf dem Markt mit frischen Kräutern und Schafkäse eingedeckt, dann im türkischen Supermarkt Reis, Weinblätter und Joghurt gekauft.
Das Rezept für die Weinblätter stammt aus dem Buch ‘Die echte jeden-Tag-Küche’ aus dem GU Verlag.
Darin wird der Reis mit Petersilie, Dill und Minze gewürzt. Danach wird noch Zitronenzeste hinzugefügt.
Die Blätter werden in Wasser aufgekocht und 15 Minuten ziehen gelassen. Die Blätter waren sehr klein, deshalb war die Wickelei einigermaßen schwierig. Wenn man den Topf voll hat mit gewickelten Weinblättern, Wasser auffüllen, daß die Blätter bedeckt sind. Dann den Saft einer Zitrone und einen Schuß Olivenöl dazugeben und langsam in 50 Minuten einköcheln lassen, dann kaltstellen.

Für die Tzatsiki Joghurt nehmen, 3 Knoblauchzehen auspressen oder verreiben, 1/2 Gurke raspeln, salzen, im Tuch auswringen, Salz, Pfeffer, Olivenöl und statt Dill Minze! Das war sehr lecker.

Die Bohnen hatte ich zwar aus der Dose, aber die Tomatensauce hab ich aus Tomaten, Sellerie und Karotten, Zucker, Rotwein, Salz und Pfeffer gekocht. Wenn alles weich ist, pürieren. Die Sauce über die Bohnen geben und im Ofen trocken ziehen lassen. Ich fand sie gut, meine bessere Hälfte fand sie nichtssagend.

Der Bauersalat war eine Mischung aus Gurken, Tomaten, Zwiebeln, Schafskäse, Oliven, Olivenöl und Rotweinessig, Salz und Pfeffer.

Die Peperoni hab ich wie hier schon einmal beschrieben angebraten und mit einer Dill-Knoblauchmayonnaise serviert.

Das Hackfleisch hab ich um ein Stück Schafkäse geformt, um Suzuki zu erhalten. Das hab ich in der Pfanne angebraten und im Ofen fertiggegart. Ein Stück Schweinebauch hab ich langsam im Ofen weich ziehen lassen.

Am Schluß sah der Tisch dann so aus.

Fazit: Es macht eigenlich keinen Sinn, für 2 Personen diesen Aufwand zu betreiben. Hat man allerdings Gäste oder mehr Personen, wird der griechische Abend ein preiswertes und schmackhaftes Vergnügen. Ich fand das Essen durch die Bank besser als bei Standard-griechischen Lokalen, weil die frischen Kräuter einen großen Unterschied ausmachen.
Das Getränk ist übrigens ein geeister Rose mit Minzblättern. Sehr sommerlich!

Markt!


Nach mehreren Wochen(enden) Enthaltsamkeit wegen anderer Termine, ging ich wieder Samstags auf den Markt am Gutenbergplatz. Ich liebe diesen Markt. Ich hatte nur grob überlegt, was ich kaufen wollte, und ließ mich treiben. Aber es ist egal zu welcher Jahreszeit man hingeht, irgenetwas leckeres gibt es immer. So hatte ich nach kurzer Zeit verschiedene Gemüse, Pfifferlinge (!), ein Stubenküken, Rotbarbenfilets, frische Rote Bete, Äpfel, Walnüsse und Kräuter.
Langsam reifte ein Plan: 3 Gänge, Fisch, Salat, Geflügel.
Da meine Freundin sich mit Gräten schwertut, hab ich die Rotbarbenfilets mit meiner tollen Häckselmaschine unter der Zugabe von Sahne, Salz, Pfeffer und Muskat kleingehackt. Danach hab ich die Masse nochmal kaltgestellt. Später hab ich Klösschen mit dem Löffel geformt und in köchelndem Wasser ziehen lassen.
Die Sauce hab ich gebastelt aus reduziertem Fischfond, etwas Krebsbutter, Noilly Prat (der berühmte Wermut),
Weisswein, Sahne und Safranfäden. Und als Unterlage für die Klösschen in Butter gebratene Lauchringe.
Das gab die ersten Lobeshymnen.

Der 2. Gang bestand aus Rote Bete in Scheiben, Bratapfel auch in Scheiben (Elstar), Schafkäse, Walnüsse, Thymian, Oregano, weisser Balsamico und Olivenöl. Das Rezept stand im Kurier und stammt von Herrn Nagel vom “Kranz” in Neureut. Ausgesprochen lecker, es ergänzt sich alles ganz wunderbar!

Für den Hauptgang hab ich die Zucchini tourniert und in Gemüsebrühe gedünstet. Dann den Rosenkohl geputzt und gedünstet. Das Stubenküken in 2 Hälften geschnitten, und mit den Kartoffeln (La Ratte) in Olivenöl  und Meersalz auf’s Blech. Als das Küken fertig war, die geputzten Pfifferlinge schnell in Butter angebraten, Petersilie dazu und anrichten. Der feuchte Fleck auf dem Teller kommt davon, dass ich den Bratensatz mit etwas Weisswein gelöst und ihn auch noch auf den Teller gegeben habe.
Das Essen hat sehr gut geschmeckt, vor allem Vorspeise und Salat waren echte Geschmacksbomben.
An solchen Tagen bin ich dann auch zufrieden, auch wenn die Fotos immer noch nicht so toll sind…