Klappentaste


Hier gleich ein weiteres Saxofonbild (Ich hab wohl ein paar übersehen). Es ist ein Bildausschnitt, der nur wenige Zentimeter von der Stelle des gestrigen Bilds liegt, aber durch eine andere Herangehensweise einen anderen Eindruck hinterlässt.

 

Hier ist die Vergrößerung noch stärker, und der Hintergrund ist nicht diffus wie auf dem vorherigen Bild, sondern kräftig eingeschwärzt. Die Zeichenstifte sind die gleichen: wasserlösliche Farbstifte. Ich habe verschiedene Marken; Faber-Castell, aber auch Derwent. Ich weiss nicht, ob ich einen Unterschied bemerke. Bei Buntstiften achte ich am meisten darauf, wie der Stift die Farbe aufträgt, daß er nicht zu wachsig und dünn, sondern schön satt und pigmentreich ist, außerdem, daß die Mine nicht leicht bricht. Gute Buntstifte brechen nicht oder nur bei Falschbehandlung des Spitzers, Messers oder Schleifblocks.

Man kann hier schön den Kontrast zwischen den Teilen, die kein Wasser gesehen haben, und denen, deren Pigmente vermalt wurden. Die sind viel kräftiger und auch sehr deckend.

Die gelben Stellen ließ ich „nature“, im Gegensatz dazu steht das dunkle Lila im schwarzen Bett unten rechts, das einen schönen Komplementärton zu den gelben Teilen bildet.

Die Arbeit ist 19,5×11 cm groß, wurde in einen Rahmen von 40×50 cm gepackt und im Jahr 1989 gezeichnet/gemalt.

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Hornbogen


Heute habe ich ein weiteres Saxofonbild im Gepäck. Es handelt sich um eine Detailaufnahme eines Saxofons, das ich dann zeichnete.

Das Foto gehört zu meinen Lieblingen der Serie, es hat eine schlichte Eleganz durch die zurückgenommene Farbigkeit.

 

Ich habe eine Zeichnung mit Zeichenkreiden daraus gemacht. Die Zeichenkreiden, die ich benutzte gibt es in einer Sortierung verschiedener Braun, Ziegelrot (Rötel), Weiss, Grau- und Schwarztönen.

Es macht mir richtig Spass, mit diesen Kreiden zu zeichnen, weil sie einen großzügigeren Strich erfordern und ein deutliches Ergebnis bewirken.

 

Die Arbeit misst 27,5×33,5 cm. Das Passepartout hat die Größe 50×60 cm. Das Papier ist ein normaler Bogen eines Studienblocks.

Man kann sehen, daß man die Kreiden verschieden einsetzen kann. Man kann sie wie Bleistifte ansetzen oder auch flach benutzen, um flächigere Strukturen zu bekommen.

Es gibt auch eine Art von Radier- oder Wischstift aus Pappe, den man zum verwischen benutzen kann, den ich hier aber nicht eingesetzt habe.

 

 

Saxofonbilder


Ich spiele ein bisschen Saxofon. Mein Freund H. spielt sehr viel besser. Er kam für mein Gefühl etwas später zur Musik, dann aber mit einer Wucht, die immer noch nachhallt.

Er hat jedenfalls, als er dabei war das (die) Instrument(e) zu lernen, sie auch noch fotografiert, was deshalb eine gute Idee war, weil er auch ein guter Fotograf ist.

Jedenfalls hat er mir Abzüge davon geschenkt, irgendwann zwischen 1987 und 1989. Ich spielte damals noch kein Saxofon, fand aber Klang, Aussehen usw. faszinierend.

Ich mochte auch gerne einige Jazz Sachen und verband eben immer viel Schönes mit dem Instrument.

Irgendwann kam ich auf die Idee, die Fotos als Vorlage für gemalte und gezeichnete Bilder zu nehmen. Nur wollte ich sie nicht einfach abzeichnen, sondern dabei auch Einfluss auf sie nehmen. Das hab ich auf unterschiedliche Art getan.

Eine der Arten war, das Foto zu nehmen und einen Ausschnitt auszusuchen, um den dann für die Zeichnung zu benutzen. Der Effekt war bei ein paar Bildern, daß man nicht mehr wußte, was das sein könnte (es sei denn man spielte selbst Saxofon) und schaute auf eine (realistische) Landschaft, die aber abstrakt geworden war, weil der Bezug verlorengegangen war.

Das fand ich ganz spannend.

Hier ist ein Beispiel:

 

Hier ein wunderschönes Foto eines sehr hochpreisigen Tenorsaxofons, aufgenommen von H. aus K. 🙂

 

Hier der Ausschnitt, der mich interessiert hat.

 

Und hier mein Ergebnis. Es ist eine Bleistiftzeichnung auf Studienblockpapier. Das Bild selbst ist 16×21 cm groß, das Passepartout hat ein Mass von 40×50 cm und entstand 1989.