Ceviche Thun Garnelen


Es ist keine Ceviche nach peruanischem Vorbild – keine Süsskartoffel, keine aufwendig gekochte Tigermilch – nur feinster Thun in Sashimiqualität und das Fleisch zweier frischer Garnelen. Dazu Ingwer, Knoblauch, Sellerie, Jalapeños, rote Zwiebel, Koriander und Limettensaft.

Der Saft stammt von 2 Limetten, es gibt etwa 100 g Thun, den ich fein gewürfelt habe. Dazu 2 frische Garnelen die ich geschält und entdarmt habe und dann in kleine Stücke schnitt.

Alle Zutaten wurden im Limettensaft etwa 45 Minuten gegart. Dazwischen machte ich den Feldsalat mit einem halben El Balsamicocreme und 2 El Olivenöl an.

Dazu legte ich die Filets einer Saftorange, die einen hervorragenden Geschmack hatte und deren übrige Flüssigkeit die Säure der Ceviche sehr angenehm ausglich.

Dieser Salat ist wirklich sehr angenehm, wobei ich bei einem Essen mit Gästen etwas weniger pro Person auf den Teller legen würde. Lecker war er aber allemal!


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Red Snapper Thun Austern Srirachamayo


Auf dem Nachhauseweg hörte ich in mich hinein, um zu entscheiden, wo einzukaufen. Die letzten Tage hab ich zwar gegessen, aber außer den Award nichts gepostet.

(Ich esse manchmal wie andere auch “Unmentionables”, Sachen, die nicht gut aussehen, oder auch Gerichte, die den sorgsam kultivierten Ruf sofort nachhaltig zerstören würden… 🙂  )

Heute aber wollte ich meine Nahrungsaufnahme wieder öffentlich zelebrieren.

Ich entschied mich, meinen Fischhändler und den teuren Russen zu besuchen, weil ich die Beiden in den letzten Wochen ein bißchen vernachlässigt habe.

Was für eine Pracht! Beim Fischmann stand der Papa an der Theke, ich aber war geblendet ob der Auswahl am Freitag Abend, eine dreiviertel Stunde vor Ladenschluss.

Es gab Schwertfisch, Thunfisch (super Sashimi Qualität!), große Doraden, Loup de Mer, Wolfsbarsch, und außerdem ein schönes Stück Red Snapper. Und Austern. AUSTERN!

Naja, wir haben uns eine Weile unterhalten, ich fragte ihn nach dem Red Snapper, den er sehr empfahl, nahm den auch, wonach er mir ein Endstück vom tollen Thunfisch zum Sonderpreis anbot.

Ich konnte nicht nein sagen und fragte nach dem Preis der Austern. Die waren verboten preiswert, also nahm ich 2 mit (€1.40/St.) und er gab mir eine Dritte umsonst dazu.

Gute Geschäftsleute, diese Sizilianer 🙂

 

Jetzt stellte sich mir die Frage, was ich mit dem Eiweißschock anfange. Das Thunstück stellte sich  größer heraus, als es in der Theke ausgesehen hatte.

Da ich morgen Besuch habe, gibt es davon nochmal eine Vorspeise für eine Person.

Der Red Snapper wurde auf der Fleischseite gewürzt.

Vom Thun hab ich 2 Scheiben von 5mm heruntergeschnitten, die ich dann in kleine Würfel schnitt. Die wurden erst mit Salz und kurz vor dem Servieren mit Limettensaft gewürzt.

Sie wurden auf ein Bett von in Butter geschmortem Lauch gebettet, der mit Salz und auch Pfeffer gewürzt war.

 

Zum Snapper machte ich eine selbstgemachte Mayonnaise (Eigelb, Senf, Rapsöl, Salz, Zucker, Zitrone) mit Sriracha, die süßlich-scharfe asiatische Sauce.

Auf die Idee kam ich durch eine Werbesendung im Geschäft, in der Emeril Lagasse, ein bekannter TV-Koch (Spezialität: Essen aus New Orleans) etwas mit Meeresfrüchten frittierte und auf eine Spur dieser Mayo setzte. Ich muß sagen, das war sehr einfach zu machen und hat super geschmeckt – würde auch sehr gut passen zu Shrimps oder Garnelen, vielleicht mit Tempurateig…

 

Der Snapper wurde erst auf der Hautseite länger angebraten, danach gewendet und nur noch eine Minute gebraten. Das Ergebnis war ein saftiger Fisch mit festem Fleisch, der in der Mitte noch nicht durch war und toll geschmeckt hat.

Als Beilage gab es Reis mit Wildreisanteil, ein Angebot aus dem Aldi vor Weihnachten (eine der vielen Spezialitäten). Der war eine Enttäuschung. Wildreismischungen sind manchmal schwierig, weil die “Wild” Anteile eigentlich nicht Reis, sondern Getreide, Wildgräser und ähnliches sind, und die brauchen normalerweise viel länger um gar zu werden als regulärer Reis.

Es hat aber nur ca. 20 Minuten gedauert und schmeckte dann aber sehr nichtssagend.

Ich hatte dann noch Selleriestifte geschnitten und mit Essig und Öl angemacht, die hab ich aber vergessen, auf den Teller zu geben.

Zum Schluss machte ich die drei Austern auf, bewaffnete mich mit einer halben Zitrone und schritt zur Tat. Auch die hätte ich für’s Foto fast vergessen 🙂

Zum Srirachakleks gab es noch ein bißchen Kresse, wegen der Farbe.

Mir hat es ausgezeichnet geschmeckt! De Mayo hat sich gelohnt, die Austern sowieso. Aber auch Red Snapper und Tuna. Nur den Reis würd ich nicht wieder machen.

 

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Grillabend auswärts


Gestern hatte ich genug von der Wohnung fürs Wochenende und verabredete mich für heute.

Auf dem Markt heute morgen sah ich den Vater vom Fischhändler, der mir zwei wunderbare Stücke Thunfisch von einem Stück in Sashimi Qualität abschnitt. Ein paar Spargel, ein Karton deutsche Erdbeeren, zwei Stangen Rhabarber und Minze, Thymian und Majoran und ich war so gut wie reisebereit. Anderswo holte ich noch zwei Rumpsteaks von irischen Rindern.

Bei der Gastgeberin angekommen, schaute ich kurz nach dem Grill, einem einfachen Grill ohne Deckel. Nach einer kurzen Putzeinheit war er auch schon einsatzbereit.

Der Plan war die Thunfischsteaks mit Sojasauce und schwarzem Pfeffer einzureiben und kurz von allen Seiten anzubraten. Dazu sollte es eine Art von Salsa geben, gemacht aus 2 Stangen gewürfelten Rhabarber, den ich in Wasser mit Zucker aufkochte und zur Seite stellte. Da hinein schnitt ich ein halbes Dutzend Erdbeeren und eine Viertelschote Jalapeno, die ziemlich scharf war. Außerdem eine Menge Minze, mehr als 10 Blätter.

Beim Abschmecken gab es auch noch eine Prise Salz dazu.

Kurz bevor die (kleinen) Steaks auf den Grill kamen, wurden sie mit Sojasauce beträufelt und mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle gewürzt. Den Spargel hatte ich vorgegart und dann in Alufolie mit auf den Grill gelegt.

Eigentlich wollte ich das Fleisch aufschneiden und als Fächer präsentieren (es war perfekt – ein brauner Rand von 2mm, der Rest wunderbarer roher Thun in allerbester Qualität.

Aber im letzten Moment war ich mit den Erdbeeren zugang und hab es schlicht verschlafen.

Schade um das entgangene Bild.

Thun Erdbeer-Rhabarber-Salsa Spargel 1

 

Thun Erdbeer-Rhabarber-Salsa Spargel 2

 

Für den zweiten Gang hab ich eine Guacamole gemacht, wie hier schon oft beschrieben.

Eine perfekte Hass-Avocado, eine Limette, ein paar vollreife Tomaten, eine Frühlingszwiebel, eine Viertel Jalapeño und glatte Petersilie, weil dieser Haushalt Cilantro nicht ausstehen kann, wurden fertig gemacht und miteinander vermengt.

Es gab auch eine Kräuterbutter, gemacht aus frischem Thymian, Majoran, Petersilie und mit Salz verriebenem Knoblauch.

Der restliche Spargel wurde auch in die Folie gegeben und übers Feuer gelegt. Die irischen Steaks hab ich mit grobem Meersalz gewürzt und auf den Grill gelegt, der nur einige wenige Zentimeter von den Kohlen entfernt war. Die Steaks selbst waren geschmacklich sehr gut, sehr zart und ausgezeichnet mit der Kräuterbutter.

Die haben wir dann auch auf ein Zwiebelbaguette gegeben, bevor es ebenfalls auf den Grill wanderte.

Insgesamt ein gelungenes  2 Gänge Menü, wenn auch ein wenig fleisch/fischlastig.

Es war aber toll das erste Mal dieses Jahr draussen zu sitzen, um das Essen im Freien zu geniessen.

Der Stadtteil ist relativ geschützt vor der lärmenden Stadt, und es gab bisher noch keine rasenmäherwütige Nachbarn, die “Ordnung” schaffen wollten. Also hat der Garten etwas von einem Djungel. Sehr angenehm! Die weiteren Nachbarn verschwinden angenehmerweise hinter der grünen Hölle 🙂

Rumpsteak Spargel Guacamole Kräuterbutter 1

 

Rumpsteak Spargel Guacamole Kräuterbutter Baguette 4