Lendenspieß Tomatenreis Griechischer Salat


Die zweite Hälfte der Schweinelende sollte verarbeitet werden, und weil heute der beste und wärmste Tag in diesem Jahr war, fiel mir ein, ein Gericht mit griechischem Einschlag zu machen.

Also machte ich einen Spieß aus Lendenstücken, roter Spitzpaprika, roten Zwiebeln und die Übrigen, nicht so scharfen Jalapeños von gestern. Der wurde erst kurz angebraten und dann in 10 Minuten in einem mittleren Ofen fertig gegart.

Dazu machte ich einen tomatisierten Reis mit Schalotte, Knoblauch, Tomatenmark und Reis. Ich hatte leider nur Basmati, der eigentlich hierfür nicht der Richtige ist, aber es war zu verkraften.

Außerdem gab es einen Salat aus Gurke, Tomaten, Schafskäsewürfeln und Peperonischoten mit Olivenöl, Weissweinessig und Dill.

Schließlich gab es noch ein Tzatziki aus Joghurt, Knoblauch, geraspelter Gurke, Dill und Salz.

Es war ein schönes mediterranes Gericht mit starken Aromen, das einen guten Abschluss für einen sehr warmen, schönen Tag machte.

Hähnchen Gemüse in der Folie


Die Woche war vom Wetter her eine echte Enttäuschung. um so mehr  freute ich mich, als es Mitte der Woche hiess, das Wetter würde am Wochenende gut.

Bis Freitag hatten sich die Wetterfrösche revidiert und nur noch den Samstagvormittag als schönen Tag ausgerufen.

Und hier war es nicht viel wärmer als an den anderen Wochentagen und bewölkt war es auch schon.

Ich aber wollte grillen. Metzger Zorn hatte Maishähnchen vom üblichen Erzeuger, also schnappte ich mein Fahrrad und machte mich auf den Weg.

Auf dem Rückweg fuhr ich beim Gemüsehändler vorbei und nahm nochmal grünen und weissen Spargel mit, außerdem Frühlingszwiebel und rote Spitzpaprika.

Später trennte ich das Hähnchen mit einer schlechten Geflügelschere, damit es schneller gart und gab eine mexikanische Steak- und Grillmischung, Paprikapulver und Salz über die Hälften. Dann schob ich je eine halbe Knoblauchzehe in mehreren Scheiben unter die Brusthaut.

Danach legte ich die Hälften auf Grillschalen (die mit den Löchern).

Jetzt bereitete ich den Grill vor und zündete die Kohlen in den beiden seitlichen Körben an. Nach etwa 20 Minuten waren die Kohlen von einer weissen Schicht überzogen und ich schnappte die beiden Schalen mit den Hähnchenhälften und ging nach draussen.

Dort fielen gerade die ersten Regentropfen vom Himmel.

Also schnell die Schalen zwischen die Hitzequellen gestellt und wieder in die trockene Wohnung zurück.

Dort bereitete ich die Folie für mein Gemüse vor. Es gab 2 El Olivenöl, 2 weisse Spargel, 3 grüne Spargel, eine Frühlingszwiebel, eine Knoblauchzehe und eine rote Spitzpaprika in Streifen, und zwei Scheiben einer Bio-Zitrone und eine halbierte Tomate. Das verschloss ich gut und trug es 20 Minuten später raus, um es auch auf den Grill zu legen.

Inzwischen war der Boden schon komplett nass und man konnte sich nicht mehr vor den Tropfen wegducken. Ich wendete die Hähnchen, gab das Paket ab und machte, daß ich fortkam (Gottseidank grillte ich mit geschlossenem Deckel 🙂  )

Nach einer weiteren halben Stunde schaute ich nochmal nach, aber es hatte sich eingeregnet. Ich nahm das Fleisch aus den Schalen, drehte es direkt über den Kohlen auf die Hautseite, machte nochmal den Deckel drauf, blieb aber unter dem trockenen Fahrradstand stehen, weil ich wußte, daß es nicht lange dauern würde, die Haut knusprig zu bekommen. So war es auch: Nach ein paar Minuten war alles knackig und ich konnte den Grill abräumen und wieder ins Haus.

Der Rest ist Geschichte 🙂

Das Hähnchen war Klassen besser als die von den Hähnchenbratereien, das Gemüse war zu lange drin gewesen. Es schmeckte zwar noch nach Gemüse, war aber sehr weich. Aber kein Problem, das üben wir nochmal.

 

 

Black bean soup


Ich hab ein wenig recherchiert und stiess auf eine Schwarze Bohnen Suppe ‚Havana style‘, von der im Vorwort berichtet wurde, der Verfasser, ein Kubaner in Amerika, mußte die schmerzliche Erfahrung machen, für seine Landsleute, ebenfalls Expatriaten, eine Suppe gemacht zu haben, die sehr unschön als ‚Red Kidney Bean Soup‘ abgekanzelt wurde, weil er Tomaten in seine Black Bean Soup getan hatte. Sie erklärten ihm, daß man das in Havana NIE macht 🙂 und erklärten, wie frugal (lies:ärmlich oder minimalistisch) diese Suppe im Original eigentlich ist.

Es kommen eigentlich nur die Bohnen, eine Zwiebel, Knoblauch, Olivenöl eine grüne Paprika und rote süsse Paprika hinein, dazu ein Tl Kreuzkümmel (Cumin) und 1 Tl Oregano, Salz, Pfeffer und noch eine Chili.

Die Bohnen, bei mir 250 g, wurden mit einem Schnellkochtopf 45 Minuten vorgekocht, dann abgeschüttet.

Dann kommen die Bohnen in einen neuen Topf mit der dreifachen Menge Wasser, einer Zwiebel, geschält, aber ganz, einem Lorbeerblatt und einer stückig geschnittenen Paprika. Ich hatte keine grünen und hab stattdessen eine rote Spitzpaprika verwendet. Das ließ ich wieder fast eine dreiviertel Stunde köcheln, bis die Flüssigkeit deutlich verringert war.

Im Originalrezept wurde ein ‚Sofrito‘ angesetzt, bei mir auch: 1 mittlere Zwiebel, in kleinen Stücken, 2 große Knoblauchzehen, auch zerkleinert, 3 Paprikaschoten in Streifen, 1/8 l Olivenöl.

Das wird bei mittlerer Hitze weich gegart. In der Zwischenzeit wird eine Kelle der Bohnen aus dem Suppentopf entfernt und in einer Schüssel mit dem Kellenrücken zermanscht.  Wenn das Sofrito soweit weich ist, die Löffel Kreukümmel und Oregano dazugeben und in die Bohnenpaste geben und mischen. Diese Mischung wiederum in die Bohnensuppe geben. Jetzt abschmecken. Zuerst 2 El Zucker, flach und 2 El Rotweinessig oder ähnliches (ich hatte Sherryessig) dazugeben, rühren, salzen, pfeffern, warten. Bei Bohnen muß man sich ein bißchen gedulden, weil sie Geschmack ‚fressen‘, soll heissen, was 5 Minuten vorher zu salzig war, braucht noch etwas davon usw. Also ruhig 10 Minuten stehen lassen und nochmal abschmecken, es lohnt sich.

Fazit: Wer meinen Blog liest, weiß, daß ich Fleisch gerne und wahrscheinlich zu oft esse. Umsomehr war ich interessiert an dieser Suppe, von der der Rezeptgeber behauptete, daß sie in Havana bevorzugt vegetarisch gekocht wird. Nachdem ich sie wie beschrieben zubereitet hatte, war ich begeistert vom Geschmack. Ich muß allerdings vorausschicken, daß ich, wie fast alle Amerikaner dieses Bohnen-Gen habe 🙂 (Ich liebe Bohnen!). Nichtdestotrotz bekommt diese Suppe von mir 5 von 5 Punkten! Selten so gut Bohnensuppe gegessen.

Diese Suppe ist ihrer Ausrichtung sogar vegan! Allerdings muß ich gestehen, daß ich für das zweite Schüsselchen etwas Parmesan drübergehobelt habe…Un(f……)übertrefflich!

Übrigens, die relativ scharfe Chili, die ich anfangs dazuschmuggelte in im weiteren Verlauf auf drei Chilis mit Haut und Kernen aufstockte, wurde komplett von den Bohnen neutralisiert. Ich hab dann trotzig einige Tropfen Habanero-Sauce von Heinz dazugegeben, um wenigstens die Illusion eines Kicks zu haben.

 

Black Bean Soup 1

 

Black Bean Soup 2

Salat Kartoffel Bacon Paprika Ei


Salat ist bei uns unter der Woche abends beliebt. Ich finde es langweilig immer den gleichen Salat zu machen, und manchmal braucht man auch ein gewisses Extra, um satt zu werden.

Dieser Salat passt in die Kategorie.

Ich habe 5 süße Spitzpaprikaschoten geviertelt und dann nochmal halbiert und langsam weich gebraten (10 Minuten). Zum Schluß hab ich einen kleinen Schwenker Weißwein dazugegeben und einen Deckel drauf gemacht (3 Minuten). Das ganze wurde mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und beiseite gestellt.

Den Bacon hab ich als nächstes ausgelassen und auf Krepp abtropfen lassen.

Die Kartoffel wurden in kleine Würfel geschnitten und langsam in Öl angebraten und durchgegart. Auch sie kamen auf Krepp.

Die Salate waren Eichblatt, Salatherzen und Rucola. Die wurden gewaschen, getrocknet und mit Olivenöl/Balsamico angemacht (mager).

Am Schluß kam das Ei, ein 4-Minuten-Ding, schwer zu schälen. Das zweite (meins) hat es gleich zerrissen_ ich hab eh keins gebraucht.

Der Salat war lecker und genügend gehaltvoll, um nicht später wieder Hunger zu bekommen.

Salat-Kartoffelwürfel-Bacon-Ei-Paprika3

Der Salat ohne Ei…

 

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Und mit…