Iberico Romano Paprika


Heute hielt ich schnell bei Metzger Zorn. Der Chef war da und wir unterhielten uns zu dritt über die Vorzüge von Butter im geschichtlichen Verlauf 🙂 E war ziemlich lustig. Ich wusste nicht genau, was ich wollte, da lenkte die nette Fachverkäuferin mein Auge auf ein Kotelett vom Ibericoschwein. Es war wunderbar fein marmoriert und überzeugte mich.

Zuhause hatte ich noch einen grossen Romano Salat, eine Spitzpaprika, ein paar Cocktailtomaten, Appenzeller, Knoblauch und Zwiebeln.

Ich wollte das Iberico Kotelett nicht mit Gewürzen überfrachten, also würzte ich es nur mit Salz und Pfeffer. Die Zwiebeln schnitt ich in feine Streifen und liess sie langsam braten und Farbe nehmen. Den Spitzpaprika schnitt ich in bissgerechte Stücke und briet ihn auch langsam an, bis er gerade bissfest war. Danach nahm ich ihn heraus und parkte ihn.

Den Salat wusch ich und schnitt ihn der Länge nach in zwei Hälften. Vier Cocktailtomaten wurden geachtelt, mit Knoblauch und zwei Thai Chilis in Öl angebraten, bis sie leicht verkocht waren, dann mit einem Schluck Weisswein verlängert wurden. Danach gab ich den Salat in die Bratpfanne und liess ihn langsam schmoren. Nachdem er etwas eingefallen war, gab ich Appenzeller darüber und schob den Teller unter den Ofengrill.

Jetzt kam das Iberico Kotelett in die Pfanne. Ich briet es bei nicht zu hoher Hitze an und schob es auf eine untere Schublade im Ofen. Es blieb nur 7 Minuten drin, danach richtete ich alles an.

Den Salat napierte ich mit dem scharfen Tomatengemüse, daneben legte ich die Paprika und schliesslich platzierte ich das Kotelett und gab die angerösteten Zwiebeln daneben.

Wichtig war mir das Kotelett in den Mittelpunkt zu stellen und es pur geniessen zu können. So waren die Zwiebeln zwar auch damit sehr gut, aber eben auch zum Salat und dem Paprika. Der Salat schmeckte mit den Tomaten und dem überbackenen Käse super, und das Kotelett war pur einfach eine Wucht! Saftig von Anfang bis zum Ende und dabei ein komplexer Geschmack – viel intensiver als andere Sorten (einschliesslich Schwäbisch-Hälleschen Sorten). Sehr lecker!

Romano Avocado Huhn


Ich schaffe es nicht auf die Tex-Mex Geschmacksrichtung ein halbes Jahr zu verzichten, bis es wieder bessere Tomaten gibt 🙂 Heute fand ich einen tollen Romano Salat, riesig und schön knackig, viel besser als der übliche Eisbergsalat. Der Plan war, eine Art von Taco Salad herzustellen, in einer Schale aus einer Tortilla, aber die gekauften Tortillas waren zu klein und hätten höchstens Salsa und Pico de gallo halten können. Aber zuerst kaufte ich noch Oberschenkel vom Hühnchen, weil mir das Fleisch das Saftigste des ganzen Huhns ist.

Die Hühnchenteile habe ich erst mit zerstossenem Kreuzlümmel, Paprikapulver und Jalapeño-Ancho Chili Mischung gewürzt und bei mittlerer Hitze in eine Pfanne gelegt und in den Ofen geschoben – hat eine knappe Stunde gebraucht, aber Zeit hatte ich heute viel. Nachdem das Huhn fertig war, löste ich das Fleisch vom Knochen und schnitt es in mundgerechte Stücke.

Den Salat komplettierte ich mit Avocado, Limettensaft, Tomaten, Frühlingszwiebel und Knoblauch. Dazu gab es noch Koriandergrün und Jalapeños, die aber leider kaum Schärfe hatten.

Dem Romano verpasste ich eine eigene Vinaigrette aus Rotweinessig und Olivenöl 1:3, mit Salz und Pfeffer.

Zum Schluss gab ich noch grosszügig eine hellere aber kräftige Cheddarsorte darüber. Die Fotos zeigen die drei „Aggregats“zustände 🙂

Chicken Wings Salat Mango Salsa


Spontan hatte ich Lust auf die Wings. Im Nachgedanken wollte ich sie mit getrockneten Chiles machen, weil ich heute morgen eine Unterhaltung mit meinem Chef über Texas Chili hatte, in dem die Chiles eine entscheidende Rolle spielen.

Ich wollte die Sauce, die über die Wings gepinselt wird, aus diesen Chiles und guten Tomaten machen.

Ich hab schon erzählt, daß ich vielleicht 8 Sorten getrocknete Chiles von einem mexikanischen Online Importladen habe. Ohne die Sorten alle aufzuzählen (bei „Chili“ nachschauen) nahm ich von jeder Sorte eine oder zwei Chiles, entfernte fast alle Kerne und gab sie in meine Gewürzkaffeemühle, um sie zu pulverisieren.  Es hat da 3 Chiles, die ein ähnliches Raucharoma wie Chipotle haben, die den Geschmack massgeblich prägen. Insgesamt gab es etwa 3 El Pulver, das ich in Öl anbriet und mit passierten Kirschtomaten von Mutti ablöschte. Dazu kamen noch ein paar Prisen Salz, ein El Zucker und die Pinselmarinade war fertig.

 

Für die Mangosalsa:

1 Mango

1 Frühlingszwiebel in dünnen Röllchen

2 Rispentomaten in kleinen Stückchen

Saft einer Limette

1 Thai Chili kleingehackt

2 El Apfelessig

3 El Koriandergrün

Salz

 

Die salatherzen, die man auf dem Foto kaum erkannt bildeten eigentlich einen beachtlichen grünen Kranz um die Mangosalsa, bis ich die Wings drauf legte. Er bekam nur Olivenöl und Balsamico, hat aber vollkommen gereicht.

Von der Marinade ist jede Menge übrig, die bring ich dem Chef mit, damit er mal was Gutes isst 🙂 (er ist ein Fastfood Freak!)

Die Salsa nehm ich morgen auch mit, es sind noch eine Menge Wings übrig.

 

 

 

 

 

Ziegenkäse Spargel Salat


Heute  auf dem Markt hatte ich einen sehr netten Austausch mit dem Chef des Käsestands meiner Wahl, Herrn Ruf. Ich hatte das Glück, von ihm bedient zu werden, und da ich noch einige meiner Lieblinge in ausreichender Menge Zuhause habe,freute ich mich von ihm beraten zu lassen. Er macht das gerne, neue oder frisch oder wieder dazugekommene Sorten zu empfehlen, fast immer auch mit einem Probierstück. Manchmal, wenn mich eine seiner Mitarbeiterinnen bedient, sehe ich, wie er ihnen einen Tipp zuwispert, die sie mir dann prompt anbieten 🙂 Jedenfalls gefällt mir das gut, aber nichts geht über ein Gespräch mit dem Chef, auch wenn es sich nur um Käse und deren Peripherie handelt.

Ich erzählte davon, einen Grill mit indirekter Hitze gekauft zu haben und bekam sogleich eine Hartkäseempfehlung für auf dem Grill gebratenen Spargel mit Käse (versuch ich morgen). Dann wollte ich einen weichen Ziegenkäse (ich esse sie gerne, aber sie sind spezieller als Kuhmilchkäse, und nicht jeder passt zu jeder Anwendung). Diesen allerdings stellte ich mir zu einem Salat vor. Er schlug einen vor, dessen Namen ich schon wieder vergessen habe, der aber auf einem sehr dekorativen Blatt lag. Das Blatt sah nach einem Weinblatt aus. Den nahm ich nach einem Versuchsbissen mit. Er machte auch eine Weinempfehlung und erwähnte, daß er im Vergleich zu früher sehr viel öfter Weißweine trinkt. Mir geht es ebenso. Früher bekam ich oft Sodbrennen auf Weissweine, heute sind mir die Roten zu stark und zu aromaintensiv.

Jedenfalls machte ich ihm auch eine Weinempfehlung, und somit auch hier, wer ihn finden kann: Heitlinger Rose 2014 Trocken, Sunset Twilight, gekauft für € 6,95. Heitlinger betrachtet ihn als Terassenwein, der zu allem Gegrillten passt.

Das Haus Heitlinger liegt im Kraichgau (zwischen Heidelberg und Bruchsal), genauer in Tiefenbach, das zu Östringen gehört. Hier hab ich meine Jugend verbracht. Der ganze Kraichgau ist Weingebiet, aber nur der Heitlinger hat Lagen, die „ausgezeichnet“ sind. Von dort kommen richtig tolle Weine.

Der Rose liegt preislich eher höher als die verschiedenen französischen Roses, seien sie jetzt aus dem Süden oder von anderswo. Einen Vergleich muß er mit keinem von ihnen scheuen: Nicht mit dem Rose d’Anjou oder den Weinen aus der Provence. Es kann natürlich sein, daß die Franzosen die besten Weine Zuhause trinken und den Rest exportieren. Aber dieser hier macht ihnen auf jeden Fall Konkurrenz.

Aber ich schweife ab.

Nachmittags war ich ausser Haus, wußte auch nicht genau, was ich zum Abendessen machen wollte, da fiel mir ein, daß ich diesen Ziegenkäse hatte, außerdem dünnen grünen Spargel und einen Kopf Mini Romanosalat.

Die Spargel hab ich im unteren Viertel geschält (und sie später noch mehr abgelängt, damit sie besser in die Pfanne passen) und mit Olivenöl in einer Pfanne gebraten. So dünn wie sie waren, hat das keine 10 Minuten gedauert. Dann wurde der Ziegenkäse mittig durchgeschnitten und auf die eng liegenden Spargel gelegt. Darauf hab ich einen halben Tl Akazienhonig geträufelt. Den Ofen hatte ich schon auf 200 C Umluft gestellt und den Rost auf die höchste Schublade geschoben. Der Käse blieb knappe 5 Minuten drin und wurde dann zwischen den Salat platziert.

Den Salat habe ich nach dem Waschen mit einem 3/4 El Feigenbalsamico und 2 El Olivenöl und Salz angemacht. Das hat sehr gut zu der süßlich-säuerlichen Käsekomponente gepasst.

Für die Farbe und die größere Vielfalt gab es auch noch ein paar Kirschtomatenhälften dazu.

Hat richtig gut geschmeckt. Ich hab es ohne alles gegessen, aber ein Baguette oder ähnliches wäre bestimmt nicht verkehrt 🙂

 

Ziegenkäse Honig Salat Spargel 1

 

Ziegenkäse Honig Salat Spargel 2

 

Ziegenkäse Honig Salat Spargel 3

Summer rolls Dipping sauce


An Silvester hab ich diese Rolls kennengelernt und auch sehr gerne gegessen. Gestern auf dem Markt gab es zufällig eine Menge der Zutaten, die man dafür braucht (wie Koriandergrün und Minze), außerdem hab ich diese Hähnchenoberschenkel gehauft, die waren zu zweit in der Packung, da bot es sich an, den zweiten heute zu verarbeiten.

Gestern hab ich noch ein bißchen gegoogelt und eine Seite gefunden, die das gut beschrieb. Der Blog heisst Chan auf Futtersuche und hat ein bißchen von allem. Jedenfalls hab ich mich ziemlich genau dran gehalten, es ist auch wirklich lecker geworden. Die Zutaten ergaben aber 6 Rolls, die ich nicht alle essen konnte. Jetzt hoffe ich, daß sie die Nacht im Kühlschrank überleben und morgen mein Mittagessen abgeben.

Also ohne weitere Umstände:

Die Dippsauce

Ingwer, daumengr0ß fein gehackt

2 Knoblauvhzehen fein gehackt

400 ml kaltes Wasser

1 Tl Fischsauce

1 El Sojasauce

2 El Zucker

1/2 El Salz

1 Chilischote

Alles vermischen, ziehen lassen, abschmecken. Ich mußte nichts mehr dran ändern.

 

Summer rolls 2

 

Für die Rolls (6 Stück)

1 Karotte in Streifen

8 cm Gurke entkernt in Streifen

1 Frühlingszwiebel 6 cm lang in Streifen

1 Knoblauchzehe fein gehackt

1 Stück Ingwer daumengroß fein gehackt

Glasnudeln (Bean Vermicelli) 5 minuten in heißem Wasser eingeweicht und abgetropft

Sprossen (Mungbohnensprossen)

Salat (Romanosalatherzen)

Reisblätter (Rice paper 22 cm)

Fischsauce

Sojasauce hell

Minze

Koriander

Hähnchenoberkeule ohne Haut

 

Summer rolls 1

 

Zuerst musste alles geschnippelt werden, weil es dann schnell gehen muß. Als nächstes hab ich die Oberkeule in Streifen und dann in Würfel geschnitten und sie in normalem Öl mit einem Spritzer Sesamöl mit dem Knoblauch und dem Ingwer angebraten. Hierzu kamen ein paar Spritzer Fisch- und Sojasauce. Dann kam das warme Hähnchenfleisch in eine weitere Schüssel.

Jetzt weichte ich mein erstes Reispapier ein. Das geht sehr schnell – einlegen in Wasser in einen flachen Teller, 5 Sekunden warten, umdrehen, herausnehmen und auf eine Fläche legen und füllen.

Zuerst das Salatblatt, dann hab ich Karotten, Gurke und Frühlingszwiebel hinein, dann die Sprossen und Kräuter. Am Schluss noch ein paar Würfel Huhn und ein Spritzer Fisch- und Sojasauce.

Wie man sieht, mußte ich erst lernen, sie nicht ganz so großzügig zu befüllen, weil sie sonst nicht richtig zu rollen und vor allem zu falten sind. Man muß die Ränder einfalten, und wenn sie zu breit sind geht das nicht 🙂

 

Summer rolls 3

 

Summer rolls 4

 

Jedenfalls hat es super geschmeckt, und ich hab bestimmt noch 350 ml Dippsauce übrig. Ob die sich wohl einfrieren läßt?

Taco Salat Hähnchen


Ich kann nix dafür – alle paar Wochen spätestens krieg ich den Tex-Mex Hieper. Dann muß es etwas mit Tacos, Cilantro (Koriandergrün) und Kreuzkümmel geben.

Die Aktion heute war etwas spontan, es fiel mir auf der Fahrt nach Hause ein. Ich wollte einen etwas anderen Taco Salat machen und hatte kurz vorher einen im Netz gesehen von einer Blogger Berühmtheit aus Amerika, die ihren Erfolg auch schon in eine regelmässige Rolle bei „the Food Channel“ umgewandelt hat, einem Fernsehkanal, der ausschließlich um Ess- und Trinkinhalte kreist. Es handelt sich um“the Pioneer Woman“ auch bekannt als Rhee Drummond, die vor einigen Jahren damit Aufmerksamkeit auf sich zog, indem sie mit vielen Fotos von der Entstehung ihrer Kreationen und einer gehörigen Portion Selbstironie und Humor eine große Menge Anhänger (Followers) anzog. Die Rezepte kreisen um urtypische amerikanische Gerichte, wobei sie manchmal auch vorgefertigte Produkte mitbenutzt. Aber das ist genau auch ihr Alleinstellungsmerkmal, weil sie damit viele gestresste Menschen anspricht, die zwar gut kochen, aber nicht stundenlang in der Küche stehen wollen.

Jedenfalls sah ich mir ihren Taco-Salat in x-Bildern an. Mein Salat ist ein bißchen anders, weil ich im Gegensatz zu ihr keine kommerziell angerührte Ranch-Dressing mag (übrigens auch keine privat hergestellte). Stattdessen hab ich den Romano-Salat in feine Streifen geschnitten, abgebraust und abtropfen lassen.

Nach und nach kamen Frühlingszwiebel, Cherrytomaten, Koriandergrün, im Ofen gebackene Tacofladen in Stücken, Avocado in Stücken und Hähnchenbrust dazu. Danach hab ich ihn kurz mit Cheddar in den Ofen geschoben.

Die Hähnchenbrust hatte ich vorher mit frisch geriebenem Kreuzkümmel (Cumin), Oregano, Salz und Cayenne eingerieben. Die Brust kam zuerst in die Pfanne und wurde auf beiden Seiten scharf angebraten, anschließend ging sie für 8 Minuten bei 180 C in den Ofen.

Die Salsa hab ich hergestellt aus 3 Rispentomaten, wieder Kreuzkümmel und Oregano, jetzt etwa 8 Jalapeñoscheiben, etwas Salz und einem Schluck Apfelessig. Sie wurde mit dem Mixstab püriert. Den Salat hab ich mit ihr statt mit Salatsauce angemacht.

Der Salat war nicht perfekt. Geschuldet der späten Tageszeit hab ich mich ein bißchen zu sehr beeilt und ließ die Tacos etwas zu dunkel werden. Auch war die Idee die Salsa als Salatsauce zu nehmen, nicht optimal. Da muß ich mir noch etwas überlegen. Auch fiel mir auf, daß so viele Einzelteile irgendwie vom großen Ganzen ablenken.

Aber als Tex-Mex Wegweiser ist er gut geeignet und satt hat er auch gemacht!

Noch eine Anmerkung: Heute hab ich, weil es kein Cumin-Pulver gab, den Kreuzkümmel im Ganzen gekauft. Ich kannte seine Form vorher nicht. Er sieht wie kleinerer, schlankerer Kümmel aus. Ich hab dann einen Teelöffel in meinen Mörser gegeben und gemörsert. Genial! Der Duft ist viel intensiver als gewöhnliches Pulver. Ich hab es von Wagner Gewürzen gekauft, einer Firma aus dem 6….er Raum.

 

Taco Salat 1

 

 

 

Taco Salat 2

 

 

Taco Salat 3

 

 

Taco Salat 4

Burger Zwiebeln Champignons Bleu de Auvergne Salat


Manchmal steige ich in die Niederungen der Populärküche hinab, quasi ein Abstecher im Micky Dee’s oder dem BK für ältere Herren 😉

Ich kann meine Herkunft eben nicht dauerhaft verbergen, und die ist auf der anderen Seite des großen Teiches zu finden. Ich hab auch nichts gegen manche Auswüchse dieser Kultur, mein großes Problem damit hab ich mit der durchschnittlichen Qualität dessen, was man üblicherweise serviert bekommt. Also ess ich nicht mehr einschlägig, sondern koch es mir selbst.

Dabei bleibt nicht aus, Varianten auszuprobieren, die auch viel Geschmack haben (jenseits von Ketchup und Mayo), und etwas seltener und exotischer daherkommen.

So dieser Burger. Gemacht aus reinem Rindfleisch (gerade mal 125 g), vervollständigt mit 5 blättrig geschnittenen und in Butter scharf angebratenen Steinchampignons und langsam in Olivenöl geschmorten Zwiebeln mit einem Stück Bleu de Auvergne darauf.

Daneben gab es eine Hälfte Romanosalat, mit Salz, Olivenöl und Balsamico.

Ich hab das Ketchup nicht vermisst, das Labberbrötchen auch nicht. Stattdessen ein Superlativ: Durch den Bleu (wahrscheinlich auch andere Blauschimmelkäse wie Gorgonzola oder Roquefort) war der Burger sensationell! Irgendwie kein normaler Burger mehr. TRANSFORMATION!

Burger Zwiebel Pilze Bleu de Auvergne 1

 

Burger Zwiebel Pilze Bleu de Auvergne 2

Kalbsleber Apfel Zwiebel Romano Calvados


Nach einem Vorfall im letzten Jahr wurde das Essen von Innereien gestoppt (es war nie häufig). Aber früher hab ich schon gerne mal eine Kalbsleber oder auch saure Nieren und ähnliches gegessen. Die Gerichte sind ja teilweise badische Klassiker (Saure Nierlen) und ich liebe sie, wenn ich auch nur (ned än Noigschmeckter) sondern än Zugroister bin 🙂

Aber sei es wie es wolle, ganz kann ich nicht auf manche Leckerbissen verzichten. Zur Sicherheit hab ich nochmal den eigenen Blog überprüft, da gab es gerademal vier Eintragungen für Leber in fünf Jahren. Da ich nicht alles poste, kann es sein, daß es ein paar mal öfters Leber gegeben hat, aber nicht viel öfters.

Diese Kalbsleber kam von einem guten Metzger in der Innenstadt, ziemlich teuer, aber gute Sachen. Zuhause gab es noch einem ganzen Kopf Romanosalat, sowie einen Apfel und Zwiebel. Auch hatte ich im Weihnachtsgeschäft eine Flasche Calvados gekauft (bei Aldi). Ich habe allerhand Alkoholika (Calvados, Armagnac, Orangenliqueur, Cointreau, Port, Scotch, Noilly Prat…), aber die werden nur zum kochen verwendet. Allerhöchstens gibt es manchmal einen Grappa nach dem Abschluss.

Jedenfalls- die Kalbsleber

Ich hab sie abgewaschen, getrocknet, gesalzen, gepfeffert, und gemehlt. Dann kam sie wieder in den Kühlschrank.

Der Romanosalat wurde der Länge nach halbiert und gewässert, nach 20 Minuten abgetropft und trockengeschleudert.

Der Apfel wurde geschält, in (horizontale) Scheiben geschnitten und mit dem kleinen Messer entkernt (ich habe keinen Entkerner).

Die Apfelscheiben wurden in bretonischer Butter angebraten, gesalzen und gepfeffert. Dazu kamen noch fünf getrocknete Blätter Salbei vom Sommer, die in der Butter wieder schön weich wurden.Die Apfelscheiben wurden etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze weichgebraten. Später mit 2 cl Calvados und einem EL Apfelessig abgelöscht, dann ein halbes Glas Apfelsaft dazu und einreduziert.

In einer anderen Pfanne wurde der Romano in Olivenöl zuerst gebraten, dann mit Deckel gedünstet, nachdem er gesalzen und gepfeffert wurde.

Am Schluß wurde die Kalbsleber in eine mittelheisse Pfanne mit Butter  gegeben, und langsam ausgebacken.

Ich hab sie gewendet, bevor man mir vorwerfen hätte können, daß ich den Garpunkt nicht im Auge gehabt hätte…

Anrichten war kein Problem. Der Salat ist ungewöhnlich, aber gut (ich mach ihn jetzt zum zweiten Mal). Er braucht viel Würze (kein Wunder, besteht er wahrscheinlich aus 95% Wasser), aber dann ist er ganz lecker, fast wie Spinat oder ähnliches.

Sauce war sehr gut, so einfach wie sie war.

Leber war auf den Punkt.

Ein Wort zu den Zwiebeln: Zuerst in Olivenöl langsam gegart mit Zucker und Salz, dann ein Schluck Wasser (weil die Hitze zu hoch war), dann weniger Hitze und ein guter Schuß dunkler Balsamico in die Zwiebeln. Hitze auf die Hälfte und langsam einreduzieren. Gab ganz schlonzige, süßsäuerliche Zwiebeln, die einen schönen Kontrast zu Leber und Apfel gebildet haben.

Kalbsleber Apfel Zwiebeln Romano Calvados 1

Kalbsleber Apfel Zwiebeln Romano Calvados 3

 

 

Römersalat Tomaten Gurken Croutons Feta Pinienkerne


Das ist nichts besonderes, nur ein Versuch lecker und sättigend zu essen, ohne zuviele KHs und Fleisch oder Fisch zu sich zu nehmen.

Ich muß zugeben, ich hab’s nicht so mit Hefeflocken, Amaranthgetreide (Quinoa hab ich schon probiert) oder ähnlichen exotischen Zutaten aus der veganen Küche.

Ebenso find ich Sojaprodukte zwischen indifferent bis ekelhaft und Tofu kommt mir in keiner Form ins Haus-was langweiligeres gabs nur mal im Krankenhaus- irgendein Brei, den ich verweigert habe, bis der Arzt zwei Tage später eingeknickt ist und mir Toastbrot mit Marmelade gab 😉

Trotzdem ess ich gerne Sachen ohne Fleisch oder Fisch. Ich bin da nur konservativ. Meine Familie war eine täglich fleischfressende, bei der Pflegefamilie hingegen wurde fast nur Sonntags Fleisch gegessen, Freitags Fisch oder etwas Süßes, und den Rest der Woche Dinge wie Kartoffelsuppe, Pfannkuchen mit Marmelade, Dampfnudeln, Pellkartoffeln mit Kümmel und Quark und ähnlichem. Das war deshalb nicht langweilig, weil es fast täglich etwas Süßes gab, immer selbst gebacken, immer aus dem Garten und immer saulecker. Meine Erinnerung an Zwetschgenhefekuchen mit Muckefuck (Karokaffee-Zichorienkaffee/Kaffeeersatz) ist nicht zu toppen- ein Blech nach dem anderen kommt aus dem Ofen und alle,

die die Zwetschgen gepflückt haben, schlagen sich die Bäuche voll.

So.

Aber eigentlich geht es um diesen Salat.

Also, ich hab am Wochenende einen großartigen Freiland-Romanosalat gekauft, von dem hab ich schon zweimal gegessen und er sieht immer noch riesig aus. Von dem nahm ich 3 sehr große Blätter, dazu dann 5 Kirschtomaten und eine halbe Gurke. Dazu kam ein 50 g Stück Feta, kleingeschnitten, ein hartgekochtes Ei, geviertelt, der Rest getrocknete Tomaten und Croutons. Die Croutons entstanden aus einem Baguette, das schon zu zäh zum essen war, und das den üblichen Benefaktoren, den Pferden, vorenthalten wurde. Das Baguette wurde auf Quadrat getrimmt und in Olivenöl mit Knoblauch und frischem gehacktem Thymian und Rosmarin angebraten. Gegen Ende hab ich noch ein paar Pinienkerne einer anderen Mahlzeit dazugegeben. Das Dressing bestand aus 3 El Olivenöl, 1 El Weißweinessig und einer mit Salz verriebenen Knoblauchzehe (die war sehr klein, weil von einer lila Knolle mit lauter Baby-Knoblauchzehen).

Jedenfalls war es sehr gut und pappsatt war ich auch. Nach dem Foto kamen noch ein paar Blättchen Basilikum dazu!

Romano-Tomate-Gurke-Crouton-Pinienkerne-Feta-Ei-1

 

 

Romano-Tomate-Gurke-Crouton-Pinienkerne-Feta-Ei-2