Salat Bete Blumenkohl Kartoffeln Zwiebeln


Dieser Salat entstand durch Trial and Error. Ich hatte am Samstag ein paar rote Bete vom Pfälzer gekauft. Dann bemerkte ich, daß er wieder selbst geriebenen Meerrettich in kleinen abgepackten Plastiktüten dabei hatte. Und dann dachte ich, daß Meerrettich und Bete super zueinander passt.
Im nächsten Moment überlegte ich, wie ich den Meerrettich in ein Salatdressing einbauen könnte.
Dann ging es noch um die Frage, was ich sonst noch in den Salat werfe, aber heute ist er eher frugal ausgefallen.

1 Bete 30 Minuten mit Schale köcheln, schälen, in Scheiben schneiden
1 mittelgrosse Kartoffel schälen, in Würfel schneiden und langsam anbraten
einen Rest Blumenkohl in Scheiben schneiden, mit Kartoffeln anbraten
1/2 Romano Salat in Streifen schneiden, waschen, trocknen
1/2 rote Zwiebel in Streifen schneiden, mit der Kartoffel anbraten

Dressing:
1 El Weissweinessig
Salz, Zucker
ein voller El Meerrettich
3 El Olivenöl

Das Dressing gut vermischen, Salat arrangieren, Dressing zuerst auf die Bete geben, dann den Rest auf den übrigen Salat träufeln.
Wem diese Zutaten nicht reichen, darf sich alles was er will draufladen (Feta usw.)
So wie der Salat hier steht ist er vegan.

Salade nicoise


Dieser Salat gehört zu meinen Lieblingen, es ist fast wie in Urlaub zu fahren, einen solchen Salat zu geniessen 🙂
Wie ich jetzt irgendwo gelesen habe ist er im Original gar kein Salat mit Salat, sondern mit Kartoffeln. Was auch komisch ist:
Das erste aufgeschriebene Rezept kommt nicht aus Nizza, sondern aus Paris. Aber was macht das schon? Es geht darum durch die Zutaten ein Lebensgefühl zu erzeugen, das an eine Gegend erinnert, die vorzugsweise am Meer liegt.
Also jetzt die Zutaten, ohne Garantie auf Vollständigkeit oder Originalität. Wobei ich den schon einige Male in Paris genauso gegessen habe 🙂

1/2 Kopf Romanosalat, kleingezupft und gewaschen
2 Cocktailtomaten, geviertelt
1 hart gekochtes Ei
2 Sardellenfilets
4 Kalamata Oliven
eine kleine Handvoll Bobbybohnen oder grüne Bohnen, gut gesalzen und gar gekocht/kalt abgeschreckt
1/2 rote Zwiebel in Streifen
1/2 Dose Thunfisch (die edle Variante geht mit frischem Thun, nur ganz kurz angebraten)

Die Salatsauce
1 guter Tl französischer grober Senf
1 El Rotweinessig
Prise Salz
Prise Zucker
Pfeffer aus der Mühle
3 El Olivenöl

Ich gab auf die abgetropften Salatblätter einen guten El der fertigen Salatsauce und mischte sie in der Schüssel, gab die Blätter dann in den Teller und baute darauf den Salat auf. Ich hasse es, wenn Blätter keine Sauce haben, aber ebenso hasse ich, wenn sie im Dressing ersaufen.
So war es genau richtig und der Salat liess mich an den Abend zurückdenken, als es einen dekonstruierten Salade nicoise gab, wir im Burgund in der Nähe von Chablis waren und auch die entsprechenden Weine schon da hatten…

Salat rote Zwiebeln Tomaten Walnüsse Feta


Ich hab vor ein paar Tagen bei Tring einen tollen Salat gesehen, dessen Zentrum aus gebackenen roten Zwiebeln bestand. Ich kommentierte, Tring antwortete und ich beschloss diesen Salat tout-suite nachzumachen.
Heute war es soweit. Mein Händler hatte schöne rote Zwiebeln, wollte sogar auf Tropea Zwiebeln upgraden, aber ich wollte mich lieber ans Original halten.
Die restlichen Elemente zu besorgen war kein Problem, und so konnte ich am frühen Abend anfangen, die Komponenten zusammenzustellen und auch zu machen.

Dazu gehörte das karamellisieren der Walnusskerne mit 1,5 Tl Zucker, was auch problemlos funktionierte. Die Zwiebeln hatte ich vorher schon geschält und in Scheiben von etwa 2 cm geschnitten. Sie wurden gesalzen und mit Olivenöl beträufelt und ann bei knapp 180 C in den Ofen geschoben. Es dauerte etwa 35-40 Minuten, bis die Zwiebeln auf beiden Seiten karamellisiert waren.

Für das Dressing nahm ich Tring’s halbe Menge:

1 EL Olivenöl
1 TL Granatapfelsirup
1/2 Tl Honig
1,5 Tl Apfelessig
1 EL Wasser
Salz
Pfeffer
etwas Cayenne, weil ich keine milden Chiliflocken da hatte.
Dann bereitete ich die Tomaten und den Feta vor und mischte anschliessend alles zusammen.
Insgesamt ergab es einen Salat mit Süße, Säure, Crunch und der Säure des Feta. Die Zwiebeln, die der Grund waren, diesen Salat nachzumachen, waren eine Wucht. Ganz süß und trotzdem sehr würzig, einfach toll. Sehr reizvoll! Danach fiel mir ein, daß ich die Basilikumblätter vergessen hatte. Eingekauft lagen sie im Kühlschrank bereit, aber vermisst hab ich sie nicht 🙂

Salat Garnelen Spargel


In der Hoffnung, doch mal wieder etwas grüneres und auch gesünderes zu essen, deckte ich mich heute mit Romano Salat, Kirschtomaten, knackigen Radieschen und Garnelen ein. Die Garnelen waren nicht frisch, sondern abgepackte Ware, geschuldet dem Umstand, dass mein Frischfischhändler Garnelen dieser Größe gar nicht führt.
Den Spargel hatte ich zuhause, ein Rest vom Samstag, der sich wunderbar gehalten hatte.
Zuerst putzte ich alles, dann schälte und kochte ich den Spargel, danach wurde er angebraten. Dazu warf ich die Garnelen und eine fein gehackte Knoblauchzehe. Die hat wenigstens die ansonsten ziemlich geschmacksarmen Garnelen etwas gepimpt. Die Salatsauce war eine mit Olivenöl und Weissweinessig mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und einem Tl Senf.
Nachdem Radieschen und Gurke in Scheiben geschnitten worden waren, salzte ich sie leicht.
Nachdem die Garnelen etwas Schmackes entwickelt hatten und der Spargel auch etwas „Charakter“ hatte, servierte ich.

Nicht perfekt, aber gesund 🙂

Rochenflügel Kartoffelstampf Kapern Romano


Heute war kulinarisch wieder was geboten!

Rochenflügel, eine Spezialität, die mein italienischer Händler gegenüber immer mal wieder in der Auslage hat, gab es heute in der Menge. Ich nahm zum ersten Mal einen mit, den kleinsten Flügel, der hatte aber auch schon fast ein Pfund Gewicht. Das kostete gerade €8.50. Beim Zubereiten teilte ich den Flügel und fror das größere Stück ein.

Beim benachbarten teuren Russen, meinem Gemüsehändler, gab es Drillinge, schöne kleine cremige Kartoffeln, einen Romanosalat, eine rote Jalapenoschote und etwas Salbei.

Mein Plan war, nachdem ich ein wenig im Internet gestöbert hatte, einen Flügel in brauner Butter anzubraten und mit einer Aioli mit Salbei zu servieren.

Die Drillinge wollte ich zu Stampf verarbeiten und mit einer Kapernbutter anreichern.

Dazu sollte es einen geschmorten (=angebratenen) Romanosalat in zwei Hälften geben.

Eigentlich keine schwierige Sache, aber der Teufel steckt wie immer im Detail.

Die letzten Male, das ich Mayonnaise selbst angeschlagen habe, lernte ich von früheren Fehlern und gab gleich einen El Senf dazu, weil er der Emulsion hilft, stabil zu werden.

Heute wollte ich es noch besser machen, und gab Knoblauch, den ich mit Salz und einem Messerrücken in eine Paste verwandelt hatte als Emulsionshelfer dazu (in der klassischen Aioli wird auf diesem Knoblauchstampf Olivenöl in Tropfen dazugegeben, bis eine Emulsion erreicht ist – ohne Ei!). Aber trotz der Zugabe eines handwarmen Eigelbs wurde nicht daraus.

Ich gab erst noch etwas Senf dazu, wieder keine Bindung, dann öffnete ich noch ein Ei und hatte Glück, es gab zwei Dotter. Also zwei Chancen. Das erste verballerte ich in der Mischung, die einfach nicht fest werden wollte, das zweite schlug ich frisch in einer neuen Schüssel ,it wenig Öl auf. Und siehe da! Langsam kam endlich eine Art Mayo zusammen. Nach und nach gab ich den Inhaltz der anderen Schüssel dazu, die den an sich guten Mayoansatz dann wieder etwas verflüssigte (siehe Foto). Aber es war fest genug um den Salbei dazuzugeben und sie endlich beiseite zu stellen.

Der Salat wird einfach nur gewässert und etwas getrocknet. Wer einen Balkon oder eine Veranda hat nimmt den Salat in die Hand und benutzt die Zentrifugalkraft, um das Wasser loszuwerden.

Danach wurde er in etwas heissem Olivenöl angebraten, wobei er gesalzen und gepfeffert wird.

Nachdem die Drillinge gar in der Schale waren, nahm ich den Kartoffelstampfer und machte sie platt. Die Butter, die schon eine halbe Stunde im Warmen stand, wurde mit einem El Kapern zerdrückt und über die heissen Kartoffeln gegeben.

Den Flügel gab ich in die heisse braune Butter und briet ihn ordentlich auf einer Seite an. Dann wendete ich ihn, und gab ihm auf der Seite etwas weniger Zeit, weil ich einen glasigen Kern wollte und das Fischstück nach vorne hin sich stark veschlankt.

Dann richtete ich den Teller an.

Jetzt, da ich die Fotos sehe, wünschte ich, ich hätte die Aioli nicht napiert und auch keinen Salbei aufgelegt, weil man den schönen Flügelteil garnicht sehen kann. Die Aioli hat sich auch schon wieder verabschiedet, ABER es hat richtig gut geschmeckt. Der Fisch hat einen Geschmack wie Schwertfisch oder Kalb, der Preis war super und er macht optisch was her, wenn man ihn nicht wie ich versteckt. Dazu kommt, daß er Säure verträgt und bestimmt mit einigen anderen Saucen harmoniert (Grenoble, Espagnole, Bechamel, Aurora, Beurre Blanc).

Geschmeckt hat es sehr gut, die Fotos hätten wirklich besser sein können, bzw. die Anrichte ist verkehrt gelaufen. Ich mach mir da zwar vorher Gedanken, aber ich lieg nicht immer richtig 🙂

 

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Römer Spitzpaprika Feta Thun Tomaten Croutons


Ich hatte  Lust auf Grün, aber mit Sattmacher. Mir geht es dann oft so, daß Eines das Andere ergibt, und schnell zuviel auf dem Teller landet. Ich hab zwar den Inhalt des Tellers geschafft, aber ich hätte auch weniger essen können 🙂

Zuerst hab ich den Spitzpaprika in größere flache Stücke zerteilt und in Olivenöl langsam angebraten. Nach etwa 10 Minuten kam eine halbe gehackte Knoblauchzehe dazu.

Der Römersalat wurde gewaschen und zerzupft, die Tomaten halbiert, der Feta gewürfelt, der Thunfisch (aus der Dose) dazugegeben und die Roggenbrotscheibe in Croutons geschnitten und in Olivenöl langsam angebraten. Auch da kam zum Schluss eine halbe feingehackte Knoblauchzehe dazu.

Das Dressing bestand aus 1 El Schalottenessig aus Frankreich, 3 El Olivenöl, 1/2 Anchovie, mit einer 1/2 Knoblauchzehe und 3 Körnern Salz mit dem Messerrücken zu Brei püriert und in die Vinaigrette eingeschlagen und 2 Spritzern Limettensaft zum abrunden.

Hat gut und gesund geschmeckt! Allerdings geht frugal anders…

Salat-Spitzpaprika-Feta-Thunfisch-Croutons

Salat-Spitzpaprika-Feta-Thunfisch-Croutons