Risottoreis Chorizo Paprika Bete Erbsen Gamberi Jakobsmuscheln


Heute hatte ich die Idee eine Art von Paella zu machen. Da Paellareis und Risottoreis beides Rundkornreissorten sind, nahm ich einen Arborioreis, den ich daheim hatte.

Ich wollte eine Art Surf & Turf Paella Variante machen und hatte am Tag zuvor Chorizowürste gekauft in der Ausrichtung „fort“, also scharf oder pikant.

Beim Fischhändler kaufte ich einen schönen Parmesan (er hat auch etwas Käse und italienische Schinken und Salame), konnte aber nicht an 2 geschälten Gamberi vorbeigehen.

Der Papa grinste und fragte, was es denn gäbe, auf das ich antwortete es gäbe Safranreis, Chorizo, Paprika, Erbsen und Bete. Ich meinte noch, es sei eine wilde Mischung, aber er sagte nein das klingt gut, das passt alles und fing an zwei Jakobsmuscheln sehr geschickt von Häutchen und Corail zu befreien, um sie dann mit den Gamberi zu verpacken.

Die hat er mir dann geschenkt 🙂

Ich finde das immer wieder toll, wie er Geschäfte macht. Es gibt kleine Geschenke, großzügig abgerundete Endpreise und immer wieder Tipps und auch Fragen.

Und ich kaufe oft nur eine Kleinigkeit, und manchmal dann Dinge, die etwas mehr kosten.

 

Für das Gericht nahm ich

3 Chorizo Würste in Würfeln von 1 cm

200 g Arborio Reis

1 Dose Safran in warmem Wasser eingeweicht

2 Beutel Hühnerbrühe selbstgemacht (etwa 1,25 l)

1 rote Paprikaschote

eine Handvoll frische Erbsen

3 relativ kleine frische Bete, gekocht

Parmesan

2 Gamberi

2 Jakobsmuscheln

 

Zuerst schwitzte ich die Würste ohne Fett an, später gab ich etwas Olivenöl dazu, bevor ich den Reis dazugab. Ich entschloss mich gegen Zwiebel und Knoblauch, aber nachdem der Reis glasig gebraten war, gab ich zuerst den Paprika und dann das Wasser mit dem Safran dazu. Danach gab es 2 Kellen Hühnerbrühe. Ich machte das alles in einer großen WMF Pfanne, einer Paella Pfanne nicht unähnlich oben auf dem Herd bei mittlerer Hitze.

Ich rührte so gut wie gar nicht um, sondern gab immer wieder Hühnerbrühe dazu. Nach etwa 15 Minuten kamen die gepalten Erbsen dazu. Dazwischen hatte ich die Bete abgekocht, abkühlen lassen, geschält, in Würfel geschnitten und beiseite gestellt.

Nachdem der Reis noch bissfest aber schon servierbar war, gab ich zuerst die Betewürfel und dann den geraspelten Parmesan dazu. Die Platte wurde auf Null gedreht und die kleine Pfanne kam zum Einsatz. In sehr heisser Pfanne wurden Gamberi und Jakobsmuscheln 2 Minuten auf jeder Seite angebraten. Aussen krustig, innen glasig, Prise Salz, wunderbar. Ganz zum Schluss hab ich noch ein wenig der Hühnerbrühe dazugegen, damit es nicht zu trocken wird.

Fazit: Es hat gut geschmeckt, aber beim nächsten Mal würde ich eine Komponente weniger nehmen. Es gab Konkurrenz zwischen Chorizo, Bete und Paprika, man konnte sie kaum unterscheiden. Da ich vorher viel abgeschmeckt habe, weiss ich daß es vorher ohne die Bete besser und definierter geschmeckt hat. Aber Bete und Safran passen auch gut zusammen, also denke ich, hier sind zwei Gerichte zusammengekommen, man sollte zwei Gerichte daraus machen.

 

 

 

 

Gästeessen 4: Kalbsbäckchen Safran-Zitronenrisotto


Das ist mein erstes Kalbsbäckchenrezept. In KA hab ich es nie geschafft, dieses Fleisch zu besorgen, das Höchste waren Schweinbäckchen (die aber auch sehr lecker waren).

Der Metzger (Zorn) hatte keine Probleme, das Fleisch mit 3 Tagen Vorlauf zu bestellen. Samstag morgens hab ich es abgeholt, die Menge sogar verdoppelt, weil die Backen doch etwas kleiner als erwartet waren. Dazu hab ich noch ein kg Rindsknochen genommen, weil sie leider keine Kalbsknochen mehr hatten. Das Suppengrün hatte ich schon auf dem Markt geholt.

Die Bäckchen hab ich geputzt, etwas das überschüssige Fett entfernt und sie dann gewürzt und angebraten.

Danach hab ich sie aus dem Bräter genommen und das Suppengrün angebraten, das dann mit einer halben Flasche Cotes du Rhone abgelöscht wurde. Die Backen kamen wieder dazu, der Deckel drauf und rein in den Ofen bei 130 Grad für, wie ich später sah, 5 Stunden. Es hätte wahrscheinlich auch weniger Zeit gebraucht, aber sie waren butterzart, mit umwerfender Sauce. Ich mußte fast nicht nachwürzen.

Für das Zitronen-Safranrisotto hab ich 2 Päckchen Safranfäden in warmem Wasser aufgelöst, die übrige Zeste von der Vorspeise beiseitegestellt und eine Schalotte kleingeschnitten. Die hab ich in Olivenöl angedünstet, dann kam der Reis dazu (für 5 Personen 200g Reis, dazu die doppelte Menge Gemüsebrühe), danach ein Achtel Weißwein und dann schluckweise Brühe. Insgesamt fast ein Liter.

Das Finish (wie es neudeutsch heißt): 50 g Parmesan und die gleiche Menge Butter, die in die Risottomasse, die gerade noch ein wenig Biss hat, werden mit den Zesten eingerührt.

Danach nur noch anrichten.

Das war richtig lecker.

Kalbsbäckchen-Safran-Zitronenrisotto-2