Coq au vin


Metzger Zorn hatte heute label Rouge Hähnchen: Poulet jaune Sud-Ouest Fermier. Sie kommen, wenn ich mich nicht verguckt habe aus der Gegend südlich von Toulouse. Sie haben das Label, sind aber nicht so streng kontrolliert wie die berühmten Bresse Hühner. Sie leben mindestens 81 Tage im Gegensatz zu 100 Tagen für die Bresse Hühner, bekommen 100% Mineralien und natürliches Futter im freien Auslauf und dazu noch 80% Getreide als Zufütterung. Das machen die Bresse Züchter anders. Sie lassen die Hühner ganz auf sich gestellt nach Futter schauen, bieten ihnen aber sehr viel Auslauf. Bresse Hühner sind Schwarzfederhühner, das sind diese nicht (kann man an den Beinen erkennen).

Trotzdem war das ein sehr leckeres Huhn! Ich hatte schon eine Weile kein echtes Coq au vin gemacht und freute mich darauf. Mein Huhn, bzw. meine Poularde wog 1508 g, war also ein schweres junges Huhn 🙂

Ich brauchte für mein Gericht nur die Hälfte des Huhns, das ich in 4 Stücke zerteilte. Danch briet ich es an, gab 2 Hände Suppengrün in kleinen Stücken dazu, und löschte es erst mit Cognac und dann mit Rotwein (Merlot) ab – vom Rotwein gab es mehr als einen halben Liter.

Ich liess das Huhn bei kleinster Hitze eine Stunde mit Deckel schmoren. Anschliessend seihte ich die Sauce ab und warf das Suppengrün weg. Dazwischen schälte ich zwei Händevoll Steckzwiebeln und ebensoviele braune Champignons wurden geputzt.

Während ich Wasser für die Tagliatelle aufstellte, briet ich Speckstreifen an, gab die Zwiebeln und die Champignons dazu. Etwas Mehl darüber und dann 2 Kellen der etwas reduzierten Rotweinsauce. Sie wurde langsam sämig und schmeckte schon sehr gut. Jetzt justierte ich die Gewürze und Salz und wartet noch ein paar Minuten.

Die Tagliatelle waren gar, die Hähnchenteile wieder warm und die Sauce perfekt. Zeit zu essen.

Eine ganz leckere Angelegenheit!

Werbung