Chile poblano Hack Mais Polenta


Vor ein paar Tagen kaufte ich ein paar Paprikaschoten im Real, die aber anders deklariert waren: Chile poblano. Die kenne ich aus der Tex-Mex Küche, wo sie auch gerne geräuchert und weiter verarbeitet werden. Hier hab ich sie noch nie gesehen. Aber in den amerikanischen Versorgungsläden (commissaries) sah ich sie schon mal. Sie kommen aus Spanien, die einfach eine größere Auswahl an Paprikas haben und den Bedarf bedienen können. Ich kaufte jedenfalls einen 2er Pack und hoffte, daß sie auch ein klein wenig Schärfe mitbringen. Das taten sie aber leider nicht, obwohl es Sorten gibt, die es tun.

Mir fiel nur ein, sie zu füllen und so kaufte ich etwas gemischtes Hack (weil es etwas mehr Fett hat als Rinderhack, schmeckt es auch aromatischer), das ich mit Salz, Pfeffer, Majoran, Chili und Knoblauch würzte. Ein paar mal durchgewalkt und in die geputzten Poblanos eingefüllt und in den Ofen geschoben bei 180 C.

Ich hatte auch noch ein paar Spitzpaprika, die ich zusammen mit einer roten Zwiebel in Streifen schnitt, um den gefüllten Paprikas eine Grundlage zu geben.
Die kamen als Grundlage in meine Form, zusammen mit einem Glas Weisswein.

Die Polenta machte ich wie viele andere auch: Polenta in kochendes Wasser einrühren, salzen, stocken lassen, auf ein Backpapier aufstreichen, formen und auskühlen lassen. Heute schnitt ich längliche Streifen und briet sie langsam in Butter von allen Seiten an.
Dazu kochte ich einen frischen Maiskolben in ungesalzenem sprudelnd kochendem Wasser. Es war der erste frische Mais in diesem Jahr… lecker!

Insgesamt war es ein normales Abendessen, kein Highlight. Jetzt weiss ich aber, daß die Poblanos überschätzt werden. Aber dadurch, dass sie kleiner sind, kann man sie vielleicht für kleinere Gelegenheiten verwenden.

Chile poblano Mais Polenta 1

Chile poblano Mais Polenta 2

Chile poblano Mais Polenta 3

Advertisements

Paprika Hack Kritharaki


Ich hatte schon eine Weile keine gefüllte Paprika und hatte im Laden heute eine scharfe Chorizo gekauft. Ich dachte mir es würde gut zusammen passen und versuchte es einfach.

Für 3 Paprika:

300 g Rinderhack

50 g Chorizo in ganz kleinen Würfelchen

1 Schalotte fein

1 Knoblauchzehe fein

frischer Thymian, Majoran

1 Ei

50 g Polenta (hatte keine Semmelbrösel im Haus)

Parmesan

Rauchpaprikapulver (Prise)

Salz, Pfeffer

 

Alles vermischen, Paprika putzen und füllen.

1 Dose Pizzamischung von Mutti (ich hatte noch fast eine ganze Dose davon und wollte sie aufbrauchen – gute Entscheidung. Übrigens war es das erste Mal, daß ich diese Tomatenmischung von Mutti probiert habe. Wenn ihr schnell was machen wollt, ist das ein sehr gutes Produkt.

 

Die Dose Tomatensauce als Basis in die Form geben und die gefüllten Paprika draufgeben. Bei 180 C 45 Minuten im Ofen backen.

In der Zwischenzeit kochte ich eine Tasse Kritharaki, die griechischen Nudeln in Reisform, die ich letztens das erste Mal gemacht habe.

Nachdem sie weich waren, stellte ich sie erst beiseite. Nachdem die Paprika soweit waren, gab ich die Reisnudeln  zu der Sauce, gab noch etwas Parmesan drauf und ließ es nochmal 10 Minuten zum Überbacken im Ofen.

Insgesamt sehr lecker!

 

 

 

 

Hirschgulasch Rotkraut Polenta


Gestern hab ich ein Hirschgulasch gekauft – nicht auf dem Markt, obwohl es dort frisches gab, sondern später im Supermarkt in der Tiefkühlabteilung. Es war Hirschgulasch aus NZ – Neuseeland.

Es war mein erstes Mal, das ich Wild aus Neuseeland zubereitet habe. Ich hab es übernacht auftauen lassen und dann morgens langsam auf Temperatur gebracht.

Zuerst wurden die abgespülten und getrocknetenFleischstücke angebraten, dann gab ich die gehackte Zwiebel dazu, einen El Tomatenmark und liess alles schön Farbe nehmen.

Abgelöscht wurde mit Sherry und dann mit Rotwein. Für Geschmack gab ich zwei Lorbeerblätter und 5 Wacholderbeeren dazu, außerdem 2 Pimentbeeren und 3 Nelken. Damit ich sie wiederfinden könnte, gab ich die in ein Teesäckchen.

Das Gulasch köchelte etwa 90 Minuten vor sich hin, dann stellte ich die Platte aus.

Abends machte ich weiter, erhitzte das Gulasch nochmal und schmeckte es ab. Ich ließ noch etwas Flüssigkeit verdampfen und band die Sauce mit wenig Kartoffelstärke ab.

Selten hab ich ein zarteres Fleisch gegessen, das zudem noch schön saftig war – wunderbar! Die Sauce war auch wieder super. Bei dunklem Fleisch ist das die “go to” Sauce. Entweder mit Sherry und Rotwein oder mit Port und Rotwein. Manchmal auch mit Madeira. Sie kocht sich jedenfalls fast von selbst.

 

Eine Polenta war schnell angerührt, ich gab Steinpilzpulver und Steinpilzabschnitte dazu, schmeckte es ab und verstrich es auf einer Küchenmatte. Später wurde es in Rauten geschnitten und von allen Seiten in einer Butter-Olivenöl-Mischung angebraten. Die restlichen Steinpilze wurden gleichzeitig gebraten.

Das Rotkraut war eines von Hengstenberg. Ich hab die letzten paar Male immer mein eigenes gemacht, aber heute kam ich später nach Hause und hatte nicht die Zeit. Dafür nahm ich mir die Zeit und schälte eine Conference Birne und füllte sie mit Preiselbeeren, wie es das früher im Restaurant bei Wild oder auch bei Berliner Leber üblich war 🙂

Insgesamt ein sehr leckeres und stimmiges Abendessen.

 

 

 

 

Skrei Paprika Polenta Kapernbutter


In der losen Fortsetzung der Reihe “Freitags gibt’s Fisch” reiht sich heute der dieses Jahr noch nicht präsentierte Skrei ein.

Kein Blogger, der etwas auf sich hält, der nicht den Skrei zwischen Januar und März mindestens einmal zu seinem Helden macht 🙂

Vor ein paar Jahren machte ich das auch ein paar Mal, bis mir auffiel, daß Kabeljau eigentlich nicht in mein Beuteschema passt, weil es sich da um einen relativ geschmacklosen Weissfisch handelt.

Und das bedeutet, daß er gepimpt werden muß, sei es durch Saucen oder andere Kochtricks.

Er ist mit dieser Eigenschaft auch nicht allein: Auch Seeteufel, der sehr teuer ist, hat wenig Eigengeschmack und eignet sich hervorragend als Vehikel für feine Saucen (Vorsicht Ironie!)

Es gibt noch andere Fische, die hierzu gehören, aber genug davon.

Jedenfalls hatte ich mich schon vor dem Gang zum Fischhändler entschlossen einen Skrei zu kaufen, weil ich Bacon im Haus hatte und mir einfiel, daß ich schonmal irgendwo gesehen hatte, wie Bacon und Fisch kombiniert werden. Und wie es im Englischen so schön heisst: “Everything tastes better with bacon!”

 

Das Fischfilet wurde also sorgfältig eingepackt und sonst auch nicht gewürzt (obwohl ich später dann doch ein bißchen nachgesalzen habe) und erst beiseitegestellt.

 

Den Spitzpaprika hab ich geputzt und in Rauten geschnitten. Dazu gesellten sich 2 Frühlingszwiebel im Schrägschnitt sowie eine halbe gelbe, sehr scharfe Chili.

Das Gemüse wurde erst in Öl leise gebraten und gesalzen, dann mit einem Schluck Wasser gelöscht und mit Deckel 5 Minuten leicht gedünstet. Dann kam der Deckel wieder herunter und die Flüssigkeit durfte langsam verdampfen. Dann gab ich 2 El Weissweinessig und eine Prise Zucker dazu.

Die Polenta, die ich heute im Aldi als Teil ihres Wochenangebots (bio) gekauft habe, war für mich allerdings enttäuschend.

Ich hatte im Laden so gut es geht ohne Brille den Inhaltstext gelesen, der soweit auch OK war. ABER beim Zubereiten verbreitete sich ein Duft wie von einer gekörnten Brühe. Die Zutaten waren bio und soweit in Ordnung, daß ich nur noch schliessen konnte, daß es an dem getrockneten Suppengrün in winzigen Fleckchen gelegen hat.

Tatsache war, daß der penetrante Suppengrüngeschmack den der getrockneten Steinpilze fast vergessen machte. Schade eigentlich. Sonst hat die (Instant)polenta gut funktioniert.

 

Während der Fisch auf seiner Baconhaut langsam kross wurde, gab ich Butter, Kapern und Zitronensaft in einen kleinen Topf, um daraus braune Kapernbutter zu machen. Ich hätte vielleicht die Kapern erst zum Schluss dazugeben sollen, weil sie später wie kleine Brandleichen auf dem Fisch und der Polenta lagen. Geschmacklich waren sie allerdings gut und knusprig 🙂

Insgesamt ein gutes Essen. Ich bin mit dem Skrei wieder versöhnt, weil er mit dominanten Aromen eine gute Figur macht. Der Garpunkt war auch gut, in der Mitte war er noch glasig.

Das Gemüse süß/sauer ist immer wieder ein Highlight, weil es appetitanregend ist und die natürliche Süße des Paprikas unterstützt. Die Schärfe machte das Gemüse auch noch interessanter.

 

skrei-speckmantel-paprika-agrodolce-steinpilzpolenta-1

 

skrei-speckmantel-paprika-agrodolce-steinpilzpolenta-2

 

skrei-speckmantel-paprika-agrodolce-steinpilzpolenta-3

 

Perlhuhnbrust Spargel Polenta Kerbel Champignons


Es hat zwar getröpfelt, aber bei Temperaturen um 20 Grad nahm ich endlich wieder das Fahrrad in die Stadt und bin zwischen den Tropfen durchgefahren.

Die zwei Geflügelstände haben sich heute nichts geschenkt, der letztens Bevorzugte hatte wieder Tauben, dafür punktete der andere mit freilaufendem Perlhuhn.

Das wiederum gehört zu meinen Favoriten, weil es deutlich wilder schmeckt als Hähnchen, was dem rötlichen Fleisch geschuldet ist.

Auch gab es erstmals Bruchsaler Spargel (obwohl genaugenommen immer noch nicht Saison ist), der preislich gerade so noch ging. Er lag bei €4.90 für ein Pfund.

Die Jahre zuvor war ich ja sehr verwöhnt, was Spargel anging, konnte ich ihn vom Bio-Spargelbauern direkt kaufen, in Graben-(Neudorf), in der Hochsaison für knapp €4.00/kg.

Das wird in Pforzheim wohl nicht machbar sein. Aber egal, dafür hat es hier andere Leckereien.

Die Polenta hab ich aus Ideenmangel gemacht, Kartoffeln hatte ich keine da, Reis den Tag zuvor gehabt und Nudeln für meinen Geschmack unpassend.

Allerdings war die Polenta der Rest einer vorgekochten Packung und war auf dem Teller nicht der Held.

Zusammengehalten hat das Gericht eine selbstgezogene Hähnchen/Gemüsebrühe, eingedickt zur Sauce, mit Kerbel und schnell ergrauenden Champignons 🙂

Es hat richtig gut geschmeckt, zumal ich die Schenkel für den nächsten Tag mitgaren konnte.

Perlhuhnbrust Spargel Polenta Kerbel Champignons

Perlhuhn:

Perlhuhn in Brust/Schenkel/Flügel teilen, mit Salz und Pfeffer würzen und in Olivenöl in einer Bratpfanne anbraten, mit Wein ablöschen und mit Wasser auffüllen. Ich hab Rotwein genommen, da ich am nächsten Tag die Schenkel mit Ratatouille kombinieren wollte.

Den Deckel draufgeben und etwa 20-25 Minuten garen, Temperatur 2 von 6.

Sauce:

Karkasse und Flügelspitzen mit Suppengrün in einen Schnellkochtopf geben, Thymian, Rosmarin und ein Lorbeerblatt beigeben und eine halbe Stunde unter Danpf garen (eine Stund ist besser).

Abkühlen, ein Bund Kerbel teilen und die Hälfte hineingeben, dazu 6 Champignons in Scheiben und stark einkochen. Hier mach ich immer wieder einen Fehler – Innerhalb kurzer Zeit wird die Sauce grau, vermutlich durch Oxydation der Champignons. Ich weiß die Lösung nicht, vermute ich muß die Champignons blanchieren und mit Zitronensaft behandeln.

Wenn die Flüssigkeit auf einen 1/4 l eingekocht ist, pürieren, saure Sahne dazu und den Rest des Kerbels und der Champignons vorbereiten. Das kommt ganz am Schluß dazu.

Zum Abbinden hab ich 1 El Speisestärke mit kaltem Wasser vermischt und zur Sauce gegeben.

Spargel:

Schälen, Enden knapp kürzen, im Spargeltopf 2 Finger Wasser, eine Prise Salz und Zucker dazu, manche geben auch einen Spritzer Essig dazu.

Deckel drauf, 12-18 Minuten mit Deckel garen (kommt auf die Dicke an), nicht zu weich kochen!

Polenta:

1 Finger Salzwasser aufkochen, Polenta einrühren (vorsichtig, bindet nach) Verhältnis 2:1.

Deckel drauf, 5 Minuten stehen lassen, durchrühren, mit einem Spatel auf eine Silikonmatte ausbreiten, 4-5 cm dick. In Rauten oder Rechtecke teilen, wenn die Polenta erkaltet ist, mit Rosmarin in Olivenöl anbraten.

Perlhuhnbrust-Kerbel-Champignon-Spargel-Polenta

Stubenküken Polenta eingelegte Zitronen


Im italienischen Supermarkt gibt es verschiedene Polenta Veronese (eine Spezialität, von der ich nichts wusste). Das Besondere daran ist, daß diese Polenta nicht ‘Instant’ ist, sondern nach der alten Art gerührt werden muß. Es gibt wenig zuverlässige Beschreibungen, aber eine die ich fand, ist aus dem Buch ‘Heat’ von Bill Buford, einem Foodjournalisten in der Stadt New York im Jahr 1994, der sich bei Mari Batali, einem bekannten Fernsehkoch des ‘Food Network’ und prominenter Besitzer des ‘Babbo’ in der Stadt als Kochsklave/Praktikant verdingte (und ein Buch darüber schrieb). Er beschreibt den täglichen Wahnsinn eines sehr guten Restaurants und widmet sich mit zunehmendem Können immer schwierigeren Aufgaben, wie zum Beispiel dem Geheimnis der perfekten Polenta.

Er beschreibt, wie auf der Anleitung immer eine Kochzeit von 40 Minuten angegeben wird, wie auch die Anweisung, die Polenta laufend zu rühren. Nach ihm stimmen beide Vorgaben nicht, sondern wird die Polenta auf kleiner Flamme ab und zu gerührt (klassischerweise im Kupferkessel) und bei Bedarf etwas Wasser hinzugefügt. Im Restaurant hat dieser Prozess bis zu drei Stunden gedauert, wobei die Polenta verschiedene Phasen durchläuft, bis sie dann süß und griffig und ANDERS ist. Er beschreibt das als ‘epiphany’, als definierenden Moment oder Augenblick der Klarheit.

Meine Polenta hat es glaub ich gerade mal in den Anfang der zweiten Phase geschafft, aber ich gebe nicht auf. Sie war jetzt schon glatter und leckerer als Instantprodukte – wir werden sehen. Etwas Parmesan hat es als Haube draufgegeben.

Das Stubenküken hingegen ist ein alter Bekannter. Ich esse es sehr gerne, es braucht nicht zu lange im Ofen und bleibt zart und saftig. Ich hab ihm Rosmarin und Thymian in die Bauchhöhle gestopft, das hat toll gerochen.

Es braucht etwa 50 Minuten bei einem Gewicht von etwa 450 Gramm. Ich drehe es zuerst 20 Minuten auf die Brust, dann wird es gewendet. Die letzten 10 Minuten mache ich das nochmal.

Ansonsten wollte ich die marokkanischen eingelegten Zitronen ausprobieren, die ich vor einigen Monaten in Frankreich mitgenommen habe. Was kann ich sagen – sie riechen anfangs etwas scharf und konzentriert, zwei hab ich der Länge nach geviertelt und mit den Kräutern, Knoblauch und Olivenöl in den Topf mit dem Huhn gegeben, nach halber Bratzeit hab ich ein Glas Weißwein dazugegeben, das hat gereicht. Der Duft war hinreißend, der scharfe Duft wich einem wunderbaren Aroma – die Zitronenviertel hab ich dann noch mit der Gabel in die Olivenöl/Fleischsaftmischung hineingedrückt… göttlich!

Als Beilage gab es einen Artischockensalat (wird im nächsten Post beschrieben).

 

Stubenküken-Polenta-Eingelegte-Zitronen-Steinpilze

Für Gäste


Wir hatten eingeladen, und immer dann überlege ich hin und her, was es denn geben soll.

Dieses Mal war es besonders schwer, weil die Gäste an einem Freitag kommen sollten und alles schon vorher erledigt sein mußte.

Nach einigem Überlegen hatte ich aber ein Menü, das ich meistern könnte.

1. Gang Kürbiscappuccino
2. Gang Coquilles St. Jaques mit Endiviensalat
3. Gang Onglet vom Rind mit Polenta und Rotwein-Schalottensauce
4. Gang Crépe mit Birnenragout auf Himbeercoulis mit Himbeeren und Minze

Die Suppe hatte ich schon gekocht und mußte sie nur noch erwärmen.

Sie bestand aus Butternutwürfeln, Zwiebeln, 1 Dose Kokosmilch, Cayenne, Ingwer, Zitronensaft und ein wenig gemahlenem Koriander und wurde fein püriert und durch ein feines Sieb passiert.

Dazu hab ich Sahne geschlagen und Kürbiskerne mit Puderzucker karamellisiert.

Die Suppe hab ich in schönen Kaffeetassen gereicht, mit einer Sahnehaube, Kürbiskernöl und den crunchy Kürbiskernen. Frau B. mochte diesen Gang am liebsten.

Und dann hab ich vergessen ein Foto zu machen.

Die Coquilles sind eigentlich Tiefseescallops, und das Rezept hab ich hier schon mal gepostet.

Dazu hab ein bißchen Endiviensalat gegeben.

 

Für die Hauptspeise hatte ich beim Metzger m.V. einen ‘Nierenzapfen’ (Onglet) bestellt. Auch hier war die Inspiration

aus dem Buch ‘Das Gericht’ vom Homarus Verlag gekommen. Es handelt sich hier um einen Bistro-Klassiker, den man hierzulande kaum kennt. Im Buch wird von einem Gewicht von 1200-1500 g pro Stück (Charolais) ausgegangen, Deutsche Rassen entwickeln Stücke von ca. 600-800 g. Mein Metzger hat mir die Stücke noch eine Woche abgehangen, um sie zarter zu bekommen, denn sie sind sehr langfaserig.

Das Ergebnis war nicht so zart wie Filet oder Rumpsteak, aber ich hatte schon das eine oder andere Hüftsteak, das man auch etwas ‘kauen’ mußte. Dafür hatte es einen intensiveren Geschmack.

Onglet vom Rind mit Polenta und Rotwein-Schalottensauce/

Onglet parieren, Mittelsehnenstrang entfernen.
Scharf anbraten, bei 80°C im Ofen niedrig garen.
Polenta aufkochen, auf Silikonmatte aufstreichen, in Rauten schneiden, mit Rosmarin anbraten.
Kalbsknochen, Rinderbeinscheibe und Suppengrün mit Tomatenmark anbraten.
Mit Spätburgunder ablöschen (½ l). Einkochen, mit Butter aufmontieren.
Schalotten schälen, längs halbieren, mit Zucker langsam karamellisieren.
Zu der Sauce geben, servieren.

 

Als Abschluss hab ich noch ein Dessert angeboten, das ich im Buch ‘Europas Meisterköche bitten zu Tisch’ (Könemann)

fand.

Crépe mit Birnenragout auf Himbeercoulis mit Himbeeren und Minze
Crépeteig vorbereiten, ziehen lassen.
Birnen schälen, kleinschneiden.
In Honig karamellisieren, Zitronensaft dazu.
Himbeeren pürieren, passieren, ganze Himbeeren zurückhalten.
Vanilleschoten längs vierteln.
Crépe backen, mit Ragout füllen, mit Vanilleschote binden.
Auf Coulis anrichten, Himbeeren im Kreis anrichten, Minzblatt.

Für mich war das der hübscheste Gang, und geschmeckt hat es auch.