Cedrosalat Pinienkerne Petersilie


Mein toller Gemüsehändler hat wirklich fast alles – letztens hab ich sogar Tomatillos gefunden (aber davon ein anderes Mal). Aber er hatte Cedro oder Zedratzitronen, und die sind als Salat (aber nicht nur so) ziemlich schmackhaft.

Bei Robert von lamiacucina wurde ich fündig, wie der Meister sie macht, und hab es nachgebastelt.

Eigentlich sehr schnell gemacht: Ein Stück der Zitrone abschneiden, in 2mm Scheiben schneiden, halbieren, in Zitronensaft und Olivenöl einlegen. Das Fleisch saugt jede Flüssigkeit auf, also Vorsicht mit der Ölmenge. Salzen (Fleur de Sel, Himalaja oder ähnliches), geröstete Pinienkerne, ein paar Petersilienblätter und fertig ist der Salat.

Cedrozitrone-Olivenöl-Himalayasalz-Pinienkerne-Petersilie

Menu 2/1 Strudel Spinat Datteln Pinienkerne Dattel Currysauce


Dadurch, daß das zweite Menu einen Tag nach dem ersten stattfand, mußte ich wirklich überlegen, was es geben sollte.

Ich hatte mir zwar etwas zurechtgelegt, hatte aber seit Wochen mal wieder die Gelegenheit über den Samstagshauptmarkt am Turnplatz zu gehen.

Dabei entwickelten sich (gottseidank) Gedanken, die mit essen zu tun hatten. Ich bin zweimal über den Markt gelaufen und hatte dann eine gute Vorstellung von dem, was es gab.

Den Spinat hab ich ausgewählt, weil die Pflänzchen ganz jung waren, und deshalb zart. Die Datteln kamen dazu, weil ich ein Rezept (ein sizilianisches) im Kopf hatte in dem Spinat mit Rosinen und Pinienkernen kombiniert wird, und ich die Rosinen mit etwas anderem Süßem kombinieren wollte, und es das am Stand mit dem Schafskäse auch gab.

Den Strudel/Filo/Yufkateig hab ich wieder gekauft, müßte ich auch mal selbst probieren.

Für die Füllung:

600 g junger Spinat, geputzt

2 Schalotten, 2 Knoblauchzehen, kleingehackt

3 El Olivenöl

Muskat, Salz

Der Spinat wird in einer Pfanne, in der die Schalotten und die Knoblauchzehen angeschwitzt wurden, portionsweise gegart und an die Pfannenseite geschoben.

Jedesmal kommt je eine Prise Muskat und Salz hinein. Wenn alle 600 g fertig sind, kommen sie ins Sieb, um abzutropfen. Ich ließ den Spinat eine Stunde im Sieb.

Die Datteln wurden entsteint, in kleine Stücke (1/8) geschnitten, und mit den angerösteten Pinienkernen dem Spinat untergehoben.

Dann hab ich 50 g Butter geschmolzen und 5 Blätter Strudelteig jeweils einseitig eingepinselt, gut angedrückt und wieder bestrichen.

Darauf kam die Spinatmischung, die ich dann in eine Rolle formte. In den Teig hab ich auch noch ein Stück Schafskäse gedrückt, bevor ich die Rolle schloß. Das kam bei 200 Grad in den Ofen. Nachdem die Oberfläche braun geworden war konnte sie zum portionieren herausgenommen werden.

Die Sauce:

Ich tat mich schwer, weil ich zuerst eine selbst gemischte Ras al hanout Gewürzmischung ausprobiert habe, die weniger als nix war.

Danach hab ich ein Schabzigerklee-Curry genommen (ganz wenig – 1/2 Tl), es in eine angeschwitzte Schalotte gegeben, das mit Noilly Prat abgelöscht, mit vier kleingeschnittenen Datteln aufgefüllt, abgeschmeckt, Zitronensaft dazu, Zitronenzeste dazu, noch etwas Salz dazu und alles durchgemixt. Ich mußte die Säure mehrmals justieren, aber am Schluß hat die Süße/Säure gestimmt, und der Schabzigerklee (der sehr deutlich ist) war nur mehr eine Note.

Mein Gast war anfangs irritiert (hatte offensichtlich am einen Ende eine süße Dattel erwischt, war aber gegen Ende sehr begeistert. Ich selbst kann auch verstehen, warum Süßes und Herbes gut passt. Ich fand die Sauce ziemlich gut zur Roulade. Der Salat im Hintergrund ist der Rest vom Vortag. Ohne Schafkäse wäre diese Vorspeise sogar vegan! Naja, ich nehm’s zurück, die Butter müßte mit Margarine ersetzt werden 🙂

Spinat-Strudel-Datteln-Pistazien-Salat-3

Pesto alla Genovese Spaghetti


Vor ein paar Wochen hab ich mir sicherheitshalber ein Päckchen Pinienkerne gekauft.

Der Sonntag bürgert sich langsam ein als fleischloser Pastatag, also war es am Sonntag soweit.

Mein Basilikum (ein Geschenk) wucherte so vor sich hin und schrie förmlich danach geerntet zu werden. Gesagt, getan, eine hohe Handvoll Blätter kamen zusammen.

Eine kleingehackte Knoblauchzehe war auch da, wie auch Olivenöl. Pecorino hatte ich keinen mehr, dafür echten Parmesan vom „italienischen Supermarkt“.

Ich hab zwar einen Mörser aus Marmor, der ist aber zu klein, effektiv dieses Pesto zu zerdrücken.

Stattdessen hab ich zuerst meinen elektrischen Kleinmixer gequält, der war aber nicht stark genug. Deshalb bin ich kurzerhand auf den Mixstab umgeschwenkt.

Das war besser. Ich hab es nicht übertrieben, weil ich noch ein wenig Konsistenz haben wollte.

Die Sauce war etwas dick, was ich durch mehr Zugabe von Olivenöl und Pastawasser korrigiert habe.

Dann nur noch die Pasta kochen und mit der Pesto schwenken. Fertig.

War echt gut.

Später les ich bei Wiki, daß das Pesto vorzugsweise mit Trofie oder Trenette serviert wird, in Ligurien, wo es auch her kommt.

Man lernt nie aus.

Trofie kenn ich hausgemacht aus dem Pomodoro. Da kommt mir eine Idee…

Spaghetti-Pesto-Genovese

Raviolo auf Spinat


Ich war auf dem Markt etwas durcheinander, was ich denn nun machen sollte, und machte eine Runde nach der nächsten, ohne etwas zu kaufen. Dann, als ich sah daß erste Händler schon im Begriff waren, abzubauen, schlug ich zu und kaufte verschiedene Gemüse, wie den Spinat und die Peperoni, und sah schon die Zwischenspeise vor mir.
Das Nudelteigrezept ist von Marcella Hazan, ich muß aber sagen, bei mir muß immer etwa ein Drittel mehr Mehl hinein, sonst klebt der Teig an allem, was er berührt.
Wenn der Teig (1/2 Tasse Mehl, 1 großes Ei) verrührt ist, 8 Minuten kneten. Ich hab hab dabei immer wieder Mehl auf die Knetfläche getan, um dem Teig seine Feuchte zu nehmen.Die Füllung bestand aus einer halben rohen Hähnchenbrust. Die hab ich mit Koriandersamen, Kardamom  Limettenzesten, Piment, angeschwitzten Zwiebeln, Parmesan und einer Knoblauchzehe gewürzt. Dazu hab ich noch eine halbe Chili ganz klein gehackt. Die Brust und die restlichen Zutaten wurden in einem kleinen Mixgerät unter Beigabe von ein wenig Sahne blitzgehackt. Die Masse hab ich dann noch kaltgestellt während ich den Teig durch die Nudelmaschine durchwalgte. Auf zwei langen Bahnen ausgerollt gab es pro Bahn einen großen Löffel der Hähnchenmischung. Dann nur noch umgeklappt und mit einer Gabel die Ränder angedrückt.
In kochendem Wasser waren sie nach etwa 8 Minuten gar.

Den Spinat habe ich gewaschen, dann mit einer gehackten Schalotte und einer Knoblauchzehe angeschwitzt. Dazu kam Salz, Pfeffer und Fenchelsamen. Ich hab den Spinat angebraten, bis er relativ trocken war. In der Zwischenzeit wurden Pinienkerne angeröstet.

Für die Sauce hab ich eine Schalotte kleingewürfelt, angeschwitzt, mit Sherry und dann mit Noilly Prat abgelöscht, mit einem kleinen Glas Hühnerfond aufgefüllt, auf die Hälfte reduziert, 2 gute Löffel Creme Fraiche dazu, nochmal etwas einkochen, salzen, pfeffern und mit dem Mixstab schaumig aufschlagen.

Spinat auf den Teller geben, Raviolo drauf, Sauce außen herum napieren, fertig.