Secreto Mais Tomaten Artischocken Salat


Bei Zorn gab es heute Secreto, eine Spezialität, die wohl aus Spanien zu uns kam. Es handelt sich nach Auskunft der sehr netten Fleischfachverläuferin um den „Deckel“ am Schweinehals. Eigentlich ist es ein langfaseriges Stück Fleisch mit einigem Fett auf beiden Seiten, das sich zwischen zwei anderen Stücken am Hals befindet. Mehreren Beschreibungen zufolge kann es leicht übersehen werden, weshalb es auch zu seinem Namen kam, der „geheim“ bedeutet. Das Stück hatte keine besondere spanische Herkunft auf seinem Schild. Ich gehe davon aus, daß es vom Schwäbisch-Hälleschen Landschwein kam, das es bei Zorn oft gibt

Zuhause fand ich ein Rezept für eine Art Pesto/Chimichurri, für das ich aber nicht die richtigen Zutaten hatte. Aber ich tauschte ein paar Zutaten aus und bekam ein sehr interessantes Topping für mein Secreto. Ich nahm eine Handvoll Koriandergrün, die gleiche Menge Rucola (statt Petersilie), ein Daumen Ingwer, 2 Thai Chilis, einer Knoblauchzehe, dem Saft einer Limette, Salz, Langer Pfeffer gemörsert und Olivenöl. In meinem altmodischen Mixer mit Zugseil machte ich daraus eine stückige Mischung.

Dazu gab es Mais (ja, schon wieder!) aber ich liebe Mais, wenn er noch am Kolben ist. Ich hatte noch eine kommerzielle Kräuterbutter, die ich verwendete, um ihn einzudulfen.

Das Secreto sollte ursprünglich gegrillt werden, aber gerade als ich den Grill anwerfen wollte, fing es an zu regnen. Ein paar Minuten später war der Spuk zwar schon vorbei, aber da hatte ich mich schon entschieden, den Ofen einzusetzen. Also wurde es erst angebraten, und dann bei mittlerer Hitze in etwa 10 Minuten im Ofen fertig gebraten. Dann schnitt ich das Secreto auf und servierte es. Es ist ein lohnenswertes Stück, das dazu noch nicht hochpreisig war. Ich bekam 100 g für etwa €1.70. Im Vergleich zu den anderen Fleischsorten ist das wirklich preiswert.

Dazu gab es einen schnell gemachten Tomatensalat mit Artischocken aus der Dose, die ich in schmalere Stücke schnitt. Als Dressing nahm ich einen Teil meines Pestos und etwas Olivenöl.

Spaghetti Bärlauchpesto Schafskäse Oliven


Es gibt immer noch vom Bärlauchpesto. Deshalb gibt es wieder etwas mir Bärlauchpesto. Spaghetti „a la grecque“ 🙂

Weil ich gestern auf dem Markt war und dort wieder bei dem Stand mit den griechisch anmutenden Spezialitäten, die aber alle aus Frankreich kommen und eine gute Qualität haben, einkaufte. Nicht viel, nur Schafskäse und gemischte Oliven mit Kern.

Für heute hatte ich ein paar Alternativen, aber keins der Lebensmittel musste sofort verbraucht werden, und ich hatte schon Lust auf die Spaghetti.

Es ist sehr leicht zu machen:

Für eine Portion

75 g Spaghetti (De Cecco)

2 volle Esslöffel Bärlauchpesto (1 Bund Bärlauch, Pinienkerne, Olivenöl, Parmesan, Salz)

2 Scheibchen Feta, in Würfeln

eine kleine Handvoll gemischte Oliven

1 Chili getrocknet

 

Spaghetti al dente kochen, abseihen, wenig Wasser mit zurück in den Topf geben, Pesto einrühren und die Oliven zum Aufwärmen mit dazu. Chili über den Feta geben (gemörsert) und ganz zum Schluss als Topping über den Teller geben.

Sehr lecker!

 

 

 

 

 

Penne Bärlauchpesto Paprika Chili


Nach gestern wollte ich eigentlich nur mein Pesto verwenden (nicht, daß es mir schlecht wird äh, das Pesto natürlich!).

Und ich hatte die Fissematenten von gestern noch dicke, also entschloss ich mich Pasta zu machen, die leichteste Übung.

Wasser wurde aufgesetzt, mit reichlich Salz, als es kochte kamen die 80 g Penne dazu.

Pesto stand schon bereit, es waren vielleicht noch 7 Minuten Zeit, bis die Pasta soweit war, da sah ich einen unverbrauchten Spitzpaprika herumliegen.

Mein inneres Auge sah sofort das potentielle Gericht vor sich – hellgrün gefärbte Pasta mit grellroter Haube. Da rot und grün komplementär sind, gefiel mir das schon vom Optischen her, und ich beeilte mich, die Pfanne so schnell wie möglich heiss zu bekommen. Währenddessen schnitt ich die Paprika in feine Streifen, gab noch eine in feine Scheiben geschnittene Knoblauchzehe und eine gemörserte Thai-Chili dazu und briet alles bei starker Hitze unter schnellem rühren an. Das dauerte vielleicht 4 Minuten. Man kann auf den Fotos sehen, daß die Knoblauchscheibchen schön angeröstet wurden. Die waren herrlich – knackig mit schönem Röstaroma. Nachdem die Penne gar waren, goss ich sie erst ab, gab sie aber mit dem Sieb mit noch etwas Kochwasser zurück in den Topf, gab dann 2 El (gehäuft) Pesto dazu und rührte alles unter. Ich drehte die Hitze nochmal auf, damit die Sauce nicht zu nass und nicht zu trocken würde.

Dann kam die Pasta auf den Teller und die Paprikamischung obendrüber.

Es hat echt gut geschmeckt, ich hab ein gutes (Kalorien)gewissen trotz Pasta, und die Fotos gefallen mir auch wieder 🙂

 

Penne Bärlauchpesto rote Spitzpaprika Röstknoblauch Chilischote 1

 

Penne Bärlauchpesto rote Spitzpaprika Röstknoblauch Chilischote 2

Lachs Pesto Pistazien Spargel Orangenzeste


Im Geschäft rede ich gerne mit M., einer Mitarbeiterin, über was? Über Kochen und Rezepte natürlich.

Sie war diejenige, die mir Pinterest ans Herz gelegt hat. Ich hab mich zwar dort angemeldet, aber richtig warm werd ich mit diesen dämlichen Social Media Platforms nicht, dafür ist es mir einfach zu hirnlos, durchs Netz zu surfen und Likes oder Pins zu verteilen und dann einen Haufen fremder Kreativität bei sich geparkt zu haben…

Aber M. erzählte von einem Stück Lachs, das sie selbst nachgekocht hatte, das Ihr sehr gut geschmeckt hatte – das hatte eine Brokkoli – Pesto als Schicht 1 und darüber kleingehackte Pistazien.

Ich esse Brokkoli zwar gerne, aber als Pesto spricht er mich nicht an, also hab ich ein klassisches Pesto als Grundlage gemacht, mit Basilikum, gerösteten Pinienkernen, Parmesan und Olivenöl. Ich hab das ganz ganz leicht gesalzen. Die Pinienkerne hab ich vorher angeröstet.

Die Pistazienkerne hab ich auch vorher angeröstet, weil das den Geschmack einfach intensiviert.

Jedenfalls wird der Lachs für den Ofen vorbereitet (gesalzen) und in etwas geschmolzener Butter in einer Pfanne auf der Haut bei 180 C in den Ofen geschoben. Weil mein Ofen fast kalt war, hat das etwa 17 Minuten gedauert (normalerweise wohl 10-12 Minuten). Das Pesto und die Pistazien hatte ich natürlich vorher gemacht und darauf verteilt.

Zwischenzeitlich hab ich den ersten Bruchsaler Spargel (für teuer Geld!) geschält und in wenig mit Salz und Zucker gewürztem Wasser mit Deckel weich gegart. Der Spargel wurde selbstverständlich vorher geschält. Auseinandergeschnitten hab ich ihn einerseits, damit er ein Bett bildet, andererseits, weil sogar €7.50 pro Pfund Spargel nur krumme Dinger auf den Teller bringt. Entwarnung: Mir haben 330 g genügt.

Danach hab ich ihn im Topf mit Deckel ruhen lassen, ein Stückchen Butter dazu und auf dem Teller dann die Orangenzeste, was zu Spargel immer gut passt, wie ich finde.

Den Lachs hab ich mehrmals auf den perfekten Garpunkt überprüft und dann endlich herausgenommen und angerichtet.

M. hat nicht zuviel versprochen, wenn es auch durch die Änderung nicht das gleiche Rezept war: Der Lachs behauptet sich ohne Probleme, das Pesto gibt ein schönes Aroma dazu, und die Pistazien bringen Crunch und die Süße dieser schönen Nüsse dazu.

Die milden Spargel, die ich auch noch mit ein paar Spritzern Zitronensaft beträufelte, bildeten einen angenehmen, nussigen Kontrast dazu.

 

Lachs Pesto Pistazien Spargel Orangenzeste2

 

Lachs Pesto Pistazien Spargel Orangenzeste3

 

Mixed Grill


Unter Mixed Grill stellt man sich Unterschiedliches vor, je nachdem wo man herkommt. Hier nachzulesen.

Ganz so viel Vielfalt hatte ich nicht zu bieten, speziell was die Innereien belangte, trotzdem war eine schöne Bandbreite da.

Wir haben den schönen Abend genutzt und auf dem Balkon gegessen. Den Tischgrill haben wir deshalb benutzt, weil der Holzkohlegrill mit hektischer Aktivität verbunden ist, und wir es an diesem Abend etwas ruhiger angehen lassen wollten.

Die Aubergine, Zucchini und die Paprika hab ich vorher portioniert und gesalzen, um das Gemüse Wasser ziehen zu lassen.

An Fleisch hatte ich ein Stück Rinderlende, eine Supréme vom Schwarzfederhuhn, ein Stück von der Lammhüfte und ein Stück Lachs.

Die Saucen waren eine Aioli, eine Paprikacreme nach Art einer Ajvar, eine klassische Pesto und ein Chutney von Zuckeraprikosen.

Die Aioli hab ich hochgemixt mit Rapsöl und einem Vollei und einem Eigelb und 2 Knoblauchzehen. Dazu etwas Zitronensaft und Salz.

Die Paprikacreme bestand aus gebratenen Paprika mit Knoblauch und Zwiebeln, die ich mit Olivenöl gemixt habe und danach noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt habe.

Das Pesto bestand aus Basilikum, gerösteten Pinienkernen, Parmesan und Olivenöl.

Das Chutney hab ich aus den Aprikosen, Zwiebeln, einem ziemlich scharfen Peperoni, Zucker (wenig) und einem 1/8 l Sherryessig gemacht. Das wurde auch nochmal abgeschmeckt.

Wir haben uns bestimmt eine Stunde Zeit gelassen alles zu vernichten. Insbesondere das Gemüse wurde auf dem Grill sehr lecker und war mit den verschiedenen Saucen ein Highlight. Das Fleisch war natürlich auch nicht zu verachten.

Spaghetti Gemüse Walnuß-Bärlauchpesto


Es ist endlich wieder Frühling!

Ich kann schon seit einiger Zeit kein Wintergemüse mehr sehen, und hab mich nach frischem, leichtem Gemüse gesehnt.

Da kam es mir gerade recht, als ich auf dem Markt das erste Sträußchen Bärlauch entdeckte. Am Gewürz- und Kräuterstand holte ich noch ein Packung Walnüsse und war so bereit, dem Frühling einen Einstand zu bereiten.

Für die Gemüsepfanne hab ich Zucchini, Kirschtomaten, Lauchzwiebeln und Paprika in Olivenöl angeschwitzt.

Danach hab ich den Deckel drauf, um sie schlonzig zu bekommen.

Für das Pesto hab ich den gewaschenen Bärlauch kleingeschnitten und mit den Walnüssen (70g), etwa 40g Parmesan und 1/8l Olivenöl püriert. Salzen ist wichtig!  Die Mischung war so stark, daß ich einen kleinen Teil abzweigte, nochmal mit Öl verdünnte und den Rest portionsweise einfror.

Danach hab ich die Spaghetti gekocht, das Gemüse mit dem Pesto gepimpt und danach mit den Nudeln gemischt.

Frau B. hat es ausgezeichnet geschmeckt, ich hatte mir zum Gemüse ein Stück Rinderhüfte bei Niedrigtemperatur gegart, das war zäh wie Schuhsohle. Was beweist, daß auch bei Bio-Qualitäten mal der Wurm drin sein kann.