Penne Salsiccia Fenchel


Ich durfte die letzten 30 Stunden nichts zu mir nehmen und war danach heiss auf etwas zu essen. Allerdings war ich auch nicht gut unterwegs und schaute lieber nach, was es hier noch gäbe.

In der Tiefkühltruhe fand ich noch etwa 50 g Fenchelsalsiccia, eine Wurst, die mich immer wieder inspiriert. Ich liess sie auftauen und briet sie langsam an. Dazu kamen 1/2 Tl Cayenne, 1 Tl Fenchelsamen, die ich mörserte, gab dazu noch 1/2 Tl Senfsamen in gemörserter Form und dann eine Dose Pelati Tomaten von Mutti. Die wurden kleingeschnitten und mit den Gewürzen langsam geköchelt. Später gab ich noch eine halbe Tasse Orangensaft und die Zeste einer halben Orange dazu, ganz zum Schluss noch ein El Pastis.

Das Ganze dann den garen Penne untergehoben. Delizioso!

Gerne auch mit Parmesan, passt auch wunderbar 🙂

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Spiegelei Pecorino tartufo Spinat Kartoffelkuchen


Am Samstag gab es am Käsewagen von Herrn Ruf einen Pecorino, der von Trüffel durchzogen war. Normalerweise stehe ich solchen Produkten kritisch gegenüber, aber ich probierte ihn und war wirklich gut, nicht wie die mit Trüffelöl eingemachten anderen Produkte. Ich nahm ein dünnes Stück mit und wollte es zu Pasta verwenden – was sonst?

Aber dann veränderte sich der Speiseplan, weil ich Spinat fand und mitnahm. Zusammen mit dem Rest des Kartoffelkuchens und ein paar Spiegeleiern wurde dann noch ein leckeres Abendessen draus.

Den Pecorino hab ich ganz klein gewürfelt und über die Eier gegeben.

Der Spinat wurde mit Knoblauch, Schalotte und etwas Muskat gewürzt und bekam gegen Ende einen Schluck Pernod.

Den Kartoffelkuchen machte ich im Ofen warm.

 

 

 

 

 

Muscheln Pernod Tomate Sellerie Karotte


Es gibt diese veraltete Regel, Muscheln nur in Monaten mit “R” zu essen. Also entschloss ich mich jetzt im Raugust endlich wieder Muscheln zu machen.

Zuhause hatte ich Staudensellerie, Karotten, Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten, außerdem ein paar Stängel Petersilie und ein paar Zweige Thymian.

All das wurde kleingeschnitten und in Olivenöl scharf angebraten, alles außer den Tomaten. Dazwischen wurden die Muscheln gewässert, und die Kaputten aussortiert.

Nachdem das Gemüse ein paar Minuten angeschmort war, gab ich etwa 5 cm Tomatenmark dazu und schwitzte es weiter an, wobei ich die Tomaten (3 große) in Stücken dazugab.

Ein paar Minuten später war die Gemüsemasse wieder so heiß, daß ich sie mit Pernod ablöschen konnte. Es werden etwa 100 ml gewesen sein. Da ich einen großen Topf benutzte, gab ich noch etwa 1/8 l Wasser dazu (damit mir die Flüssigkeit nicht einfach wegdampft).

Jetzt kamen die Muscheln dazu, und ich konnte durch den Glasdeckel beobachten, wie die Muscheln sich öffnen. Der Prozeß dauert bei heisser Flüssigkeit und geschlossenem Deckel nicht länger als 4-5 Minuten. Man sollte sie auch nicht länger drin lassen, sonst verpasst man den wunderbaren Geschmack der Muscheln, die zwar gar, aber fast noch ein bißchen glasig sind und einen wunderbaren Meergeschmack haben, der 2 Minuten später weg ist und dann nur noch durch eine gute Sauce ersetzt werden kann 🙂  Die war zwar auch da, aber die Muscheln sind im Vordergrund.

Das Schöne an diesem Gericht ist, daß es vielleicht 15 Minuten Vorbereitungszeit brauchte, das Anrichten und Servieren war in weiteren 5 Minuten passiert.

Und es war saulecker! Pernod mit Meeresfrüchten rocks! Wer will, kann die Sauce, von der es reichlich gab, mit etwas Baguette oder ähnlichem aufstipfen. Alternativ wäre die Möglichkeit da, sie am nächsten Tag mit Fisch, Meeresfrüchten und einer Safran-Knoblauch-Mayonnaise anzureichern und als Bouillabaise zu servieren, weil… der Anfang war da schon gemacht.

 

Muscheln Pernod Tomate Sellerie Karotten 1

 

Muscheln Pernod Tomate Sellerie Karotten 2

 

Muscheln Pernod Tomate Sellerie Karotten 3

 

 

Lachs Spinat


Ich hatte zu den Garnelen ein Stück Lachs erstanden, das ich auch noch gemacht habe. Dazu gab es Spinat.

Den Lachs hab ich nur gewürzt und kurz auf der Haut gebraten und dann in den Ofen geschoben (8 Minuten bei 200 Grad)

Den Spinat hab ich gewaschen, mit Knoblauch und Muskat gewürzt und in Olivenöl angebraten.

Danach kam ein Drittel Becher Sahne dazu, den hab ich einkochen lassen, danach ein kleiner Schuß Pernod und nochmal einkochen.

Der Lachs wird auf ein Mal gar, man muß sehr aufpassen. Als Garnitur gab es ein paar Zesten von der Limette.

Der Lachs war sehr zart und hat super zum Spinat gepasst.

Lachs-Spinat

Erbsen Hummer Suppe


Frühling regt sich. Wirklich!

Im Russenladen hat’s immer noch Artischocken für 39 cent, und auf dem Markt hab ich tatsächlich schon Saubohnen gesehen, allerdings noch ziemlich kleine Schoten. Keine Ahnung, wo die her waren, es war ein Bio-Stand, aber in Italien sind sie erst Mitte/Ende April in Saison.

Jedenfalls wird das Wetter langsam ein bißchen milder und es gibt wieder mehr Auswahl, gottseidank!

Dazu kam noch, daß der Russenladen immer wieder ziemlich gute Angebote in der TK Fischabteilung hat. Normalerweise ist das nicht wirklich mein Ding, aber manche Dinge bekommt man in der Gegend gar nicht anders. Wie zum Beispiel Hummer.

Den hatte er für €4.95, den gibt es anderswo für knapp 8 Euro. Also nahm ich einen mit, im Eisblock, 300 g.

Später auf dem Markt hab ich dann die ersten frischen Erbsen gekauft. Lansam reifte mein Plan- eine Hummersuppe.

Nach dem Erbsenkauf hab ich dann ein Bild von einer zweigeteilten Supe gesehen- Hummer- und Erbsensuppe übereinander.

Um es kurz zu machen-

Erbsensuppe:

1 Schalotte, fein gehackt, in Butter angeschwitzt

mit Weißwein abgelöscht

mit einem Glas Hühnerfong (Lafer) aufefüllt

Erbsen gepalt, in knapp 10 Minuten weichgekocht

Suppe püriert, passiert, reduziert und mit Dill verschnitten

Hummersuppe:

Hummer enteist, von der Schale befreit, Darm entfernt beiseitestellen

Schalotte und Panzer in Butter und Öl anrösten, mit Noilly Prat ablöschen

Ein Glas Hühnerfond angießen, reduzieren

Ein Teil des Hummerfleisches zur Suppe geben, pürieren

100 ml Sahne angießen weiter reduzieren, einen Schluck Pernod dazugeben

Die restliche Sahne halbsteif schlagen

Die Suppen wieder erwärmen, Hummersuppe zuerst in ein Glas geben,

Erbsensuppe vorsichtig auf einen Löffel gießen (hat nicht so toll geklappt)

Dann einen guten Löffel Sahne obenauf geben, die Hummerschere und den Dillzweig

Erbsen-Hummersuppe2-(1)

 

Die Suppe war sehr lecker, aber hat leider nicht so gut ausgesehen, wie ich sie in meiner Vorstellung ausgemalt habe. Die Kombi ist aber trotzdem super!

Erbsen-Hummersuppe2-(2)