Lenta essiccazione Spargel Artischocken Salsiccia Paprika


Heute war ich seit längerem im italienischen Supermarkt um die Ecke. Der war natürlich auch voll geschützt mit Plex vor den Auslagen und dem Hinweis nur mit Maske hereinzukommen. Trotzdem fand ich die Athmosphäre schön, wie unter Menschen, die das notwendige Übel erfüllen, um weiter geniessen zu können 🙂

Das kommt meinem Naturell sehr entgegen, und ich ließ mich hinreissen ein paar Waren mitzunehmen, die ich erst morgen auf eine Pizza legen werde (ja, ich habe in der Zwischenzeit einen hefewürfel ergattert, es war der letzte, und sprang richtig auf ihn zu, in der Angst, es könnte mir jemand zuvorkommen).

Jedenfalls gab es dort in der Marktabteilung eine Pastasorte von De Cecci, die ich bis heute noch nicht kannte, nämlich Lenta essiccazione, was wohl übersetzt „langsam trocknende Pasta“ bedeutet. Es ist eine kleine Penne, die aber in kochendem Wasser ein Stück wächst, obwohl sie nicht den Umfang einer regulären Penne erreicht.

Jedenfalls hab ich diese Pasta wie üblich mit einer Menge Salz gekocht.

Das Topping bestand aus 2 Stangen grünem deutschen Spargel, blanchiert, ein paar Paprikawürfel, dito, und einer eingelegten Artischocke von der Feinschmeckertheke beim italienischen Markt. Nach dem Blanchieren gab ich das Gemüse auf die Seite und hackte eine Knolauchzehe klein, um sie mit einer Sardelle in Olivenöl anzubraten. Dazwischen drehte ich schnell etwa 8 kleine Bällchen Fenchelsalsiccia ab, die sogleich in der gleichen Pfanne mit angebraten wurden. Dazu dann die Artischocken und am Schluss Paprika und Spargel. Darüber gab ich einen 1/4 l Passata, etwas Salz, Pfeffer und einen Tl Oregano. Nachdem die Passata etwas eingekocht war, gab ich einen Schluck Riesling dazu und schaute nach den Penne.

Nachdem alles fertig war brachte ich die Komponenten zusammen, gab noch großzügig Parmesan drüber und ging zu Tisch.

Sehr lecker! Eine schöne Kombi aus Gemüsen und der würzigen Salsiccia. Die Sardelle wirkt im Hintergrund, der Fischgeschmack ist weg, es ist nurmehr Umami übrig. Passata hab ich vor kurzem eigentlich nur bei Pizza benutzt, und deshalb nahm ich sie heute (weil ich morgen den Rest nehmen werde). Sonst sind mir die echten Tomaten, die ich zu kleinen Saucen einkoche lieber. Aber es hat auch mit der etwas dickeren Passata gut geschmeckt.

Penne Walnusssauce Kalbsbällchen


Vor ein, zwei Wochen las ich einen amerikanischen Blog, den ich schön und informativ finde : The Chef Mimi Blog

Sie war mit ihrem Mann in der Toscana und bis Rom unterwegs und hatte in Siena eine Walnusssauce zu ihren Gnocchi bekommen, die sie begeisterte.

Ich fand das auch sehr begeisterungswert, weil ich Nüsse im Allgemeinen und Walnüsse ganz speziell toll finde.

In Siena gab es eine glatte Sauce auf Sahnebasis, die sie ein paar Mal versuchte nachzukochen, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden war.

Ich schaute erst im Netz, um Alternativen zu bestimmen, sah aber schnell, daß viele Rezepte das Wort Sauce benutzen, aber ein Pesto herstellen. Dafür waren mir meine Walnüsse zu schade.

Aber ganz so reichhaltig wie bei Mimi wollte ich auch nicht unterwegs sein, also ersetzte ich einen Teil der Sahne mit Kalbsfond.

Zum Rezept:

  • 120 g Walnüsse, in der Pfanne geröstet
  • 100 ml Sahne
  • 20 g Parmesan
  • Salz, Pfeffer
  • etwa 100 ml Kalbsfond
  • 1 Schalotte
  • 2 Knoblauchzehen
  • 50 g Butter
  • 250 g Kalbshack
  • 40 g Rinderfett
  • 30 g Semmelbrösel
  • Zitronenzeste

Zuerst röstete ich die Walnüsse in einer Pfanne an, danach gab ich die in einen Standmixer. Dazwischen gab ich die Butter in die Pfanne und gab die zerkleinerte Schalotte und die Knoblauchzehen dazu, bis sie glasig wurden. Dann kam ein knapper halber Becher Sahne dazu, damit alle Zutaten die gleiche Temperatur hatten. Jetzt fügte ich die flüssigen Zutaten zu den Walnüssen und pürierte die Masse sehr fein. Dabei musste ich ein paar Mal Kalbsfond dazugeben, damit die Masse nicht zu fest wurde.

Ich schmeckte noch etwas genauer ab, gab eine Prise mehr Salz und schliesslich auch die Zitronenzeste dazu.

Der zweite große Unterschied zu Mimi’s Rezept ist, dass Ihres vegetarisch war, meines hatte Kalbshackbällchen 🙂 Die wurden mit Kalbshack, Rinderfett (ein Teil des Deckels eines Bratens), Semmelbrösel, Salz, Pfeffer und Zitronenzeste gemacht und dann langsam auf dem Herd und später im Ofen vollendet. Sie passten sehr gut zu dem subtilen Walnussgeschmack.

Ich muss aber auch sagen, daß von der Sauce mindestens 3/4 übrig sind, wie auch 18 von 24 Kalbsbällchen in den Froster wanderten, alles, weil die Sauce mit den Penne zusammen sehr gehaltvoll sind (ich hatte tatsächlich nur 80 g Penne und schaffte die Portion kaum ) 🙂

Trotzdem ist das Gericht sehr zu empfehlen – es ist sehr lecker und passt super in den Winter. Auch kann man es dem Geschmack anpassen, ob jetzt mehr oder weniger Sahne/Parmesan/Kalbsfond(Hackbällchen.

Penne al tonno


Nach den Schlemmereien des Wochenendes war es wieder Zeit für eine einfache Pasta. Ich wollte Thunfisch nehmen und dachte an meine einfachen Penne, die ich nur mit Kapern, Sardellen, Tomaten, Chili und Knoblauch mache (und natürlich einem guten Schluck Weißwein).

Das geht natürlich auch mit Thunfisch. Ich hatte für meine Portion eine kleine Dose von 80 g genommen. Also zuerst Knoblauch kurz in Olivenöl anbraten, dann 3 Kirschtomaten vierteln, mit hineingeben, dazu Sardelle, Kapern, Chili und Weißwein dazugeben und einkochen lassen. Ach ja, eine Prise Oregano hab ich mit hineingegeben, einfach deswegen, weil ich dabei sofort an Italien denke. Insgesamt hat es etwa so lange gedauert, wie die Penne brauchten, um al dente zu werden (15-20 Minuten vom kalten Wasser zur al dente Pasta)

Ich fand meine Pasta sehr lecker, der Thunfischgeschmack ist mild, die Chili hat einen kleinen Biss und die Sauce ist ziemlich rund.

Penne Salsiccia Fenchel


Ich durfte die letzten 30 Stunden nichts zu mir nehmen und war danach heiss auf etwas zu essen. Allerdings war ich auch nicht gut unterwegs und schaute lieber nach, was es hier noch gäbe.

In der Tiefkühltruhe fand ich noch etwa 50 g Fenchelsalsiccia, eine Wurst, die mich immer wieder inspiriert. Ich liess sie auftauen und briet sie langsam an. Dazu kamen 1/2 Tl Cayenne, 1 Tl Fenchelsamen, die ich mörserte, gab dazu noch 1/2 Tl Senfsamen in gemörserter Form und dann eine Dose Pelati Tomaten von Mutti. Die wurden kleingeschnitten und mit den Gewürzen langsam geköchelt. Später gab ich noch eine halbe Tasse Orangensaft und die Zeste einer halben Orange dazu, ganz zum Schluss noch ein El Pastis.

Das Ganze dann den garen Penne untergehoben. Delizioso!

Gerne auch mit Parmesan, passt auch wunderbar 🙂

Schinkennudeln Variation


Die Hitze der letzten Wochen ist mir auch in den letzten Tagen in den Kopf gestiegen, und ich habe ein paar Abende nur Melone gegessen. Da es das aber schon ein paar Mal als Post gibt, hab ich eben nichts gepostet. Muss auch mal sein.
Heute hat es hier zwar noch nicht geregnet, aber bei der Arbeit schon, und das ging einher mit wesentlich niedrigeren Temperaturen. Naja, hier sind sie nicht wesentlich geringer, aber schon etwas erträglicher 🙂
Deshalb dachte ich über Pasta nach. Aber so rechte Lust auf klassische Pasta kam nicht auf, bis ich den Kühlschrank inspizierte und Eier, Serrano Schinken und ein paar Scheiben Spianata Calabrese, einer Art von scharfer Salami aus Kalabrien darin fand.
Jetzt war alles einfach:
Penne al dente kochen, abseihen, beiseite stellen. Je zwei Scheiben Serrano und Spianata in Streifen schneiden, 2 Eier verkleppern, salzen und pfeffern, eine Pfanne mit Butter erhitzen, Penne darin schwenken und leicht anrösten, Eier dazu geben, verrühren, Schinken und Salami verteilen, Parmesan drüber reiben, mischen, fertig, lecker.
Wichtig ist, die Eier nicht ganz trocken werden lassen, lieber etwas cremig (sie ziehen sowieso noch nach).
Lange nicht mehr gegessen, wenn hier auch nicht ganz klassisch, aber genauso lecker wie im Original 🙂

Osso buco Penne Spargel


Das Osso buco hab ich in 7 Jahren zweimal gemacht, beidesmal mit Safranreis, wie es sich gehört, wenn es alla milanese sein soll. Ich hatte auch schon Safran gekauft, schaute mir aber vorher die betreffenden Seiten an. Da ich eine große Abneigung habe, ein Gericht genau gleich zu kochen, entschied ich mich um, und machte stattdessen Penne dazu. Auch das war nicht ohne Präzedenz: Bei Cucina Casalinga, einem Blog, den ich vor Jahren regelmässig las, fand ich ein Rezept, das die Betreiberin mit Penne serviert hatte. Interessanterweise wurde als Rezeptquelle das Buch „Die echte italienische Küche“ von G+U zitiert, das Rezepte von Sabine Sälzer hatte. Das Buch habe ich auch, wie wohl auch viele Blogger der vorherigen Generation 🙂

Jedenfalls stammte mein erstes Rezept ebenfalls aus diesem Buch. Es ist übrigens eines einer Serie von G+U, von der es mindestens noch „Die echte französische Küche“ und “ Die echte Jeden-Tag-Küche“ gibt.

Die drei Bücher hab ich nämlich alle selbst, und ich finde sie durchaus empfehlenswert. Es sind Klassiker und typische Standardgerichte dabei, gut umgesetzt und recherchiert.

Zur heutigen Version:

Brunoise von 1 größeren Karotte und einem Stück Selleriewurzel (nach Rezept soll es eigentlich eine Stange Staudensellerie sein).

eine Handvoll kleingehackte krause Petersilie und ein Stück Lauch, ebenfalls ganz klein gemacht.

Die Kalbshaxenscheibe wird gewürzt, bemehlt und scharf von allen Seiten angebraten, dann herausgenommen. Jetzt kommt das Gemüse hinein und wird mit 5 cm Tomatenmark angebraten. Wenn alles etwas an der Pfanne klebt, einen Schuss Weisswein dazugeben und die Röststoffe ablösen. Eine Dose Datterini von Mutti dazugeben (ich hab sie kurz vorher mit dem Zauberstab glatt püriert), kurz aufkochen, in ein Ofen-kompatibles Behältnis geben und 90 Minuten bei 180 C garen. Mindestens 4 mal wenden, jedesmal verdampfte Flüssigkeit nachschütten (bei mir Wasser). Ich gab nach 45 Minuten einen frischen Zweig Rosmarin und 4 Zweige Thymian dazu.

Irgendwann hab ich die Spargelenden geschält und das Nudelwasser aufgesetzt.

Den Spargel hab ich langsam in Olivenöl angebraten, die Penne brauchten so lange, wie sie eben brauchen (bei De Cecco ist das immer ewig!)

Während der Wartezeit machte ich die Gremolata, die würzige Beigabe einer Osso buco milanese: Das Original verlangt Zitronenzeste und fein gewiegte Petersilie. Meine Variante hatte Orangenzeste von der Bio-Orange, Knoblauch und fein gewiegte Petersilie. Das wird am Schluss löffelweise über das Fleisch (und die Spargel) gestreut. Sehr aromatisch! Ganz am Schluß gab es noch ein bißchen Parmesan über Penne und Spargel.

Osso buco ist ein Sonntagsessen oder sogar ein Gericht für Gäste. Das Schöne dabei ist, daß es sich selbst fertig stellt und nach der Vorbereitung kaum Arbeit macht (ausser man macht das Safranrisotto).

 

 

 

 

 

 

 

Penne Chorizo Oliven Kapern Sardellen Tomaten


So ähnlich hab ich die Penne bestimmt schon mal gepostet, aber das macht nichts, sie sind eben lecker.

Gebraucht hab ich 80 g Penne von De Cecci

1 Tl Kapern

2 Sardellen

40 g Chorizo in kleinen Würfeln

1 Knoblauchzehe gehackt

1 El Tomatenmark

1 Tomate in Würfeln

1 Schluck Rotwein

Etwas Wasser

1 Chilischote

Petersilie

Parmesan

Die Zutaten werden einschliesslich der Tomate nacheinander angebraten. Danach wird mit Rotwein abgelöscht, Wasser und Chilischote kommen auch dazu. Nachdem die Penne al dente sind, die Sauce und Petersilie und Parmesan drübergeben.

Immer wieder lecker!

 

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penne-3-copy                                                                                                                Das 3. Bild war so unscharf, daß ich mich entschloss, es mit Photoshop (den Paint-Funktionen)

etwas zu Warholisieren 🙂

Penne Schinken Paprika Tomatensauce Oliven Kapern


Hier bin ich meinen Überzeugungen, was eine gute Pastasauce ausmacht, zuwidergelaufen. Normalerweise sind italienische Saucen ein Paradebeispiel für Minimalismus.

Es gibt 2-5 Zutaten, optimal miteinander verbunden und fertig.

Und doch war diese spontan entstandene Tunke nicht die Schlechteste.

Nachdem ich die Penne in stark gesalzenes kochendes Wasser geworfen hatte, schmorte ich eine Spitzpaprika in kleinen Würfeln an.

Dazu gesellte sich eine kleingehackte rote Zwiebel und eine ebenso behandelte Knoblauchzehe  und zwei in Würfel geschnittene Scheiben gekochten Schinken. Dann gab ich 5cm Tomatenmark dazu, liess es kräftig anbraten und löschte es mit einem Schluck Weisswein ab. Jetzt kam ein Schuss Wasser dazu, Salz, Pfeffer und eine getrocknete gemörserte Thai Chili. Das kochte ein paar Minuten vor sich hin, bevor ich einen halben El Kapern und eine kleine Handvoll gemischte Oliven (mit Stein) dazugab.

Ich wartete die Penne ab und gab dann die Pastasauce über dieselben. Nach dem Foto gab es noch Parmesan satt.

Vielleicht ein bisschen viel, aber geschmacklich gut.

 

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Penne Aubergine Zucchini Tomate Hack


Ich weiss nicht, was schlimmer ist – nicht kochen oder nicht bloggen zu können. Da das Eine das Andere bedingt, erübrigt sich wohl die Vertiefung dieser Frage.

Inzwischen gibt es einen neuen Boden, aber die Küche (der Block) fehlt noch und ich habe immer noch nur eine Platte und keine Abstellfläche. Spaß geht anders.

Trotzdem hat es mich gekribbelt, etwas zu kochen. Und weil so schönes Wetter war, dachte ich zuerst daran, Melanzane parmigiana zu machen, einerseits weil ich eine Aubergine habe, die langsam aufgebraucht werden sollte, andererseits, weil ich es mir reizvoll vorstelle, es auf dem (Kugel)grill zu versuchen. Die gegrillte Aubergine hätte ein rauchigeres Aroma als eine, die nur im Ofen und in der Pfanne gegart wurde. Aber beim Überlegen der verschiedenen Schritte entschied ich mich, das Gericht auf den Tag zu verschieben, da ich eine neue Küche habe.

Stattdessen machte ich Penne mit einer Gemüse/Fleischsauce.

Für die Sauce:

1 Knoblauchzehe kleinschneiden

1/2 Aubergine in kleinen Würfeln

1/2 Zucchini in noch kleineren Würfeln

200 g Bio Rinderhack

1 Dose Datterini von Mutti

1/2 Zweig frischen Oregano

8 oder mehr Blätter Basilikum

Salz

1 Thai-Chili, in feinen Würfelchen

1 2cm dicke Scheibe (vom frischen Laib) Büffelmozzarella in Würfeln

 

Zuerst den Knoblauch kurz anschwitzen, dann Aubergine und Zucchini hinterher. Kurz darauf das Hack dazugeben, nicht, daß die Aubergine das ganze Öl alleine säuft 🙂

Jetzt einen halben Zweig Oregano zerpflückt dazugeben.

Gut verrühren, damit nichts anbackt und die Datterini draufgeben. Die Hitze weit herunterfahren und einen Deckel draufgeben (bei mir als Spritzschutz). Ein paar Minuten schmurgeln und beiseiteziehen. Jetzt Salzwasser für die Penne kochen, dann Penne köcheln, bis sie al dente sind.

Penne abgiessen, zurück in den Topf, und die Sauce dazugeben und einrühren.

Teller vorbereiten, die geschnittenen Mozzarellawürfel (die fast auseinanderfliessen) verteilen und ein paar Momente warten, damit man das auf den Fotos auch sieht.

Dann das Basilikum verteilen und fotografieren.

Übrigens, der Boden auf den beiden ersten Fotos ist der neue, ein Ahornechtparkett. Das erste Foto ist mit Tageslicht gemacht worden, die restlichen mit Blitz. Ich finde das erste hat eine Tiefe und Farbbrillianz, die die anderen vermissen lassen, obwohl ich alle im RAW Format nachbearbeitet habe.

Gibt es unter euch auch andere Meinungen bezüglich der Fotos? Dann fleissig schreiben! 🙂

Zum Geschmack: So oder ähnlich hab ich Bolognese Varianten schon oft gekocht. Wer mich kennt, weiss aber, daß ich kein Freund von Frischkäsen ohne Geschmack bin. Das hat mit einer Allergie auf Milchprodukte zu tun, die ich als Kind hatte. Übrig geblieben davon ist, daß ich nie, nie, nie Milch trinke und Quark, Frischkäse, Hüttenkäse und ähnliches so gut wie nie esse oder verarbeite. Sahne und Saure Sahne kann ich nehmen, vermeide aber auch das (wegen der Kalorien).

Trotzdem muß ich sagen, daß der Mozzarella die Sauce sehr cremig gemacht hat. Sie war schon würzig und hatte auch etwas Schärfe und wurde durch ihn sinnlich.

Was auf dem Foto nicht zu sehen ist, ist die Handvoll Parmesan, die noch drüberkam (nach dem Foto), damit es auch Umami hat 🙂

Penne Aubergine Zucchini Hack Tomaten Mozzarella 1

 

Penne Aubergine Zucchini Hack Tomaten Mozzarella 2

 

Penne Aubergine Zucchini Hack Tomaten Mozzarella 3

 

Penne Aubergine Zucchini Hack Tomaten Mozzarella 4

Penne Salsiccia Artischocke Tomate Chili


Warum ein Pasta-Post auf den Nächsten?

Warum ein relativ ähnliches Rezept einstellen?

Warum eine gefühlt überlange Pause zwischen den Posts?

 

Die Antwort:

Induktion

Darf ich vorstellen: Meine neue Küche! Das ist noch nicht alles. Für Koch-, Spül-, oder sonst irgendein Wasser geht’s ins Bad. Der Weg zur Kochplatte ist erschwert durch von Küchenmöbeln zugestellte Wege. Alles Geschirr, alle Töpfe, alles in Kisten, die schwer zu erreichen sind.

Warum der Wahn?

Das Haus hatte vor ein paar Wochen einen größeren Wasserschaden, der meine Küche auch irgendwie erreicht hat. Jetzt hat der Vermieter reagiert, und einen Fachmann geschickt, und dessen Mannen haben Freitags den Laminatfußboden aus der Küche entfernt. (Wer legt denn einen Laminatfußboden in eine Küche?) Außerdem wurde die Küche selbst weggebaut, um sich ein Bild zu machen. Man konnte das der Versicherung wegen nicht am Tag nach Pfingsten machen-egal, es wird Wochen dauern, bis Normalität einkehrt.

Unter dem Laminat lag ein potthässlicher PVC aus den 70ern, wie ich schätze. Den müssen sie auch noch herausnehmen, um zu sehen, wie weit der Schaden geht. Dann wird die Wand (großer Schimmelschaden!) zwischen Küche und Wohnzimmer herausgenommen und durch einen Sockel ersetzt, der Strom und Wasserzu- und Ablauf beinhaltet, und es ermöglicht eine Insel als Raumteiler dazuzustellen 🙂 . Zusätzlich haben der Vermieter und ich uns geeinigt, eine einvernehmliche Lösung für den Boden zu finden. Die Versicherung würde nur eine preiswerte Lösung für die Küche finanzieren, ich hätte gerne einen Industrieparkettboden durchgängigvon Küche bis Wohnzimmer.

Ich wohne in einer umgebauten Hinterhofswerkstatt von 1905 hinter einem Jugendstilhaus. Die Immobilie ist typisch für die Zeit, mit 2 großen Fenstern von 2,40×1,60m mit vielen kleineren Scheiben und eingebauten Klapp- und normal zu öffnenden Fenstern. Der Boden würde den Loftcharakter betonen und außerdem der Generation nach mir wahrscheinlich auch noch viel Freude machen (das Industrieparkett soll man mehrmals abschleifen können, und der Fachmann garantiert, daß die ersten 20 Jahre nichts getan werden muß, somit bin ich raus aus der Nummer).

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Hier ein Bild vom Einzug. Ich liebe diese Fenster, auch wenn die Heizung ein Vermögen kostet. Aber auch hierüber wurde geredet. Deshalb bin ich auch nicht über Gebühr irritiert. Ich weiß, gut Ding braucht Weile. Jedenfalls freu ich mich auf die Veränderungen, auch wenn sie bedeuten, in nächster Zeit andere Gerichte zu zeigen. Viele One-Pot Meals 🙂

Hier ist so einer: Zuerst hab ich 4 Cherry Tomaten, 1 Sardelle, 1 Knoblauchzehe gehackt und 10 cm Salsiccia ohne Fenchel, ohne Chili angebraten, einen Schluck Weißwein dazugegeben und zwei Artischockenherzen aus der Dose, die wegmussten 🙂 . Außerdem eine Thai-Chili, allerdings nicht mit dem Mörser, weil unauffindbar, sondern brutal mit dem Messer zerteilt. Das liess ich reduzieren, gab dann den deckel drauf und stellte es auf die Seite. Jetzt wurde das Wasser in Rekordzeit zum Kochen gebracht (Induktion ist was geiles!) und gesalzen. Dazu kamen die Penne, die genausolang dauerten wie immer, weil, mehr als kochen kann es schliesslich nicht.

Als die Penne gar waren, hab ich den Topf durch ein Sieb in einen größeren Topf passiert, um mir den Gang ins Bad zu sparen. Dann kam die Sauce für etwa 10 Sekunden auf die Platte mit geballten 2000 Watt. Und hinein in die Pasta! In dem neuen Eck geht das Kunstlicht auch.

Die Pasta war, wie zu erwarten, ziemlich lecker, zumal nach dem Fototermin eine schöne Menge Grano für eine gewisse Schlonzigkeit sorgte. Ach ja, bevor ich’s vergesse; das Gewürz des Abends war Oregano, genauer mexikanischer Oregano, der im Vergleich zu griechischem weniger ins Gesicht springt und trotzdem klar und deutlich zu dir spricht.

 

Penne Salsiccia Chili Artischocke Tomate 1

 

Penne Salsiccia Chili Artischocke Tomate 3