Tortiglioni Schinken Tomaten Feta Oliven Sardellen


Heute gab es wieder einmal Tortiglioni, die ich deshalb sehr mag, weil sie ein schönes dickes Mundgefühl haben, und viel Sauce in der Röhre transportieren können 🙂

Allerdings hatte ich nur noch 65 g, aber dafür gab es ein paar Würfel Feta mehr.

Die Zubereitung folgte der verschiedener anderer Pasta Gerichten, die mit weniger auskommen:

65 g Tortiglioni in gut gesalzenem Wasser al dente kochen

2 Sardellen in Olivenöl anschwitzen und auflösen

5 Cocktailtomaten vierteln und dazugeben, mit einem Glas (100 ml) Weisswein ablöschen, Deckel auf den Topf machen, Tomaten schmelzen

1 Scheibe gekochten Schinken in dünne Streifen schneiden, in den Topf geben

die kleinen feinen Oliven dazugeben

1 Chili (Thai Chili) mörsern und dazugeben

 

 

Wenn die Pasta al dente ist, abseihen und in die Sauce geben, vermischen

Den in Würfel geschnittenen Feta über die Pasta geben, Schnittlauch drüber streuen, ein hübsches Foto machen und dann erst mischen 🙂     Lecker!

 

 

 

 

 

 

 

Pollo fino Tomate Mozzarella Aubergine Zucchini Pasta


Auf dem Nachhauseweg hielt ich bei Metzger Zorn an, einfach nur um zu sehen, ob es etwas gäbe auf was ich Lust hätte.

Es gab vieles zum Grillen, aber das Wetter sah nach Regen aus. Aber sie hatten Pollo fino, ausgebeinte Hähnchenoberkeulen. Dieses Hähnchenfleisch esse ich am liebsten, weil es immer saftig ist und bleibt.

Daheim besuchte ich meinen Gemüsehändler und nahm von dort eine kleine Zucchini und eine hell-lila gestreifte Aubergine mit. Etwas Thymian wollte auch mit, den Oregano bekam ich umsonst, weil der schon drüber war (aber noch genügend gut). Außerdem leistete ich mir eine teure Büffelmozzarellakugel aus Italien, die ich zum Überbacken nutzen wollte. Zuhause hatte ich frischen Rosmarin und Basilikum, ich war also bestens gerüstet.

Zuerst schnitt ich Aubergine und Zucchini in Streifen und salzte beide, damit sie ihr Wasser verlören. Nach etwa 15 Minuten brauste ich das Gemüse ab und gab es ohne Öl in eine sehr heisse beschichtete Pfanne. Nachdem beide Gemüsesorten Farbe genommen hatten und weicher geworden waren, nahm ich sie heraus und parkte sie, gab etwas Öl in die Pfanne und etwas der gehackten Kräutermischung in die Pollo fino und briet sie dann von allen Seiten an.

Dann nahm ich 2 Dosen Datterini (von Mutti), pürierte sie schnell durch, salzte und kräuterte die Mischung und gab ein paar El in meine ovale Form. Darauf dann eine Schicht des Gemüses, wieder von der Tomatensauce, den Rest des Gemüses, dann die Pollo fino, darauf dann den Rest der Tomatensauce, eine Handvoll Basilikum und zum Schluß der geile Mozzarella für die Oberschicht. Der Ofen war vorgeheizt auf 180 C. Ich ließ alles 35 Minuten im Ofen, die letzten 10 Minuten hab ich auf fast 200 C erköht, damit der Mozzarella ein paar Röststoffe bekommt.

Dazu machte ich ein paar Tripolini-Nester von De Cecci um endlich mal wieder die Pasta-Erfahrung zu machen (ich hab jetzt seit ein paar Monaten keine Pasta mehr gegessen, was für ein Jammer!).

Fazit: Hat richtig gut geschmeckt, morgen geb ich einem Mitarbeiter, der gerne meine Sachen versucht, eine der 2 übriggebliebenen Portionen, die andere nehme ich für mich mit. Es war ganz einfach zu machen, andere hätten es verfeinert mit Olivenöl oder Kapern oder sonstwas. Für heute war es pur genau so, wie ich es haben wollte.

 

 

 

 

Lasagne Lachs Spargel Erbsen


Heute fiel mir ein Gericht ein, daß ich (ich hab’s überprüft) vor 7 Jahren, ganz zu Anfang des Blogs kochte. Leider muß ich sagen, daß es damals besser fotografiert war.

Das hat heute nicht so gut geklappt, es war einfach zuviel auf dem Teller. Trotzdem hat es sich gelohnt, wenn auch meine Zutatenliste heute kleiner als damals war.

 

Im Grunde besteht das Gericht aus ein paar selbstgemachten Lasagnescheiben, zwischen die eine Mischung aus Lachsstücken, weissem Spargel, frischen Erbsen, Zucchinischeiben und einer Sahne-Fondreduktion gegeben wird. Dazu kommen noch ein paar Datteltomaten.

Der Nudelteig ist ein Ravioliteig von lamiacucina

Da er immer andere Mischungen nimmt, und ich den Originalteig nicht mehr finde, hier die Mengenangaben, die ich mir notiert hatte:

200 g Mehl

50 g Hartweizengriess (Semola rimacinata)

2 Eier

4 Eigelb

1 El Olivenöl

1 Tl Salz

Nach Robert von lamiacucina Eier, Gelbe, Salz und Öl zusammen aufschlagen und etwa 90% der Mischung zum Mehlgemisch geben. Ich benutzte meine Küchenmaschine, Robert, den Handrührer.

Die Mischung wird trocken und krümelig (ich hab dann den Rest der Ei-Mischung untergerührt).

Eine Stunde stehen lassen (bei Robert übernacht), dann mit einer Pastamaschine durchdrehen. Ich musste sehr wenig Griess dazugeben, um trockene Platten zu bekommen, der Teig war fast perfekt und liess sich leicht handhaben.

Insgesamt hab ich 3 Scheiben durchgedreht und schön geschnitten. Ich hab noch jede Menge Teig und werde wahrscheinlich morgen Ravioli oder etwas ähnliches machen.

Die drei Scheiben wurden abschliessend bemehlt, damit sie nirgendwo ankleben und zum Trocknen ausgelegt. Es waren allerdings nur weitere 90 Minuten Zeit, die den Platten zu einer gewissen Festigkeit verhalfen.

Mit dem Rest der Zutaten ging ich so vor:

Spargel – es gab frischen Bruchsaler Spargel (den ersten) aus der Folie. Bruchsaler Spargel ist das Gold der Erde aus der Gegend. Der hat heute bei meinem russischen Gemüsehändler €17.99/500g gekostet.

Ich hab genau einen Spargel gekauft 🙂  Dazu gab es eine Handvoll Erbsenschoten, eine Zucchini und 2 Zweige Basilikum.

Der Spargel wurde geschält, in Kalbsfond gar gezogen, dann herausgenommen, dann durch die Erbsen ersetzt. Die waren nach etwa 7 Minuten gar. Die Zucchini hab ich angebraten, damit sie wenigstens etwa Geschmack entwickeln 🙂

Nachdem die Gemüse soweit gar waren, legte ich sie beiseite und setzte das Wasser für die Lasagnescheiben auf.  Die brauchten 2 Minuten.

Der Lachs, der ürsprünglich in Tranchenform ins Haus kam, hatte mit allem ein Gewicht von 200 g. Ich nahm ihm die Haut ab und schnitt auch die grauen Vertiefungen unter der Haut, die tranig schmecken können, weg. Jetzt teilte ich ihn in bissgerechte Würfel.

Die Brühe wurde mit einem halben Becher Sahne aufgefüllt, dann gab ich den Lachs und die gegarten Gemüse dazu. Meine Überlegung war, daß der Lachs in der Größe von 1,5×1,5cm nur ein paar Minuten brauchen wird, gar zu werden. So war es auch. Ich habe eine kleine Menge Kartoffelstärke mit Wasser zum Abbinden hineingegeben, alles nochmal verrührt und angerichtet. Jetzt wurde auch die entkleidete und entdarmte Garnele schnell gewürzt und scharf in gutem Olivenöl angebraten. Am Schluss kam noch Basilikum dazu, dann war Fototermin.

Wie gesagt, früher war alles besser (Quatsch!) aber die Fotos schon 🙂

Aber vom Geschmack war das heute schon sehr gut – wobei der geneigte Leser vielleicht stutzt – kein Wein? Kein Fischfond? Kein Noilly Prat?

Es geht auch ohne. Wenn man den Lachs in einen kräftigen Kalbsfond legt, verändert er die Brühe und drückt ihr seinen Stempel auf. Deshalb braucht es auch keinen Fischfond.

Die anderen Aromaten wollte ich heute nicht, um die zarten Frühlingsgemüse nicht totzuschlagen.

 

 

 

 

 

Penne Chorizo Oliven Kapern Sardellen Tomaten


So ähnlich hab ich die Penne bestimmt schon mal gepostet, aber das macht nichts, sie sind eben lecker.

Gebraucht hab ich 80 g Penne von De Cecci

1 Tl Kapern

2 Sardellen

40 g Chorizo in kleinen Würfeln

1 Knoblauchzehe gehackt

1 El Tomatenmark

1 Tomate in Würfeln

1 Schluck Rotwein

Etwas Wasser

1 Chilischote

Petersilie

Parmesan

Die Zutaten werden einschliesslich der Tomate nacheinander angebraten. Danach wird mit Rotwein abgelöscht, Wasser und Chilischote kommen auch dazu. Nachdem die Penne al dente sind, die Sauce und Petersilie und Parmesan drübergeben.

Immer wieder lecker!

 

penne-kapern-sardellen-oliven-chorizo-tomate-1

 

penne-kapern-sardellen-oliven-chorizo-tomate-2

 

penne-3-copy                                                                                                                Das 3. Bild war so unscharf, daß ich mich entschloss, es mit Photoshop (den Paint-Funktionen)

etwas zu Warholisieren 🙂

Kalbsleber Salbei Tripoline


Heute bekam ich ein Stück Kalbsleber. Ich schaute nach Zubereitungsarten, weil ich spontan nichts mehr dazuholen konnte, weil es schon zu spät war.

Vor einigen Jahren hab ich eine Kalbsleber Venezianischer Art gemacht, eine mit Salbei (und Polenta). Die Polenta hab ich mir gespart, aber ganzen getrockneten Salbei hatte ich da, den gab ich gleich in warmes Wasser, um ihm neues Leben einzuhauchen.

Die Leber schnitt ich in relativ dünne Streifen und pfefferte und salzte sie.

Dann setzte ich das Nudelwasser auf. Als die Pasta halb fertig war, briet ich die Leberstreifen und eine klein gehackte Schalotte in Olivenöl an. Nach kurzer Zeit löschte ich mit Port ab (keine Angst, die Flasche ist inzwischen fast leer, bald nehm ich etwas anderes) und goss ein bißchen Rotwein nach und ließ es einkochen.

Kurz davor hatte ich die Bete, die eine 3/4 Stunde vor sich hin geköchelt hatte, aus dem heissen Wasser entfernt und etwas abkühlen lassen. Danach wurden die beiden Knollen geschält und gewürfelt. Jetzt gab ich einen Tl Zucker und einen El Weissweinessig dazu, außerdem eine Prise Salz. Zu guter letzt gab ich einen großzügigen El geriebenen Meerrettich, den ich immer wieder mal vom Pfälzer mitnehme zur Bete, weil ich die Kombination mag und es auch einen feinen Kick dadurch bekommt 🙂

Die Leber war rosa und hat sehr angenehm geschmeckt. Durch den Port bekam die Pfütze Sauce wieder eine Grundsüsse, die ihr gut stand und den Geschmack der Leber hob (Leber wird ja gerne mit Früchten kombiniert, das ist vom Effekt her ganz ähnlich). Die Tripoline (wie Fettucine mit krausem Rand) haben super dazu gepasst, wie auch die Bete einen süß-sauren und fruchtig-scharfen Kontrast gesetzt hat. Insgesamt ein stimmiges und auch (mit Ausnahme der Bete) ein schnelles Essen.

 

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Kürbistagliatelle Steinpilze


Es war noch ein Schnitz Hokkaido übrig, den ich in Wasser weich kochte. Ein Rezept (von Robert von lamiacucina) sah ein bestimmtes Mischverhältnis vor, das aber nicht hinhaute, weil ich nicht genug Kürbis hatte, und deshalb die Hartweizengriessmenge nicht genug war, um die Feuchtigkeit aufzunehmen. Also mußte ich ein bißchen panschen, um die Konsistenz Richtung Nudelteig zu bekommen.

Mithilfe verschiedener Küchenmaschinen bekam ich einen Teig hin, der dann in Cellophan eingewickelt im Kühlschrank ruhen durfte.

Später hab ich den Teig mit der Nudelmaschine ausgerollt, mußte aber immer wieder Hartweizengriess dazutun. Ich hab ihn nicht ganz dünn ausgerollt, weil die Tagliatellerollen einen etwas dickeren Teig erlauben (mehr passt eh‘ nicht durch). Die Paste hab ich gleich in noch mehr Mehl gewendet und dann eine Stunde bei 40 C im Ofen getrocknet. Das Ergebnis war nicht optimal, weil der Teig immer noch ein wenig zu feucht war, aber 3/4 der hergestellten Nudelmenge konnte ich verwerten.

Hartweizengriess

Prise Salz

Prise Piment

1 Ei, 1 Eigelb

Kürbis

Der gegarte Kürbis wird mit einem Ei gecuttert, danach durch ein feines Sieb getrieben (diesen Schritt hab ich mir gespart), danach wird diese Masse mit dem Griess in der Küchenmaschine durchgewalkt. Dann kam sie in den Kühlschrank. Ein paar Stunden später konnte ich sie ausrollen.

Die Steinpilze hab ich gestern auf dem Markt geholt, muß aber sagen, daß dieses Jahr kein gutes für Steinpilze ist. Heute hab ich sie geputzt und in Scheiben geschnitten und danach in Butterschmalz angebraten. Vorher aber wurde eine kleine Handvoll Speck in Olivenöl angebraten, etwas Knoblauch kam noch dazu, danach aufs Küchentuch um abzutropfen.

Am Tag zuvor hatte ich eine Hähnchenbrühe gekocht, die ich heute reduzierte. Nachdem sie eine Weile reduziert hatte gab es einen kleinen Schluck Mirin, einen 1/4 El Sojasauce und eine Bestäubung aus der Steipilzpulvertüte. Das ist die Tüte, in der ein Pulver lagert, das ich aus getrockneten Steinpilzen in meiner Kräutermahlmaschine gemacht habe.

Das gibt immer einen schönen intensiven Kick!

Nachdem ich die Kürbispasta ein paar Minuten gegart hatte und sie fast gar waren, goß ich die ab und stellte sie kurz warm.

Die Steinpilze wurden nochmal heiss gemacht, ein Schluck Weisswein und ein Schluck Geflügelbrühe dazugegeben und wieder eingekocht in weniger als zwei Minuten.

Jetzt die Pasta auf den Teller geben, Steinpilze und Flüssigkeit dazu und Petersilie und Parmesan drüber.

 

Fazit: Die Pasta war nicht optimal, sie war etwas zu bissfest, das heisst, in Teilen war sie gar, teilweise nicht. Das lag daran, daß die Pasta nicht in allen Teilen im Ofen durchgetrocknet war.

In Zukunft würde ich das nicht zwingen, sondern einen Tag vorher damit anfangen. Der Robert hat einen Rahmen mit Siebelement zum trocknen, das hätte ich auch gerne 🙂

Die Steinpilze hätte ich lieber weniger aber größer gehabt, geschmacklich war das aber gut, vor allem die unterstützenden Flüssigkeiten.

 

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Schweinsbäckchen Paccheri Karotten


Heute erwartete ich sehr gern gesehenen Besuch, meinen ältesten Freund H. mit Sohn M. und seiner Mutter. H. und ich sind zusammen in die Grundschule gegangen und haben uns danach nie aus den Augen verloren.

Jedenfalls war der Besuch es wert, irgendetwas idiotensicher Leckeres zu machen, das aber auch nicht zu arbeitsaufwendig ist.

Wie es der Zufall wollte, war ich am Abend zuvor in einem Edeka in dem ich schon öfters abgepackte Bäckchen gefunden habe; so auch an dem Tag.

Bäckchen sind vergleichsweise preiswert und ich bekam 12 Stück, also 3 für jeden für runde €10. ein Schnäppchen für 4 Personen.

Auf dem Markt am Samstag holte ich noch Karotten und einen Salat dazu, bei meinem italienischen Supermarkt fand ich die Paccheri von De Cecco, das sind Nudeln die eigentlich aussehen wie auseinandergeschnittene Tintenfischtuben. Ich hab sie deswegen gekauft, weil der Markt an dem Tag keine Pappardelle hatte.

Da ich ja jetzt eine offene Küche habe, dachte ich es wäre bequem sich beim Arbeiten zu unterhalten, aber kaum stand ich auf, hatte ich schon 2 Helfer, die sich um die Insel scharten! Das funktioniert echt gut…

Die Bäckchen:

1 Zwiebel schälen und kleinschneiden, 1 Knoblauchzehe ebenso.

In einem Topf zuerst die ersten 6 Bäckchen scharf anbraten, die dann herausnehmen und die zweiten 6 anbraten. Jetzt das Fleisch entfernen, einen guten El Tomatenmark dazugeben, anrösten und mit einer knappen halben Flasche Dornfelder Merlot ablöschen (ich hatte am Abend zuvor diesen Wein genommen, um die Pflaumen zu Mus zu verarbeiten, mit gutem Ergebnis). Jetzt alles Festgebrannte im Topf mit einem Kochlöffel abkratzen und die Bäckchen wieder in den Topf geben. Sollten sie nicht ganz von der Flüssigkeit bedeckt sein, etwas Wasser dazugeben.

Den Deckel drauf und die Hitze soweit reduzieren, daß die Flüssigkeit nur ab und zu blubbt. Knappe 2 Stunden köcheln (man sieht und fühlt mit dem Löffel, wann sie zart sind). Das geht auch nicht ganz allmählich, sondern wenn der „Schmelz“punkt der Collagene erreicht ist, innerhalb von wenigen Minuten. Bäckchen sind von Collagenstreifen durchzogen, die ab einer bestimmten Temperatur wegschmelzen. Das macht eine super Sauce und ein butterzartes Stück Fleisch.

Als ich den Punkt bemerkte, stellte ich die Hitze ab und schmeckte die Sauce ab. Sie hat wirklich nur ein paar Prisen Salz gebraucht, sonst nichts (ich hab vergessen zu erwähnen, daß ich zu Anfang der Kochzeit 4 Stängel frischen Thymian dazugegeben hatte).

Die Karotten hat mein Assistent M. geschält und mit Kurzhaarfrisur versehen :-). Manche dieser Möhren mußte ich noch abschrägen, sonst hätte ich einen Spargeltopf gebraucht. Zum Kochwasser kam eine Prise Salz, eine Prise Zucker und der Saft einer Orange. Der Assistent hatte vorher die Orange mit einem Zestenreisser entkleidet.

Die Karotten kochten leise vor sich hin, das Nudelwasser kochte und ich konnte endlich auch die Paccheri dazugeben. Auf der Packung stand 12 Minuten für al Dente, 14 Minuten, um sie durchzugaren – es waren mindestens 20 Minuten.

Dann aber konnten wir anrichten und noch frisch gehackte Petersilie auf die wirklich auf den Punkt gegarten Karotten und etwas Orangenzeste auf die Bäckchen zu geben, um die Sauce zu heben.

 

Vorab gab es einen grünen Eichblattsalat mit Tomaten und Heidelbeeren, was bei H. Zweifel aufkommen ließ. Nachdem er die Kombi probiert hatte, meinte er das müßten sie Zuhause auch nachmachen 🙂

 

Schweinsbäckchen Paccheri Karotten Rotweinsauce 1

 

Schweinsbäckchen Paccheri Karotten Rotweinsauce 2

Penne Bärlauchpesto Paprika Chili


Nach gestern wollte ich eigentlich nur mein Pesto verwenden (nicht, daß es mir schlecht wird äh, das Pesto natürlich!).

Und ich hatte die Fissematenten von gestern noch dicke, also entschloss ich mich Pasta zu machen, die leichteste Übung.

Wasser wurde aufgesetzt, mit reichlich Salz, als es kochte kamen die 80 g Penne dazu.

Pesto stand schon bereit, es waren vielleicht noch 7 Minuten Zeit, bis die Pasta soweit war, da sah ich einen unverbrauchten Spitzpaprika herumliegen.

Mein inneres Auge sah sofort das potentielle Gericht vor sich – hellgrün gefärbte Pasta mit grellroter Haube. Da rot und grün komplementär sind, gefiel mir das schon vom Optischen her, und ich beeilte mich, die Pfanne so schnell wie möglich heiss zu bekommen. Währenddessen schnitt ich die Paprika in feine Streifen, gab noch eine in feine Scheiben geschnittene Knoblauchzehe und eine gemörserte Thai-Chili dazu und briet alles bei starker Hitze unter schnellem rühren an. Das dauerte vielleicht 4 Minuten. Man kann auf den Fotos sehen, daß die Knoblauchscheibchen schön angeröstet wurden. Die waren herrlich – knackig mit schönem Röstaroma. Nachdem die Penne gar waren, goss ich sie erst ab, gab sie aber mit dem Sieb mit noch etwas Kochwasser zurück in den Topf, gab dann 2 El (gehäuft) Pesto dazu und rührte alles unter. Ich drehte die Hitze nochmal auf, damit die Sauce nicht zu nass und nicht zu trocken würde.

Dann kam die Pasta auf den Teller und die Paprikamischung obendrüber.

Es hat echt gut geschmeckt, ich hab ein gutes (Kalorien)gewissen trotz Pasta, und die Fotos gefallen mir auch wieder 🙂

 

Penne Bärlauchpesto rote Spitzpaprika Röstknoblauch Chilischote 1

 

Penne Bärlauchpesto rote Spitzpaprika Röstknoblauch Chilischote 2

Rehragout Pasta Saubohnen


Es war gut, aber irgendwie auch nicht richtig… ich weiss nicht was. Das Ragout war noch übrig und wurde aufgetaut, die Saubohnen (die ersten, die was taugten bei meinem Türken auf dem Markt) standen rum und mußten fort (just kidding 🙂 ) Sie waren noch gut, aber warum ein Risiko eingehen? Und die Pasta hatte ich schon bei der letzten Rehvariante serviert, nur nicht nachgeschaut, wie die Dinger wieder heissen.

Wie gesagt, es war gut, sogar ziemlich gut (ich verlier da manchmal den Überblick, welche Abgründe sich sonstwo kochtechnisch auftun…), aber es kam sehr sehr bieder daher. Vielleicht lag es daran, daß ich es unter der Woche gekocht habe, oder, daß ich ziemlich durchgelutscht bin. Wir hatten die letzten paar Tage Inventur, ich hatte mich außerdem freiwillig an anderen Orten gemeldet und war ein paar Tage im Bayerischen unterwegs. Inventur bedeutet, viel in Körperhaltungen unterwegs zu sein, die mich richtig an meine Grenzen bringen, so war ich die letzten paar Tage froh, schnell etwas zu machen, ohne groß an den Blog zu denken.

Gestern kam dann noch die Sache mit dem „Potluck“ dazu. Damit die Inventurbelegschaft mittags nicht allzu verstreut wird, wurde vorgeschlagen, ein Potluck zu veranstalten, das heisst, jeder bringt etwas mit. Wir haben eine Vielvölkergemeinschaft mit starker asiatischer Ausprägung, und das ist jedesmal super!

Heute gab es großartige Frühlingsrollen, Glasnudelsalat mit Hähnchenfleisch und Gemüse, Schweinefleischbällchen süß-sauer, eingelegte Hähnchenflügel, Reis, et al.

Ich brachte 2 kg Pulled Pork mit, das ich abends um 19:00 nach 24-stündigem Rub mit einer Sauce in den Slow Cooker verfrachtete, der das Ganze auf „low“ garte, bis um 4:30 der Wecker klingelte. Ich schlief nicht schlecht, träumte aber die ganze Zeit von diesem Fleisch, dem Slaw, das noch gemacht werden musste, und den Saucen.

Es war am frühen Morgen schon eine Rennerei, aber ich hab es hinbekommen.

Erfolgreich war es auch: Ich hab 12 Brötchen dazugekauft, die Saucen und Slaw und Fleisch auf den Tisch gestellt. Als ich kurz vor 15:00 ging, wurde gerade die letzte Portion verschlungen. Schönes Kompliment, bei der Konkurrenz!

Im Ernst, die Damen (die meisten Asiatinnen bei uns kommen aus den Philippinen) behandeln mich sehr respektvoll und ebenbürtig und fragen immer, was ich gerade gemacht habe 🙂

 

Aber zurück zum Rehragout – es sieht aus wie ein Normgericht aus der Kantine, in einem Normteller mit Unterteilungen für die verschiedenen Speisegruppen.

Nur gibt es in der Kantine eher selten Rehragout, noch seltener Saubohnen, und wahrscheinlich nie Za’atar als Gewürz für die Saubohnen, es sei denn die Kantine steht im nahen Osten, oder der Kantinenkoch stammt aus der Ecke und hat die Lizenz zum Experimentieren.

 

Rehragout Saubohnen Pasta 1

 

Rehragout Saubohnen Pasta 2

Kalbsleber Fettuccine


Heute hab ich eine Kalbsleber gesehen und konnte nicht widerstehen…

Ich hab sie in Streifen geschnitten, gewürzt, gemehlt und beiseite gestellt.

Die Fettuccine kamen in kochendes gesalzenes Wasser.

Für eine Sauce hab ich 2 Schalotten klein gehackt, in Olivenöl angebraten und mit Cognac abgelöscht.

Dazu kam ein Glas Hühnerfond, das stark reduziert wurde. Ein paar Kügelchen Butter-Mehlmischung sorgten für eine

etwas dickere Mischung. Dazu ein Schluck Sahne und ein guter Teelöffel grüner Pfeffer.

Wenn die Pasta fast fertig ist, die Leberstreifen in die krachend heiße Pfanne geben, schnell wenden und schwenken.

Die Streifen warm halten, die Pfanne nochmal mit Cognac deglacieren und ein paar Kellen der Fondmischung dazugeben.

Servieren.

Wer Leber mag wird es lecker finden.

 

Kalbsleber Fettuccine 1

 

Kalbsleber Fettuccine 2