Schweinebäckchen Bohnen Tomaten Tagliatelle


Ich war heute wieder in einem Edeka im Haidach, einem Stadtteil im Pforzheimer Süden. Der Laden gehört zu der neueren Generation von Edekas – groß, mit guter Auswahl – obwohl ich dort 2 “Key” Zutaten nicht bekam. Sie hatten zwar Cranberries, aber der Preis war inflationär (150g für €1.99, da gibt es anderswo 200 g dafür-außerdem waren manche am Boden sichtbar schimmlig oder kurz davor).Also hab ich dort nicht gekauft. Auch haben sie wohl ihre Frischteigabteilung verlegt oder abgeschafft – ich weiss es nicht genau. Anfangs hab ich drauf geachtet und nichts gefunden, später war ich abgelenkt. Allerdings fuhr ich danach in einen anderen Laden ( einen REWE) und fand auch nicht, was ich suchte, nämlich Mürbteig frisch süß oder neutral. Dort hat es diesen Teig vor ein paar Monaten noch gegeben. Jetzt nicht mehr – nur noch Blätter- Jufka/Filo- Flammkuchen- und Pizzateig.

Das enttäuscht mich, weil sie noch vor ein paar Monaten diesen und andere Teige im Sortiment hatten. Das scheint der Vergangenheit anzugehören.

Dafür hatten sie wieder einmal Schweinebäckchen. Ich kann da nicht widerstehen, weil die einfach toll zart werden und eine Supersauce machen.

Die Schweinebäckchen hab ich gewürzt, scharf angebraten, Knoblauch und Zwiebel dazugegeben, anschwitzen lassen, 2 El Tomatenmark anrösten lassen, Sherry dazugegeben und abgelöscht.

Ich gab eine kleine Tasse Wasser dazu, 10 Minuten später hatte ich eine rote Paprika in kleine Stücke geschnitten und mit in die Flüssigkeit geworfen.

Nach 15 Minuten war die Paprika gar, und ich entfernte das Fleisch, schüttete die Flüssigkeit in ein Püriergefäß um und pürierte sie. Dazu kam ein halber El Pimenton de la Vera, das Rauchpaprika, und eine gute Prise Cayenne. Nach dem Pürieren und dem Abschmecken war die Sauce sehr geschmackvoll. Ich hab noch im Larousse Gastronomique geschaut, ob ich finde, wie die Sauce heisst, aber ich hab sie nicht gefunden. Ich denke, sie ist eine Espagnol-Abart, oder eine Ungarische Variation.

Nachdem die Sauce püriert war, kam das Fleisch zurück in den Topf und wurde auf kleiner Flamme weiter gegart.

Die grünen Bohnen hab ich zuerst etwa 10 Minuten in Salzwasser gegart, danach wgen der Farbe abgeschreckt. In einem anderen Topf wurde zuerst Knoblauch angeschwitzt, danach kam eine kleine Handvoll Baconbits dazu, die ordentlich schwitzen durften, dann kamen 2 kleinere Tomaten in Stücken dazu. Mit aufgesetztem Deckel kochten die Tomaten ein. Dann wurden sie offen weiter reduziert, abgeschmeckt und gewürzt. Am Schluß wurde alles zusammengeworfen, die Bohnen und das Tomatenmus.

Die Tagliatelle war schnell und leicht zubereitet und bildete das Rückgrat des Gerichts. Der Clou war ja wahrscheinlich, die Tagliatelle ebensowarm wie die Bohnen und den Bäckchen auf den Teller zu bekommen… aber wir haben es hinbekommen.

Im Ernst, kein Problem. Während Bäckchen und Bohnen bei geschlossenem Deckel auf abgeschalteten Kochplatten warten serviert zu werden, kommen die Tagliatelle optimal auf den Teller.

 

Schweinebäckchen Tagliatelle Paprikasauce 3

 

Schweinebäckchen Tagliatelle Paprikasauce 2

Advertisements

Spare ribs Paprikagemüse Paprikatunke


Es war ein warmer Tag, der mich auf Gedanken brachte, die mit grillen zu tun haben. Schälrippen (Spare ribs) hatten wir dieses Jahr auch noch nicht, aber auch keine Zeit, sie aufwendig selbst zu marinieren.

Ich entschloss mich dann, die einzel marinierten und verpackten aus dem ALDI zu probieren. Ich hab die ribs bei 150 Grad in den Ofen geschoben, in der Hoffnung, daß sie nicht zu sehr austrocknen (normalerweise siede ich die Rippen 30 Minuten im Wasser, bevor ich die Sauce draufgebe und sie im Herd oder auf dem Grill überbacke…).

Sie waren etwas mehr als eine Stunde im Ofen, nicht so zart wie bei der anderen Zubereitungsart, aber durchaus genießbar. Was mich allerdings irritiert hat, war die Würzmischung, die die Rippe bekommen hatte. Es waren asiatische Kombinationen dabei, die ich nicht unbedingt mit Barbeque verbinde, wie zum Beispiel dem Sternanis, der Nelke und dem Kardamom.

Dazu hab ich zwei Paprikas in Streifen geschnitten, angebraten, mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Pimenton de la Vera gewürzt und sie, als sie weich waren zur Seite gestellt.

Für das Fleisch hab ich 2 rote Paprikas in kleine Stücke geschnitten, mit roter Zwiebel und Knoblauch angebraten und, als es zart war, mit Olivenöl zu einem Püree gemixt. Da gab es noch 3 sehr scharfe Peperocini dazu. Das hat gut zum Fleisch gepasst. Frau B. war es ein Tick zu scharf (oder besser gesagt, die falsche Art von Schärfe). Die Tunke hab ich leider vergessen zu fotografieren.

Spare-Ribs-Paprikagemüse-2