Hähnchenbrust Panko Karotten Spätzle


Gestern war ich bei Zorn und nahm eine Hähnchenbrust von Siebert mit. Heute machte ich die Brust, aber ich hatte Lust sie zu panieren, und da ich noch Panko im Haus hatte, gab es statt normalen Semmelbröseln oder Paniermehl das viel crunchigere Panko aus Japan. Also erst würzen, dann in Mehl wenden, dann in verkleppertem Ei und schliesslich in Pankobröseln.

Dazu gab es Karotten, in Butter angegangen und mit Salzwasser schonend bis zur Bissfestigkeit gegart.

Ich gestehe, die Spätzle hab ich frisch gekauft (für eine Person lohnt sich die Arbeit wirklich nicht) und die Qualität ist genauso gut. Die hab ich in Butter geschwenkt. Hauptthema heute beim Rezept ist übrigens Butter!

Nachdem die Brust paniert war, gab ich eine grosszügige Menge Butter in die Pfanne und dazu noch Rapsöl, etwa 2 cm hoch. Darin schwenkte ich die Brust, bis sie von allen Seiten goldgelb war. Dann liess ich sie auf Krepp ihr Fett abgeben.

Dazwischen hatte ich noch eine kleine Sauce gebastelt, aus Zwiebel, Knoblauch, jeweils einem Schuss Port und Weisswein und einem halben Glas Hühnerbrühe. Nachdem sie schon gut eingekocht war gab ich 2 El Wasser/Speisestärke dazu, um sie zu binden. Anschliessend entfernte ich die Zwiebel/Knoblauchmischung durch ein Sieb und gab die Sauce ans Huhn.

Ein normales Essen, aber die Brust mit der Panade war sehr lecker – crunchy, saftig, aromatisch. Eigentlich wäre es fast besser gewesen die Sauce ganz wegzulassen und sie durch Preiselbeeren oder etwas ähnlichem zu ersetzen.

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Hähnchen Bohnensalat Blauschimmeldressing


Heute hatte ich die Idee eine Variante eines amerikanischen Fast Food Gerichts “langsam” herzustellen und die schlimmsten Kalorien zu vermeiden. Normalerweise wird das Schimmelkäsedressing zu Buffalo Wings gereicht, einer Zubereitungsweise für Hähnchenflügel in einer gekauften Tabasco ähnlichen Sauce (Pete’s). Dazu gibt es traditionell Selleriestangen.

Ich fand aber mein Lieblingsteil eines Hähnchens, nämlich den Oberschenkel, eigentlich zwei. Ursprünglich dachte ich daran die Oberschenkel nach dem Panieren zu frittieren, aber ich hatte kaum noch Öl im Haus und so entschloss ich mich, sie im Ofen auszubacken.

Für die Panade brauche ich:

  •  2 Hände Paniermehl – Panko ist bestimmt besser
  • 1 gehäufter El Salz, Pfeffer dito
  • 1 El Paprika süss
  • 1 El Cayenne
  • 1 Ei

Das Ei verkleppern, Paniermehl und Gewürze in einen Gefrierbeutel geben, vermischen, Hähnchen durch das Ei ziehen und im verschlossenen Beutel mit der Panade durchschütteln. In eine Pfanne mit 2 Tl Rapsöl geben und in einen Ofen bei 180 C geben. Nach einem Drittel der Zeit wenden. Es tritt dabei auch Hähnchenfett aus, das die Panade tränkt. Trotzdem gibt das Hähnchen mehr Fett ab, als es aufnimmt. Ich liess es etwa 40 Minuten im Herd.

Der Bohnensalat ist ganz einfach: Bohnen putzen, mit Salz kochen, bis sie bissfest sind und kalt abschrecken.

Eine Marinade aus 1,5 El Weissweinessig und 4 El Olivenöl machen, 1 Zwiebel und eine Knoblauchzehe fein hacken und in die Marinade geben. Salzen und pfeffern und die Bohnen dazugeben. Bis zum Essen kaltstellen.

Für das Blauschimmelkäsedressing:

  • 50 g Bleu d’Auvergne
  • 1 gehäufter El Creme fraiche
  • 1 gehäufter El Mayo (es ist und bleibt ein amerikanisches Rezept)
  • 3 El Milch
  • Saft einer halben Zitrone

Mit einem Mixer durchpürieren, kleine Stücke zulassen.

Die Menge reicht für 4-6 Personen oder für 2 oder mehr Tage.

Es hat Spass gemacht, ein Rezept zu kochen, das normalerweise zu Footballspielen oder ähnlichem serviert wird. Es hat für mein Dafürhalten auch besser geschmeckt als das Original 🙂


Hähnchenbrust Kiev grüner Spargel Drillinge


Ich hab eben nochmal nachgeschaut: Es gibt kein verbrieftes Recht, die gefüllte Brust in der Ukraine anzusiedeln, obwohl die Ukraine gerne darauf hinweist, dass sie die Erfinder waren. Das ist aber strittig.

Klassischerweise wird Dill genommen, um die Butter anzureichern, mit der die Hähnchenbrust (im Original eine Suprême, also eine Brust mit Flügel) gefüllt wird. Aber das wird wohl schon lange variiert.

Meine eigene Variante hatte Kerbel, glatte Petersilie und etwas Schnittlauch in der Butter. Ich schnitt ein kleines Loch in den Rand der Brust und formte aus der Kräuterbutter dünne Würste, die ich dann relativ einfach hineinschieben konnte. Dann wurde erst mit Mehl, dann 2x mit Ei und Panko paniert. Kein Wunder, dass die Brust später so riesig ausschaute! Anfangs hatte sie gerade mal 200 g.

Dazu gab es meinen ersten deutschen grünen Spargel (himmlisch! So viel besser als die ausländischen-weil viel frischer!) und noch ein paar Drillinge, kleine Kartoffeln in der Schale mit richtig viel Geschmack-zuerst gegart und dann in Olivenöl, Rosmarin und Thymian geschwenkt.

Für ein Freitagessen war es ziemlich genial 🙂

 

 

 

 

 

Rotbarsch Erbsen Kartoffeln Steinpilze Artischocken


Heute war ein herrlicher Tag. Die Sonne schien, es gab mehr als 20 C am Nachmittag und der Stau nervte nicht so sehr wie die letzten Tage. Zuhause angekommen ging ich zu meinem Fischmann gegenüber, um zu sehen, was er alles da hätte. Es hatte schon einiges an Auswahl, aber plötzlich fühlte ich einen Anfall von Faulheit und ich nahm ein Rotbarschfilet mit.

Danach ging es nebenan zum russischen Edelgemüsehändler. Dort war ich nicht, seit sie 3 Wochen am Stück Urlaub gemacht hatten.

Und Bingo! Ich liebe den Frühherbst -es gibt noch sommerliche Gemüse, aber auch schon alles was den Herbst so toll macht, zumindest kulinarisch.

Es gab Erbsen, weiss sonst wer woher um diese Zeit, Steinpilze zu erträglichem Preis, und kleine ganz frische Artischocken (für €  .60/Stück).

Um dem Gemüse eine gemeinsame Basis zu geben, hackte ich eine rote Zwiebel klein und briet sie an.

Die Kartoffeln wurden geschält und in kleine Quader geschnitten und fast gar gekocht, dann in Butter/Olivenöl angebraten. Die Erbsen wurden extra in kochendem Wasser gegart und dann beiseite gestellt.

Ich hatte die Kartoffeln schon fertig gebraten und beiseite gestellt und sie dann in die Pfanne, in der ich die Steinpilze anbriet, gegeben. Dazu gab ich etwas von meinem Steinpilzpulver, um den Pilzgeschmack zu verstärken.

Die Artischocken wurden geputzt, pariert, geviertelt und mit einer halben Zitrone etwa 12 Minuten in Wasser gekocht und beiseite gestellt.

Die Erbsen kamen zur roten Zwiebel zusammen mit einem Schluck Weisswein, Kartoffeln, Steinpilze und Artischocken wurden in einer anderen Pfanne erhitzt.

 

Der Fisch wurde zünftig paniert, also zuerst gewürzt, dann mehliert, dann durchs Ei gezogen und am Schluss durch zerkleinerte Semmelbrösel vollendet und in einer Butter/Olivenölmischung gebraten.

Für diesen Fisch genügte Zitronensaft (das meinte ich mit Faulheit).

Jetzt kam alles zusammen.

Ich weiss nicht, ob heute das letzte Mal dieses Jahr war, diese Zutatenkombination servieren zu können, aber oft wird es das dieses Jahr nicht mehr geben.

 

 

 

 

 

Rotbarsch Kartoffelsalat


Heute ist zwar nicht Freitag, es fühlt sich aber so an – ich hab morgen frei 🙂

Ich hatte keine Lust groß shoppen zu gehen und ging stattdessen über die Straße zu meinen Fisch- und Gemüsehändlern.

Beim Papa Fisch hatte ich wieder grosse Auswahl, nahm aber einen profanen Rotbarsch, weil ich einen panierten Fisch nach Kantinenart machen wollte, und der Rotbarsch einer der beliebtesten Kantinenfische ist.

Beim Gemüsemann nebenan sah ich eine Menge kleiner und feiner Sauereien, die man wirklich nicht überall bekommt: Radicchio rose, ein rosa Radicchio, der genauso bitter ist wie sein roter Bruder. Radieschen, konventionell rot oder auch schlank und rotweiss. Die inzwischen gewöhnliche Kresse, und Frühlingszwiebel mit dickem Bauch.

Alle Zutaten sollten den an sich schwäbisch/badischen Kartoffelsalat sowohl vom Geschmack als auch vom Aussehen pimpen.

 

Den Rotbarsch hab ich gesalzen, dann mehliert, in Ei gewendet und in frisch hergestelltem Paniermehl gewendet.

Die Kartoffeln wurden in der Schale fast 35 Minuten gekocht, dann abgekühlt und geschält. Dann wurden sie kleingeschnitten und in eine Schüssel gegeben.

Ein drittel Glas Kalbsbrühe wurde aufgekocht, eine gehackte Frühlingszwiebel gab ich dazu, um ihr etwas die Schärfe zu nehmen.

Nachdem die Brühe einmal aufkochte nahm ich sie vom Herd, liess sie auskühlen und gab 3 El Olivenöl und 1 El Weissweinessig dazu, ausserdem schmeckte ich mit Salz und Pfeffer ab.

Die Radieschen wurden in Rädchen geschnitten, den Radicchio gab es in Streifen und Fetzen, Petersilie gab es auch noch und die Kresse gab es obenauf.

 

Die Rotbarschfilets kamen in heisses Öl (Rapsöl) und wurden gegart, bis sie eine schöne Bräune erreicht hatten.

 

Ich hatte mir überlegt eine Remoulade herzustellen, entschied mich aber dagegen, weil ich den Fisch heute nur mit Zitrone geniessen wollte.

Wäre aber kein Problem gewesen 🙂

Uff Monnemarisch: Äffach, awwa guut!

(Auf Mannheimerisch: Einfach, aber gut!)

 

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Cordon Bleu Pommes Gurke Tomate


Manchmal muß es ein Wirtshausessen sein. Ich ging beim Metzger Zorn vorbei, ohne einen Plan zu haben. Dort verstrickte ich mich in ein Gespräch mit der netten Fleischfachverkäuferin, bis am Ende die Entscheidung auf ein Schweineschnitzel mit Schmetterlingsschnitt aus der Oberschale fiel.

Das letzte Mal, daß ich das machte hab ich es nicht paniert, heute mußte Panade sein. Vorher aber wurde es mit echtem Schweizer Emmentaler und einem frischen Winzerschinken gefüllt, mehliert, in Ei gewendet und in Bröseln paniert. Die Brösel, man sieht es, waren leider nicht die leichten, luftigen vom Bäcker, auch keine Panko aus dem Asiamarkt, sondern irgendwelche Sünden, weiß Gott wo ich die her hatte!?

Die waren nicht optimal, aber letztendlich haben die Brösel nicht den Ausschlag gegeben. Das Cordon Bleu wurde in Butterschmalz angebraten. Obwohl einiges an Butterschalz in der Pfanne war, war es nicht genug, um es richtig zu machen, aber mir war es fettig genug. Die Petersilie hab ich auch versucht in dem Butterschmalz zu frittieren, das hat nur halb geklappt 🙂

Dazu gab es handgeschnittene Kartoffeln, die ohne Öl in einen Ofen von 190 C kommen, schön gesalzen und mit Umluft. Die werden in 15-20 Minuten knackig, mit luftigem Inneren.

Dazu hab ich einen kleinen Gurken-Tomatensalat gemacht, mit Weissweinessig und Olivenöl.

Die Wirtshausatmosphäre von früher mit Rauch- und Fettgeschwängerter Luft hab ich hier nicht vermisst 🙂

 

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Wiener Schnitzel Spargel grün weiss Butter Schnittlauch


Ich habe Samstag bei einem sehr guten Metzger in KA zwei Kalbsschnitzel geholt, etwas, das ich immer wieder gerne zubereite.

Zufällig hab ich nachgeschaut, ob es sich lohnt, so etwas zu posten und stellte fest, daß ich noch nie ein Wiener Schnitzel gepostet habe.

Ohne den geneigten Leser langweilen zu wollen, hab ich das Schnitzel auf die übliche Art paniert (zuerst Mehl, dann Ei, dann Semmelbrösel) und in einer Mischung aus Öl (kein Olivenöl, sondern Rapsöl) und Butter angebraten. Es darf ruhig etwas mehr Fett sein, anschließend auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Die Spargel habe ich in zwei verschiedenen Pfannen gemacht. Den weißen in Wasser mit Salz und Zucker, den grünen hab ich in Olivenöl angebraten, gesalzen und nach ein paar Minuten mit der gestrigen Gemüsebrühe abgelöscht und mit Deckel weitergegart.

Am Schluß den Deckel weglegen und die Flüssigkeit einkochen lassen.

Der weiße Spargel wird bis zum Schluß mit Deckel drauf fertig gegart, braucht auch ein paar Minuten länger.

Die Butter hab ich einfach nur geschmolzen, über den Spargel gegeben und dann den Schnittlauch drübergestreut.

Die Schnitzel (180g/Stück) haben etwa 7 Minuten gebraucht.

Sehr befriedigend, auch ohne die sonst obligatorische Zitrone.

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