Orecchiette Gamberi Erbsen Artischocken


Als Hauptspeise gab es Pasta, allerdings wenig, gerade 60 g (weil die Vorspeise ziemlich mächtig gewesen war). Die Orecchiette, die ich nehme, sind auch von De Cecco und brauchen gottseidank nicht so lange wie andere Sorten der Firma. Trotzdem waren es gute 12 Minuten, eine stolze Länge für ein kleines Scheibchen.

Dazu machte ich vorher die übriggebliebenen Erbsen vom Wochenende. Die wurden schnell gepalt und gar gekocht und kalt abgeschwenkt. Dazu kamen vier kleine eingelegte Artischocken, die ich geviertelt hatte, ein paar Blätter Basilikum und  zwei Gambas.

Eine der beiden Gambas schälte ich, zog den Darm, liess sie aber ansonsten ganz, die andere wurde genauso behandelt, nur wurde sie danach in dünne Scheiben geschnitten.

Nachdem die Orecchiette gar waren, wurden die Erbsen, Artischocken und Gamberi schnell in Olivenöl erhitzt und gegart (2 Minuten). Danach wurden sie gemischt und mit dem Dekokopf der einen Gamba serviert.

Es war gut, aber ich mache selten Pasta mit Fisch oder Meeresfrüchten, weil ich Pasta immer mit Parmesan verbinde, und der passt hier nicht hin. Ausnahme sind Muscheln, da vermisse ich nichts 🙂

 

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Orecchiette Broccoli Salsiccia


Das hier ist eine Abwandlung eines Rezepts aus Apulien (der Absatz Italiens). Orecchiette pugliese. Wie ich nachgelesen habe, sind die Orecchiette eine apulische Erfindung, und werden gerne mit Broccoli gemischt serviert. Wenn tausend (na gut, 100) Rezepte nicht irren, handelt es sich um ein vegetarisches Rezept, das von den Orecchiette, den saftigen Broccoliröschen, der scharfen Chili und dem Pecorino, der dort wohl auch typisch ist, lebt.

Meine Fleischeslust verbat mir diesen Weg, auch hatte ich zwar Möglichkeit, aber nicht Neigung den Pecorino-Weg einzuschlagen. Stattdessen gab es ein großzügiges Stück Parmesan vom italienischen Supermarkt. Dort bekam ich auch ein Stück frische Salsiccia, allerdings heute ohne Fenchel, sondern normal, auch ohne zusätzliche Schärfe. Ich machte aus der Not eine Tugend, überlegte, ob ich einfach Fenchelsamen mörsern und dazumischen soll, und entschied mich dann aber dagegen, weil dadurch die gekauften Basilikumblätter gut passten.

Es war ganz einfach:

Orecchiette von De Cecco in gesalzenes kochendes Wasser geben, die Packung sagt 11 Minuten. Ich teste das immer.

Die Broccoliröschen kleinschneiden, 3 Minuten blanchieren, kalt abschrecken wegen der Farbe, in einer Pfanne 2 Knoblauchzehen in Olivenöl kleingehackt langsam angehen lassen, eine Thai-Chili gemörsert dazu, bis alles gar ist. Wenn die Orecchiette gar sind, abgiessen, eine kleine Kelle Pastawasser aufbewahren, Gemüse in den Topf mit der Pasta geben, die Flüssigkeit dazu, abschmecken und auf tiefen Tellern servieren.

In meinem Fall gab es kleine, vorher angebratene Salsicciabällchen dazu, außerdem Parmesan statt Pecorino ( ich hab gegen den Pecorino keine Abneigung, finde ihn nur etwas spezieller als Parmesan, wenn es um seinen Einsatz als Reibekäse geht). Ich hab das letzte Mal Orecchiette gegessen, ich weiß nicht wann. Es war sehr gut, wenn ich mich auch an handgeformte (gekaufte) erinnern kann, die mindestens 20 Minuten Garzeit gebraucht haben, um geniessbar zu sein, die nochmal anders Eindruck machten.

Die Orecchiette von De Cecco machen anfangs nichts her, sie sehen aus wie kleine Frisbees, aber man erwartet eigentlich etwas tieferes, wie eine Conchiglione. Aber beim kochen wird sie größer, tiefer und gehaltvoller (fleischiger). Geschmacklich war das Essen sehr auf dem Punkt. Broccoli mit Biss, Schärfe, Pasta al dente, Salsiccia ein schöner Kontrast und der Parmesan das verbindende Glied.

Muss ich so oder ähnlich öfter machen!

 

Orecchiette Broccoli Salsiccia 1

 

Orecchiette Broccoli Salsiccia 2

 

Orecchiette Broccoli Salsiccia 3

Orecchiette Salsiccia grüner Spargel Knochenjus


Diese Pasta war der Hauptgang für den weltläufigen Gast. Dazwischen gab es einen Mischsalat, auf den ich nicht weiter eingehen werde.

Die Orecchiette hab ich gekauft, und zwar in einem fein sortierten italienischen Fachgeschäft in der Sofienstraße. Dort hab ich auch die scharfe Salsiccia her, die vom Besitzer selbst gemacht wird. Auch eine kleine Dose Tomatenmark nahm ich von dort mit. Parmesan hatte ich noch zuhause.

Auf dem Weg holte ich noch Suppenknochen und solche mit Fleisch dran, um ein Jus herzustellen. Das war etwa 1 kg Knochen, die ich scharf anbriet, um dann das Tomatenmark (1/2 Dose) dazuzugeben und mit anzurösten. Weil ich keinen Rotwein da hatte und andererseits eine nicht zu dunkle Jus wollte, hab ich zuerst mit Port (wegen der Süße) und dann mit 1/4 l Weißwein abgelöscht. Danach Wasser (1,5 l) dazugegegben und es eine Stunde geköchelt, wobei ich den Schaum immer wieder mit dem Schaumlöffel weggenommen habe. Danach kam Suppengrün dazu, ein halber Bund in Walnussgröße. Nach einer weiteren 3/4 Stunde wurde alles bis auf die Flüssigkeit aus dem Topf entfernt und angefangen sie einzukochen.  Die Salsiccia wurde vom Darm entfernt und in kleine Bällchen gerollt. Die wurden 30 Minuten in den Jus gelegt, um durchzugaren. Danach hab ich sie erst mal beiseitegestellt.  Der Jus wurde weiter eingekocht. Am Schluß war höchstens 1/4 l konzentrierter Jus übrig, den ich nur noch abschmecken mußte.

Die grünen Spargel wurden geschält, schräg angeschnitten und in Olivenöl angebraten, bis sie gerade noch bißfest waren.

Die Orecchiette haben wieder Mal viel länger gebraucht als erwartet, etwa 25 Minuten.

Danach mußte ich nur noch alles warm zusammenbringen und servieren. Obenauf raspete ich noch ein bißchen Parmesan.

Die Sauce war sehr gehaltvoll, hat aber den Spargel nicht erschlagen. Trotzdem waren Gast, Frau B.  und ich am kämpfen. Ich fand es gut wie es war, wollte den Jus das nächste Mal noch etwas heller machen.