Muscheln Prosecco Suppengrün Knoblauchtoast


Nachdem ich meinen 400. Eintrag mit einer Übersetzung verschwendet habe, um bestimmte Menschen auch am Geschehen teilhaben zu lassen – gell G.? – mache ich hier ganz normal weiter, als wäre nichts geschehen.

Tatsache ist allerdings, daß, seitdem der Verein, der diesen Blog hostet, mehr Infomationen kundtut, das Bewußtsein dafür steigt, und ich sehe, daß trotz langer Anlaufzeit auch bei mir Wachstum zu verzeichnen ist.

Ich bin zwar kein junger Mensch mehr, nichtsdestotrotz bin ich mir im Klaren, daß die Vermarktung leichter ginge, wenn ich mich den ‚Social Media‘ mehr öffnete. Das Problem liegt im ‚Been there, done that‘. Vor einigen Jahren hatte ich ein Facebook-account und ein Pinterest-account und nichts, aber auch gar nichts interessantes passierte da! (Ich hatte es eingerichtet, um mit meinen amerikanischen Verwandten verbunden zu sein, was ich auch war, aber auch da kam nix rechtes! Also hab ich mich wieder abgemeldet (so weit wie möglich). Bei Google+ hab ich auch noch was, aber nur weil ich dort ein Mailkonto habe und Google alles zusammenschmeisst.

Ich hab allerdings niemanden in meinen Kreisen, also sieht auch niemand was  ‚g‘.

Kurz – was da passiert, interessiert mich nicht, auch wenn frische Blogger schon nach 3 Monaten 3 x so viele Aufrufe haben wie ich.

Was ich in letzter Zeit feststellen konnte, waren ein paar Likes und sogar ein paar Kommentare aus der Schweiz und aus Rostock ( war ich schon – ist sehr schön!) 😉 , wobei ich nicht weiß, wie sie meinen Blog gefunden haben. Sogar ein Modeblog aus Wien! Vielen Dank!

Jedenfalls mache ich den Blog eigentlich, um ein eigenes Kochbuch zu haben, einschließlich Kalender, wann ich wen bekocht habe. Und das hat soweit gut geklappt.

Heute gab es Muscheln, wie schon öfter, der Unterschied heute war der Prosecco (übrig vom letzten Wochenende), der die Sauce verfeinert hat.

Das Suppengrün wird geputzt, in kleine Würfel geschnitten und mit Zitronenthymian und Rosmarin in Olivenöl angebraten. Dann kommt ein Viertelliter Prosecco dazu. Außerdem ein Teelöffel Orangenabrieb. Sobald die Flüssigkeit kocht, kommen die geputzten Muscheln dazu. (Die heute waren aus Italien, aus der Nähe von Venezien, und hatten alle Bärte, also viel Putzarbeit). Fünf Minuten reichen normalerweise, ich schaue nur, ob die Muscheln offen sind.

Die kommen in eine Schüssel, der Sud darüber und genießen. Dazu gibt es Weißbrot (Dinkel…), geröstet, mit Knoblauchabrieb.

Die Orangenzeste (es war wirklich nur ein knapper Teelöffel) war sehr gut und frisch und hat super zu den Muscheln gepasst!

Dann hab ich die Muscheln nur auf einen Teller gehievt, etwas Sud drüber gekippt und alles serviert.

Später hab ich den Sud teilweise ausgelöffelt – der war lecker.

 

Muscheln-Prosecco-Suppengrün-Knoblauchtoast

 

Linguine Tomaten Muscheln


Auf der Fahrt nach Hause reifte der Plan fürs Abendessen, und der hing davon ab, ob mein Fischhändler wieder lose Muscheln hatte.

Ich wollte nicht zu viele, weil ich Pasta mit Muscheln  wollte, und dafür keine holländische 2 kg Packung brauchte.

Aber auf meinen Händler (englisch: fishmonger) war Verlass. Er hatte nicht nur abgepackte Bouchot-Muscheln (aus der Bretagne und etwas kleiner als reguläre Miesmuscheln), sondern auch lose Exemplare, wie auch 1 kg Netze von Venusmuscheln und sogar Austern.

Auf Nachfrage gab es 500 g Miesmuscheln in der Schale (für eine Portion mit Pasta) und für das Luxusgefühl am Wochenende noch zwei Austern dazu.

€5.32, „macht genau €5,00“, sagte seine Frau, die mich bediente.

Zuhause hab ich die Karotte, den Lauch und die Petersilie vom Suppengrün vergangener Woche klein geschnitten und noch einen Knoblauch dazugegeben. Das wurde in Olivenöl angeschwitzt, mit Weißwein gelöscht, eingekocht und mit San Marzano Tomaten aus der Dose aufgefüllt. Die wiederum hab ich im Topf mit dem Messer kleingeschnitten, ein paar Zweige Thymian und zwei Blätter Lorbeer dazugegeben, dazu eine getrocknete Chilischote, eine Sardelle, Salz und Pfeffer und alles eine Weile schmurgeln lassen.

Nachdem ich letztens die Venusmuscheln nach Art des „Silberlöffels“ nur in heißem Öl gedämpft habe, und vom Ergebnis wirklich beeindruckt war, versuchte ich dasselbe mit den Miesmuscheln.

Ich nahm etwa 70 ml Olivenöl, erhitzte dasselbe und gab die Muscheln in das heisse Öl und machte den Deckel drauf. Vier Minuten später waren alle Muscheln offen, es gab außer Olivenöl noch ein Satz Flüssigkeit (Muschelwasser?), der nachher sehr lecker war.

Die stellte ich auf die Seite, während die Linguine garten.

Als die fast fertig waren, kamen die ausgelösten Muscheln unter die Tomatensauce, um nochmal warm zu werden, und wurden dann über den Nudeln angerichtet.

Ich weiß, daß es nicht so attraktiv aussieht, aber das Ergebnis war umso schmackhafter.

Die 2 Austern hab ich vorher geöffnet und verputzt, ganz stilvoll mit Löffel und zwei Tropfen Zitronensaft, weil die Tiere so groß waren, daß man sie kaum ohne Löffel bewältigen konnte. Wunderbar, mit einer deutlich jodigen Note.

Solche Freitags-Fischfänge kann’s gerne öfters geben!

Muscheln-Tomaten-Linguine-1

Muschelragout Kartoffeltaler Safransauce


Wir finden Muscheln toll. Sie geben ein vergnügliches Essen ab, wenn man sie in der Schale läßt, und sie sind auch ausgelöst wohlschmeckend und vielseitig.

Da die Saison noch jung ist, wollte ich die in der letzten Woche auf dem Markt gesehenen Bouchon-Muscheln probieren, hatte aber kein Glück und mußte anderswo auf holländische Ware ausweichen. Dafür waren die Holländer wesentlich preiswerter. Deshalb nahm ich zum Ausgleich noch 50 g Nordseekrabben mit.

Ursprünglich war mein Gedanke das Ragout im Reisring zu servieren- das ist so schön retro, aber zuhause stellte ich fest, daß der Reis alle war. Deshalb hab ich umdisponiert und ein paar Kartoffeltaler dazu gemacht.

Für das Ragout:

Suppengrün klein geschnitten anrösten

mit Noilly Prat ablöschen

100 ml Wasser dazu, zum kochen bringen

Muscheln dazu, Deckel drauf

Kochen, bis Muscheln aufgehen (ca. 7 Minuten)

Abseihen, Muschelwasser auffangen

Muscheln aus der Schale lösen, beiseite stellen

Muschelwasser reduzieren

frische Lauchstreifen, Karottenstreifen pochieren, beiseite stellen

150 ml Sahne zum Muschelfond, einkochen

Safranfäden dazu, salzen, pfeffern

Muscheln und Nordseekrabben in der Sauce erwärmen

mit den Talern anrichten

Taler

4 Kartoffeln schälen, auf der feinen Reibe raspeln

mit etwas Mehl abbinden

Salzen, pfeffern, Muskat

In heißem Öl anbraten, auf Küchenkrepp abtropfen

Das ganze war ziemlich lecker und sehr preiswert!

Mussels Muscheln ‚Old Bay‘


A few days ago my friend K. gave me a spice mixture she said she has shipped from the US by her brother and by the pound. I think it is a little like the famous ‚Old Bay‘ spice mixture prevalent in states with a shoreline and people interested in seafood.

As chance would have it, September is a month with ‚R‘, Ms. B and I love mussels and shopped a place that had them. We got 2 kg just to make sure we wouldn’t run out. I prepared the mussels the usual way, checked for broken shells and mussels that wouldn’t open or close.

Then I boiled some water with some white wine, added carrots, celery, parsley, onion, lemon eights and leeks and about 2 heaping tablespoons of the secret spice. This may have been a bit much, but the taste was good if a little salty (but not too much), it was also a little spicy, something I like. We served a salad on the side and had baguette to sop up the fluid.

We went through the mussels very quickly and I would do it again- maybe next week?

Muscheln in Tomaten Safran Sud


Ich hab dieses Rezept aus dem amerikanischen „Food channel“. Von denen bekam ich einen Tageskalender mit Rezepten und blieb hier hängen.
Ich suche immer leichte Sachen für Abends, und wir lieben Muscheln. Die meiste Zeit machen wir sie mit Suppengrün und Weisswein, aber ich wollte immer schon mal was mit Tomate machen, wo die Tomate nicht die Hauptperson ist. Das hat bei diesem Rezept nur teilweise geklappt, und es war meine Schuld.

Das Rezept selbst ist nicht schwer zu befolgen, will aber eine große Dose 850ml stückige Tomaten. Die waren drin, da les ich, jetzt 2.5 kg Muscheln… Ich hatte 1 kg. Die restlichen Zutaten kamen mit den Muscheln dann doch nicht gegen die Tomaten an. Also tataen wir das nächstbeste, und aßen eine Muschelsuppe provencal.

Für den Sud:
1 Schalotte gewürfelt
Olivenöl
3 Knoblauchzehen in Scheiben
1 420ml Dose gehackte Tomaten
1 Tasse (Cup) Noilly Prat oder Wermut oder Weißwein
ein paar Orangenzesten
1 Bio-Orange
1 Dose Safran
1 großer Bund Basilikum

Muscheln (1-1,5kg) putzen, unter fliessendem Wasser abspülen, kaputte aussortieren
Olivenöl in einem Topf erhitzen, Schalotten anschwitzen, Knoblauch dazu, bis goldgelb.
Tomate dazu einkochen bis sie fast trocken sind. Dann die Zeste, den O-Saft und den Alkohol hineingeben.
Sprudelnd kochen lassen, dann Muscheln hineingeben, etwa 2 Minuten, dann eine handvoll in Streifen geschnittenes Basilikum dazu, nochmal 2 Minuten mit Deckel. Wir meinten auch beide, daß ein paar Prisen Salz vorher auch nicht verkehrt wären. Als Suppe war sie dann OK-ich hab meine mit Habanero Hot sauce gepimpt. Aber so wie das Rezept jetzt dasteht müßten die anderen Zutaten eher auch zum Zug kommen.

Auf alle Fälle war’s am Ende doch noch lecker und hat nur etwa 30 Minuten gedauert.