Apple Pie Cranberrykompott Salzkaramellsauce


Das Dessert ist die Nachhut vom gestrigen Thanksgiving-Dinner. Apple Pie ist wie auch Pumpkin Pie oder auch Pecan Pie der absolute Klassiker.

Ich persönlich mag auch sehr gerne einen Lemon Meringue Pie, aber gestern mußte es der Apple Pie sein. Beim Teig hab ich wieder geschummelt und einen Mürbteig gekauft- es gibt zum selbstgemachten Teig so gut wie keinen Unterschied. Als Füllung schälte ich 6 Boskop Äpfel und schnitt sie in kleinere Schnitze. In die Apfelstückchen kam eine Mischung aus 1/2 Tl Zimt, 2 El Zucker und 2 El Mehl, das hilft, die heraustretende Feuchtigkeit zu binden. Außerdem gab ich noch die Zeste und den Saft einer halben Zitrone dazu. Jetzt wurde alles durchgemischt und in den Teig gegeben. Dann gab ich einige Butterflöckchen auf die Füllung. Der Pie blieb 45 Minuten bei 180 C im Ofen. Nach 30 Minuten hab ich ihn mit Alufolie abgedeckt.

Für die Salzkaramellsauce nimmt man je ein Teil Zucker und ein Teil Butter und erhitzt die Mischung, bis das Karamell etwas dunkler wird, dann rührt man einen Schuss Sahne dazu, genug um das Karamell wieder weich zu bekommen. Jetzt wird gerührt, bis die Sauce etwas dicker wird, dann streut man ein paar Flocken Fleur de Sel drüber.

Das Cranberrykompott hab ich im letzten Post schon beschrieben.

Zusammen mit den Ausschmückungen  ist der Apple Pie ein Gedicht! Das Karamell passt super zu den Äpfeln und das Cranberrykompott mit seinen süß/sauer/bitteren Komponenten bildet einen herrlichen Kontrast zu Pie und Sauce.

Sehr einfach zu machen und sehr lohnenswert!

 

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Zewelwai avec fromage


Das gibt es eigentlich nicht. Jedenfalls nicht nach den Rezeptbüchern. Schon die Suche danach ist kurios.

Zewelwai ist ein Name, den ich in einem amerikanischen Kochbuch von 1981(French Regional Cooking) gefunden habe, das aber von einer Frau (Anne Willan) geschrieben wurde, die nicht nur auch in Luxemburg gelebt hatte, sondern auch etwas mit der Ecole de Cuisine in La Varenne zu tun, die sich wohl der Verbreitung regionaler Rezepte und der Pflege dergleichen verschrieben hat (ich phantasiere ein bisschen, ich hab nur den Klappentext gelesen und noch nicht genauer recherchiert).

Wenn man Zewelwai googelt, bekommt man auf der ersten Seite gleich den Link zu ebendieser Dame oder zu 9 anderen Verbindungen angelsächsisch-amerikanischer Art. Kein einziger französischer Link.

Auf jedenfall soll es eine elsässische Zwiebeltarte sein (anders als der badische Zwiebelkuchen, der mit Hefeteig gemacht wird), obwohl sie in einem Atemzug mit der lothringischen Quiche Lorraine genannt wird. Weiß der Kuckuck, was da los ist, jedenfalls war das nur ein Ausgangspunkt für meine Tarte. Ich hab nämlich weiter geschaut und eine Zwiebeltarte gefunden, die auf die viele Sahne verzichtet, aber dafür etwas Käse dazugibt. Das war bei der sehr berühmten Amerikanerin Julia Child aus ihrem Buch „Julia Child’s Kitchen“. Da ich ein Stück tollen Gruyere gekauft hatte, um irgendetwas zu überbacken oder damit zu würzen, traf sich das alles sehr gut.

Der Teig ist ein Tarteteig (Mürb-), den ich aber gekauft habe, weil ich da keinen Unterschied sehe zum selbermachen.

Der kommt beizeiten in eine gebutterte Form (ich hatte eine 24er, da war Teig übrig) und wird dann mit einer Gabel eingestochen.

Ich hatte 2 große Gemüsezwiebeln, die waren schön süß, die wurden in Stückchen geteilt,

der Speck (125 g) wurde auf mittlerer Hitze 10 Minuten ausgelassen,

dann kamen die Zwiebeln dazu, etwa 15 Minuten

und 4 mittlere Eier wurden aufgeschlagen und mit 2 El Creme Fraiche, einer Prise Salz, Pfeffer aus der Mühle und einer Prise Muskat verquirlt.

Ich hatte die Hälfte meines tollen Gruyere grob geraspelt und auf dem Tarteboden verteilt. Die Zwiebelmischung hab ich nochmal abgeschmeckt, es braucht nur mehr eine Prise Salz, weil der Speck schon salzig genug war und hab diese Mischung über dem Käse verteilt. Dann kam die Ei-Creme Fraiche Mischung drüber. Ich hab mich an Julia Child’s Vorgabe gehalten und die Tarte bei 190 C etwa 40 Minuten in den Ofen geschoben.

Es war sehr lecker, und wie man an den Fotos sieht, gab es dazu ein Salatherz mit Tomaten und Frühlingszwiebelringen mit Senfvinaigrette 🙂

Ich hab übrigens die Inspiration eine Tarte zu backen von BloggerMAG, das wiederum ein Rezept von gaesteganzeasy rebloggt hat. Danke dafür!

Zwiebelkuchen Salat 4

Zwiebelkuchen Salat 2

Zwiebelkuchen Salat 3

Tarte au cassis


Ein schöner Name für eine beerige Angelegenheit aus schwarzen Johannisbeeren. Das Rezept hab ich aus dem Teubner – Handbuch Backen, der mich hier das erste Mal enttäuscht hat. Der Mürbteig kam überhaupt nicht zusammen, und ich mußte mich mit etwas Wasser aus der Bredouille retten. Aber trotzdem blieb der Teig ein großer Krampf, weil er Patchworkmäßig zusammengesetzt werden mußte.

Im Original wird die Tarte, die im Buch schlicht Johannisbeer-Tarte heißt, mit roten Johannisbeeren gemacht. Ich mag aber schwarze lieber  🙂

Also hab ich auf dem Markt ein Pfund schwarze Johannisbeeren gekauft, die restlichen Zutaten hatte ich noch Zuhause.

Das Rezept folgt:

Teig

220 g Mehl

110 g kalte Butter in Stücken

50 g gesiebter Puderzucker

Prise Salz

1 Eigelb

 

Belag

500 g schwarze Johannisbeeren

3 Eier

100 g Zucker

125 g Sahne

 

Puderzucker zum Bestäuben

 

Der Teig wird schnell zusammengeworfen (nicht lange fackeln, sonst wird die Butter zu warm). Wenn der Teig zusammengekommen ist, in Folie wickeln und eine halbe Stunde im Kühlschrank abkühlen. Bei meinem mußte ich noch 2 El kaltes Wasser dazugeben, um ihn überhaupt zur Kugel formen zu können.

Später auf 30 cm ausrollen und in eine 28 cm Form geben. Teig mit einer Gabel einstechen, geputzte Johannisbeeren einfüllen und die Eier-Zucker-Sahne darübergeben

Bei 190 C backen. Im Rezept steht Mittelschiene-30 Minuten, die Mittelschiene hab ich auch benutzt, aber ich deckte die Tarte nach 30 Minuten mit Alufolie ab und buk sie noch 20 Minuten länger, bis die Masse fest war.

Heute hab ich sie den jungen Damen mitgebracht, die alle angetan waren. Mir persönlich hat sie auch gut geschmeckt, vor allem weil die Säure der Beeren sehr schön frisch an diesem heißen Tag war.

 

Tarte au cassis 1

 

Tarte au cassis 2

Backapfel Apfelmus Mürbteig


Das Dessert zum Menü sollte einfach sein und sich vorbereiten lassen. Ich habe immer gerne Äpfel, für mich gewinnen sie im Ofen an Aroma. Aus Zeitmangel hab ich einen Mürbteig gekauft, was sich als zweifacher Fehler herausstellte. Ich hatte den Teig für deftiges statt süßes Essen genommen um etwas weniger süß zu kochen, wäre aber entweder mit selbstgemachtem Teig oder aber einem gekauften Blätterteig besser gefahren, weil der einfach besser aufgeht.

Der Teig wurde geviertelt und am Rand etwas hochgeklappt. Als Grundlage für den Teig hab ich aus 2 Äpfeln, einer halben Vanillestange und einem 1/4 l Apfelwein (im Barrique ausgebaut), der uns vor einer Weile geschenkt wurde, ein Apfelmus aufgesetzt und dann einkochen lassen. Das wurde püriert und auf dem Teig verteilt. Darauf kamen dann halbe Äpfel, die ebenmäßig eingeschnitten und mit Butter bepinselt waren. Dazu gab es in Apfelwein eingelegte gezuckerte Cranberries.

Das Ganze kam 25 Minuten in einen 180 C warmen Ofen.

Dazu hab ich ein gekauftes Vanilleeis gegeben- geschuldet der Tatsache, daß ich im Gefrierfach gerade keinen Platz für das Kühlelement der Eismaschine habe.

Insgesamt ganz gut- das Apfelmus war lecker durch den Apfelwein und die Vanille. Der Teig sollte besser durch etwas anderes ersetzt werden.

Mürbteig Apfelkompott Backapfel Vanilleeis2

Thanksgiving Add-ons 4


Pumpkin PieDiese Kürbispastete ist ein Muß an Thanksgiving- Sie wird an Popularität nur noch von der Apfelpastete (Apple Pie) getoppt. Interessanterweise hab ich dieses Jahr ein Rezept ausprobiert, das nicht aus einem meiner amerikanischen Kochbücher kommt, wie Fanny Farmer, Joy of cooking oder New York Times cookbook, sondern ganz klassisch europäisch aus einem wirklich guten Buch, nämlich dem großen Teubner Backbuch im Weltbild Verlag.
Das Rezept unterscheidet sich nur wenig von meinem Standard rezept aus dem Joy of cooking. Und zwar wird der Mürbteig mit mehr Zucker gemacht, der Joy of cooking Teig ist ein typischer ‚pie crust‘ ohne Zucker. Und zweitens verzichtet Teubner auf Kondensmilch, dafür gibt er 2 El Rum dazu.

Das Rezept im einzelnen:300 g Mehl
150 g Butter
120 g gesiebter Puderzucker
1 Ei, 1 Messerspitze Salz
etwa 2 El Wasser

Für die Kürbisfüllung:
500 g Kürbis, gekocht
80 g Akazienhonig
2 Eier
je eine Messerspitze gemahlener Zimt, gemahlener Ingwer, gemahlene Nelken, und frisch geriebene Muskatnuss
2 cl Rum
20 g Pfeilwurzelmehl oder Speisestärke

Man braucht eine Obstkuchenform mit 24 cm Durchmesser. Der Teig reicht aus, um noch ein Gitter daraus zu machen. Darauf habe ich verzichtet.- Man kann auch Plätzchen daraus machen. Brauche ich auch nicht.

Der Pie wurde geschmacklich fast genauso wie mein übliches Rezept. Er war sehr einfach zu machen und hat ausgezeichnet geschmeckt. Ich habe Hokkaido-Kürbis verwendet, würde ihn aber schälen. Ich bin sicher Butternut oder Muskatkürbis wären ähnlich befriedigend.