Grillen: Spare Ribs Grillkartoffel gegrillter Ananassalat


Die Baustelle scheint endlos. Ich bin überzeugt, es handelt sich um einen noch unbenannten Zirkel von Dante’s Hölle, der nur dazu erschaffen wurde, mich vom Kochen abzuhalten und daabei den letzten Nerv zu rauben.

Zumindest hatte ich am Dienstag ein Gespräch mit dem verantwortlichen Chef der Handwerkerhorde, der meine Fragen zum größten Teil auch beantworten konnte. Wenn nichts dazwischen kommt, hab ich morgen wieder Strom auf allen Buchsen, Ende nächster Woche sollte der Boden fertig sein, vielleicht auch schon die (improvisierte) Kücheninsel. Also handelt es sich nur noch um eine halbe Ewigkeit, wenn man gerne kocht. Aber alles ist besser als das Ungewisse.

Da heute in Baden-Württemberg Feiertag ist, und dazu ausnahmsweise warmes und schönes Wetter, war grillen angesagt, weil ich dadurch die Küchenaktivitäten nach draußen verlagern konnte.

Die Zutaten sind nicht neu, auch die Art nicht unbedingt, aber kleine Veränderungen gab es trotzdem.

Die Spare Ribs hab ich mit einem Rub ein paar Stunden vorher einmassiert. Der Rub war noch übrig von einem Pulled Pork Gericht vor einiger Zeit, nämlich hier.

Der Unterschied war der, daß zu allen Zutaten noch 2 Chilisorten dazukamen.

Der Rub bestand aus:

1 El Cumin/Kreuzkümmel

1 El Pimenton de la Vera

2 El Paprika edelsüß

1 El Oregano

1 El Cayenne

1 El Zucker

1 El Brauner Zucker

1 El Salz

1 El Zwiebelgranulat

1 El Knoblauchgranulat

Und neu dazu 2 Mulato Chilis, getrocknet, und eine große Ancho Chili, ebenfalls getrocknet. Alle 3 wurden in ziemlich kleine Stücke geschnitten, damit meine Krups Kaffeemaschine die Stücke gut pulverisieren konnte.

Jetzt wurde aus dem Rub eine würzige Mischung, die durch den Ancho Chili (ein geräucherter Chili) noch zusätzlich Raucharoma mitbekam. Die Mulato Chilis sind ebenfalls geräuchert, aber etwas schärfer, wobei die Ribs pikant, aber nicht wirklich scharf waren.

 

Um 17:00 kamen die Ribs auf den heißen Grill, wobei sie in einer Aluschale zwischen den Wärmequellen lagen. Die Metallkörbchen links und rechts der Mitte halten die Grillkohle. Bei dieser Methode muß der Deckel draufgegeben werden, weil die indirekte Hitze dafür sorgt, daß das Grillgut gart.

Meine Ribs lagen etwas 2 1/2 Stunden auf dem Grill. Ich hab sie mehrmals gewendet und nachgeschaut, ob sie schon zart sind. Als sie soweit waren, hab ich sie mit einer Mischung aus HP BBQ Sauce, zerriebenem Knoblauch und zerriebenem Ingwer  eingepinselt und ein paar Minuten von beiden Seiten auf direkter Hitze gegrillt, um ein paar Röstaromen einzufangen.

Dazu gab es eine vorwiegend festkochende Kartoffel aus der Pfalz (beworben mit dem Aufdruck :Dicke Dinger), die ich der Länge nach auseinanderschnitt und in Alufolie einwickelte und an den Rand der Kohlen legte (aber über den Kohlen). Dazu gab es eine Kräuterbutter, fast wie letzte Woche: getrockneter Thymian, Majoran und Rosmarin, dazu ein paar Chiliflocken.

Gestern hatte ich noch eine Ananas gekauft. Die wurde in schöne Stücke zerteilt, die ich auch über direktem Feuer grillte. Dazu gab es viel Minze und weniger Koriander, weil ich nicht mehr hatte. Außerdem Chiliflocken, der Saft einer Viertel Limette und zwei El braunen Rum. Die letzte Zutat kam mir als Eingebung zugeflogen, und stellte sich als der Clou heraus. Die Ananas als Salat war der Hit!

Abgesehen davon, daß Ananas und Schweinefleisch sowieso beste freunde sind 🙂

Es war schön, mal wieder etwas zu kochen, das  nicht in 5 Minuten in einer Pfanne fertig wird und etwas Rafinesse hatte.

Empfehlen kann ich es ohne Einschränkung!

 

Spare Ribs Grillkartoffel Kräuterbutter 1

 

Spare Ribs Grillkartoffel Kräuterbutter 3

 

Ananas Chili Minze Koriander Rum 1

 

Ananas Chili Minze Koriander Rum 2