Bratwurst Pardinalinsen Ananassalat


Das hier ist voraussichtlich das letzte Gericht für einige Zeit mit Wurst im Fokus. Ich hab nur festgestellt, daß da einige noch im Froster lagen (Übriggebliebene und Vergessene), und wegwerfen wollte ich sie nicht. Aber auch die Ananas lag eine knappe Woche herum und wollte verzehrt werden.

Gestern hatte ich auf dem Markt beim großen Türken 2 Riesensträusse Kräuter; Minze und Koriander. Diese Bouquets sind viel größer als üblich und kosten gerademal 2 Euro das Stück. Den letzten Mintstrauch hab ich zerstückelt und in den Froster gegeben (hab ich gestern morgen prompt vergessen), aber man kann nie zuviel Minze haben, oder?

Jedenfalls sah ich auf einem australischen Blog eine ganze Anzahl Rezepte mit Ananas. Eines davon war mir sympathisch, weil es Koriander, Minze und Serrano-Chilis benutzte. Ich fand noch ein anderes, das eher ein Chutney war, warf die beiden zusammen und heraus kam mein Salat. Allerdings muß ich warnen: Ich hab von den Chilis alles benutzt (2 getrocknete Serrano-Chilis im elektrischen Kaffee-Mahlwerk geschrotet), und sie waren ziemlich scharf. Aber nach einer halben Stunde war die Schärfe nicht mehr so aggressiv.

Ananassalat:

1 Ananas, geschält, geviertelt, dann in mundgerechte Stücke zerteilt

1 große Handvoll Koriander hacken

1 große Handvoll Minze hacken

2 Serrano-Chilis (man kann auch frische Jalapenos oder getrocknete Thai-Chilis nehmen) gemörsert oder sonst zerkleinert

Saft von 2 Limetten

Das Weisse von 6 Frühlingszwiebeln

 

Alles miteinander vermischen, eine kleine Prise Salz dazu, nochmals mischen und ziehen lassen. Kühl stellen.

 

Die Pardinalinsen stehen bei mir schon eine Weile rum. Ich hab mich für sie interessiert, weil sie auch im Ruf stehen, eine ganz besondere Linsenart zu sein.

Mir hat sie ausgezeichnet geschmeckt (nussig-würzig) und sie wird schneller gar als andere kleine Linsen, wie Puy oder Beluga. Bei beiden wird behauptet, die Kochzeit sei in 15-20 Minuten vorbei, aber 30-45 Minuten sind wohl eher realistisch. Die Pardina brauchte 25 Minuten, um bissfest und nicht mehr mehlig zu sein.

 

Pardinalinsen:

Es waren nicht mehr als 70 g Linsen

1 Schalotte in kleinen Würfeln

1 Knoblauchzehe in kleinen Würfeln

1 Lorbeerblatt

Schalotte und Knoblauch ohne Farbe zu nehmen andünsten

Linsen dazugeben

Wasser dazugeben (genug, um die Linsen knapp zu bedecken)

Leise köcheln lassen

Linsen nach 20 Minuten probieren, ggf. Wasser nachgiessen

Wenn die Linsen gar oder knapp gar sind, den Rest Wasser einkochen

2 El Rotweinessig dazugeben, einkochen

Salzen, pfeffern

 

Den Rotweinessig verkochen lassen, es geht hier um die Säure, die die Linsen interessanter macht. Das Salz ist bei den Linsen das wichtigste Gewürz.

 

Die Würste werden langsam von allen Seiten angebraten und anschliessend auf dem Linsengemüse serviert. Den Ananassalat gibt’s als Beilage und Kontrast.

Es hat echt gut geschmeckt! Macht den Kopf frei für ungewöhnliche Kombinationen 🙂

 

Bratwurst Pardinalinsen Ananassalat 1

 

Bratwurst Pardinalinsen Ananassalat 2

 

Bratwurst Pardinalinsen Ananassalat 3

Schweinenacken Erbsen Aprikosenchutney Kartoffel


Ich hatte noch mehr als genug vom Schweinenacken uns schnitt mir davon 2 nicht zu dicke Scheiben ab. Die wurden mit der halbierten Kartoffel in der Schale (auch noch von gestern übrig) in einer Pfanne mit etwas Olivenöl zum Aufwärmen in den Backofen gestellt.

Dazu hat es frische Erbsen aus der Pfalz gegeben. Die hab ich gestern auf dem Markt vom Pfälzer geholt, bzw. von seiner Mutter. Sie hat mir gleich eine Schote gegeben und mich aufgefordert, sie zu palen, um mich von der Qualität zu überzeugen. Schön süß und die Schoten waren schön voll. Ich mußte noch eine kleinere knacken, um zu sehen, daß auch sie prall gefüllt waren. Jetzt sind sie richtig reif, endlich.

Dazwischen hab ich ein schnelles Aprikosenchutney gemacht.

3 Aprikosen

1 Frühlingszwiebe1 cm Ingwer in kleinen Würfelchen

Prise Salz

1/4 Jalapeno, kleingehackt

1 El Zucker

1 El Weißweinessig

Minze

 

Zwiebel und Ingwer kurz anbraten, Aprikosen klein geschnitten dazu, 2 Minuten rühren, Zucker und Essig dazu, aufkochen, Jalapeno und Minze dazu, umrühren, vom Herd ziehen, nochmal abschmecken. Es war süß-sauer und hatte guten Bums. Die Minze passt super dazu.

Und weil ich soviel Minze hatte, kam sie auch in die Erbsen. Die wurden in Wasser mit einer Prise Salz und einer Prise Zucker gekocht, etwa 7 Minuten. Ich hab ein paar der größeren Erbsen immer wieder probiert, um den perfekten Garpunkt zu erwischen. Dann hab ich sie abtropfen lassen, und, als Fleisch und Kartoffeln genügend warm waren, mit Butter in der Pfanne geschwenkt und die Mize drübergegeben. Sehr englisch, aber sehr lecker! Es hat auch gar nicht gestört, daß Minze jetzt zweimal verwendet wurde.

Ich hab es schon oft geschrieben – ich liebe die Kombination von Fleisch und Frucht. Heute war keine Ausnahme. Morgen nehm ich den Rest ins Geschäft mit, um es 2 Leuten vorzustellen 🙂

Außerdem will ich bald irgendetwas mit Kirschen (zum Fleisch) machen, bin mir aber noch unschlüssig, was.

Gibt es irgendwelche Ideen da draussen?

 

Schweinenacken Erbsen Aprikosenchutney 1

 

Schweinenacken Erbsen Aprikosenchutney 2

 

Schweinenacken Erbsen Aprikosenchutney 3

 

Grillabend auswärts


Gestern hatte ich genug von der Wohnung fürs Wochenende und verabredete mich für heute.

Auf dem Markt heute morgen sah ich den Vater vom Fischhändler, der mir zwei wunderbare Stücke Thunfisch von einem Stück in Sashimi Qualität abschnitt. Ein paar Spargel, ein Karton deutsche Erdbeeren, zwei Stangen Rhabarber und Minze, Thymian und Majoran und ich war so gut wie reisebereit. Anderswo holte ich noch zwei Rumpsteaks von irischen Rindern.

Bei der Gastgeberin angekommen, schaute ich kurz nach dem Grill, einem einfachen Grill ohne Deckel. Nach einer kurzen Putzeinheit war er auch schon einsatzbereit.

Der Plan war die Thunfischsteaks mit Sojasauce und schwarzem Pfeffer einzureiben und kurz von allen Seiten anzubraten. Dazu sollte es eine Art von Salsa geben, gemacht aus 2 Stangen gewürfelten Rhabarber, den ich in Wasser mit Zucker aufkochte und zur Seite stellte. Da hinein schnitt ich ein halbes Dutzend Erdbeeren und eine Viertelschote Jalapeno, die ziemlich scharf war. Außerdem eine Menge Minze, mehr als 10 Blätter.

Beim Abschmecken gab es auch noch eine Prise Salz dazu.

Kurz bevor die (kleinen) Steaks auf den Grill kamen, wurden sie mit Sojasauce beträufelt und mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle gewürzt. Den Spargel hatte ich vorgegart und dann in Alufolie mit auf den Grill gelegt.

Eigentlich wollte ich das Fleisch aufschneiden und als Fächer präsentieren (es war perfekt – ein brauner Rand von 2mm, der Rest wunderbarer roher Thun in allerbester Qualität.

Aber im letzten Moment war ich mit den Erdbeeren zugang und hab es schlicht verschlafen.

Schade um das entgangene Bild.

Thun Erdbeer-Rhabarber-Salsa Spargel 1

 

Thun Erdbeer-Rhabarber-Salsa Spargel 2

 

Für den zweiten Gang hab ich eine Guacamole gemacht, wie hier schon oft beschrieben.

Eine perfekte Hass-Avocado, eine Limette, ein paar vollreife Tomaten, eine Frühlingszwiebel, eine Viertel Jalapeño und glatte Petersilie, weil dieser Haushalt Cilantro nicht ausstehen kann, wurden fertig gemacht und miteinander vermengt.

Es gab auch eine Kräuterbutter, gemacht aus frischem Thymian, Majoran, Petersilie und mit Salz verriebenem Knoblauch.

Der restliche Spargel wurde auch in die Folie gegeben und übers Feuer gelegt. Die irischen Steaks hab ich mit grobem Meersalz gewürzt und auf den Grill gelegt, der nur einige wenige Zentimeter von den Kohlen entfernt war. Die Steaks selbst waren geschmacklich sehr gut, sehr zart und ausgezeichnet mit der Kräuterbutter.

Die haben wir dann auch auf ein Zwiebelbaguette gegeben, bevor es ebenfalls auf den Grill wanderte.

Insgesamt ein gelungenes  2 Gänge Menü, wenn auch ein wenig fleisch/fischlastig.

Es war aber toll das erste Mal dieses Jahr draussen zu sitzen, um das Essen im Freien zu geniessen.

Der Stadtteil ist relativ geschützt vor der lärmenden Stadt, und es gab bisher noch keine rasenmäherwütige Nachbarn, die „Ordnung“ schaffen wollten. Also hat der Garten etwas von einem Djungel. Sehr angenehm! Die weiteren Nachbarn verschwinden angenehmerweise hinter der grünen Hölle 🙂

Rumpsteak Spargel Guacamole Kräuterbutter 1

 

Rumpsteak Spargel Guacamole Kräuterbutter Baguette 4

Melone Gurke Schafskäse


The show must go on.

Im Geschäft war ich am überlegen, wie ich interessant essen kann, ohne zu kochen, da das immer schwieriger wird. Ich komme nach Hause und alles ist schon wieder umgeräumt oder der Strom ist weg. Naja, heute mußte ich nach Karlsruhe und auf dem Rückweg ging ich nach langer Zeit mal wieder ins Scheck-In (eine Art Super-Edeka von Herrn Scheck mit exklusiven Theken (Fleisch, Fisch, Käse…) zusätzlich zum sehr vielfältigen Edeka Angebot. Man muß natürlich auch sagen, daß das Scheck-In eine Apotheke ist 🙂

Aber man findet viel, und so fand ich heute Cantaloupe Melonen aus Costa Rica (dort muß es auch noch kalt sein, weil reif ist anders…) aber Restsüsse war da. Gurke und Schafskäse hatte ich noch daheim, eine Zitrone (bio) nahm ich mit, weil das Netz, das ich hatte, verschwunden ist.

Ich finde vor allem nicht die Schublade mit meinen Messern, Gabeln und Löffeln, weil dort auch mein Parisienne liegt, ein Kugelausstecher, der bei Melonen schöne Formen garantiert. Also hab ich statt dessen einen Kaffeelöffel genommen.

Jedenfalls hab ich eine halbe kleine Melone ausgehöhlt, ein 10 cm langes Stück Gurke geschält und in Stücke geschnitten, den Schafskäse kleingeschnitten und darüber verteilt und etwas Zeste der Zitrone darübergegeben. Dazu gab es sparsam Olivenöl, und noch sparsamer einen kleinen Schuß Weißweinessig. Jetzt hab ich noch ein paar Chiliflocken dazugegeben, die nicht sehr scharf waren, und dazu ein Gemisch aus Koriander und Minze.

Und siehe da – lecker! Ich bereue nur, vergessen zu haben, den Gurken etwas Salz zukommen zu lassen.

Die ersten zwei Bilder sind die vegetarische Variante, das dritte beschreibt den realen Endzustand für mich, mit italienischem rohen Schinken, der sehr gut dazu gepasst hat. Dazu gab es eine Scheibe Roggenbrot und ein Glas Vinho Verde 🙂

 

Honigmelone Gurke Schafskäse Minze Koriander Chiliflocken 1

 

Honigmelone Gurke Schafskäse Minze Koriander Chiliflocken 2

 

Honigmelone Gurke Schafskäse Minze Koriander Chiliflocken Schinken

Burger Ananas Slaw Mayo


Heute hab ich mit der Frage nach dem Abendessen sehr schwer getan. Ich wusste eigentlich schon, was ich an Zutaten und Richtung wollte, aber durch den Tag hindurch kamen mir immer neue Ideen und Variationen in den Sinn. Nicht alle dieser Ideen passten zu den anderen Elementen. Schlussendlich hab ich mich für eine bekannte Darstellungsart entschieden, der des Burgerbrötchens mit Inhalt und Krautsalat.

Burger, Kraut und Mayo sind allerdings anders als gewöhnlich.

Burger:

500 g vom Schweinerücken mit Fettanteil

50 g Baguettebrösel

1 Ei

1 scharfe Chilischote kleingehackt

1 Frühlingszwiebel in feinsten Röllchen

1 fein gehackte Knoblauchzehe

Abrieb einer halben Limette

2 Kaffirlimettenblätter, in feinste Stückchen geschnitten

Daumengroßes Stück Ingwer geraspelt

1 El helle Sojasauce

1 El dunkle Sojasauce

 

Schweinefleisch wolfen, mit allen Zutaten mischen, in 3 Burger formen, ausbraten.

 

Slaw:

1/2 kleiner Kopf Weisskohl auf einer Mandoline fein reiben

2 Knoblauchzehen fein hacken

2 El Zucker

3 Tl Reisessig

3 El Limettensaft

1 El Hoisinsauce

2 El Öl

Pfeffer

Minze

frische Ananasstückchen

 

Alle Zutaten vermischen, mit dem Weißkohl mischen, etwas ziehen lassen. In einem Rezept, das ich als Grundlage nahm, stand statt dem El Hoisinsauce 3 El Ponzusauce, die hatte ich aber nicht. Hat so auch sehr gut geschmeckt! Eine Art asiatischer Krautsalat.

 

Mayo:

1 Eigelb

100 ml Öl (Raps)

2 El Limettensaft

1 Tl Dijonsenf

1 Tl Apfelessig

Cilantro

 

Eigelb mit dem Mixer aufschlagen, Öl zuerst tropfenweise, dann im dünnen Strahl dazugeben. Das war leichter gesagt als getan, und die Mayo lief Gefahr auseinanderzubrechen. Der Tl Dijonsenf half sofort, stärkte die Emulsion. Ich hab nach dem Abschmecken noch den Löffel Apfelessig dazugegeben, außerdem eine kleine Prise Salz. Hat das Ergebnis gut verbessert.

 

Ananas:

frische Ananas geschält

2 Scheiben abgeschnitten, mit einem Locher für Kekse den Innenteil ausgestochen

In Butter auf beiden Seiten angebraten

2 Seiten der Ananas abgeschnitten und in Würfel zerlegt für das Slaw

 

Ursprünglich wollte ich das Brötchen auch noch selbst backen, stellte dann aber fest, das gute Rezepte mit Vorteig und Sauerteigansatz arbeiten, und ich nicht erst morgen essen wollte 🙂

Also hab ich das heute gelassen und stattdessen auf einen English Muffin zurückgegriffen.

 

Fazit:

Es hat gut geschmeckt, das Slaw war sehr gut, vor allem beim kompletten Verzicht auf die übliche Mayo oder Sahne. Der Burger war auch gut, aber ich würde das nächste Mal auf die Sojasauce verzichten, weil sie dem Schweinefleisch seinen Charakter genommen hat, obwohl es eine so geringe Menge war. Die Mayo-Variante war gut (ich hab’s normalerweise nicht so damit), die könnte ich mir sehr gut auch zu großen Garnelen vorstellen. Und – Es war relativ aufwendig dafür, daß man einen solchen Burger in weniger als 10 Minuten niedermetzelt. Aber es sind noch welche da, Slaw gibt es auch noch, der morgige Abend ist gerettet!

 

Burger Ananas Slaw Mayo 1

 

Burger Ananas Slaw Mayo 2

 

Burger Ananas Slaw Mayo 3

Summer rolls Dipping sauce


An Silvester hab ich diese Rolls kennengelernt und auch sehr gerne gegessen. Gestern auf dem Markt gab es zufällig eine Menge der Zutaten, die man dafür braucht (wie Koriandergrün und Minze), außerdem hab ich diese Hähnchenoberschenkel gehauft, die waren zu zweit in der Packung, da bot es sich an, den zweiten heute zu verarbeiten.

Gestern hab ich noch ein bißchen gegoogelt und eine Seite gefunden, die das gut beschrieb. Der Blog heisst Chan auf Futtersuche und hat ein bißchen von allem. Jedenfalls hab ich mich ziemlich genau dran gehalten, es ist auch wirklich lecker geworden. Die Zutaten ergaben aber 6 Rolls, die ich nicht alle essen konnte. Jetzt hoffe ich, daß sie die Nacht im Kühlschrank überleben und morgen mein Mittagessen abgeben.

Also ohne weitere Umstände:

Die Dippsauce

Ingwer, daumengr0ß fein gehackt

2 Knoblauvhzehen fein gehackt

400 ml kaltes Wasser

1 Tl Fischsauce

1 El Sojasauce

2 El Zucker

1/2 El Salz

1 Chilischote

Alles vermischen, ziehen lassen, abschmecken. Ich mußte nichts mehr dran ändern.

 

Summer rolls 2

 

Für die Rolls (6 Stück)

1 Karotte in Streifen

8 cm Gurke entkernt in Streifen

1 Frühlingszwiebel 6 cm lang in Streifen

1 Knoblauchzehe fein gehackt

1 Stück Ingwer daumengroß fein gehackt

Glasnudeln (Bean Vermicelli) 5 minuten in heißem Wasser eingeweicht und abgetropft

Sprossen (Mungbohnensprossen)

Salat (Romanosalatherzen)

Reisblätter (Rice paper 22 cm)

Fischsauce

Sojasauce hell

Minze

Koriander

Hähnchenoberkeule ohne Haut

 

Summer rolls 1

 

Zuerst musste alles geschnippelt werden, weil es dann schnell gehen muß. Als nächstes hab ich die Oberkeule in Streifen und dann in Würfel geschnitten und sie in normalem Öl mit einem Spritzer Sesamöl mit dem Knoblauch und dem Ingwer angebraten. Hierzu kamen ein paar Spritzer Fisch- und Sojasauce. Dann kam das warme Hähnchenfleisch in eine weitere Schüssel.

Jetzt weichte ich mein erstes Reispapier ein. Das geht sehr schnell – einlegen in Wasser in einen flachen Teller, 5 Sekunden warten, umdrehen, herausnehmen und auf eine Fläche legen und füllen.

Zuerst das Salatblatt, dann hab ich Karotten, Gurke und Frühlingszwiebel hinein, dann die Sprossen und Kräuter. Am Schluss noch ein paar Würfel Huhn und ein Spritzer Fisch- und Sojasauce.

Wie man sieht, mußte ich erst lernen, sie nicht ganz so großzügig zu befüllen, weil sie sonst nicht richtig zu rollen und vor allem zu falten sind. Man muß die Ränder einfalten, und wenn sie zu breit sind geht das nicht 🙂

 

Summer rolls 3

 

Summer rolls 4

 

Jedenfalls hat es super geschmeckt, und ich hab bestimmt noch 350 ml Dippsauce übrig. Ob die sich wohl einfrieren läßt?

Rotkraut Mango Papaya Macadamia Minze Cilantro


Die Woche war gekrönt von zwei geschäftlichen Zusammenkünften, die vom Beitrag der Gäste lebten, englisch auch Potluck genannt.

Es war das erste Mal in zwei Jahren, daß es kein Motto gab, sondern nur die Aufforderung, uns (die Anderen) zu flashen – Amaze us!

Heraus kam eine Mischung verschiedenster Gerichte und Zubereitungsarten, die noch dazu alle gut bis sehr gut schmeckten. Ich bin da normalerweise durchaus kritisch, war aber von der Vielfalt und Kochfreude sehr angetan. Ich muß vielleicht erwähnen, daß ich für einen amerikanischen Arbeitgeber arbeite und wir eine sehr diverse Belegschaft haben. Es gibt Amerikaner jeder Couleur, Asiaten, hauptsächlich Filipinos aber auch Chinesen, Koreaner und Thais, es gibt Afrikaner, Deutsche, Polen, Tschechen, Leute von der Karibik und auch Südamerikaner. Und ich bestimmt noch welche vergessen. Es haben nicht alle etwas mitgebracht, aber es war genug da um 2 Schichten satt zu bekommen.

Es hat wirklich Spaß gemacht!

Mein Beitrag war ein Salat, den ich vor ein paar Jahren schon Mal gemacht habe, dessen Quelle ich aber dort schon aus den Augen verloren hatte.

Die Zutaten:

1/2 kleiner Rotkohl auf der Mandoline in feine Streifen gehobelt

1 Mango in dünnen Scheiben

1 Papaya in kleinen Würfeln

7 hellgrüne Blätter eines Wirsings in Streifen von 2x7cm

125g Macadamianüsse mit 10g Butter und 2 El Zucker karamellisiert und kleingehackt

1/2 Tl Salz für die Nüsse

1/2 Tl Chiliflocken für die Nüsse

je eine Handvoll gehackte Minze und Koriandergrün/Cilantro

 

Das Dressing:

150 ml Limettensaft

1 Stängel Zitronengras in feine Scheibchen geschnitten

5 El Ahornsirup

2 Tl Sojasauce

3 Prisen Chiliflocken nur leicht scharf

3 El Sesamöl

6 El Olivenöl

Das Rotkraut wird mit ein paar Prisen Salz mit der Hand geknetet und dann 20 Minuten stehen gelassen. Die Flüssigkeit abgiessen. Wirsing, Mango, Papaya dazugeben.

Mit dem Dressing mischen, dann Nüsse und Kräuter dazugeben und vermischen.

Es gab einiges Lob für diesen Salat – er ist schön knackig, hat Süße, Säure, durch die Sojasauce auch Umami und den tollen Geschmack durch die beiden Kräuter, die sich perfekt ergänzen.

 

Rotkraut Mango Papaya Macadamia Wirsing Minze Cilantro

 

 

Jerk Chicken grüne Bohnen Paprika Tomaten Mango Koriander Minze


In den letzten paar Tagen lief mir der Begriff „Jerk Chicken“ über den Weg. Ich hab das immer mit Jamaica in Verbindung gebracht, was wohl so auch stimmt.

Ich hab ein Lied von Corinne Bailey Rae im Kopf, in der sie singt „…eating chicken that’s hot and sweet“

https://www.youtube.com/watch?v=9Yflek8Zy_Y

Aber das war ein anderes Rezept. Vielleicht was mit Süßem, wie der süßen Chilisauce.

Jerk ist anders. Es wird eine Marinade hergestellt aus Lauchzwiebeln, roten Zwiebeln, eigentlich Scotch Bonnet oder Habaneros, aber in diesem Fall aus schwächeren Chilis, die aber, weil vermehrt vertreten, genausoviel Bums hatten. Außerdem 3 cm Ingwer, 3 Knoblauchzehen, 2 EL Piment, 2 TL schwarzer Pfeffer, 1 TL Muskat, 1 TL Zimt, 1 EL Thymian, 2 TL Fleur de Sel, 1/3 Tasse (cup) Sojasauce, 1/4 cup Limettensaft, 1/4 cup Olivenöl. Das Ganze wird im großen Mixer durchpüriert. Die ganzen Gewürze hab ich vor dem zerkleinern in einer Pfanne duftig geröstet.

Ich hatte Bio Hähnchenschenkel, unter deren Haut ein Teil der Marinade verteilt wurde, um dann den Rest über und unter dem Hähnchen zu verteilen. Danach hab ich das alles eingewickelt und 24 Stunden marinieren lassen.

Ein Vorabversuch der Marinade bestätigte den Schärfegrad und ließ mich an eine erfrischende Komponente denken.

Eine kleine gelbe Mango vom asiatischen Laden, bei dem ich auch den Koriander bekommen habe, kombiniert mit Minze aus einem anderen Laden, war als Pestovariante genau der frische Ausgleich zur gewürzlastigen Schärfe.

Dazu gab es wieder grüne Bohnen (mit Bohnenkraut in kochendem Wasser vorgegart), gelbe Paprika, Schalotten, Knoblauch und später, Tomaten. Abgeschmeckt wurde das Gemüse mit frischem Thymian und Rosmarin.Das Hähnchen ham bei 180 C in den Ofen, nach etwa 35 Minuten wurden die Hähnchenschenkel umgedreht, wieder eingepinselt und wieder 30 Minuten der Hitze ausgesetzt.

Anschliessend wurden sie nochmal umgedreht und weitere 25 Minuten in den Backofen geschoben.

Danach anrichten und fotografieren. Fertig!

Mir hat es sehr gut geschmeckt und ich mußte noch ein weiteres Stück Huhn stiebitzen…

 

Jerk Chicken Grüne Bohnen Paprika Tomaten Mago Koriander Minze 1

 

Jerk Chicken Grüne Bohnen Paprika Tomaten Mago Koriander Minze 2

 

Jerk Chicken Grüne Bohnen Paprika Tomaten Mago Koriander Minze 3

Keftedakia Patates lemonates sto fourno Ratatouille


Ohne bei Marina  von Zitronen und Olivenöl nachgeschaut zu haben, hätt ich den Titel nicht hinbekommen.

Ich hatte Lust, etwas mit Hackfleisch und Gemüse und Feta zu machen und dachte an ein griechisches Lokal in Karlsruhe, in das wir früher sehr gerne gegangen sind. Das war sehr lecker, aber eben auch so, wie viele griechische Lokale in Deutschland das Klischee des Grillfleischbergs bedienen.

Dabei fiel mir der sehr informative Post von Marina wieder ein, die den einzigen Sternekoch eines griechischen Restaurants (in der Nähe von Stuttgart) außerhalb Griechenlands interviewt hat, und dachte ich kann mir vielleicht von ihr etwas authentischere Rezepte abschauen.

Bei der Lektüre ihrer Rezepte sprach sofort das Zitronenkartoffelrezept zu mir, weil ich Zitrusaromen liebe. Zutaten hatte ich auch alle da, also war die eine Beilage schon gefunden.

Marina erwähnt in diesem Rezept, daß es sehr gut zu Keftedakia (Hackfleischbällchen) passt, und das passte mir, weil ich schon 300 g gemischtes Hack mitgebracht hatte.

An anderer Stelle werden auch die typischen Sommergemüse Zucchini, Auberginen, aber auch Paprika und Tomaten erwähnt, und das war für mich dann die Aufforderung, das erste Ratatouille der Saison zu kochen.

Zum größten Teil hab ich mich an die Vorgaben von Marina gehalten, um den Unterschied zu erschmecken zwischen ihrer Version und der Version, die ich normalerweise kochen würde (wobei die Unterschiede gering, aber wichtig sind).

Keftedakia:

300 g Hackfleisch, gemischt Rind und Schwein

1 Schalotte in kleinen Würfeln

1 Knoblauchzehe, ebenso

30 g Semmelbrösel

Salz

frisch gemahlener Pfeffer

Prise Piment (mach ich normalerweise nicht)

1 El Zitronenabrieb (mach ich eigentlich nur bei Kalb, hat aber sehr gut gepasst)

3 El Petersilie

2 El frische Minze

2 El getrockneter Majoran

1 El Paprika

1/2 Tl Cayenne

kleine Würfel Feta

Der Feta war der Unterschied zum Originalrezept. Ich hab die Bällchen geformt und immer einen Quader von 1x1cm Feta mit hineingeknetet. Ich fand das sehr lecker, vor allem, weil ich das säuerliche an Feta sehr schätze in Kombination mit anderen Lebensmitteln.

Patates lemonates sto fourno (Zitronenkartoffeln):

Auch hier hab ich das Rezept soweit ich konnte, umgesetzt.

3 große, vorwiegend festkochende Kartoffeln geschält, geachtelt, in eine Pieform gegeben

1 1/2 Zitronen ausgepresst, Saft zu 6 El Olivenöl dazugegeben, Salz, Pfeffer 2 El getrockneter Oregano, 2 Lorbeerblätter

Mischen und über den Kartoffeln verteilen

Im Ofen bei 200 C 1 Stunde backen

Perfekt!

Ratatouille:

1 rote Zwiebel

2 Knoblauchzehen anschwitzen

1 Zucchini in Scheiben von knapp 1 cm und

1 Aubergine in Würfeln von 3 cm Kantenlänge anbraten

2 Paprika (1 rot, 1 grün) dazu

4 mittelgroße Tomaten vierteln

2 El Tomatenmark mitanbraten

mit 1/8 Rotwein ablöschen

reduzieren

Tomaten dazugeben

Rosmarin, Thymian (meins kommt aus der Tiefkühltruhe, wo ich übrige Kräuter einfriere)

1/8 Wasser dazu

Deckel drauf, Hitze reduziern, weich werden lassen, Deckel herunternehmen,

weiter reduzieren

Salzen

Frisches Basilikum drübergeben und servieren.

Fazit:

Die Kartoffeln mach ich bald wieder, die waren eine Wucht!

Die Bällchen waren um einiges leckerer als die, die ich immer mache-ich nehme an, daß die Minze und die Zitrone sie frischer gemacht hat, wobei man die Minze nicht für sich herausschmecken konnte. Sehr gut!

Die Freiheit, die ich mir genommen habe, die Bällchen mit Feta zu füllen, bereue ich nicht, das war auch sehr gut, und hat mich erinnert an das Bifteki des Lokals in Karlsruhe-Neureut, das Hermes, das mit einer deftigen Scheibe Feta gefüllt ist.

Danke für die Inspiration!

Hackfleischbällchen Ratatouille Zitronenkartoffeln 1

Hackfleischbällchen Ratatouille Zitronenkartoffeln 2

Hähnchenbrust Kokospanade Mangosauce Reis Mais


Eine Kokospanade schwirrte mir diese Woche im Kopf herum, konnte aber bisher noch nicht umgesetzt werden, weil es möglicherweise nicht so gut geklappt hätte mit dem anderen Produkt.

So, wenn schon nicht mit dicken Gambas, dann mit Hähnchenbruststreifen.

Auf dem Markt heute morgen fand ich noch Minze, den Basmatireis hab ich auch noch heute besorgt, aber sonst hatte ich schon alles.

Die Hähnchenbrust hab ich in dickere Streifen geschnitten, damit die Stücke nicht so leicht austrocknen. Danach wurden die Teile gesalzen, mehliert, durch ein aufgeschlagenes Ei gezogen und mit Kokosstreuseln paniert.

Den Reis hab ich aufgesetzt (2 Teile Wasser, 1 Teil Reis, kalt aufsetzen, Prise Salz, 1 Minute kochen lassen, Hitze auf die kleinste Stufe stellen, Deckel drauf, 20 Minuten stehen lassen).

Die Mango wurde geschält, gestückelt, ein Stück Ingwer dazu, etwa 4 cm, eine Knoblauchzehe, Prise Salz, eine Thai-Chili, und alles durchpürieren.

Danach hab ich eine Handvoll Minze kleingehackt, dazugegeben und nochmal püriert, nur dieses Mal nicht so fein.

Der Mais wurde in die Hälfte geschnitten und ohne Salz im kochenden Wasser gegart, etwa für 20 Minuten. Was man im Bild nicht sieht, ist, daß ich den Mais mit Butter eingedulft und anschließend mit Harissa bestreut habe, dadurch bekam er eine leichte Schärfe und einen etwas exotischen Kick.

Während der Mais langsam fertig wurde kam in meine kleine Le Creuset Pfanne etwa ein halber Zentimeter Sonnenblumenöl.

Das habe ich sehr heiß werden lassen und, um es zu testen erst mal die zwei Peperoni dazugegeben.

Die haben schnell ihre Farbe gewechselt und gezeigt, daß die Pfanne bereit war.

In zwei Durchgängen hab ich die panierten Hähnchenstücke angebraten (fast frittiert), bestimmt nicht länger als 2 Minuten pro Seite.

Danach wurden sie auf Küchenkrepp entfettet.

Danach mußte ich nur noch anrichten.

Das Hähnchen war wunderbar saftig, ich mußte aber nachsalzen. Ich bin froh, daß ich Schärfe eingeplant und dabei hatte, sonst wäre es mir zu lieblich süß gewesen.

Auch die Limette, die ich ursprünglich als Deko dabei hatte, wurde benutzt, um die Hähnchenstücke etwas zu säuern, was auch gut war.

Am Ende war dann alles gut.

 

Hähnchenbrust Kokospanade Mangosauce Reis Mais 2

 

Hähnchenbrust Kokospanade Mangosauce Reis Mais 3