Muscheln Pernod Passata


Ich sah Muscheln im Kühlregal liegen und dachte erst, ich könnte sie gratinieren. Doch dann schreckte ich vor dem Aufwand zurück (ein anderes Mal) und bereitete sie zu, wie ich es schon ein paar Mal gemacht habe. Heute schnitt ich Lauch, Karotten, Selleriestangen, Knoblauch in kleine Stücke, briet sie scharf in Rapsöl an, gab noch ein paar Lorbeerblätter dazu und löschte den Topf mit einem Schluck Pernod ab. Der verdampfte schnell, und ich füllte mit einem Glas Weisswein auf (Riesling). Jetzt gab ich die geputzten Muscheln dazu, Deckel drauf und dämpfte sie etwa 5 Minuten, bis sie sich öffneten. Ich hatte noch eine halbe Flasche Passata, die ich dann auch noch dazu gab und leicht einkochte.

Und schon konnte ich servieren 🙂

Der Anisgeschmack des Pernod lag noch leicht auf den Muscheln, Lorbeerblatt und Knoblauch aromatisierten die leicht tomatige Sauce. Lecker.

Muscheln Fenchel Tomate Basilikum


Hier kommt wie versprochen das nächste Rezept für Muscheln. Heute wollte ich einerseits das Mediterrane in Form von Tomaten haben, aber auch eine feine Note von gebratenem Fenchel, Karotte und Staudensellerie. Im Gegensatz zum letzten Topf gab ich hier keinen Wein oder sonstigen Alkohol hinein.

1/2 frischer Fenchel in Streifen

1 große Karotte in Scheiben

1 Stängel Sellerie in Scheiben

1 Chili-Schote

1 Dose Mutti Datterini Tomaten (Datteltomaten, muß man mit einem Kartoffelstampfer plattdrücken)

 

Die Muscheln werden in kaltem Wasser geputzt und sortiert. Kaputte und offene aussortieren. Nach dem Kochvorgang kaputte und geschlossene aussortieren.

Fenchel, Karotten und Sellerie in Olivenöl anbraten, Farbe nehmen lassen. Die Tomaten dazugeben, mit einer halben Dose Wasser strecken. Tomaten zerquetschen. Flüssigkeit aufkochen, Muscheln dazugeben. Thymian, Rosmarin und Basilikum dazugeben. Etwa 6-10 Minuten kochen, bis alle Muscheln offen sind.

Muscheln nochmal nach kaputten Exemplaren untersuchen, dann servieren. Muscheln in einen tiefen Teller geben und mit einer Kelle vom Tomatensud mit dem Gemüse drübergeben.

Ich hab ein Stück Baguette zum stipfen dazugelegt 🙂

 

 

 

 

 

Muscheln Pastis Salat


Gestern sah ich Muscheln und hatte Lust auf ein schnelles Essen heute.

Dazu kam, daß ich letztens Fisch mit Pastissauce gemacht hatte und nochmal Lust auf diesen Geschmack hatte.

1 kg Miesmuscheln aus Holland (Karotte, Lauch, Pastinake, Selleriewurzel)

1 Paket Suppengrün

1 Knoblauchzehe

1 Zwiebel

Ein Schuss Pastis

1 Glas Weisswein

etwas Wasser

 

Das Gemüse kleinschneiden, in Olivenöl anbraten, mit Pastis ablöschen, Weißwein dazu, Wasser dazu aufkochen lassen.

Muscheln nach toten Exemplaren überprüfen, abspülen, in den kochenden Topf geben, Deckel drauf und 5-8 Minuten kochen.

Wenn die Muscheln offen sind, sind sie fertig. Mit etwas Flüssigkeit servieren.

 

Dazu gab es einen Endiviensalat.

Salat putzen, in Streifen schneiden.

Salatsauce:

1 El körniger Dijon Senf

1 Tl Zucker

1 Prise Salz

1 El Apfelessig oder Condimento bianco (ich hatte normalen Essig, hatte aber vor ein paar Wochen ein paar Zweige Liebstöckel mit hineingegeben, das sein Aroma an den Essig abgegeben hat).

3 El Olivenöl

Alles mit einem Schneebesen verrühren und aufschlagen und unter den Salat mischen.

 

 

 

 

Muscheln Pernod Tomate Sellerie Karotte


Es gibt diese veraltete Regel, Muscheln nur in Monaten mit „R“ zu essen. Also entschloss ich mich jetzt im Raugust endlich wieder Muscheln zu machen.

Zuhause hatte ich Staudensellerie, Karotten, Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten, außerdem ein paar Stängel Petersilie und ein paar Zweige Thymian.

All das wurde kleingeschnitten und in Olivenöl scharf angebraten, alles außer den Tomaten. Dazwischen wurden die Muscheln gewässert, und die Kaputten aussortiert.

Nachdem das Gemüse ein paar Minuten angeschmort war, gab ich etwa 5 cm Tomatenmark dazu und schwitzte es weiter an, wobei ich die Tomaten (3 große) in Stücken dazugab.

Ein paar Minuten später war die Gemüsemasse wieder so heiß, daß ich sie mit Pernod ablöschen konnte. Es werden etwa 100 ml gewesen sein. Da ich einen großen Topf benutzte, gab ich noch etwa 1/8 l Wasser dazu (damit mir die Flüssigkeit nicht einfach wegdampft).

Jetzt kamen die Muscheln dazu, und ich konnte durch den Glasdeckel beobachten, wie die Muscheln sich öffnen. Der Prozeß dauert bei heisser Flüssigkeit und geschlossenem Deckel nicht länger als 4-5 Minuten. Man sollte sie auch nicht länger drin lassen, sonst verpasst man den wunderbaren Geschmack der Muscheln, die zwar gar, aber fast noch ein bißchen glasig sind und einen wunderbaren Meergeschmack haben, der 2 Minuten später weg ist und dann nur noch durch eine gute Sauce ersetzt werden kann 🙂  Die war zwar auch da, aber die Muscheln sind im Vordergrund.

Das Schöne an diesem Gericht ist, daß es vielleicht 15 Minuten Vorbereitungszeit brauchte, das Anrichten und Servieren war in weiteren 5 Minuten passiert.

Und es war saulecker! Pernod mit Meeresfrüchten rocks! Wer will, kann die Sauce, von der es reichlich gab, mit etwas Baguette oder ähnlichem aufstipfen. Alternativ wäre die Möglichkeit da, sie am nächsten Tag mit Fisch, Meeresfrüchten und einer Safran-Knoblauch-Mayonnaise anzureichern und als Bouillabaise zu servieren, weil… der Anfang war da schon gemacht.

 

Muscheln Pernod Tomate Sellerie Karotten 1

 

Muscheln Pernod Tomate Sellerie Karotten 2

 

Muscheln Pernod Tomate Sellerie Karotten 3

 

 

Muscheln Prosecco Suppengrün Knoblauchtoast


Nachdem ich meinen 400. Eintrag mit einer Übersetzung verschwendet habe, um bestimmte Menschen auch am Geschehen teilhaben zu lassen – gell G.? – mache ich hier ganz normal weiter, als wäre nichts geschehen.

Tatsache ist allerdings, daß, seitdem der Verein, der diesen Blog hostet, mehr Infomationen kundtut, das Bewußtsein dafür steigt, und ich sehe, daß trotz langer Anlaufzeit auch bei mir Wachstum zu verzeichnen ist.

Ich bin zwar kein junger Mensch mehr, nichtsdestotrotz bin ich mir im Klaren, daß die Vermarktung leichter ginge, wenn ich mich den ‚Social Media‘ mehr öffnete. Das Problem liegt im ‚Been there, done that‘. Vor einigen Jahren hatte ich ein Facebook-account und ein Pinterest-account und nichts, aber auch gar nichts interessantes passierte da! (Ich hatte es eingerichtet, um mit meinen amerikanischen Verwandten verbunden zu sein, was ich auch war, aber auch da kam nix rechtes! Also hab ich mich wieder abgemeldet (so weit wie möglich). Bei Google+ hab ich auch noch was, aber nur weil ich dort ein Mailkonto habe und Google alles zusammenschmeisst.

Ich hab allerdings niemanden in meinen Kreisen, also sieht auch niemand was  ‚g‘.

Kurz – was da passiert, interessiert mich nicht, auch wenn frische Blogger schon nach 3 Monaten 3 x so viele Aufrufe haben wie ich.

Was ich in letzter Zeit feststellen konnte, waren ein paar Likes und sogar ein paar Kommentare aus der Schweiz und aus Rostock ( war ich schon – ist sehr schön!) 😉 , wobei ich nicht weiß, wie sie meinen Blog gefunden haben. Sogar ein Modeblog aus Wien! Vielen Dank!

Jedenfalls mache ich den Blog eigentlich, um ein eigenes Kochbuch zu haben, einschließlich Kalender, wann ich wen bekocht habe. Und das hat soweit gut geklappt.

Heute gab es Muscheln, wie schon öfter, der Unterschied heute war der Prosecco (übrig vom letzten Wochenende), der die Sauce verfeinert hat.

Das Suppengrün wird geputzt, in kleine Würfel geschnitten und mit Zitronenthymian und Rosmarin in Olivenöl angebraten. Dann kommt ein Viertelliter Prosecco dazu. Außerdem ein Teelöffel Orangenabrieb. Sobald die Flüssigkeit kocht, kommen die geputzten Muscheln dazu. (Die heute waren aus Italien, aus der Nähe von Venezien, und hatten alle Bärte, also viel Putzarbeit). Fünf Minuten reichen normalerweise, ich schaue nur, ob die Muscheln offen sind.

Die kommen in eine Schüssel, der Sud darüber und genießen. Dazu gibt es Weißbrot (Dinkel…), geröstet, mit Knoblauchabrieb.

Die Orangenzeste (es war wirklich nur ein knapper Teelöffel) war sehr gut und frisch und hat super zu den Muscheln gepasst!

Dann hab ich die Muscheln nur auf einen Teller gehievt, etwas Sud drüber gekippt und alles serviert.

Später hab ich den Sud teilweise ausgelöffelt – der war lecker.

 

Muscheln-Prosecco-Suppengrün-Knoblauchtoast

 

Linguine Bouchotmuscheln Safran Sahne Noilly Prat Orange


Diese Muscheln und die dazugehörige Sauce sind sehr elegant – man könnte, so man geneigt ist, aus dem üblichen Weihnachtsmenükatalog mal was anderes zu machen, durchaus auf diese Pasta/Saucenkombination zurückgreifen. Die Orangenzeste, der Saft und der Safran bilden eine fruchtig-arabische Komponente, die durch die (wenige) Sahne weich ist. Der reduzierte Noilly Prat gibt eigene Kräuterkomplexität dazu.

Die Petersilie gibt den Eisengeschmack am Schluß dazu. Die Pasta schmeichelt dem Gaumen, die Muscheln bilden einen milden meerigen Gegenpol.

Die Schritte:

1 Suppengrün (1 Karotte, 50 g Selleriewurzel, 1 kleine Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, ein wenig Petersilie) in Brunoise schneiden, in Olivenöl scharf anbraten, Farbe nehmen lassen, mit Noilly Prat ablöschen, umrühren, Bratsatz ablösen, nur wenig einkochen lassen, 50 ml Sahne dazugeben, vom Herd nehmen.

2 Muscheln putzen, bei Bedarf aussortieren, in einem anderen Topf einen Finger tief Noilly Prat geben, Deckel drauf, aufkochen lassen, Muscheln hineingeben, Muscheln 3-4 Minuten garen, herausnehmen, Muscheln aus der Schale lösen.

3 Nudelwasser aufsetzen, salzen, bei kochendem Wasser Pasta dazugeben und al dente garen.

Suppengrünsud passieren, Sud der Muscheln dazugeben, stark einkochen, Safran in warmem Wasser einweichen, dazugeben, Orangenzeste (von einer 1/4 Orange) abziehen, 1/3 Orange abschneiden und auspressen.

Orangensaft gleich, Zeste am Schluß dazugeben, Petersilie ganz fein hacken, unterheben, Sauce mit Salz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle abschmecken.

4 Muscheln dazugeben, aufwärmen, mit den fertigen Nudeln mischen, servieren, mit Petersilie und Orangenzeste mischen, mit Petersilienblatt dekorieren.

Fertig.

Linguine-Bouchonmuscheln-Safran-Sahne-Noilly-Prat-Orange-1

Linguine-Bouchonmuscheln-Safran-Sahne-Noilly-Prat-Orange-2

Muschelragout Kartoffeltaler Safransauce


Wir finden Muscheln toll. Sie geben ein vergnügliches Essen ab, wenn man sie in der Schale läßt, und sie sind auch ausgelöst wohlschmeckend und vielseitig.

Da die Saison noch jung ist, wollte ich die in der letzten Woche auf dem Markt gesehenen Bouchon-Muscheln probieren, hatte aber kein Glück und mußte anderswo auf holländische Ware ausweichen. Dafür waren die Holländer wesentlich preiswerter. Deshalb nahm ich zum Ausgleich noch 50 g Nordseekrabben mit.

Ursprünglich war mein Gedanke das Ragout im Reisring zu servieren- das ist so schön retro, aber zuhause stellte ich fest, daß der Reis alle war. Deshalb hab ich umdisponiert und ein paar Kartoffeltaler dazu gemacht.

Für das Ragout:

Suppengrün klein geschnitten anrösten

mit Noilly Prat ablöschen

100 ml Wasser dazu, zum kochen bringen

Muscheln dazu, Deckel drauf

Kochen, bis Muscheln aufgehen (ca. 7 Minuten)

Abseihen, Muschelwasser auffangen

Muscheln aus der Schale lösen, beiseite stellen

Muschelwasser reduzieren

frische Lauchstreifen, Karottenstreifen pochieren, beiseite stellen

150 ml Sahne zum Muschelfond, einkochen

Safranfäden dazu, salzen, pfeffern

Muscheln und Nordseekrabben in der Sauce erwärmen

mit den Talern anrichten

Taler

4 Kartoffeln schälen, auf der feinen Reibe raspeln

mit etwas Mehl abbinden

Salzen, pfeffern, Muskat

In heißem Öl anbraten, auf Küchenkrepp abtropfen

Das ganze war ziemlich lecker und sehr preiswert!