Schweinemedallions Guacamole Aprikosensauce


Heute ging ich noch kurz in den Supermarkt, um mir etwas zum Abendessen zu holen. Ich hatte keine wirkliche Idee, aber ich dachte daran eine Schweinelende zu kaufen, weil das schnell geht, lecker ist und sich gut portionieren lässt. Auf dem Weg zur Metzgerei ging ich durch den Gemüsemarkt, hatte aber keine Lust meine üblichen Verdächtigen zu bereiten.

Es gab eine Packung, die eine Avocado, eine Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 1 Peperoni, 1 Tomate und 1 Limette enthielt. Darauf stand: Guacamole, Kostenpunkt €2.99. Etwas teurer zwar als einzeln gekauft, aber bequem, so dachte ich. Daheim hab ich erst Zwiebel, Knoblauch und Tomate ganz fein gewürfelt, dann halbierte ich die Avocado, die zwar reif war, aber am Rand dunkle Flecken hatte. Dadurch konnte ich nur etwa die Hälfte des Fruchtfleischs verwerten. Dadurch war das Mischungsverhältnis ernsthaft gestört 🙂

Ich mischte trotzdem alles zusammen und schmeckte die Guacamole ab. Gar nicht so schlecht, wenn auch das cremige Mundgefühl etwas verloren gegangen war.

In der Gemüseabteilung gab es zur Weihnachtszeit auch viele Nüsse und getrocknete Früchte. Es gab unter anderem auch getrocknete Aprikosen, die mich an ein anderes Gericht erinnerten. Also nahm ich eine kleine Packung mit.

Für die Sauce hackte ich 6 getrocknete Aprikosen, 1 rote Zwiebel und eine Knoblauchzehe, briet alles in Olivenöl an und löschte mit Weisswein und Kalbsfond ab. Dann gab ich noch den Saft einer halben Limette dazu und liess alles ein bisschen einkochen. Gleichzeitig briet ich Medaillons, die ich aus der Lende geschnitten hatte in Rapsöl an. Sie waren etwa halb fertig, da löschte ich sie mit etwas Port ab und fügte auch hier etwas Kalbsfond dazu. Nachdem beide Pfannen etwas weniger Flüssigkeit beinhalteten, goss ich beide in ein hohes Gefäss und benutzte den Zauberstab, um alles zu pürieren.

Ich gab die Sauce zurück zu den Medaillons und liess sie fertigziehen. Dann wurde serviert.

Guacamole sehr frisch, mehr Zwiebel und Tomate als Avocado, aber frisch und knackig. Lendchen auf den Punkt, zart und aromatisch. Sauce sehr lecker, fruchtig, säuerlich mit tiefer Fleischnote. Kann ich mir auch gut zu Hähnchenbrust vorstellen – Exotik, ohne asiatisch zu werden, eher Kaukasus/mittlerer Osten.

 

 

 

 

 

Kalbsmedaillons Morchel-Rahmsauce Spargel Spätzle


Die Spargelsaison neigt sich dem Ende entgegen. Ich nutzte die Gelegenheit, nochmal einen, wie Frau B. meinte, Wirtshausklassiker zu servieren. Ich denke sie hat das Wirtshaus im besten Sinne gemeint, weil ich schon ein halbes Leben keine gute Morchelrahmsauce in einem Wirtshaus bekommen habe…

Das Gericht ist eines aus der gehobenen gutbürgerlichen Sonntagsküche, und so habe ich es auch zubereitet, also mit selbst gemachten Spätzle, getrockneten Morcheln und Saucenansatz (aber Laferfond).

Die Morcheln wurden in Sherry eingeweicht, für die Spätzle hab ich 300 g Spätzlemehl, 3 Eier und 150 ml Sprudel aufgeschlagen.

Dieses Mal hab ich einen Quirl benutzt, mit Brothaken. Vielleicht hab ich ihn nicht lange genug geknetet, ich fand die Spätzle lätschig- Frau B. meinte, sie seien gut.

Für die Sauce hab ich eine Schalotte klein gehackt, in Butter angedünstet, mit den Morcheln (und dem Sherry) abgelöscht, ein Lorbeerblatt dazu, einreduzieren lassen, einen guten Löffel Creme Fraiche dazu und nochmals reduziert.

Die Spätzle hab ich nach einer Ruhezeit in einen großen Topf gegeben und sie herausgefischt als sie oben schwammen.

Die Spargel hab ich im Spargeltopf gedünstet.

Danach wurde alles nett angerichtet und sofort (wie ich hoffe) verspeist.

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