Kalbsleber Quitte Kartoffeln


Da ich vor kurzem schon Mal ein Kalbsleber Rezept eingestellt habe, mach ich es kurz:

Die Leber wurde natur belassen, nur Salz und Pfeffer gab es vorher drauf.

Ich hab sie langsam angebraten, etwa 4 Minuten pro Seite. Sie war noch rosa, aber schon fest.

Nachdem sie soweit war, löschte ich die Pfanne mit Madeira ab, einem portugiesischen Süßwein, der sehr gut zu solch erdigen Genüssen wie Leber oder Niere passt. Alternativ kann man auch den sizilianischen Dessertwein Marsala nehmen, der macht auch eine geile Sauce.

 

Die Quitte liegt bestimmt schon seit 6 Wochen hier herum, hat aber keine Blessuren. Geschält und in Teile geschnitzt habe ich die Schnitze in Butter mit etwas Zucker, Vanilleschote und Sternanis angebraten und mit Wasser abgelöscht. Es dauerte etwa 20 Minuten, um die Schnitze gar zu bekommen. Allerdings schmeckten sie sehr fad. Ich gab eine halbe Zitrone dazu. Dann schmolz ich 3 El Zucker, gab Butter dazu und legte die abgetropften Schnitze hinein um sie zu karamellisieren. Eine kleine Prise Fleur de Sel kam auch dazu.

Jetzt waren sie nicht mehr fad 🙂

 

Die Kartoffeln hab ich schon öfters vorgestellt: Einfach pellen und in Kuben von etwa 1X1 cm schneiden, salzen und in Olivenöl anbraten, nicht auf höchster Stufe, aber so, daß sie Farbe nehmen. Häufig schwenken, am Schluss abtropfen.

 

Sehr leckeres Gericht! Für einen Leberliebhaber sogar ein Sonntagsgericht oder was für den Geburtstag  *g*

 

 

 

 

 

Kaninchen Feigen Schafskäse Canellini


Der neue Markt taugt auch (Turnplatz-Zentrum Pforzheim, dann gegenüber der Enz, ein Parkplatz im wahren Leben). Am Samstag wird er groß, vergleichbar mit dem Gutenbergplatz, nur ohne Jugendstilbauten um ihn zu umkränzen. Dafür sorgen viele Händler durch Planen für Sonnenschutz und südliches Ambiente. Mein Eindruck ist, daß es mehr südländische Händler als in KA hat, was ein gutes Zeichen sein kann- ich sah ein paar türkische Gemüsestände mit sehr guter Ware, einen Italiener mit hochverderblicher Ware zu Schleuderpreisen (3 Galiamelonen für 2 Euro) und einen italienischen Fischstand mit viel Polpe und Sepia aber auch Doraden. Auch zwei Geflügelstände in Bioqualität, von denen der eine auch manchmal Tauben anbietet (immer ein Zeichen für Qualität!) Das Preisniveau ist etwas geringer als in KA (10-20%), die Leute genauso freundlich.

Ich fand 4 Vorderläufe vom Kaninchen für 3 Euro schlagmichtot, sechs sehr reife Feigen für 2 Euro, und einen Stand mit Schafskäse, eingelegt oder nicht. Ich nahm den oder nicht. Der Stand war aber interessant, weil er noch andere Sauereien hatte (davon ein andermal).

Das Essen war eines mit Verzögerungen, weil nach einem Telefonat spontan eine Freundin dazustieß, nicht ohne vorher ihre Bahn zu verpassen und das Ganze nach hinten zu verschieben.

Die Vorderläufe wurden in Olivenöl angebraten, dann herausgenommen. In dieser Pfanne wurden eine Schalotte und eine gehackte Knoblauchzehe angeschwitzt und mit Sherry und Marsala abgelöscht. Dazu kam ein kleines Glas Wasser.

Die Kaninchenteile hab ich wieder dazugegeben, wie auch drei geviertelte Feigen. Sie blieben 45 Minuten im 180 Grad heißen Ofen.

An diesem Punkt mußte ich die Freundin vom Bahnhof abholen.

Ofen aus, Fleisch auf die Seite, Sauce abgeschmeckt, püriert, Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Balsamico.

Nach der Rückkehr das Fleisch und die Sauce nochmal aufgewärmt im Ofen, Schafskäse drübergekrümelt und gratiniert.

Als Beilage gab es ein Püree aus Canellini Bohnen. Die wollten ums verrecken nicht weich werden, so daß ich sie am Schluß mit Gewalt und einem guten Mixer pulverisierte und dann noch adäquat rehydrierte. Danach wurden sie mit Thymian, Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Eine Glanzleistung waren die nicht, aber ganz OK. Der Rest war ziemlich lecker, wenn auch nicht ganz so fruchtig wie erhofft.

Kaninchen-Feigen-Schafskäse-1

Kaninchen-Feigen-Schafskäse-2

Die Sauce war nicht so fruchtig, wie ich gemeint hätte, aber sie hatte ein Komplexität, die sehr angenehm war. Dafür hab ich dann noch frische Feigen versucht zu gratinieren.

Der Schafskäse hat gut gepasst, ich weiß normalerweise benutzt man Ziegenweichkäse, den mag ich aber nicht besonders.

Das PÜ war OK, nicht mehr. Man hätte eindeutig weniger Arbeit gehabt, eine Dose aufzumachen um sie püriert zu erhitzen.

Live and learn.

Chicken breast paprika sauce polenta


I realize I have posted similar  recipes before. Alas, it  tastes so good!. The combination is a successful one, one that bears repeating…

The chicken is is not the problem, it just gets wrapped in Serrano ham and browned on both sides. Then it gets popped in the oven… at 150-200C, depending on how much of a hurry you are in, maybe 20 minutes at 180 C.

The sauce starts with a shallot and a clove of garlic, finely chopped and sauteed. Add a finely chopped pepper. I was then faced with a directional decision… I took the high ground and added a swig of Marsala (a sweet wine from Sicily) and a good measure of fresh pepper and salt. After everything was reduced enough, I pureed the mix and strained the contents to get rid of everything that could stick to your teeth. The rest was thickened with cornstarch (mind you- very little cornstarch, less than a teaspoon). I had added a shallow teaspoon of sugar while sauteéing and decided to put some good vinegar to use. I let that cook down and adjusted the spices.

The result was a succulent Poitrine of Poulet  with a Sauce de Pimiento, served with polenta, fried in olive oil.

For another view, here is a variation.

of course there was a salad on the side…

This chicken was ‚a point‘- just right! The sauce was simple, but elegant, because I strained it and tied it together with 1/2 tsp cornstarch. The best part was the salad, a perfect complement!.

Himbeeren mit Marsala-Zabaglione gratiniert


Ich mache eher selten Desserts. Aber vor nicht allzulanger Zeit hab ich mal ne Birne pochiert und eine Zabaglione dazu gemacht. Ich war überrascht, wie leicht und schnell das ging.
Dieses Rezept hab ich in einem wunderschönen „Coffee-table“ Buch (Delices  Europas Meisterköche bitten zu Tisch/Desserts  Könemann). Dort wird Himbeergeist benutzt. Der Marsala macht die Creme karamellig und passt gut zu den Himbeeren, wie ich finde. Durch die Hitze schmelzen die Himbeeren fast.  Dadurch wird jeder Bissen zu einem Erlebnis von Süße, Säure, Salz und dunklen Noten.
Ich fand es sehr lecker.

Für die Marsala-Zabaglione
2 Eigelb
1 Vanilleschote ausgekratzt
2 gehäufte EL Zucker
1/8 l Marsala

Zucker und Eigelb gut verrühren Vanille dazu
Marsala einrühren
mit dem Schneebesen über dem heißen Wasserbad cremig schlagen
wenn cremig, kalt schlagen
Himbeeren auf einem Teller anrichten
Zabaglione darübergiessen
Bei Oberhitze gratinieren

Guten Appetit!