Kalbskotelett warmer Kartoffel Feldsalat


Bei Metzger Zorn heute sah ich wunderbare Kalbskoteletts, noch am Strang. Da ich mich für nichts anderes entscheiden wollte, musste es eins dieser Koteletts sein. Die sehr freundliche Metzgereifachverkäufein nahm Mass und schnitt mir resolut eines herunter. Ein wunderbares Stück Fleisch!

Zuhause überlegte ich eine Weile und schaute auch in einigen Fleisch affinen Publikationen nach, aber es gab nicht vieles, das eindeutig regional oder sonst typich gewesen wäre. Was ich bei Bocuse und auch im italienischen Raum fand, waren gefüllte Kalbskoteletts, die allerdings heute nicht mein Wunsch waren.

Stattdessen fand ich auf meiner Suche nach einer Beilage bei Schuhbeck einen lauwarmen Kartoffelsalat mit Feld-, Acker-, oder Vogerlsalateinlage. Das klang für mich nach einem Plan, da ich damit die Beilagenproblematik in einem Aufwasch vom Tisch hatte 🙂

Allerdings war das Rezept für ein kg festkochender Kartoffeln und ich wollte nur 4 kleinere machen (etwa 250 g). Also hab ich das Rezept nur als Vorlage genommen und nicht 1:1 übertragen. Allerdings wurde es ganz wunderbar und das ist bestimmt zu mindestens 75% Herrn Schuhbeck geschuldet.

Meine Variante:

  • 4 festkochende Kartoffeln, 20 Minuten in der Schale mit Kümmelsamen gekocht
  • dann heiss geschält, eine der Kartoffeln mit einer Mischung aus 1 El Öl und 3 El Rotweinessig, in Kalbsbrühe blanchierter Schalotte und einer Prise Salz mit einer Gabel kleingestampft und anschliessend mit einem Stabmixer glatt gerührt. Hier soll nicht die ganze Mixtur benutzt werden, nur soviel, dass sich ein sämiges Dressing bildet. Das wird dann zum Mischen des Kartoffelsalats mit dem Feldsalat benutzt. Ich brauchte von meiner Mischung etwa 2 El Flüssigkeit zusätzlich.
  • Feldsalat – etwa eine kleine Handvoll, gewaschen

Ich hatte mich entschlossen, keine Sauce zum Kotelett zu machen, sondern eine Kräuterbutter. Sie bestand aus Butter, Knoblauch, frischem Majoran, frischem Thymian, frischem Schnittlauch, frischer Serranoschote in kleinsten Teilen und frischer glatter Petersilie. Sie passte sehr gut zum Fleisch.

Ein sehr leckeres Abendessen! Ich habe glaub ich schon mal ein solches Kotelett gehabt – ein Traum!

Was ich noch vergass – nachdem ich das Kotelett angebraten hatte (die Ränder zuerst und dann beide Seiten) gab ich es mit dem Temperaturfühler in den Ofen (medium rare – 63 C). Ich liess es danach ein paar Minuten in der Pfanne stehen, weil der Abstand zwischen med rare und med ganze 7 C ausmachen (med rare fängt bei 63 C an, med wird bei 70 C getroffen).

Das Kotelett war perfekt, es trat kein Blut aus, auch kaum Saft und trotzdem war es total saftig.

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Dicke Rippe Ofenkartoffeln Kräuterbutter Endivie


Ich war einkaufen und sah Dicke Rippen und nahm ein paar mit. Es erinnert mich immer an grillen, wenn auch die Saison fast schon vorbei ist.

Trotzdem verpasste ich ihnen einen Rub, den ich hier schon öfters beschrieben habe. Er besteht aus Paprika, Knoblauch, Zwiebel, verschiedene gemörserte Chiles (Poblano, Ancho, Cascabel, und was ich sonst so da habe), brauner Zucker, Salz und Pfeffer). Ich machte am Anfang der Grillsaison ein halbes Glas voll – etwa 230 ml, also eine ganze Menge, und jetzt geht es langsam zur Neige. Es verleiht Fleisch die Eigenschaft zu schmecken, als käme es vom Grill 🙂

Also rieb ich die dicken Rippen beidseitig ein und liess sie etwa eine Stunde im Ofen, bei 180 C, und wendete sie zweimal.

Dazu legte ich ein paar mittlere Kartoffeln, vorwiegend festkochende mit Schale. Für die Kartoffeln stellte ich eine Kräuterbutter aus frischem Majoran, Knoblauch, Salz und Mischpfeffer her (der Mischpfeffer hat nicht nur Pfefferkörner, sondern auch solche Sachen wie Piment und anderes).

Die Mahlzeit komplettierte der Rest vom Endiviensalat.

  • Dicke Rippe
  • Rub aus Paprika, Knoblauch, Zwiebel, Poblano, Ancho, Cascabel Chiles, brauner Zucker, Salz und Pfeffer
  • Kräuterbutter
  • frischer Majoran, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Gewürzbeerenmischung
  • Endiviensalat
  • 1 El Apfelessig
  • 3 El Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 El französischer grober Senf (Poupon)
  • 1 Tl Zucker
Dicke Rippe Ofenkartoffeln Kräuterbutter Endivie

Kartoffel Schwarzwurst Apfel Strudel


Letztens sah ich bei ballesworld einen Kartoffelstrudel, der mir gefiel. Heute fiel mir Idee mit dem Strudel wieder ein, allerdings wollte ich heute  auch Apfel und Schwarzwurst (Blutwurst) mit den Kartoffeln kombinieren. Dazu wollte ich frischen Majoran einarbeiten.

Mein ursprünglicher Plan war, den Strudel mit einer groben Bratwurst kombinieren, aber der örtliche REWE hatte keine (???), und auf ein anderes Fleisch hatte ich keine Lust. Am Ende holte ich ein Stück Lachs, entschied mich aber im letzten Moment um, und ass den Strudel mit Endiviensalat mit ohne Lachs 🙂  . Den gibt es morgen. Auch ohne zusätzliches Protein (ausser dem schon Vorhandenen der Schwarzwurst) schmeckte es ziemlich gut. Die Kombination der Kartoffeln, der Würze der Schwarzwurst und der Süsse der Äpfel, geeint durch den frischen Majoran, war schon sehr lecker.

Vorstellbar auch mit einem Schmandsösschen oder einem Schaum, vielleicht auch mit Schwarzwurst- Apfelbrösel crunchy als Beigabe.

Die Möglichkeiten sind (un)endlich 🙂

  • 4 mittelgrosse Kartoffeln
  • 100 g Schwarzwurst
  • 2 Äpfel (Boskoop)
  • Strudelteig (Fanny)
  • Flüssige Butter
  • frischer Majoran

Kartoffeln, Schwarzwurst und Äpfel klein schneiden, Schwarzwurst und Äpfel in verschiedenen Pfannen anbraten, Kartoffeln in Wasser garen.

Strudelteig auspacken, zwei der Lagen herausnehmen und mit flüssiger Butter einpinseln. Die Apfelstückchen unten ansetzen, dann die Kartoffelstückchen flächig ausbreiten, dann die Schwarzwurstbrösel darüber verteilen, salzen, dann aufrollen, mit Butter einpinseln und 25 Minuten bei 160 C backen.

Kartoffel Schwarzwurst Apfel Strudel Endivie



    Kartoffel Lauch Suppe


    Diese Suppe hab ich so noch nicht gekocht: Ähnlich zwar, aber nicht so, und nicht so gut. Eigentlich war es ganz einfach. Alles kleinschneiden und zusammen im Schnellkochtopf auf Temperatur bringen. Dann abkühlen lassen (damit man den Deckel auf bekommt), Fleisch herausnehmen, Gemüse herausnehmen und mit einem Pürierstab fein pürieren. In die Brühe zurück geben. Fleisch fein hacken und ebenfalls zurückgeben. Dann den rohen Lauch dazugeben und gar kochen.

    Zum Servieren zuerst kleingeschnittene Kartoffelwürfel, die gesondert gegart wurden mit einer Kelle Lauch und Fleisch in den Teller geben, mit einem Schöpfer Suppe auffüllen  und ein paar Jalapeñoscheiben und eine kleine Handvoll guten Cheddar draufgeben.

    • Ein Bund Suppengrün in Stücken (Sellerie, Karotten, Lauch, Pastinake)
    • 5 mittelgrosse Tomaten
    • 2 Lauch in Röllchen
    • 500 g Suppenfleisch
    • 3 mittelgrosse Kartoffeln gesondert gegart
    • 2 l Wasser
    • 1 Handvoll geriebenen guten Cheddar
    • 1 Jalapeño in Scheiben
    • Salz
    • Majoran
    Kartoffel Lauch Suppe mit Cheddar und Jalapeños

    Frikadelle Brokkoli Reibekuchen


    Heute gab es bei mir Hausmannskost. Das bedeutete frische Frikadellen und Reibekuchen von gestern. Dazu machte ich einen Brokkoli, der wegmusste.

    So wie ich das mache, wird es sicher millionenfach gemacht, vorausgesetzt, es wird frisch gekocht 🙂

     

    Für die Frikadelle(n) nehme ich 400 Rinderhack in Bioqualität

    1 Ei

    eine Handvoll Panko Brösel

    2 El Majoran

    Salz, Pfeffer

    1/2 Tl Cayenne

     

    3 Frikadellen daraus formen, in etwas Öl scharf anbraten, dann die Hitze auf 2 von 6 drehen, 2 mal wenden, abtropfen lassen.

     

    Den Broccoli hab ich grob zerteilt und den braunen oberen Teil von den Röschen abgeschnitten. Zuerst wurden sie 5 Minuten mit Deckel gedämpft. Dann hab ich sie in den Wok gegeben und geriebenen Ingwer, fein gehackten Knoblauch, Salz, und zum Schluss Saft einer Viertel Zitrone dazugegeben. Das gibt auch ohne Sojasauce einen leicht asiatischen Touch, Betonung liegt auf leicht – keine Kohlschwere bei diesem Gemüse.

    Die Reibekuchen hatte ich schon am Vortag hergestellt und mußte sie nur noch aufwärmen.

    Das Beste ist wie so oft, daß es Reste gibt, die es Morgen zu Mittag gibt, und einen Rest zum einfrieren 🙂

    Und geschmeckt hat es auch!

     

     

     

     

     

     

    Pollo fino Rösti Sauerkraut


    Auf dem Heimweg heute bog ich schon bei Pf-Süd ab, weil ein großer Stau Richtung Pforzheim gemeldet war. Da war es nur logisch, bei dem Edeka in Haidach nachzuschauen, was denn angeboten wird.

    Hier gibt es öfters Schweinsbäckchen vom Metzger, und auf die hatte ich gehofft – der Plan war, sie mal anders, und zwar mit einer Senfsauce zu machen.

    Es sollte anders kommen. Sie hatten keine Bäckchen, dafür aber gute Pollo fino aus dem Osten (Frankreichs- also dem Elsaß), die auch Freilandgeflügel anbieten. Ich nahm ein Päckchen mit, und dachte ich hätte 2 saftige Oberschenkel, stattdessen waren es 4 kleinere. Ich hab sie auseinandergeklappt, gesalzen, gepfeffert, mit Rosmarin und Thymian und mit Zitronenzeste gewürzt und wieder zugeklappt und in eine feuerfeste Form gegeben. In die gleiche Form gab ich ein Achtel Weißwein, ein Viertel Hühnerbrühe, 100 ml Sahne, etwas Zitronenzeste und 3 Zitronenscheiben. Alles kam bei 180 C für 40 Minuten in den Ofen.

    Für die Rösti nahm ich 3 Kartoffeln, raspelte sie und gab Muskat, Majoran, Petersilie, Salz und Pfeffer dazu, außerdem ausgelassenen Speck, ein El Kartoffelmehl und ein großes Ei. Die Masse wurde dann in Ringe gegeben und erst auf dem Herd in Ringen angebraten und später in den Ofen gegeben um nachzugaren.

    Das Sauerkraut hab ich gekauft als Fertigware und einfach nur warm gemacht. Dazugegeben hab ich trotzdem ein Lorbeerblatt und ein paar Wacholderbeeren.

    Nachdem die Hähnchenteile fertig waren hab ich die Flüssigkeit in einen Topf umgegossen und eingekocht. Ich gab noch ein bißchen extra Hühnerbrühe dazugegeben, dann ein wenig Kartoffelmehl mit kaltem Wasser und dickte damit die Sauce ein wenig nach.

    Fazit: Ein schnell gemachtes Essen, das aber viel besser als erwartet war: Die Zeste erhöhte den Geschmack, die Zitronenscheiben waren eine Bereicherung.

     

     

     

     

    Frikadelle Knödel Karotten Rosenkohl


    Heute gibt es wieder eine Art Kantinenessen: Frikadelle mit Beilagen 🙂

    Meine Frikadelle bestand aus:

    Rinderhack

    1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe

    Semmelwürfel (1/5 der Hackfleischmasse)

    genug Milch um sie aufzuweichen

    2 El scharfer Senf

    Salz, Pfeffer, Majoran

     

    Kneten, zu Bratlingen formen und langsam anbraten.

    Wenn Sie fertig sind, Tomatenmark in der Pfanne anbraten, mit Port ablöschen und etwas Rinderfond dazugeben. Eindampfen.

    Das Gemüse putzen, in Salzwasser garen und danach in heisser Butter schwenken.

     

    Der Knödel war noch übrig, den schnitt ich in Scheiben und briet ihn ebenfalls in etwas Butter und frischem Rosmarin.

     

    Die Sauce war mal wieder eine Wucht, weil alle möglichen kleine Fleischteile festbraten und beim ablöschen für viel Geschmack sorgen.