Hähnchen Kartoffel Salat


Das Wetter war zwar mittelmässig (es hatte auf dem Weg nach Hause geregnet), aber da morgen Himmelfahrt/Vatertag und somit frei ist, wollte ich den Abend nochmal zum Grillen benutzen. Bei Aldi fand ich Holzchips zum Räuchern für teuer Geld (4.99/Packung). Es gab vier verschiedene Holzarten, die mir alle sehr deutsch vorkamen: Buche, Birke, Eiche und Kirsche. Ich bin kein Experte, aber das einzige Holz, das für mich zum Räuchern Sinn machte, war das Holz der Kirsche.

Danach ging ich zu meinem Lieblingsmetzger und sah, dass sie noch Cordon Rouge Hähnchen aus dem Elsass von Bruno Siebert hatten. Schön war auch, dass mein Hähnchen nicht zu schwer war, und mich etwa €11,50 kostete. Das Kilo lag bei etwa €10,00/kg.

Da das Wetter sich besserte, feuerte ich den Grill an. Das Hähnchen wurde mit einer Paprika/Chili Poblano/Salz/Pfeffer Mischung eingerieben, in die Bauchhöhle gab ich eine Limette, die ich vorher vielfach mit einem Messer gepiekst hatte. Normalerweise hätte ich eine Zitrone genommen, aber ich hatte keine.

Im Kugelgrill wurden beide Kohlekörbchen gefüllt und angezündet, bis sie schön durchgeglommen waren.

Ich brachte den Temperaturfühler am Hähnchen an, zwischen Unterschenkel und Brust. Jetzt setzte ich es zwischen die beiden Körbe, damit es nur indirekte Hitze abbekommt. Mein Gerät will 85 C für ein gares Hähnchen, daran hielt ich mich. Dazu gab es eine Kartoffel, die ich in Folie einwickelte und direkt über die Glut legte und ab und zu wendete.

Nachdem das Hähnchen ein paar Minuten drin gewesen und die Holzkohlen durchgezogen waren, gab ich auf beide Körbe eine kleine Handvoll Holzchips von der Kirsche (übrigens eine Premiere für mich, gerade heute sprach ich mit einem Arbeitskollegen davon)

Das Hähnchen wurde nach der halben Temperatur auf die Brustseite gewendet (also bei 42 C Innentemperatur).

Jetzt machte ich den Salat aus Lollo bianco, Tomaten, Radieschen und Speck. Dazu gab es eine Vinaigrette aus Sherryessig, Knoblauch, Olivenöl und Senf, das sehr gut passte.

Fazit: Die 85 C sind für die Brust zuviel, sie war fast trocken, aber für den Rest war die Temperatur gut.

Die Kartoffel war durch und wurde mit Kräuterbutter serviert.

Der Salat war super und passte zu allem ganz hervorragend.

Die Kirschchips haben tatsächlich ein leichtes Raucharoma übertragen, das sehr angenehm (très agréable) war. Nicht das letzte Mal, das ich hier räuchere.

Gästeessen 3: Salat nach Art von Nizza


Dieser Salat schuldet den komischen Namen einereits der Tatsache, daß mein ASCII-Cheatsheet weg ist, und ich diesen französichen Haken nicht griffbereit habe (und auch keine Lust habe, jetzt zu suchen), andererseits, weil ich den Thunfisch weggelassen habe, weil es sonst einfach zu üppig würde, bei 5 Gängen.

Aber sonst war vieles dabei, was hineingehört (man streitet sich, ob gekochte Kartoffelscheiben dazugehören, die waren bei mir nicht dabei).

Für diesen Salat:

Einen Lollo Rosso und ein paar Blätter Salarico, ein knackiger Salat wie Salatherzen.

3 Anchovisfilets

rote Zwiebel in Scheiben

eine handvoll milde grüne Oliven

Eier

Buschbohnen

Tomaten

Knoblauch

Olivenöl

Weißweinessig

Schnittlauch

Die Bohnen werden knackig gekocht und kalt abgeschreckt. Die Eier werden 10 Minuten hartgekocht, abgeschreckt, abgekühlt und geschält.

Die Anchovis werden kleingehackt, die Knoblauchzehe wird mit Salz mit einem Messer glatt gezogen. Die Anchovis werden mit untergezogen. Man kann die Zutaten auch mit dem Essig und dem Öl im Mixer pürieren, ansonsten nimmt man die glatten Zutaten und schlägt sie mit einer Gabel unter.

Diese Salatsauce war saulecker!

Danach wird der Salat in 2/3 der Sauce gewendet und auf die Teller drapiert, die anderen Zutaten kommen in Form geschnitten dazu. Dann wird der Rest es Dressings verteilt.

Auch bei diesem Gang waren die Teller ratzeputz leer.

Salat-a-la-Nicoise

Salat Spargel Spargelvinaigrette


Dieser Salat ist ein bißchen raffiniert. Einerseits gibt es ganz übliche Elemente wie die zwei verschiedenfarbigen Salate (der grüne eine Art von Mini-Friseé, der rote eher ein Lollo rosso), dazu noch eine Handvoll Rucola. Andererseits hat es Crunch-Gemüse wie Radieschen, und dazu kommen die Special Effects wie die Croutons in Knoblauchbutter geschwenkt, die Parmesanquader von 2mm Kantenlänge und das Eiweißgröstl (Gehacktes Eiweiss vom gekochten Ei, nochmal ausgebacken in Öl, um einen gewissen Crunch zu erzeugen- nach Wahl gewürzt). Dazu gab es weiße Spargelstücke und Schnittlauchröllchen.

Die Vinaigrette bestand aus einer gerösteten Knoblauchzehe, einem gekochten Eigelb, 6 Zweigen Rucola, 5 dünnen Scheiben Parmesan, 2 gegarten Stangen grünem Spargel, 5 El Olivenöl, Saft einer halben Zitrone und einem Schuss Essig.

Für die Croutons hab ich ein Weissbrot gekauft und in kleine Quader geschnitten, um es in Butter und Knoblauch anzurösten.

Die Vinaigrette, die spargelig- dicklich wurde, hat sehr gut gepasst, sie war rund und man brauchte nicht viel anderes.

Frau B fand es gut, speziell weil es noch Tintenfischringe in Panade gab, ein immergrüner Liebling in dieser Küche.

Das Foto ist allerdings ohne, weil der Gast sonst keinen Tellerrand für sich hat.

Salat-Radieschen-Spargel-Spargelvinaigrette-Eiweißgröstl-Knoblauchcroutons-1-(1)