Dorade Kartoffel Lauch Tartelette


Heute wollte ich nach ein paar Wochen wieder einmal Fisch essen, hatte aber keine Präferenz. Ich sah allerdings bei Fuenfhauskitchen ein Muschelgericht mit Fregola sarda, das hätte ich gerne ausprobiert.

Mein Fischhändler hatte noch einen Sack Muscheln da, meinte aber er hätte sie schon verkauft. Also schwenkte ich auf Dorade um (es hat ja noch den Rest vom März und den April für die Monate mit R), wobei mein netter Fischhändler mir den Fisch schuppte und sogar ausnahm 🙂

Nebenan erstand ich Rosmarin und Thymian und ging zufrieden nach Hause.

Die Dorade wurde nur mit einer Zitronenscheibe, Thymian und Rosmarinzweig gefüllt und in den ovalen Bräter gegeben, mit einem Schuss Olivenöl und Weisswein.

 

Für das Tartelette (eigentlich eine irreführende Bezeichnung) gab ich einen doppelt ausgelegten Boden von dünnsten Kartoffelscheiben auf den gebutterten Boden. Die Scheiben hab ich mit dem Trüffelhobel (den ich noch nie für Trüffel verwendet habe) so dünn bekommen. Dann folgte die Schicht Lauchröllchen, es waren zwei Lauchstangen, und davon nur das Weisse.

Darüber kam Muskat, Salz und Pfeffer, danach 1 Ei gemischt mit 4 El Sahne und 100 g Comté. Jetzt legte ich die beiden letzten Schichten Kartoffeln darauf und schob die Form in den Ofen.

Später holte ich es nochmal aus dem Ofen heraus und bepinselte die Oberfläche mit Butter.

 

Insgesamt ein stimmiges Abendessen; die Dorade ausdrucksstark wie immer, Kartoffel Lauch schmeckt natürlich nach Kartoffel Lauch. Der Käse passt schön dazu und macht alles schön saftig.

 

 

 

 

 

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Hähnchen Lauch Kartoffeln Paprika


Heute Morgen lag noch Staubschnee und ich wollte nicht riskieren, mit dem Fahrrad zu fahren. Bis ich mich dann endlich entschlossen hatte, das Auto zu nehmen, gab es strahlenden Sonnenschein und die Temperatur lag oberhalb der 0 Grad. Ich kaufte nicht viel ein, nur Bio Eier, ein Bio Hähnchen und Käse von Herrn Ruf. Wir hielten ein Schwätzchen (Gottseidank hatte er nicht soviel Kundschaft) über alles Mögliche. Danach ging es erst nach Hause und dann zu den nächsten Stationen (Getränkemarkt usw.)

Es war mir am Nachmittag, als der Himmel wieder zuzog, klar, daß das Hähnchen in den Ofen wandert.

Dazu kamen

1 Lauchstange in drei Segmenten

1 Spitzpaprika

3 Knoblauchzehen in ihrer Schale

5 Schalotten

1/2 Fenchel in Streifen

ein daumendickes Stück Ingwer

1 Glas Hühnerfond

5 Kartoffeln, halbiert, mit Schale

Dazu hab ich dem Hähnchen eine eingestochene Bio Zitrone in die Bauchhöhle geschoben, weil das in meiner Erfahrung für einen leckereren Fond sorgt.

 

Aber zuerst gab es eine Artischocke als Vorspeise.

Herr Hirsch, der den tollen Gemüseladen gegenüber führt, hatte gestern wunderschöne Ware, große lila Köpfe, eng verschlossen, für knapp unter €2, was preiswert ist.

Heute schnitt ich den Strunk knapp ab und gab die Artischocke kopfüber in einen genügend großen Topf und köchelte sie etwa 45 Minuten. Sie war gar und ich rührte aus Senf und Rapsöl eine Tunke an.

Frau B., von der ich das gelernt habe, nimmt immer einen bestimmten französischen Amora Senf. Den bekam ich aber nicht, fand aber stattdessen auch einen französischen Senf mit Knoblauch und Petersilie, der hat auch schön gepasst.

Dann wurde das Hähnchen herausgeholt und angerichtet. Ich gab auch noch ein bisschen der Kräuterbutter von gestern dazu, was auch schön gepasst hat. Es hat wieder wunderbar geschmeckt. Ich bin zwar froh, wenn es wieder wärmer wird (es gibt auch schon den ersten Spargel aus dem geschützten Beet, und Christian hat die erste Spargelsuppe gepostet), aber ich warte noch, bis es draussen auch danach ist. Aber es reizt mich auch schon. Deshalb hat mir das winterliche Gericht nochmal gut geschmeckt.

 

 

 

 

 

 

Hähnchen Karotten Sellerie Lauch Borlottibohnen


Ich bin noch bei den guten Vorsätzen und versuche mit Suppen ein wenig mehr Gemüse und einiges weniger an Fleisch (und Kalorien) zu essen.

Der Teufel steckt natürlich wie immer im Detail: Um eine schöne Brühe zu machen, braucht es ein Hähnchen. Darauf hab ich heute verzichtet, sonst hätte ich schon wieder zuviel Fleisch auf einmal gehabt, sondern nahm jeweils ein Glas Hühner- und ein Glas Gemüsefond.

Aber der Reihe nach:

2 dünne Stangen Lauch (eine dicke Stange hätte es auch getan)

1 Suppengrün (Karotten, Selleriewurzel, Lauch, Petersilie)

3 Selleriestangen

1 große Zwiebel

1 scharfe Peperoni

Thymian

Liebstöckel

Kaffir-Limettenblätter

1 Dose Borlottibohnen (auch als Wachtelbohnen bekannt)

1 Glas Weißwein

1 Glas Hühnerfond

1 Glas Gemüsefond

400 g Hähnchenbrust in Würfeln

Zwiebel klein hacken, Lauch halbieren und in Streifen schneiden, gut waschen.

Karotten schälen, in Ringe schneiden, Selleriewurzel in Würfel, Selleriestangen in Ringe, Petersilie grob hacken.

Zwiebel und Lauch zuerst anbraten, etwas einfallen lassen, dann den Rest dazugeben. Wenn das meiste Wasser vom Gemüse verdampft ist, den Wein angiessen. Mit den Fonds auffüllen. Thymian, den halben Liebstöckel und die in Ringe geschnittene Peperoni dazugeben. Aufkochen lassen und die Hitze reduzieren. Nur etwa 35 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Dann Hähnchenstücke dazugeben und langsam fertig garen. Den Rest des Liebstöckels und 4 zerriebene Kaffir-Limettenblätter und die Borlottibohnen dazugeben. Es dauert etwa 10 Minuten, bis die Hähnchenstücke durchgezogen und die Bohnen warm sind. Jetzt ein paar beherzte Prisen Salz dazu, nochmal abschmecken, ganz zum Schluss frischen schwarzen Pfeffer aus der Mühle drüber und den Teller füllen.

Es ist schon eine Weile her, das ich ein Eintopfgericht (kein Gulasch!) gegessen habe. Es war sehr gut, so gut, daß ich 2 Teller essen musste 🙂 Aber es hatte genug, daß ich 2 gute Portionen einfror, die dann irgendwann wieder mit zur Arbeit kommen.

Übrigens haben sich Thymian, Liebstöckel (Maggikraut) und Kaffir-Limette sehr gut vertragen. Thymian passt eh zu allem, was Bohne ist, Liebstöckel gab die runde Grundlage und die Limettenblätter steuerten eine schöne Frische bei, die aber nicht übermächtig war. Um 19:00 fing ich an, 19:45 hab ich gegessen. Alles frisch 🙂

 

 

 

 

 

Lauch Schinken Champignons Parmesan Brösel Butter


Heute gab es 2 Lauchstangen für 59 Cent. Normalerweise bin ich kein Sparfuchs, aber ich hatte sofort eine Idee für den Lauch.

Daheim schaute ich bei Paul Bocuse nach, der drei oder vier Rezepte für Lauch hat und ansonsten beklagt, daß kein Mensch den Lauch als Gemüse isst, sondern immer nur für Suppen oder Saucen verwendet, obwohl er so gut schmeckt. Bei drei der vier Rezepte ist ordentlich Butter mit im Spiel. Ich hab mich größtenteils an eins seiner Rezepte gehalten, aber dann doch den Schinken zugefügt und mir beim Käse eine italienische Freiheit gegönnt.

2 Lauchstangen (das Weisse), in 6 Segmente geteilt

2 Scheiben gekochter Schinken (ich hatte Winzerschinken)

4 mittlere braune Champignons

eine Handvoll Brotbrösel (Knödelbrot mit meinem Zerkleinerer zerkleinert)

30 g Parmesan

50 g Butter

Salz, Pfeffer

 

Die Lauchstangensegmente 5 Minuten in kochendem, gesalzenen Wasser vorkochen.

Champignons in Scheiben schneiden, salzen, in einer sehr heissen Pfanne Wasser ziehen lassen, danach entfernen. Hitze ausmachen aber die Butter darin schmelzen.

Brösel zerkleinern. Champignons als Basis in die Ofenform geben (meine ovale Le Creuset 🙂  ). Lauchstangen arrangieren, Schinken und Brösel drüber, dann den Parmesan. Am Schluss die Butter großzügig verteilen.

Bei 140-150 C 45 Minuten in den Ofen schieben. Bei Bocuse wird der Lauch regelmässig mit der Butter übergossen. Ich möchte nicht wissen, wieviel Butter er verwendet hat! Mir aber reichen die 50 g.

 

 

 

 

 

 

Der Lauch hat herrlich geschmeckt mit all den Toppings! Die Butter hat das Gericht zusammengehalten und ihm den Luxus gegeben. Die Brösel, der Schinken, Pilze und der Parmesan gaben ihre Umamiaromen dazu. Der Lauch war trotz mangelnder Sauce wunderbar saftig und sättigte trotz Butter und Fülle nicht so sehr wie zum Beispiel eine Bechamel bei Chicoree. Werd ich versuchen öfters zu machen, auch als Gemüse ohne Topping. Lauch rocks!

Dieses Gericht wäre ohne Schinken auch ziemlich lecker. Ohne Parmesan, weiss ich nicht 🙂

Lauch-Schinkenquiche


Ich hatte spontan Lust, mich an einer Quiche zu verkünsteln. Quiche ist eine der Übungen, für die ich kein Kochbuch öffne, das ist dann wirklich Zeitverschwendung 🙂

Stattdessen alles aus der Lameng:

Der Einkauf war einfach Lauch, 2 Stangen, und Strudel/Yufkateig, den Rest hatte ich daheim.

5 Lagen Strudel, unten mit Butter eingedulft, und in eine runde Form ausgelegt

Füllung: 2 Lauchstangen in dünnen Ringen, bis zum grünen Teil geschnitten und gewaschen

3 große Eier

1/3 l Milch

Salz, Pfeffer, Muskat

50 g Speckwürfel

50 g gekochter Schinken

100 g Comté

20 g Parmesan

ein gutes Stück Butter

Lauch in der Butter anbraten und weich dünsten, dann Speck dazugeben und rösch werden lassen.

Die Eier aufschlagen, Milch dazugeben, salzen und pfeffern

Lauch in der mit Strudelteig ausgekleideten Form einfüllen und schön gerade verteilen

Schinken darüber streuen

Eierguss darüber geben und verteilen

Comté (gerieben) darüber verteilen

Parmesan drüber reiben

Die überstehenden Teigecken auf die Füllmasse zurückschlagen

Den Teig mit flüssiger Butter einpinseln

45 Minuten bei 180 C

Ich hab sie die letzten 15 Minuten mit Alufolie abgedeckt, damit sie nicht zu braun wird.

Wie man sieht hab ich ein Stück mit einem Salat genossen. Eigentlich waren es zwei Stück 🙂

Die Quiche ist super geworden und hat auch sehr gut geschmeckt!

Das Problem ist, daß es soviel ist. Aber ich habe ein paar nette Leute bei der Arbeit, die wollen bestimmt probieren und den Rest gibt es morgen zum Mittagessen 🙂

 

 

 

 

 

 

Entenbrust Lauch-Kartoffelgratin Steinchampignons


Die Entenbrust hatte ich aus einem Supermarkt.

Dazu wollte ich ein Gratin machen, und zwar eines mit Kartoffeln, Lauch und Emmentaler.

Beim Gemüsehändler über die Straße gab es einen sehr erwachsenen Lauch, und kleine Steinchampignons fand ich dort auch.

Gratin:

1 große Kartoffel in dünne Scheiben schneiden, eine (kleine-15cm) Form ausbuttern, die Kartoffel gleichmässig auslegen, salzen, pfeffern und mit Muskat bestäuben. Gerade genug Sahne dazugeben, daß die Kartoffeln halb bedeckt sind. Einen großen Lauch der Länge nach halbieren, in dünne Scheiben schneiden und auf die Kartoffelmischung geben.

Mit Alufolie abdecken und bei 190 C 30 Minuten backen, dann herausnehmen, mit 50 g Schweizer Emmentaler (geraspelt) bedecken und ohne Alu zehn Minuten zurück in den Ofen geben.

Steinchampignons:

Die Stiele kürzen oder abschneiden, je nach Zustand. In einer Pfanne in guter Butter bei langsamer Hitze anbraten, etwa 8-10 Minuten. Eine Zehe Knoblauch und etwas Petersilie kleinhacken.

Kurz vor dem Servieren damit schwenken. Das hat genial geschmeckt! Die Knoblauch-Petersilie war fast wie die Mischung zu Schnecken, und die Konsistenz der Pilze war fest, aber gar. Sehr gut.

Entenbrust:

Die Fetthaut wurde rautenförmig eingeritzt, dann ohne Fett in einer heissen Pfanne ausgelassen. Nachdem die eine Seite Farbe genommen hat, wenden und in den Ofen geben, s.o. 190C für 8 Minuten. Herausnehmen, in ein Stück Alufolie einschlagen und 10 Minuten ruhen lassen. Man sagt immer, daß die Flüssigkeit wieder resorbiert wird, aber das stimmt nicht. Ich nehme den Saft in der Folie und gebe ihn zu der Sauce, um einen volleren Geschmack zu bekommen.

Die Sauce:

1 Schalotte, fein gewürfelt

1 Schluck Cointreau

etwas Weisswein

1/3 Glas Kalbsfond

ein paar Zesten einer ungespritzten Bio-Orange

Saft einer halben Orange

Salz, Pfeffer, ein Spritzer Worcestershire Sauce

etwas Beurre Manier, um die Sauce einzudicken

 

Bei der Sauce schmecke ich immer wieder ab. Auch hab ich die Pfanne, in der die Brust gebraten wurde, genommen und das überschüssige Fett weggekippt und die die Pfanne neu erhitzt und mit dem Fond aus der Sauciere abgelöscht, um etwas mehr Geschmack zu bekommen.

Fazit: Wie man sieht, ist die Brust zwar noch rosa, aber eben gerade noch. Trotzdem war das Fleisch zart und saftig. Die Sauce, die ein Spiel mit der Canard d’Orange Variante war, hat hervorragend zum Gericht gepasst. Mein persönlicher Favorit waren die Champignons und ihre Knoblauch-Petersilienapplikation – ultralecker!

Das Gratin war auch nicht von schlechten Eltern, ganz schnell zusammengeworfen, und durch den Käse herzhaft-interessant.

 

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Schweinelende Speck Apfel Feta Crepe Apfel Lauchsauce


Beim Metzger Zorn bekam ich eine schöne Schweinelendenhälfte und einen Speck dazu, um sie auch einwickeln zu können.

Die briet ich langsam auf allen Seiten an und stellte sie dann in den Ofen von 100 C.

Ich wußte nur, daß ich einen Crepe mit Füllung machen wollte, aber er sollte nicht süß sein.

Zuerst machte ich den Teig nach Gefühl- etwa 3 gehäufte El Mehl, 1 Tasse Milch, eine Prise Salz und ein Ei. Kein Zucker.

2 Boskoop Äpfel waren da, den ersten hab ich in Stücke geschnitten, in Butter angebraten und dann den Crepeteig drübergegossen.

Danach gewendet, mit ein paar Fetawürfeln gefüllt und zusammengerollt und beiseitegestellt.

Den zweiten Apfel hab ich auch gestückelt und in Butter angebraten, jetzt kam aber auch eine Viertel Lauchstange in Streifen dazu. Eine Prise Thymian dazu und erst mit einem Schluck Calvados und dann mit einem Schluck Weisswein abgelöscht.

Das Fleisch kam in eine andere Pfanne als es in den Ofen geschoben wurde. Die Sauce wurde in der ersten Lendenpfanne abgelöscht. Das gab etwas mehr Geschmack.

Zusammen angerichtet gab es ein schönes Spiel von Lende/Speck und dem fruchtigen Apfel/würzig-salzigem Feta. Der Crepe war ziemlich lecker.

Es war allerdings etwas ungewöhnlich 🙂

 

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