Kürbissuppe Kürbiskernöl Bacon Bits


Ein weiteres Kürbissuppenrezept: Dieses Mal war ich nicht sicher, ob der kleine Hokkaido für beides reichen würde-eine Suppe einerseits, und als Füllung für den übrigen Nudelteig, der hier die Priorität hatte. Also hab ich den Kürbis nach einem Grundrezept aus dem „Silberlöffel“ im Backofen mit 2 El Olivenöl bei 180 C geschmort (gebacken),  wobei ich den Kürbis natürlich vorher vom Inneren und den Kernen befreit habe und ihn in kleinere Stücke unterteilte. Eine Stunde später war er soweit, hatte aber auch Stellen mit Röstaromen und Haut entwickelt, was mich aber nicht weiter störte.

Ich gab etwa 1 Tl Salz dazu, 1 XL Bio-Ei, etwas gemahlenen Kardamom (1/2 Tl) und den Saft einer Zitrone. Dann war die Masse feucht genug, um püriert zu werden. Ich hab sie trotzdem etwas stückig gelassen. Jetzt hab ich diese Mischung erst für die Füllung verwendet. Als ich merkte, daß da etwas übrig bleibt, nahm ich den Rest (etwa 250 g/ die Hälfte) und vermischte ihn mit einem Glas Kalbsbrühe (für Vegetarier kann es gerne auch Gemüsebrühe oder natürlich auch selbstangesetzte Brühe sein). Nur mit Wasser angesetzt würde ich die Suppe stärker abschmecken.

Jetzt kam der Saft einer halben Orange dazu. Ich hab es umgerührt, aufgekocht (es war dünner als sonst, aber die Röststückchen schmeckten interessant), und nochmal abgeschmeckt, wobei ich einen 1/4 Tl Cayenne dazugab, nicht genug, um scharf zu sein, aber ein bißchen pikant. Den Ofen, der noch Resthitze vom Schmoren des Kürbis hatte, durfte die auf das Knuspern einer Scheibe Speck verwenden. Den hab ich dann in dünnen Streifen dazugegeben, wie auch ein steirisches Kürbiskernöl, das ganz hervorragend dazu gepasst hat.

Fazit: Die Suppe war deutlich weniger aufwendig als vorherige scharfe oder asiatische Variationen, hat ihnen aber in nichts nachgestanden. Im Gegenteil, die etwas dünnere Konsistenz und die kleinen Stückchen würziger Kürbis waren richtig gut!

 

Kürbissuppe Kürbiskernöl 1

 

 

Kürbissuppe Kürbiskernöl 2

Schweinelende Kürbis-Kartoffelpuffer Bohnen Tomaten Gurken


Ich hatte von gestern vieles übrig und wollte es verbrauchen, aber anders. Also kam mir die Idee, ein Geschnetzeltes nach Art eines Boeuf Stroganoff zu machen, nur eben statt mit Rinderfilet mit dem des Schweins.  Hie kommen die Gurken im Titel ins Spiel, nämlich Cornichons, also kleine Gürkchen, süß-sauer eingelegt, die man sonst auf Party-Schnitten findet (oder ist das jetzt zu 70er?). Jedenfalls gehören die ins Stroganoff, egal welches Jahr wir gerade schreiben.

Für’s Fleisch die Lende in dünne Scheiben schneiden, und diese nochmals in dünne Streifen. Eine Schalotte und eine Knoblauchzehe klein hacken, langsam angehen lassen, die Hälfte des Fleischs anbraten, dann den Rest dazugeben. Ich hatte auf dem Markt einen Steinpilzfuß ergattert. Den wollte ich verarbeiten, bevor er schlecht würde und hab ihn in kleinen Stücken ins Ragout gegeben. Der Geschmack wurde dadurch deutlich gehoben. Mit Sherry ablöschen, reduzieren, ein Schluck vom Gurkenwasser dazu, 50 ml Sahne und die Gurken dazu, umrühren, nicht mehr kochen.

Abschmecken, nachwürzen mit Salz und Pfeffer.

Für die Kürbis-Kartoffelpuffer wurden die Kürbisstücke über einer Reibe geshreddert (hier hätte ich mir eine tolle Küchenmaschine mit Raspelscheibe gewünscht, das wäre viel schneller gegangen), die 3 Kartoffeln wurden mit Schale über die gleiche Reibe geführt. Ich hab zu der Mischung Salz, ein Ei, Muskat und einen El Zatar gegeben. Hat sich meiner Meinung nach gelohnt, weil sie schön würzig wurden.

Danach wurden sie langsam in Rapsöl ausgebacken und später zum nachgaren und warmhalten in den 180 C warmen Ofen gegeben. Sie waren gut, aber eher weich, weil ich sie etwas dicker gemacht habe.

Die Bohnen hatte ich noch frisch von letzter Woche, und, weil mir etwas Grünes fehlte, machte ich die auch noch schnell. In Salzwasser mit Bohnenkraut garen, kalt abschrecken, mit Tomatenviertel und Knoblauch anbraten, nachsalzen.

Das rote Pulver auf dem Fleisch ist Cayenne- ganz ohne Schärfe geht’s eben doch nicht.

 

Schweinelende Kürbis-Kartoffelpuffer Bohnen Tomaten Gurken 2

 

Schweinelende Kürbis-Kartoffelpuffer Bohnen Tomaten Gurken 4

Schweinelende Kürbisspalten Kartoffeln Mirabellenchutney Zatar


Heute war ein aufregender Tag. Ich hab endlich die Zutat gefunden, nach der ich gesucht habe, seit ich das Buch „Jerusalem“ von Ottolenghi gelesen habe. Heute bin ich in der Nachbarschaft etwas ausgefächert und fand einen nahöstlichen Laden mit allerlei Sachen, aber eben auch Lebensmitteln. Ich fand das Objekt meiner Begierde nicht gleich, und fragte den Besitzer. Der fragte nach: ZA-tar? iranisch? Ich sagte kleinlaut nochmal Zatar, wonach er sagte „Ach so, Za-TAR, da haben wir drei verschiedene, grobes, welches aus Jordanien und aus dem Libanon. Ich nahm das aus Jordanien, ein Beutel von 500 g, der nach der Packungsangabe in Richtung Thymian ausgebaut ist.

Anbetracht dessen, daß ich nur Ottolenghi’s Beschreibung hatte, war ich angetan vom Pulver (es ist relativ pudrig), das aus der Tüte kommt. Es ist zwar anders als Maggi, erfüllt aber, glaub ich, eine ähnliche Funktion als universelles Würzmittel. Wenn ich mich recht erinnere, ist Sumach ein Hauptbestandteil, eine Pflanze, die säuerlich wirken soll. Das ist mir allerdings nicht aufgefallen.

Das aber nur nebenbei.

Zuerst ging es auf den Markt, wo Herr Ruf ( vom Käseladen) eine wohlverdiente Woche Urlaub machte. Deshalb ging ich zum Karlsruher Gemüsespezialisten, der auch die selbstgezogenen Chilis hat. Ich liess mir eine Tüte geben und nahm alles mit, das nach Ancho-Chilis aussah, ausserdem zwei Scotch Bonnet-Chilis, weil ich meinen Testessern nochmal das Jerk-Chicken zum Probieren machen will ( der eine Tester war zu der Zeit im Urlaub), und das Rezept im Original mit Scotch Bonnet oder eben mit Habanero Chilis gemacht werden soll.

Vom gleichen Stand nahm ich noch schöne Spitzpaprika mit, die als Beilage zum Jerk Chicken gemacht werden.

Außerdem erstand ich meinen ersten Steinpilz aus der Gegend (nur einen Fuß, aber der Geschmack ist ja überall…) und natürlich einen kleinen Hokkaido-Kürbis.

Die Mirabellen hatte ich letzte Woche auf dem Markt geholt, da waren sie noch fest, aber nach einer Woche in der Tüte waren sie super.

Ich sag’s imer wieder, ich bin ein Freund von süßem oder süß-saurem zu Fleisch, deshalb dachte ich gleich an ein Chutney mit Mirabellen.

Wir hatten früher, als wir ein Haus im Kraichgau bewohnten, einige Obstbäume, darunter einen Mirabellenbaum. Ich erinnere mich an Früchte, die teilweise so süß waren, daß man sie mit Säure verarbeiten mußte, damit etwas harmonisches entstehen konnte. Das war der Grund, an ein Chutney zu denken. Nicht, daß es auch andere Gründe gegeben hätte ( Schärfe, süß-sauer, fruchtiges gepaart mit Zwiebeln und Knoblauch…)

Auf alle Fälle war es eine ganz schnelle Sache: 350 g Mirabellen, entsteint,

2 El Brauner Zucker

3 El Apfelessig

! Knoblauchzehe

2 kleine Schalotten

4 cm Ingwer, geschält

1 Serrano-Chili, ohne Samen oder Häutchen

Knoblauch, Schalotten, Ingwer und Chili in Öl anschwitzen, Zucker, Essig, und Mirabellen dazugeben, etwas eindicken, dann die zerkleinerte Serrano-Chili dazugeben.

 

Die Lende, die ich bei einem weiteren guten Metzger für gutes Geld erstanden habe, wurde nur klassisch minimal mit Mörser-Pfeffer und-Salz gewürzt.

Dann wurden die Stücke erst scharf, und dann bei schwacher Hitze fertiggegart.

Der Kürbis wurde in Stücke und dann in Scheiben zerlegt.

Ich muß ehrlicherweise dazusagen, daß ich mir ein Rezept von Jamie Oliver ausgesucht habe, weil ich das mal gesehen habe. Ich fand toll, wie er so brachial den Kürbis auseinanderriss, das Olivenöl großzügig verteilte, und die Kräuter mit dem Kürbis vermatschte (übrigens Rosmarin und Salbei, den ich eingefroren hatte 🙂 )

Ich hab nur ein paar Kartoffelspalten dazugegeben. Dann kamen Kürbis und Kartoffeln geölt auf ein Blech, um bei zuerst 180 C und später bei 200 C fertig zu garen und Farbe zu nehmen.

Das dauerte etwa 40 Minuten.

 

Beim Anrichten hab ich noch eine Prise Zatar dazugegeben (man sieht diesen grünen Hauch auf dem Teller).

Geschmeckt hat es sehr gut- alles auf dem Punkt, mit viel Geschmack.

Ich könnte mich an dieses Zatar gewöhnen, die Gefahr ist aber, es als Würzverstärkungsmittel wie Maggi zu verwenden- ich muß mich mehr damit befassen.

 

 

 

Schweinelende Kürbis Kartoffel Zatar Mirabellenchutney 4

 

 

 

Schweinelende Kürbis Kartoffel Zatar Mirabellenchutney 6

Kürbis Karotten Suppe Bacon


Ja ist denn jetzt schon Herbst? Mitnichten, aber erstens hat es hier diese Woche Temperaturen um die 18-20 C um 7 Uhr abends, und zweitens hatte der Rewe um die Ecke Bio-Hokkaidos und ich wieder Lust auf etwas anderes.

Diese Variation hab ich noch nicht beschrieben, sie ist auch nirgendwo abgekupfert, sondern das Ergebnis von Idee und Abschmecken.

1 Schalotte

1 Knoblauch

1 kleiner Hokkaido, entstielt und von Kernen und Innerem befreit

3 Karotten, geschält und in Stücken

1/8 l Noilly Prat oder Weißwein

700 ml Hühnerbrühe selbstgemacht (oder ein Glas und extra Wasser)

6 cm Ingwer (ein dickes Stück)

6 getrocknete Tomaten

Prise Muskat

Saft einer Zitrone

Salz, Pfeffer, Harissa, Cayenne

3 El Sherryessig (kann auch ein anderer sein)

1 El Zucker

 

Zuerst Schalotte und Knoblauch angehen lassen, Kürbis in Stücken dazugeben, angehen lassen, mit Noilly Prat ablöschen, reduzieren, Hühnerbrühe dazugeben.

Ingwer schälen, hacken, getrocknete Tomaten kleiner schneiden, beides dazugeben, Prise Muskat reiben und dazugeben. Zitrone auspressen, auch dazugeben.

Hitze herunterdrehen, etwa 20 Minuten langsam köcheln, bis alle Zutaten weich sind.

Portionsweise in einen Standmixer geben (oder den Stabmixer quälen) und fein pürieren. Abschmecken. Jetzt kam bei mir der Essig, der Zucker, Harissa und Cayenne dazu, außerdem ein arabisches Gewürz mit Orangenzestenanteil. Ich hab es eher mit Bums abgeschmeckt, weil die Testesserin auch einiges verträgt, aber das ist Geschmackssache.

Beim letzten Aufkochen hab ich nochmal einen Schluck Noilly Prat hineingeschmuggelt, „wegen der Säure“.

Jetzt wurden 4 Baconscheiben in 1 cm Streifen geschnitten und ausgelassen. Als sie schön rösch waren, hab ich sie entfettet und über der Suppe zerkrümelt.

Leider hab ich in dem Moment nicht geschaltet und schnell ein Bild geschossen, sondern sie schön untergerührt…

 

Die Suppe war, wie schon gewohnt bei Kürbis, etwas dicker, aber sehr fruchtig, mit schönem süß-sauer-scharf und Umamiaspekten. Die letzteren kamen meiner Meinung nach von den getrockneten Tomaten. Sie steuerten einen vollmundigen Geschmack bei, nicht unbedingt tomatig, sondern fleischig.

Das wurde natürlich auch durch den Bacon unterstützt.

Wobei der auch Geschmackssache ist, die Suppe ist auch gut ohne ihn zu geniessen.

 

Kürbis Karotten Suppe Bacon 1

 

Kürbis Karotten Suppe Bacon 2

Rote Bete Karotte Kartoffel Frühlingszwiebel Kürbis


Ein Gemüseessen mit Schmackes!

Ich hab die verschiedenen Zutaten geschält, zerteilt, mit Olivenöl beträufelt, gesalzen und gepfeffert.

Da waren:

Rote Bete

Kartoffeln

Hokkaido-Kürbis

Karotten

Frühlingszwiebel

und nachgereicht: Knoblauch

Es wurde mehr als eine Stunde im Ofen bei über 200 Grad gegart. Ausprobieren, es muß weich genug sein.

Wichtig ist das Olivenöl, aber auch Salz (Fleur de Sel oder aus der Mühle) und Pfeffer (auch aus der Mühle).

Auch wichtig sind die Kräuter (deshalb hab ich sie in Folie gepackt, damit sie nicht verbrennen), weil sie sehr gut aromatisieren.

Eingefleischte Vegetarier oder Veganer sind jetzt schon glücklich.

Omnivoren braten sich, paleomäßig, einen Lappen ihrer Wahl dazu (Nein, keinen aus Lappland, laß den wieder laufen!) 😉

Ernsthaft, das hat sehr gut geschmeckt! Das im Ofen backen bringt gerade bei der Bete und dem Kürbis süße und erdige Elemente nach vorne, die mit Knoblauch und Kräutern sehr gut harmonisieren.

Der Knoblauch wird einfach über dem Gemüse ausgedrückt. Gebacken wird er milder und hat eine sehr aparte Süße-umwerfend!

 

Alufolie-1

 

Alufolie-fertig-1

 

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Ente Mirabellenchutney Hokkaido Kartoffel


Beim Kochblitz letztes Wochenende hatte ich auch ein Pfund rote Mirabellen vom Pfälzer auf dem Markt gekauft. Wir hatten früher selbst einen Baum, aber die Früchte waren größer und gelb. Diese hier waren etwas größer als Kirschen und mittelrot. Sie waren, wie die anderen Mirabellen, nicht so sehr toll im Mundgefühl, fast ein wenig mehlig, aber ich dachte ich könnte sie einkochen. Allerdings hab ich im Moment einige Marmeladen im Kühlschrank und wollte das Arsenal nicht unbedingt vergrößern, da fiel mir die Gruppe der Chutneys ein, aus der ich schon lange nichts mehr gemacht habe.

Heutzutage haben Chutneys ja sogar ein zweites Leben als Käsebegleiter erhalten, wovon ich allerdings ebensowenig halte wie von exotischen Senfsorten zu Käse. Mir kommt das so vor (man möge mir verzeihen), wie „Teetrinker“, die über Fruchtteesorten mit künstlichen (oder auch natürlichen) Aromen diskutieren-entweder es ist Tee… oder nicht. Will ich Käse-oder Beiwerk? Und die Frage stellt sich nach welchem Käse. Aber genug davon.

Jedenfalls hat es Spaß gemacht, das Chutney nach eigenem Gusto abzuschmecken, deshalb hier nur etwaige Angaben:

525 g Mirabellen, entsteint

3 gehäufte El brauner Zucker

1 Zwiebel, kleingehackt

2 Knoblauchzehen, kleingehackt

50 ml Himbeeressig

50 ml Weißweinessig

Salz

1/2 Scotch Bonnet Chili, ohne Kerne

1/8 l Weißwein

1 El Hot Curry

1/2 Tl gemahlener Koriander

1/2 Tl gemahlener Pfeffer

Alles einkochen lassen, es muß/soll nicht zu glatt werden. Meine Mischung war nicht zu süß, hatte eine angenehme Säure, die Schärfe hielt sich in Grenzen und den Curry konnte man nur als Note erahnen.

 

Ich dachte, eine Entenbrust könnte dazu gut schmecken, da Geflügel, speziell Ente, gerne mit Süßem gepaart wird.  Die Ente hab ich wie immer gemacht:

Haut in Rauten schneiden, Sehnen auf der Rückseite entfernen

Salzen, pfeffern

Scharf in Olivenöl anbraten, bis Rauten knusprig sind, wenden

nach 2 Minuten bei 180-200 C 10 Minuten im Backofen parken

Hitze ausdrehen, Pfanne weitere 5 Minuten im Ofen lassen

Aufschneiden und anrichten

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Dazu gab es eine Kombi aus Hokkaidokürbisstückchen und Kartoffelscheiben. Die wurden in Olivenöl geschwenkt, dazu kam Fleur de Sel, frischer Thymian (6 Stängel) und grober schwarzer Pfeffer. Außerdem ein paar Scheiben Chili, mein kluges Buch sagt, es seien Anaheim-Chilis (fruchtig/nicht so scharf)

Sie brauchten etwa 45 Minuten bei 190 C, und ich hab zur Halbzeit alles gewendet und noch einen Löffel Olivenöl dazugegeben.

Geschmack-lecker, wobei der Kürbis mehliger ist als die Kartoffel. Ich könnte mir vorstellen, da mit Zeste (Orange/Zitrone) vielleicht den Geschmack etwas „leuchtender“ zu machen, aber es hat auch so gut geschmeckt.

Das Chutney hat übrigens gut zur Ente wie auch zu den Hokkaidostücken gepasst, insofern war alles gut.

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Nürnberger Kürbis Rucola Parmesan Risotto


Nach 2 Tagen Nürnberger Rostbratwürstchen mit Sauerkraut und Senf stand mir der Sinn nach einer anderen Zubereitungsart, und verwegen, wie ich nun mal bin :-), nahm ich die restlichen 4 Würstchen, schnitt sie in dünne Scheiben und briet sie an, um sie dann zur Seite zu stellen.

Vom Muskatkürbis hatte ich auch noch ein paar Schnitze, die ich zuerst in Butter anbriet und dann mit Deckel und einem Schluck Wein andünstete. Als er weich war hab ich auch den zur Seite gestellt.

Das Risotto hab ich auf die übliche Art zubereitet, zuerst eine Schalotte langsam farblos angeschwitzt, dann den Reis glasig angehen lassen, dann wieder einen Schluck Weißwein zum Ablöschen nehmen.

Danach hatte ich nur noch Wasser, das tat es aber auch. Als der Reis gerade gar war gab ich ein schönes Stück Butter und den Parmesan dazu (nicht geizen, sieht nach viel aus, passt aber…).

Danach hab ich die Wurst und den Rucola untergehoben. Am Schluß gab es noch eine knackige Beilage in Form von Haselnüssen drübergestreuselt.

Für eine Resteverwertung war das ziemlich gut, ich würde es jederzeit wiedertun.

Nürnberger-Risotto-Rucola-Haselnüsse-Muskatkürbis-1

Kotelett ‚Wilddieb‘ Kürbisrisotto Spitzpaprika


Kotelett vom Hällisch-Schwäbischen Landschwein bekam ich von der Metzgerei Keck in der Zerennerstrasse. Sie haben auch Rind von der Hohenlohe.

Außerdem werben sie mit gutem Geflügel, aber ich war wohl zu spät, es gab nur noch ein Elsässisches Huhn (au net schlecht). Aber gar nichts anderes mehr.

Die Vorgeschichte:

Ende der 70er war ich 2 Jahre ein Interner, sprich, ein kasernierter Schüler des Privatgymnasiums Heidelberg College Heidelberg. Wir hatten Ausgang bis 19:30, aber das war egal, weil wir wußten, daß der Direktor der Schule jeden Abend im Hackteufel in der Steingasse aß (und trank). Meistens kam er erst gegen 22:00 zurück. Selten hat er inspiziert ob alle schon da waren.

Wir hatten ab und zu genügend Geld (Mittwochs, nach der Taschengeldausgabe), um essen zu gehen. Das war für uns echte Notwendigkeit, weil das Essen im Internat so schlecht war.

Es ging das Gerücht, das die Köchin ein Budget von DM 1.50 pro Person am Tag zur Verfügung hatte.

Jedenfalls haben wir uns regelmäßig in kleinen Gruppen aufgemacht, die Sudpfanne zu besuchen.

Das war ein Lokal mit riesigen Portionen- man konnte nicht reservieren, sondern wurde neben wildfremde Menschen gesetzt. Das war eigentlich immer lustig.

Die Portionen waren legendär großzügig. Wobei Fleisch eigentlich relativ normal portioniert war, aber die Beilagen haben immer den Teller gefüllt.

Ein Gericht verharrt in meiner Erinnerung, der sogenannte Wilddieb, ein Schweinskotelett, gefüllt nach Art eines Cordon Bleu, also mit Kochschinken und Schweizer Käse.

Dieser Wilddieb wurde serviert auf Tellern mit mindestens 40 cm Durchmesser und war voll von ‚Brattiskartoffeln‘ und Erbsen und Champignons. Die andere Hälfte des Tellers war für das gefüllte Kotelett reserviert.

Ich kann mich erinnern, das war immer sehr sättigend.

Das Schwein heute abend war viel besser.

Wilddieb:

Stielkotelett, aufgeschnitten

Schweizer Emmentaler Käse

Kochschinken

Die Scheibe Schinken und den Käse in die vorgeschnittene Tasche stecken. Tasche mit Zahnstochern vrschliesen. Anbraten, im Ofen fertig garen, Maßgabetemperatur 79 Grad.

Mit meinem ECM Temperaturfühler gar kein Problem.

Das Risotto wurde mit Brühebeigabe auf Kurs gebracht, die Spitzpaprika in Streifen geshnitten und in Olivenöl weich gegart. Dazu kam Knoblauch, Pimenton de la Vera und wenig Brühe. Als der Paprika weich war, wurde serviert.

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Schweinelende Zwetschgensauce Kürbisrisotto


Schweinelende-Kürbisrisotto-PflaumensauceEs war wieder ein Gast angesagt, ein Esser, der ‚alles‘ isst. Das sind mir die liebsten, weil ich dann keine Scheuklappen aufziehen muß.

Ich war offen beim Fleisch, wollte aber bei Zorn einkaufen und Hällisch-Schwäbisches Schwein ausprobieren.

Ich fuhr kurz vor deren Feierabend noch dorthin und bekam noch eine Schweinelende.

Beim Gemüsehändler gegenüber gab es Bühler Zwetschgen und einen kleinen Hokkaido Kürbis.

Die Zwetschgensauce war:

1 Zwiebel, angeschwitzt

5 Zwetschgen, kleingeschnitten

1 Schluck Sherry

1 Glas Wildfond

1 Zimtstange

2 Sternanis (ich hab kleine aus Frankreich)

Salz, Pfeffer

Die Sauce muß aufgekocht, gargezogen und püriert oder durch ein Sieb gestrichen werden. Ich hab sie püriert.

Sie passt echt gut zum Schwein- mit etwas Sojasauce wird sie vollends asiatisch.

Das Kürbisrisotto ist auch ganz leicht:

Einen kleinen Hokkaido halbieren, das Innere entfernen, die andere Hälfte für Suppe aufheben.

den Hokkaido in mundgroße Würfel schneiden.

Das Risotto wie üblich ansetzen, Schalotte, Kürbis und Reis etwa in 10 Minuten bei milder Hitze glasig garen, dann ein Achtel Weißwein dazu, einkochen lassen. Immer wieder selbstgekochte Gemüsebrühe nachschöpfen, bis der Reis bissfest ist.

Danach 50 g Butter einrühren, anschließend 50 g Parmesan, geraspelt. Im Originalrezept waren auch Walnüsse dabei, die hab ich aber nicht bekommen, Stattdessen gab es Pecannüsse, die hab ich aber dann vergessen. Hat trotzdem sehr gut geschmeckt.

Die Schweinelende wurde in dicke Scheiben zerteilt, in Salz und Pfeffer gewendet und mit Rosmarin- und Thymianstrauch in der Pfanne ruhig gegart.

Die fruchtige Sauce hat sehr gut zur Lende gepasst und wa ein schöner Kontrast zum erdigen Geschmack des Kürbis. Die Lende hat sehr gut geschmeckt.

Menü für Zwei: 1.Kürbis-Curry-Suppe


Es ist ja schon wieder diese schöne Jahreszeit, in der es lauter leckere Sachen gibt, die auch noch farblich zum Herbst passen, wie zum Beispiel der Kürbis.

Kürbis ist ein Gemüse, das ich sehr lange ausschließlich als Füllung für eine Kürbispastete (pumpkin pie) genommen habe.

Allerdings hab ich in den letzten Jahren immer mal wieder andere Sachen damit gemacht und festgestellt, daß man das auch essen kann.

Allerdings finde ich, daß Kürbis ein bißchen dumpf oderauch erdig schmekt und gebe deshalb gerne zitrusartige Aromen dazu. Das muß nicht unbedingt Zitrone oder ähnliches sein, auch Koriandersamen oder auch Kardamom passen sehr gut.

Für diese dicke Suppe nehme ich

1 kleinen Hokkaidokürbis in kleinen Stücken

1 Schalotte gewürfelt

ein Schluck Weißwein

Saft von 2 Saftorangen

Saft einer halben Limette

eine Prise Muskat

1/2 Tl Hot Curry

1/2 Tl Curry (nicht scharf)

Salz

eine Prise Zucker

Die Schalotte wird in Butter angeschwitzt, dann kommen die Kürbiswürfel dazu, danach wird mit Weißwein abgelöscht.

Etwas Wasser dazu, den Deckel drauf und bei mittlerer Hitze weich köcheln.

Wenn der Kürbis weich ist die restlichen Zutaten dazugeben und pürieren. Dann nach eigener Vorliebe nachwürzen.

Kürbis-Curry-Suppe

Ein schöner Auftakt für ein Menü!