Blade Steak Kartoffel Mais


Manche Sachen kann man nur schwer verbessern. Und aus seiner Haut kann man auch nicht schlüpfen…jedenfalls nicht immer. Der Urlaub ist fast vorbei, da dachte ich, ich geh nochmal bei meinem guten Metzger vorbei, mal sehen, was es da so alles gibt. Wie schon öfters gab es amerikanisch geschnittene Steaks, dieses Mal Blade Steaks (hatt ich schon Mal). Vor kurzem hatte ich dort ein Flank Steak gekauft (ohne Post) für Carne Asado für Tacos und Enchiladas, das war genial. Da hatte mir die Fachverkäuferin nochmal vom Blade Steak vorgeschwärmt. Da wurde ich schwach, zumal ich am Samstag auch nochmal auf den Markt wollte.

Dort gab es Kräuter an zwei Ständen- am Bio-Stand gab es Schnittlauch, Knoblauch-Schnittlauch?(der ist flach wie ein Grashalm und hat eine deutliche Knoblauchnote), Basilikum und Petersilie, außerdem noch einen absolut phantastisch aussehenden Süßmaiskolben, beim Pfälzer fand ich Estragon und Dill und hatte noch alte mehligkochende Kartoffeln, die für Ofenkartoffeln hervorragend geeignet sind.

Das sind alles klassische Zutaten für ein amerikanisches Abendessen, vom Grill oder aus der Pfanne. Das hat gerufen,mach mich! Ich gab nach.

Eine europäische Note ist die Kräuterbutter. Mit Estragon, Dill, einem Basilikumblatt und wenig glatter Petersilie machte ich eine liebliche Kräuterbutter, die sonst aus bretonischer Süßrahmbutter und Fleur de Sel bestand.

Die Kartoffel bekam hingegen die Schnittlauch-Kombination mit einem kleinen Kleks Butter. Der Mais bekam…Butter und Salz.

Das Steak wurde in der Pfanne angebraten, und, weil der Ofen wegen der Kartoffel mit 200 C zu heiß war, wurde die Hitze reduziert, der Temperaturfühler kam zum Einsatz, und bei 54 C hab ich es dann herausgenommen und ein paar Minuten ruhen lassen.

Das Blade Steak ist zwar auch nicht billig (nichts am Rind ist billig, wenn es ein gutes ist), aber es gehört nicht zu den Premium-Steaks wie Porterhouse oder Rumpsteaks. Das war aber so zart, daß ich unbedingt raten würde, es einfach zu versuchen, so man das Stück irgendwo findet.

Jedenfalls war dieses Essen extrem zufriedenstellend!

Blade-Steak-Mais-Kartoffel

Menü für 2: 4. Rumpsteak Boeuf de Hohenlohe Paprikaragout


Bei Zorn, einer alteingesessenen Metzgerfamilie, gibt es seit einiger Zeit Rindfleisch aus Hohenlohe, ein besonderes Fleisch, das auch als Boeuf de Hohenlohe auf dem Markt unterwegs ist.

Gleichzeitig verkaufen sie Fleisch vom Hällisch-Schwäbischen Landschwein, was auch von der Gemeinschaft Hohenlohe gefördert wird.

Ich hatte vor ein paar Wochen Kalbsbäckchen von ihnen bezogen, die einfach toll geschmeckt hatten.

Deshalb bin ich Samstags ohne Plan dorthin. Ich dachte, vielleicht gibt es was Schweiniges (Kurzgebratenes). Ich war aber relativ spät dran und sah nur Schmorsachen- bis auf zwei großzügig geschnittene Rumpsteaks. Die sahen sehr gut aus, marmoriert und farblich sehr schön. Die hab ich dann genommen.

Das Paprikaragout bestand aus:

3 rote Spitzpaprika

1 Knoblauchzehe

1 Schalotte

1 Tl Kapern

1 El Balsamico

1 Tl Zucker

1 cl Weißwein

Salz

Schalotte und Knoblauch werden angeschwitzt, Paprika kommt dazu, dann der Wein. Etwas einköcheln lassen, dann Balsamico und Zucker, Salz dazu, am Schluß die Kapern, nochmal abschmecken.

Für schärfere Zeitgenossen kann man gerne eine Chilischote dazugeben.

Das Rumpsteak hab ich mit Himalayasalz und Pfeffer aus der Mühle gewürzt und in eine sehr heiße Pfanne gegeben.

Auf der einen Seite scharf angebraten, das Fleisch gewendet und die Hitze heruntergestellt, um es langsam rosa zu braten.

Das ist in weiteren 6-7 Minuten sehr gut gelungen.

Eine Sauce wollte ich nicht zu diesem Fleisch, stattdessen gab es eine Kräuterbutter aus frischem Thymian, Rosmarin und geriebenem Knoblauch.

Dann mußte ich das Gericht nur noch auf den Teller bringen. Mein Gast meinte, sie hätte schon lange nicht mehr ein so gutes Stück Rind auf dem Teller gehabt- dieses Lob leite ich gerne an die Hohenloher Gemeinschaft weiter. Ich fand es auch richtig gut.

Rumpsteak-Spitzpaprika-Kapern-Kräuterbutter

Rinderfilet/Lammhüfte Mais


Wir sind nicht immer, aber schon ab und zu richtige Fleischesser. Damit meine ich relativ rohes Fleisch.

Frau B., zum Beispiel genügt es, die Kuh am Ofen kurz vorbeizuführen. Ich bin da ähnlich, nur daß ich auch noch gerne Lamm und anderes esse, was bei ihr nicht so ausgeprägt der Fall ist.

Deshalb hab ich zum Samstagabendessen auch zweierlei Fleisch gekauft. Ein dickes Filetsteak für sie, die etwas schlankere Lammhüfte für mich. Frischen Mais, dazu Kräuterbutter mit frischem Schnittlauch, Petersilie, Knoblauch und Chili, und einen Mischsalat mit Rucola vom Pfälzer Salat- und Kräuterhändler, der übrigens toll ist.

Herz, was willst Du mehr?

Schnelle Küche


Es gibt Tage, da ist man froh, sich nicht groß überlegen zu müssen, was es gibt. Nämlich wenn etwas wegmuß, beziehungsweise die Zeit gekommen ist, die eingefrorenen Sachen aufzubrauchen.
Vor einigen Wochen hab ich im Überschwang ein großes Stück Roastbeef gekauft. Es war zu groß.
Nachdem wir 2 Tage geschlemmt haben, fror ich die 2 übriggebliebenen Rumpsteaks ein.
Jetzt war es meine angenehme Aufgabe, ein oft bereitetes Essen zu wiederholen.
Wie bei allen anderen Gerichten sind es Details, die darüber entscheiden, ob etwas OK oder toll wird.2 Rumpsteaks ca.200 g, frisch oder aufgetaut, zimmerwarm
50 g Süßrahmbutter
4 Stängel glatte Petersilie
1 Knoblauchzehe
grobes Salz
noch ein Stück Butter
Festkochende Kartoffeln (Neue)
noch Knoblauch
Olivenöl

Die Steaks trockentupfen, pfeffern und salzen. Ich nehm dafür Fleur du Sel.
Ofen auf 200 C erhitzen. Kartoffeln schälen, in bißgerechte Stücke teilen. In eine Pfanne mit Olivenöl geben, schwenken, grobes Salz auf die Kartoffeln, rein in den Ofen. Wenn noch etwa 10 Minuten gebraucht werden,
in einer Pfanne Öl heiß werden lassen. Kein Olivenöl. Ich hab dafür ein Rapsöl.
Steaks in die sehr heiße Pfanne geben, bis die Unterseite zu einem 1/4 bis 1/3 durchgezogen ist,
dann wenden, 2 Minuten Vollgas, dann Kochstelle ausdrehen, Butterstück dazu, Fleisch nachziehen lassen.

Für die Kräuterbutter die Butter weich werden lassen, Petersilie fein hacken, Knoblauch durchpressen, dazutun, mischen, formen. Man kann auch Kerbel, Estragon und anderes nehmen,zB für Fisch.

Kartoffeln aus dem Ofen nehmen, zweite Zehe ausdrücken, Karoffeln darin schwenken.
Anrichten, Salat dazu, perfekt!
Das Steak war zart und saftig und ganz entspannt, Kartoffeln hatten Kruste mit weichem Kern, die Butter fügte alles zusammen.