Hähnchen Kartoffel Salat


Das Wetter war zwar mittelmässig (es hatte auf dem Weg nach Hause geregnet), aber da morgen Himmelfahrt/Vatertag und somit frei ist, wollte ich den Abend nochmal zum Grillen benutzen. Bei Aldi fand ich Holzchips zum Räuchern für teuer Geld (4.99/Packung). Es gab vier verschiedene Holzarten, die mir alle sehr deutsch vorkamen: Buche, Birke, Eiche und Kirsche. Ich bin kein Experte, aber das einzige Holz, das für mich zum Räuchern Sinn machte, war das Holz der Kirsche.

Danach ging ich zu meinem Lieblingsmetzger und sah, dass sie noch Cordon Rouge Hähnchen aus dem Elsass von Bruno Siebert hatten. Schön war auch, dass mein Hähnchen nicht zu schwer war, und mich etwa €11,50 kostete. Das Kilo lag bei etwa €10,00/kg.

Da das Wetter sich besserte, feuerte ich den Grill an. Das Hähnchen wurde mit einer Paprika/Chili Poblano/Salz/Pfeffer Mischung eingerieben, in die Bauchhöhle gab ich eine Limette, die ich vorher vielfach mit einem Messer gepiekst hatte. Normalerweise hätte ich eine Zitrone genommen, aber ich hatte keine.

Im Kugelgrill wurden beide Kohlekörbchen gefüllt und angezündet, bis sie schön durchgeglommen waren.

Ich brachte den Temperaturfühler am Hähnchen an, zwischen Unterschenkel und Brust. Jetzt setzte ich es zwischen die beiden Körbe, damit es nur indirekte Hitze abbekommt. Mein Gerät will 85 C für ein gares Hähnchen, daran hielt ich mich. Dazu gab es eine Kartoffel, die ich in Folie einwickelte und direkt über die Glut legte und ab und zu wendete.

Nachdem das Hähnchen ein paar Minuten drin gewesen und die Holzkohlen durchgezogen waren, gab ich auf beide Körbe eine kleine Handvoll Holzchips von der Kirsche (übrigens eine Premiere für mich, gerade heute sprach ich mit einem Arbeitskollegen davon)

Das Hähnchen wurde nach der halben Temperatur auf die Brustseite gewendet (also bei 42 C Innentemperatur).

Jetzt machte ich den Salat aus Lollo bianco, Tomaten, Radieschen und Speck. Dazu gab es eine Vinaigrette aus Sherryessig, Knoblauch, Olivenöl und Senf, das sehr gut passte.

Fazit: Die 85 C sind für die Brust zuviel, sie war fast trocken, aber für den Rest war die Temperatur gut.

Die Kartoffel war durch und wurde mit Kräuterbutter serviert.

Der Salat war super und passte zu allem ganz hervorragend.

Die Kirschchips haben tatsächlich ein leichtes Raucharoma übertragen, das sehr angenehm (très agréable) war. Nicht das letzte Mal, das ich hier räuchere.

Rumpsteak Spargel Kartoffel


Heute gab es den ersten badischen Spargel (der mir ins Auge sprang). Er ist zwar immer noch teuer, weil Treibhausware, aber die 4-5 Stangen konnte ich mir gerade so leisten. Ich dachte es wäre passend, den Spargel ganz klassisch mit Rumpsteak und Kartoffeln zu servieren.

Ich bin nicht so begeistert von den üblichen Saucen, die klassischerweise zu Spargel serviert werden. Das heisst, dass ich eine Hollandaise vielleicht einmal zubereite (einmal pro Saison, also einmal im Jahr, bei vielleicht 30 Spargelgerichten im Jahr). Ganz anders verhält es sich mit einfacher Butter. In Reinform, oder wie heute als Kräuterbuttermischung finde ich es eine einfache Zubereitung, die ich ganz individuell anpassen kann.

Für den Spargel gab es eine ganz einfache Kräuterbutter mit Petersilie, Salz und Knoblauch. Die hab ich auch bei den Kartoffeln eingesetzt. Die waren vorher fast eine Stunde im Ofen. Ich habe sie so eingeschnitten, damit sie auch sicher durch sind.

Für das Rumpsteak nahm ich die Grundbutter und gab noch kleingehackten Koriander und eine halbe höllisch scharfe Thai Chili dazu. Gottseidank war das nur eine halbe Schote!

Auch wenn es noch etwas mehr als einen Monat dauert, bevor die Spargelsaison offiziell beginnt, war es ein guter Start und hat die Nerven wieder etwas beruhigt 🙂

Dicke Rippe Ofenkartoffeln Kräuterbutter Endivie


Ich war einkaufen und sah Dicke Rippen und nahm ein paar mit. Es erinnert mich immer an grillen, wenn auch die Saison fast schon vorbei ist.

Trotzdem verpasste ich ihnen einen Rub, den ich hier schon öfters beschrieben habe. Er besteht aus Paprika, Knoblauch, Zwiebel, verschiedene gemörserte Chiles (Poblano, Ancho, Cascabel, und was ich sonst so da habe), brauner Zucker, Salz und Pfeffer). Ich machte am Anfang der Grillsaison ein halbes Glas voll – etwa 230 ml, also eine ganze Menge, und jetzt geht es langsam zur Neige. Es verleiht Fleisch die Eigenschaft zu schmecken, als käme es vom Grill 🙂

Also rieb ich die dicken Rippen beidseitig ein und liess sie etwa eine Stunde im Ofen, bei 180 C, und wendete sie zweimal.

Dazu legte ich ein paar mittlere Kartoffeln, vorwiegend festkochende mit Schale. Für die Kartoffeln stellte ich eine Kräuterbutter aus frischem Majoran, Knoblauch, Salz und Mischpfeffer her (der Mischpfeffer hat nicht nur Pfefferkörner, sondern auch solche Sachen wie Piment und anderes).

Die Mahlzeit komplettierte der Rest vom Endiviensalat.

  • Dicke Rippe
  • Rub aus Paprika, Knoblauch, Zwiebel, Poblano, Ancho, Cascabel Chiles, brauner Zucker, Salz und Pfeffer
  • Kräuterbutter
  • frischer Majoran, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Gewürzbeerenmischung
  • Endiviensalat
  • 1 El Apfelessig
  • 3 El Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 El französischer grober Senf (Poupon)
  • 1 Tl Zucker
Dicke Rippe Ofenkartoffeln Kräuterbutter Endivie

Entrecote Mais Ofenkartoffel Kräuterbutter


2 Tage, eine gefühlte Ewigkeit, konnte ich nicht posten, weil meine Unterstützer-Software nicht so wie ich wollte.
Zur Erklärung und vielleicht zur Diskussion: Ich fotografiere mit der kleinsten Nikon, der D3100, die ich an sich mag. Sie ist in jedem Modus leicht zu bedienen und macht gute Fotos. Aber da ich meistens abends koche und fotografiere, gibt es zuwenig natürliches Licht, oder eben auch Kunstlicht. Und das mag ich nicht so sehr, also editiere ich nach. Nach einigen Versuchen hat sich das bei mir so eingespielt, daß die Nikon Software (View NX2) mir die Möglichkeit gibt hell-dunkel, Schärfe und die Mitten einzustellen. Vor ein paar Wochen fiel die Schneidfunktion aus (warum??), heute konnte ich die Kontrollen für Kontrast und Schärfe nicht mehr aktivieren. Wahrscheinlich übersehe ich nur eine Kleinigkeit, aber es ist schon ungewöhnlich nach 5 Jahren…
Also hab ich noch einen Ersatz, die Freeware Photoscape. Die find ich toll, nur ist es blöd, 2 Programme bedienen zu müssen, wenn eins normalerweise reichen würde.
Aber die Nikon macht ihre besten Bilder im RAW Format, der bei Nikon aber NEF heisst und ihre Software braucht. Und weil sonst niemand die Bilder anschauen kann. Also muß ich sie zum Beispiel erst als .jpg speichern und dann erst in Photoscape bearbeiten. Naja, vielleicht deinstalliere ich sie mal und pack sie mir wieder drauf – vielleicht hilft es ja.

Daraus ergibt sich der Umstand, das ich Rückstau habe, etwas das mir selten passiert. Normalerweise koch ich, fotografier ich und poste ich – alles in einem Aufwasch. jetzt zeige ich erst mal das heutige Essen.
Heute hab ich mir ein irisches Entrecote gekauft, ein wunderbares Stück Fleisch! Weil ich Mais schon vor ein paar Tagen gekauft habe, war es nicht nur logisch, sondern auch sehr angenehm, ihn dazu zu machen (Ich liebe Mais, solange er noch am Kolben hängt 🙂 )
Als dritter Akteur kam eine dicke mehligkochende Kartoffel mit Alufolie in den Ofen, etwa 80 Minuten lang.
Weil die mir so gut schmecken, schnitt ich noch eine rote Zwiebel in feine Streifen und liess die lange bei milder Hitze vor sich hin schmoren. Irgendwann gab ich eine Flaschenkappe Port dazu.
Ich war zu spät, mir noch selbst Kräuter zu kaufen, also nahm ich eine Party Mischung von Meggle mit. Die Knoblauchbutter gab es zur Kartoffel, das Steak und der Maiskolben teilten sich die Diablo Mischung.
Was soll ich erzählen? Das Gericht gibt es mehrmals, aber wenigstens einmal im Jahr muß es schon sein. Noch schöner wäre natürlich alles vom Grill gewesen, aber mit dem Schicksalsspiel im Nacken wollte ich mir das unsichere Zeitmanagement nicht antun.

Basses Côtes Kräuterbutter Kartoffeln Erbsen Champignons


Heute schaute ich wieder einmal beim Metzger Zorn vorbei und sah ein Kernstück der hohen Rippe, französisch Basses Côtes. Ein Preis von etwa €15.00/kg bedeutete €4.50 für mein Bratstück von ca. 250 g.

Davon fiel etwa 25% weg aufgrund eines Fettauges und diversen versteckten Fettstückchen und Sehnen. Trotzdem war es ein lohnenswertes Stück Fleisch mit vollem und kräftigem Geschmack, das ich wie ein Steak anbriet. Da es etwas dicker war, wurde das Steak bleu, oder rare oder blutig (was mir aber nichts ausmacht). Wobei der Ausdruck blutig der unschönste der drei ist.

Ich machte es mir einfach und bereitete eine Kräuterbutter aus Butter, Knoblauch, Petersilie, Thymian und Salz. Ich hätte noch Rosmarin dazugegeben aber ich hatte gerade keinen da.

 

Ich war auch beim Gemüsehändler gegenüber und nahm Kartoffeln, Erbsen und Champignons mit, eine Kombination, die auch eine Geschichte hat (wobei ich vergessen habe, ob ich sie schon mal erzählt habe.

Das heisst, ich habe sie 2013 schon mal erzählt, aber es gab keine Likes und keine Kommentare. Aber ich hab natürlich in der Zwischenzeit des Öfteren diese Kombi gekocht, vielleicht hab ich es irgendwann mal erwähnt:

1976-77 war ich ein Schüler in einem Internat in Heidelberg, ein Interner, also einer, der dort schlief und nur am Wochenende nach Hause durfte. Ich war aber schon 18 und neugierig auf alles (ausser Schule).

Damals gab es ein sehr angesagtes Lokal im hinteren Bereich der Hauptstrasse (Fußgängerzone) in der Nähe des Karlstors, die Sudpfanne. In der Regel drangen echte Touristen aus Japan, USA oder Frankreich nicht soweit vor, weil davor gleich zwei große touristisch ausgeschlachtete Kneipen lagen, der Ochsen und der Seppl. Die griffen zuverlässig alles ab, was nicht heimisch war.

Die Sudpfanne war sehr populär. Man konnte nicht reservieren, sondern wurde ungerührt zu wildfremden Menschen gesetzt, was aber eigentlich immer gut endete.

Das Alleinstellungsmerkmal der Sudpfanne war, außer ihrem schnell gezapften 0,2l Bitburger Pils, die Speisekarte, die in Form eines Ordners von 2 Pfund kam. Die wichtigsten Gerichte bekamen jeweils eine Seite Platz, um sich zu präsentieren. Die Hauptspeisen waren legendär groß. Das fing schon mit den Tellern an, die hatten Überbreite. Das Fleisch, oder seltener der Fisch hatten übliche Größe, aber die Beilagen füllten den Rest des Tellers bis zum Rand auf.

Und dort aß ich gerne einen „Wilddieb“, der bestand aus einem großzügigen Schweinskotelett am Knochen, aber aufgeschnitten nach Art eines Cordon Bleus, und gefüllt mit Schweizer Käse und gekochtem Schinken. Die Beilage aber bestand aus Kartoffeln (Brattiskartoffeln), Erbsen und Champignons.

In der Sudpfanne wurden die Kartoffeln angebraten, bis sie eine Kruste hatten. Das erreichte ich heute nicht, aber sie schmecken auch so.

Allerdings gab ich zu der Gemüsemischung eine Handvoll Kerbel, der dem Gemüse eine süße Komponente mitgab. Ich bin froh, es wieder einmal zubereitet zu haben 🙂

 

Nachtrag: Ich gerade die Sudpfanne gegoogelt. Ihre Speisekarte liest sich heute wie eine kleine Karte für ein einfaches Wirtshaus. Dafür ist inzwischen ein Hotel angeschlossen. Schade!

 

 

 

 

 

 

Spargel 2017!


Ich weiss, es sind noch fast 5 Wochen bis zur Eröffnung der Spargelsaison, aber rein psychologisch fand ich die Koinzidenz von Bruchsaler Spargel und Frühlingswetter (gestern 14 C, heute 17 C!) bemerkenswert und sehr positiv. Dazu kam, daß Spargel, sowieso eins der teuersten Gemüse, im Verhältnis dann doch relativ preiswert war, soll heissen, daß der Pfundpreis heute den Kilopreis auf dem Höhepunkt der Saison darstellt. Ich zahlte unter € 7 für ein Pfund.

Dazu kam, daß ich ein Rumpsteak vom Charolais Rind kaufte.

Dem Ravioliessen von gestern geschuldet, nahm ich den Rest der Zitronenbutter für die Spargel. Ein interessanter Effekt trat auf: Die Sauce war am zweiten Tag noch besser! Dadurch, daß ich sie noch weiter einkochte, wurde der Kalbsfond konzentrierter und glich Zitronensaft und Zeste sehr gut aus.

Dazu machte ich eine Kräuterbutter aus den restlichen Bärlauchblättern, die ich allerdings mit Rosmarin, Thymian und Salbeiblättern (alles frisch!) anreicherte.

Für die Spargel nahm ich ausserdem noch fein gewiegte Petersilie.

Das Steak wurde 7 Minuten auf der einen und 3 Minuten auf der anderen Seite angebraten. Es war durch und durch rosa. Die Spargel kamen in einen Spargeltopf, weil sie etwas zu lang für den normalen Topf waren.

Kartoffeln wurden geschält und in Wasser gekocht, bis sie gar waren.

Angerichtet wurden Steak mit Kräuterbutter, Spargel mit Zitronenbutter und Petersilienstreusel, und die Kartoffeln auch mit Petersilie.

 

Ich bin einfach gestrickt – das Essen heute war mit Abstand das Beste der letzten 2 Monate. Das Charolais Rumpsteak war superzart, mit intensivem Geschmack, die Kräuterbutter hat das Fleisch geadelt.

Spargel schmeckten durch die verbesserte Zitronenbutter lebendig und brachten mir den Frühling ganz nahe.

Die Kartoffeln rundeten alles schön ab und nahmen gerne die Säfte dankbar auf 🙂

Der Frühling kann kommen!

 

 

 

 

 

 

Lammkrone Bete Karotte Kartoffel


Beim Metzger Zorn gab es gestern auch eine Lammkrone, beziehungsweise, die größere Hälfte einer Ganzen. Dazu fragte ich die beiden Fleischfachverkäuferinnen, ob sie etwas hätten, aus dem ich mir eine Sauce ziehen könnte? Einer der beiden fiel ein Lammknochen mit Fleischanteil ein, den sie mir gab.

Heute briet ich diesen Knochen scharf an, gab Suppengrün und Tomatenmark dazu, ließ das karamellisieren und löschte es mit einem Viertel Barolo ab. Hier ist nicht der Reichtum ausgebrochen, aber die Flasche hab ich vor kurzer Zeit von einem Gast mitgebracht bekommen, und weil ich kein großer Rotweintrinker mehr bin und die andere Flasche Rotwein (auch ein Mitbringsel) ein Chateauneuf-du-Pape ist, hab ich jetzt ein Luxusproblem:-)

Jedenfalls wurde der Topf über die Höhe des Fleischknochens aufgefüllt und mit 2 Lorbeerblättern versehen. Der Topf blieb fast eine Stunde bei hoher Hitze auf dem Herd, aber das Fleisch war noch nicht zart und hatte noch nicht seine Kraft an die Brühe abgegeben. Ich füllte Wasser nach und gab weiterhin hohe Hitze.

Zwei Beten hatte ich, die wurden geschält und mit einer gestiftelten Karotte mit Thymian und Olivenöl und Salz in eine Alufolie verpackt und bei 200 C in den Ofen gegeben. Dazu gesellten sich ein paar Kartoffeln in der Schale, die auch nicht so groß waren.

Für eine Kräuterbutter ging ich vor die Tür und pflückte Rosmarin, Salbei und Basilikum. Drinnen gab es Knoblauch und Petersilie dazu.

Nachdem die Sauce langsam zusammenkam (nach 1.5 Sunden) seihte ich sie ab und füllte sie um. Sie war immer noch dünn, also gab ich 2 Spritzer Worcestershire Sauce, 30 ml Sahne, einen weiteren Schluck Barolo und einen kleinen Schluck Balsamico dazu. Jetzt salzte ich und probierte. Sie war gerade zusammengekommen! Ich mußte sie nur noch ganz wenig reduzieren, dann war sie perfekt.

 

Das Gemüse hatte fast eine Stunde im Ofen Zeit. Das Päckchen roch toll nach Bete und Thymian. Die Kartoffeln waren nicht nur gar, sondern die Schale war knackig geworden.

Das Fleisch hatte ich 15 Minuten vorher scharf auf allen Seiten angebraten, den Temperaturfühler platziert und auf 62 C gestellt und die Pfanne in den Ofen gegeben.

Jetzt klingelte das Gerät und ich nahm das Fleisch aus Herd und Pfanne und ließ es 5 Minuten ruhen, während ich den Rest vorbereitete.

Ich muß sagen, die Gerichte aus dem Ofen haben für mein Empfinden die besten Aromen und auch Texturen. Die Gemüse heute brauchten kein Fleisch (sagt der Fleischesser vor dem Herrn 🙂 )

Die Kräuterbutter machte die Kartoffel multi-dimensional, das Olivenöl und der Thymian die Bete und die Karotte einfach erdig-unwiderstehlich!

Vor lauter Fotos machen und dann die Koteletts auszulösen, hatte ich glatt vergessen, mir ein Glas von dem Barolo einzuschenken!

 

Lammkrone Bete Karotten Kartoffel 1

 

Lammkrone Bete Karotten Kartoffel 2

 

Lammkrone Bete Karotten Kartoffel 3

Blade Steak Kartoffeln Spargel


Bestimmt wurde das Gericht schon mal gepostet. Wenn nicht so, dann mit einem anderen Gemüse oder einer anderen Beilage. Blade Steak ist, wie Flank Steak ein tolles Fleisch zum rosa braten oder grillen. Ich hatte ein Pfund beim Metzger Zorn geholt, bevor ich nach Karlsruhe gefahren bin, um dort den Abend zu verbringen.

Nicht, daß es in KA keine guten Metzger gibt, im Gegenteil, es entwickelt sich zu einem Spezialgebiet für Grillverrückte. Aber der Metzger Zorn steht ihnen in nichts nach, und interessiert sich auch für die Grill- und dry-aged Geschichten. :-).

Grünen Spargel hatte ich schon auf dem Markt geholt – Weisser war mir dort zu teuer. Gestern hatte ich noch weissen Spargel für weniger als 5,00/Pfund, allerdings krumm und dick (kein Problem für mich), so hat der Bruchsaler Spargel heute auf dem Markt zwischen 17,00 und 19,00 das Kilo gekostet. Die zweite Wahl war nur wenig preiswerter.

Den grünen Spargel bekam ich für 4,50, es waren aber nur 300 g…

Aber egal. Beim Pfälzer nahm ich noch ein paar vorwiegend festkochende Kartoffeln mit, außerdem Schnittlauch, Petersilie, etwas frischen Thymian und ein paar Champignons.

Im Supermarkt kam dann noch eine Packung der Büffelbutter dazu, die ich schon zu Ostern zu Kräuterbutter verarbeitet hatte.

Die hab ich gleich mit etwas Petersilie, viel Schnittlauch, zerriebenem Knoblauch und einem Hauch frischem Thymian mit Salz vermischt und wieder kaltgestellt.

Die Kartoffeln wurden in grobe Quader geschnitten und erst mit Deckel gegart, dann aber in eine Pfanne mit Olivenöl gegeben, um dort eine Kruste zu entwickeln. Das ging gut, bis ich auf die dumme Idee kam, die Champignons in der gleichen Pfanne zu machen. Natürlich haben die Flüssigkeit abgegeben und die Kartoffeln verloren ihre schöne Kruste.

Zum Ausgleich nahm ich ein vorher gefundenes Gewürz, nämlich getrocknete Steinpilze im Glas mit Mahlwerk, und verteilte es über den Kartoffeln. Die rochen sofort sehr interessant.

Sie wurden ganz langsam wieder auf Temperatur gebracht und wieder krustig gebraten.

Die Spargel wurden nur nachgesalzen und so serviert, wobei ein Stück Knoblauch-Kräuterbutter darüber verteilt wurde.

Das Blade Steak wurde in einer dicken, schmiedeeisernen Pfanne (Cast iron skillet) auf beiden Seiten scharf angebraten und dann bei 150 C 15 Minuten in den Ofen geschoben.

Ich liess es dann noch 10 Minuten in Folie ruhen, wo es auch ein bißchen Saft verlor, aber sonst sehr saftig und englisch/auf den Punkt war (man sieht noch Blut auf dem Teller, aber die Kartoffeln waren deshalb umso besser).

Ich mußte es nur noch aufschneiden, die Butter auch über dem Fleisch verteilen und servieren.

Ich war mit der Anrichte nicht zufrieden, aber die Mitesserin meinte „Scheiß auf das Bild, es hat toll geschmeckt“.

Who am I to argue?

 

Blade Steak Spargel Kartoffeln Champignons

Blade Steak Gemüse Kartoffeln


Auch auf das Risiko hin, daß ich euch langweile, stell ich euch den Gang vor, den ich heute auswärts gekocht habe.

Es hat Spaß gemacht, mal wieder in der alten Heimat unterwegs zu sein – im Laden, in dem ich viele Jahre gearbeitet habe, sitzt eine Edeka Variation, der die vielen Russen im Stadtteil bedient. Das Resultat: Sehr preiswertes Gemüse, riesige Kräuterbünde für wenig Geld, und eine Menge speziell für Osteuropäer interessante Konserven, aber auch gefrorener Fisch und Fleischspezialitäten. Besonders populär heute waren Dill, Koriandergrün, Minze, Petersilie, Artischocken (mittelgroß, €0.49/St.), Saubohnen und Erbsen, alles in der Schote und frisch, dazu Tomaten, Paprikas verschiedener Art und natürlich immer noch Kohl…

Ich hatte jedenfalls meinen Einkaufsbeutel voll gemacht und gerademal 12.00 bezahlt – auf einem Markt wäre mir das teurer zu stehen gekommen – aber das seh ich morgen früh, wenn ich wieder über den Karlsruher Markt schlendern darf. Ich freu mich schon 🙂

Zu den Zutaten –

Artischocken wurden von äusseren Blättern befreit, pariert, die oberen 2 Drittel wurden abgeschnitten und das Heu mit einem Teelöffel entfernt. Ich hatte drei Stück, die anschliessend in  Zitronenwasse mit Deckel gargekocht wurden. Sie sind anfangs unansehnlich, weil sie stark anlaufen, aber wenn sie einmal gar sind, sind sie sehr hell und sauber.

Saubohnen – schon oft beschrieben, und die waren sehr schön mit mittelgrossen Kernen. Also palen (von der Schote befreien, 5 Minuten blanchieren, abkühlen lassen, äussere Haut einritzen und Kern herauspressen.

Erbsen – palen, kurz blanchieren (die hier waren klein wie petit pois – saulecker!) und beiseitestellen.

Kartoffeln in Vierteln mit Olivenöl eingerieben in einen Ofen von 200 C – etwa 30 Minuten.

Kirschtomaten in Zwiebeln und Knoblauch anbraten, mit Weisswein ablöschen, einkochen, dann die Artischockenachtel, Saubohnen und Erbsen damit tomatisieren. Wir hatten keinen Parmesan da, aber der wäre nicht verkehrt.

Die Hauptsache: Ein Blade Steak, schön marmoriert, das in einer gusseisernen Pfanne angebraten wurde, um dann im Ofen bei 100 C vollendet zu werden.

An dieser Variante ist das tomatisierte Gemüse neu, früher gab es das schon mit Fenchel, Fenchelsamen, und Dill.

Wir genossen das Mahl sehr, was mich auch gefreut hat (zu wissen, daß ich den Geschmack getroffen hatte).

Morgen gibt es eine Fortsetzung, ich weiß aber noch nicht was, ich lass mich inspirieren vom Markt!

Ach ja, das hab ich fast vergessen, es gab eine selbstgemachte Kräuterbutter mit Knoblauch, Petersilie, Schnittlauch und Salz dazu, die sowohl zum Steak als auch zu den Kartoffeln super gepasst hat.

 

Steak Saubohnen Erbsen Artischocken Kartoffeln 1

 

 

 

 

Mangalitza Kotelett Karotten Paprika Lauchzwiebel Kartoffeln


Ich hatte vor ein paar Monaten ein Mangalitza Kotelett in einem Pforzheimer Supermarkt gekauft, der wohl ungarische Wurzeln hat (Pischzan). Es gibt darin eine ganze (kleine) Abteilung mit ungarischen Spezialitäten, die importiert oder einfach nur mitgebracht sind. Alle paar Wochen sieht man außerdem ein handgemaltes Schild, das eine neue Lieferung Mangalitza Schwein ankündigt.

Jedenfalls dachte ich gestern früh daran, es rechtzeitig herauszunehmen, um es auftauen zu lassen.

Ich wollte es vor allem auch schonend garen, damit es nicht trocken würde. Zuerst wurde es in einer Grillpfanne auf beiden Seiten angegrillt, danach kam es mit dem Temperaturfühler in den Ofen. Bei Schwein ist die einzig mögliche Einstellung 79 C, die hab ich dann auch genommen.

Den Ofen hatte ich auf 100 C vorgeheizt. Es brauchte nochmal etwa 30 Minuten, bis es auf Temperatur war.

In der Zwischenzeit hab ich Karotten geschält und in Salzwasser gegart, die Lauchzwiebel mit dem Paprika, der Schalotte und dem Knoblauch in Olivenöl angebraten. Die garen Karotten kamen auch noch dazu.

Jetzt machte ich noch ein Stück Kräuterbutter mit Petersilie, Salz und Knoblauch.

Ins Gemüse gab ich jetzt 2 El Balsamico und schwenkte es einmal durch.

 

Fazit: Trotz vorsichtigem Umgang mit dem Garpunkt war das Kotelett etwas trocken/strohig. Der Geschmack hingegen war sehr gut. Die Riesenspeckschwarte, die man im Bild gut sieht, hat jedenfalls nichts genützt. Die Gemüsebeilage hat es aber dann herausgerissen, die war sehr lecker.

 

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