Spargelsuppe Kerbel


Hier mein Rezept für eine wohlschmeckende Spargelsuppe, die unkonventionell gemacht wird und auf Fett (Butter, Sahne) weitgehend verzichtet, aber von Konsistenz und Geschmack einer klassischen Spargelcremesuppe ziemlich ebenbürtig ist.

6 frische Hühnerflügel (bio)

500 g weisser Spargel (bio)

1 mittelgrosse mehligkochende Kartoffel

Salz

Kerbel

 

Die Flügel mit einem Liter Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Mit Deckel 30 Minuten kochen, dann die Spargel schälen und die Schalen zur Hühnerbrühe geben. Kartoffel schälen und ebenfalls dazugeben. Weitere 20 Minuten kochen, dann die Flügel entfernen. Jetzt die Spargel halbieren und zur Brühe geben. wieder einen Liter Wasser dazugeben und etwa 15 bis 20 Minuten köcheln, bis der Spargel weich ist. Abschmecken und gegebenenfalls nachsalzen.

Dann alles in einen Standmixer geben und 20 Sekunden durchpürieren, dadurch bildet sich auch der feine Schaum.

Mit Kerbel dekorieren und servieren 🙂

 

 

 

 

 

Hähnchenbrust Kiev grüner Spargel Drillinge


Ich hab eben nochmal nachgeschaut: Es gibt kein verbrieftes Recht, die gefüllte Brust in der Ukraine anzusiedeln, obwohl die Ukraine gerne darauf hinweist, dass sie die Erfinder waren. Das ist aber strittig.

Klassischerweise wird Dill genommen, um die Butter anzureichern, mit der die Hähnchenbrust (im Original eine Suprême, also eine Brust mit Flügel) gefüllt wird. Aber das wird wohl schon lange variiert.

Meine eigene Variante hatte Kerbel, glatte Petersilie und etwas Schnittlauch in der Butter. Ich schnitt ein kleines Loch in den Rand der Brust und formte aus der Kräuterbutter dünne Würste, die ich dann relativ einfach hineinschieben konnte. Dann wurde erst mit Mehl, dann 2x mit Ei und Panko paniert. Kein Wunder, dass die Brust später so riesig ausschaute! Anfangs hatte sie gerade mal 200 g.

Dazu gab es meinen ersten deutschen grünen Spargel (himmlisch! So viel besser als die ausländischen-weil viel frischer!) und noch ein paar Drillinge, kleine Kartoffeln in der Schale mit richtig viel Geschmack-zuerst gegart und dann in Olivenöl, Rosmarin und Thymian geschwenkt.

Für ein Freitagessen war es ziemlich genial 🙂

 

 

 

 

 

Blade Steak Spargel zweierlei Butter


Bei Metzger Zorn gab es wieder Blade und Flank Steak (an Christian: tatsächlich €34.95/kg!). Aber ich hab gottseidank kein Kilo gebraucht. Aber ein Stück vom Blade Steak nahm ich mir mit. Dann ging es zum Gemüsehändler gegenüber, um überraschenderweise preiswerten Spargel (2. Wahl, badisch, €3.50/Pf.) zu erstehen, und dazu noch ein paar Kräuter.

Der Rest ist schnell erzählt: Steak in der Pfanne angebraten, im Ofen vollendet, Spargel gedämpft, und dazwischen 2 Butterwürfel mit Aromaten angereichert.

Für den Spargel gab es Butter mit Schnittlauch und Kerbel, sehr apart!

Für das Steak gab es Butter mit gehacktem Rosmarin, Thymian, Knoblauch und Orangenzeste.

Beide Butterzubereitungen haben sehr gut zum Gericht gepasst, und es ist auch noch etwas übrig. Mit dem Fleisch muss ich mir was überlegen, das ist inzwischen sehr teuer. Vielleicht finde ich eine Alternative…

 

 

 

 

 

Ostermenü 2018


Am Ostersonntag hatte ich wieder ein paar Gäste, was inzwischen schon einer kleinen Tradition folgt. Die Gäste waren andere als die Ostern zuvor, aber nichtsdestotrotz Freunde, die ich schon sehr lange kenne.

Wir hatten ausserdem einen Ehrengast, P., der Franzose ist. R. Und ich machten einen Plan, ihn mit dem Menü etwas an seine Heimat zu erinnern 🙂

 

Die Vorspeise wollte ich vegetarisch gestalten und sah mich Samstag auf dem Markt um. Es hatte schönen Spargel und auch frische Erbsen. Bei meinem Gemüsehändler bekam ich auch frischen Kerbel und beim Geflügelmann bekam ich 10 große Eier. Aus einem Supermarkt holte ich insgesamt 500 g Butter, als hätte ich geahnt, dass ich sie noch brauchen würde. Jedenfalls schaute ich mich auf youtube um und entschloss mich eine Hollandaise zu machen und den Weißweinessig durch frischgepressten Orangensaft (eingekocht) und einem Orangenessig (von Hengstenberg) zu ersetzen. Ausserdem hatte ich die Zeste der Orange.

Das erste Mal war der Topf über dem Wasserbad so heiß, daß ich fast sofort Rührei hatte. Also nochmal Butter geschmolzen, 2 Eigelbe in die Schüssel, Essigmischung dazu und dann so kontrolliert aber auch so schnell wie möglich die flüssige Butter dazu. Ich schien schon wieder Pech zu haben und stellte die Schüssel beiseite, schlug sie aber ein paar Minuten später nochmal auf und sah, dass sie da zusammenkam.

Dann gab ich einen Tl der Zeste dazu und servierte die vorher pochierten Spargel und Erbsen mit der Sauce und etwas Kerbel.

Dieser Gang war der Einstand zum Menü und wurde sehr gelobt 🙂

 

 

 

 

Es war mir nach einigem Hin- und her klar, daß ich ein Boeuf Bourgignon machen wollte, weil es erstens sehr gut schmeckt, und zweitens nahezu ohne Arbeit gekocht werden kann. Ich hielt mich mit kleinen Ausnahmen an das klassische Rezept, in dem die Fleischstücke nicht angebraten werden und auch kein Tomatenmark bei der Saucenbindung hilft. Trotzdem gelang nach 4 Stunden langsamen Schmurgelns eine gehaltvolle Sauce. Die Zutaten waren ein gutes Kg Rinderbraten, 350 g kleine Zwiebeln, 250 g braune Champignons, 150 g Speck und eine Flasche Cotes du Rhone. Außerdem ein Bouquet garni, 6 Pfefferkörner, 2 Nelken, eine gehackte Zwiebel und eine Knoblauchzehe.

Der kleinere Teil des Specks wird angebraten, die eine gehackte Zwiebel und der Knoblauch sowie die Kräuter kommen dazu. Ich löschte danach mit Port ab, liess ihn einkochen und gab dann die Flasche Rotwein und ein Glas Rinderfond dazu. Dann gab ich das zerteilte Rindfleisch dazu. Mit angeschrägtem Deckel zog es bei kleinster Flamme etwa vier Stunden vor sich hin. Gegen Ende schmeckte ich es noch ab und dickte die Sauce mit Beurre Manier ein. Dazu machte ich ein Kartoffel Sellerie Püree. Auch dieser Gang kam sehr gut an. P. meinter, zuhause bräuchte er ein Stück Baguette, um die Sauce aufzunehmen.

 

 

 

Zum krönenden Abschluss gab es eine Tarte au Citron, deren Rezept ich interessanterweise auf dem Blog des bekannten amerikanischen Patissiers David Lebovitz fand, der seit einigen Jahren in Paris lebt und von dort berichtet und Bücher schreibt. Die größte Überraschung war das Rezept eines Pate Brise Teigs, den er von einer französischen Patissiere bekommen hatte, das alles auf den Kopf stellte , was er über Teige gelernt hatte. Die Dame hat nämlich alle Zutaten ausser dem Mehl bei 210 C in den Ofen gestellt, bis die Butter anfing braun zu werden. Dann nahm sie die Schüssel heraus, fügte das Mehl hinzu und rührte schnell das Mehl mit einer Silikon Spachtel unter. Das klappte schnell und leicht und ich benutzte den Spachtel auch noch um den Teig in die Form hineinzudrücken.

Den Rest des Rezeptes kann man unter dem Link nachlesen, es sei jetzt schon gesagt, dass auf eine Form von 23 cm 4 ganze Eier, 4 Eigelb und 250 ml Zitronensaft und die Zeste zweier Zitronen kamen. 150 g Zucker auch noch. Das Ergebnis war so, wie ich eine Tarte au Citron aus einer Patisserie in Frankreich erwarten würde. Einfach göttlich!

 

 

Zum Abschluss dieses Menüs durfte ich nochmal eine Auswahl der schönsten Käse von meinem Affineur Herrn Ruf vorstellen, da P. (und die anderen Gäste) auch große Käseliebhaber sind.

Diese Auswahl konnte ihn auch überzeugen, vor allem, weil es dazu auch einen Chateuneuf du Pape gab, der sehr gut mundete.

Die Käseauswahl beinhaltete Neufchatel, Coulommiers, Bleu d’Auvergne, Comté und einem Ziegenkäse aus der Loire, dessen Name mir gerade entfällt.

 

 

 

 

 

 

Basses Côtes Kräuterbutter Kartoffeln Erbsen Champignons


Heute schaute ich wieder einmal beim Metzger Zorn vorbei und sah ein Kernstück der hohen Rippe, französisch Basses Côtes. Ein Preis von etwa €15.00/kg bedeutete €4.50 für mein Bratstück von ca. 250 g.

Davon fiel etwa 25% weg aufgrund eines Fettauges und diversen versteckten Fettstückchen und Sehnen. Trotzdem war es ein lohnenswertes Stück Fleisch mit vollem und kräftigem Geschmack, das ich wie ein Steak anbriet. Da es etwas dicker war, wurde das Steak bleu, oder rare oder blutig (was mir aber nichts ausmacht). Wobei der Ausdruck blutig der unschönste der drei ist.

Ich machte es mir einfach und bereitete eine Kräuterbutter aus Butter, Knoblauch, Petersilie, Thymian und Salz. Ich hätte noch Rosmarin dazugegeben aber ich hatte gerade keinen da.

 

Ich war auch beim Gemüsehändler gegenüber und nahm Kartoffeln, Erbsen und Champignons mit, eine Kombination, die auch eine Geschichte hat (wobei ich vergessen habe, ob ich sie schon mal erzählt habe.

Das heisst, ich habe sie 2013 schon mal erzählt, aber es gab keine Likes und keine Kommentare. Aber ich hab natürlich in der Zwischenzeit des Öfteren diese Kombi gekocht, vielleicht hab ich es irgendwann mal erwähnt:

1976-77 war ich ein Schüler in einem Internat in Heidelberg, ein Interner, also einer, der dort schlief und nur am Wochenende nach Hause durfte. Ich war aber schon 18 und neugierig auf alles (ausser Schule).

Damals gab es ein sehr angesagtes Lokal im hinteren Bereich der Hauptstrasse (Fußgängerzone) in der Nähe des Karlstors, die Sudpfanne. In der Regel drangen echte Touristen aus Japan, USA oder Frankreich nicht soweit vor, weil davor gleich zwei große touristisch ausgeschlachtete Kneipen lagen, der Ochsen und der Seppl. Die griffen zuverlässig alles ab, was nicht heimisch war.

Die Sudpfanne war sehr populär. Man konnte nicht reservieren, sondern wurde ungerührt zu wildfremden Menschen gesetzt, was aber eigentlich immer gut endete.

Das Alleinstellungsmerkmal der Sudpfanne war, außer ihrem schnell gezapften 0,2l Bitburger Pils, die Speisekarte, die in Form eines Ordners von 2 Pfund kam. Die wichtigsten Gerichte bekamen jeweils eine Seite Platz, um sich zu präsentieren. Die Hauptspeisen waren legendär groß. Das fing schon mit den Tellern an, die hatten Überbreite. Das Fleisch, oder seltener der Fisch hatten übliche Größe, aber die Beilagen füllten den Rest des Tellers bis zum Rand auf.

Und dort aß ich gerne einen „Wilddieb“, der bestand aus einem großzügigen Schweinskotelett am Knochen, aber aufgeschnitten nach Art eines Cordon Bleus, und gefüllt mit Schweizer Käse und gekochtem Schinken. Die Beilage aber bestand aus Kartoffeln (Brattiskartoffeln), Erbsen und Champignons.

In der Sudpfanne wurden die Kartoffeln angebraten, bis sie eine Kruste hatten. Das erreichte ich heute nicht, aber sie schmecken auch so.

Allerdings gab ich zu der Gemüsemischung eine Handvoll Kerbel, der dem Gemüse eine süße Komponente mitgab. Ich bin froh, es wieder einmal zubereitet zu haben 🙂

 

Nachtrag: Ich gerade die Sudpfanne gegoogelt. Ihre Speisekarte liest sich heute wie eine kleine Karte für ein einfaches Wirtshaus. Dafür ist inzwischen ein Hotel angeschlossen. Schade!

 

 

 

 

 

 

Languste Fregola Sarda Erbsen Artischocken


Im Geschäft hatte ich mich heute mit einem Kollegen über das Abendessen unterhalten, und er meinte er würde heute Fisch machen – Catfish (Wels). Das bedeutet normalerweise, daß der Fisch schon filetiert ist und dann nach Südstaatenmanier eine Panade abbekommt. Dann meinte er noch, daß er einen Kartoffelsalat dazu reichen würde.

In dem Moment bekam ich meine eigene Inspiration und ich träumte von paniertem Fisch mit schwäbischem (badischem) Kartoffelsalat – Essig, Öl, Fleischbrühe, keine Mayo…

Daheim angekommen ging ich gleich über die Strasse, um beim italienischen Fischhändler nach Beute zu schauen.

Er aber ist immer für eine Überraschung gut. In der Theke lag nicht nur das übliche Sortiment (Miesmuscheln, Vongole, Jakobsmuscheln in der Schale, Thun in Sashimi Qualität, Schwertfisch ebenso, Seeteufel, Wolfsbarsch, Brassen, verschiedene Filets, Pulpo, kleinere Sepien, und dann lagen da etwa 10 Langusten, roh, nicht gekocht. Ich mußte fragen und er meinte, sie seien etwas teurer, etwa 10 € das Stück.

Klar ist das mehr als ich normalerweise für ein Abendessen unter der Woche ausgebe, aber wie oft bekommt man frische Langusten vor die Haustür geliefert?

Jedenfalls warf ich den Freitagfisch über den Haufen und kaufte eine Languste. Der Händler (der Papa) schenkte mir noch ein Filet eines anderen Fischs, damit ich auch satt werde. Welch Fürsorge 🙂

Ich nahm noch 2 eingelegte Artischocken mit und ging nebenan zum Gemüsehändler.

Dort erstand ich ein paar frische Erbsen (wo hat der die jetzt her?), Feldsalat, einen altrosa Radicchio und ein paar kleine leckere Tomaten, außerdem etwas Kerbel.

Salat:

Radicchioblätter

Feldsalat

Artischocken

Erbsen

Fregola Sarda

Tomaten (nicht abgebildet)

Languste

Olivenöl, Weissweinessig

 

Die Languste kochte ich etwa 5 Minuten in Wasser, schnitt sie dann der Länge nach auseinander und bemerkte, daß sie noch nicht durchgegart war. Jetzt briet ich sie in Butter auf der Fleischseite für ein paar Minuten in Butter und tröpfelte Zitronensaft über das Fleisch, nachdem ich es vom Panzer gelöst hatte.

Fazit: Languste ist immer gut. Der Salat war lecker, wenn auch ein wenig diffus im Geschmack. Es hatte schon die üblichen Elemente süß, sauer, bitter, Umami und salzig, aber sie strebten eher auseinander anstatt sich zu vereinen. Trotzdem gut, aber verbesserungswürdig. Aber ich bereue nichts 🙂

 

 

 

 

 

Duroc Kotelett Spargel Kartoffelstampf


Ich war heute im Real in Karlsruhe, weil ich dort zu tun hatte. Sehr erstaunt war ich zu sehen, daß es verschiedene Teile vom Schwein gab, vom Duroc-Schwein! Ich musste es extra googeln, aber was ich herausfand, ist daß das Duroc Schwein tatsächlich aus den USA kommt (seit etwa 1850) aber weit verbreitet ist, weil es sehr gut ist (und freilaufend).

Ich wollte das Kotelett, das eigentlich „Frenched Rack“ heisst (Frenched heisst, daß der lange Knochen vom Fleisch und Sehnen befreit wird, Rack bezieht sich auf die Gesamtheit der Koteletts, also der Anordnung der K.s am Knochen) ganz einfach anbraten und dann bei verringerter Hitze langsam fertig garen.

Also machte ich das auch. Den Spargel habe ich unten geschält und in einer Pfanne mit Wasser geköchelt. Die Kartoffeln, eine mehlige Sorte, wurden in Salzwasser gekocht und dann mit dem Stampfer bearbeitet. Dazu gab es eine Flocke Butter und Schnittlauch.

Der Spargel wurde nach seiner Garzeit ebenfalls mit einer Flocke Butter veredelt und mit dem Rest des Kerbels von gestern dekoriert.

Zum Kotelett machte ich eine Sauce aus Schalotten, Tomatenmark, Rotwein und etwas Fond.

Es hat ganz wunderbar geschmeckt! Das Schweinefleisch ist viel aromatischer als „normales“ Schweinefleisch (Ich kaufe normalerweise Schweinefleisch von der Schwäbisch-Hälle’schen Erzeugergemeinschaft, einem guten Erzeuger), allerdings auch wesentlich teurer. Mein Kotelett heute war im Angebot für €19.95, im Internet bei spezialisierten Versandspezialisten kostet das Rack €26.95. Filet liegt 40 Euro höher. Somit ist der Preis 50% höher als bei mittelpreisigem Rind.

Ich würde es wieder tun, es war so gut!

 

 

 

Spargelsaison beginnt heute!


Die Überschrift ist dieses Jahr eine sogenannte Non-News.

Wie ich schon vorher erwähnte wird sich das (späte) Datum in zukünftigen Jahren wahrscheinlich nur noch als traditionelles, aber hinfälliges und antiquiertes Datum halten können. Dieses Jahr waren alle schon 5 Wochen vorher aus den Startlöchern, heute zum offiziellen Anfang kaufte ich ein Pfund deutschen Spargels aus der Gegend für €2.50. Einen solchen niedrigen Preis habe ich in den letzten 10 Jahren nicht gezahlt.

Zur Feier des Tages, und weil es heute hier geschneit hat, mach ich einen sommerlichen Salat mit Spargel, Ei, Tomate, Erbsen, Bacon, Brot und Kerbel.

Die Zubereitung war ein abarbeiten der verschiedenen Schritte, nix kompliziertes:

Spargel schälen, in wenig Wasser mit Salz und Zucker dämpfen

Bacon rösch braten, abtropfen lassen

Eier 10 Minuten kochen, pellen

Tomaten vierteln

Erbsen palen, weich kochen

Brot in Quader schneiden, Knoblauch und Butter anbraten, Brot darin anrösten.

Kerbel zupfen, verteilen

Salatsauce anrühren aus grobem Senf (1 gehäufter El), 3 El Olivenöl und einem El Weissweinessig, napieren

Der Salat war sehr lecker. Erwar durch Spargel, Brot und Erbsen lauwarm und gerade die grobkörnige Salatsauce hat schön zum Spargel gepasst. Ansonsten war er durch Ei- und Brotbeigabe sättigend und schön anzuschauen fand ich ihn auch 🙂

Ohne Bacon ist der Salat vegetarisch, ohne Ei vegan.

 

 

 

 

 

Entenbrust Spargel Orangensauce


Heute war ich in Frankreich. Nicht weit, sondern nur über die Grenze, um beim Carrefour einzukaufen. Ich hab hauptsächlich ein Auge auf die Weine geworfen (2 elsässer Rieslinge, einen preiswerten Costieres de Nimes (rot) zum Kochen, 2 Viré Clessé (weiß) aus dem schönen Bourgogne – ein Grand Vin, den ich vor vielleicht 8 Jahren im Bourgogne kennenlernte und den Laden leerkaufte-sehr mineralisch, aber soo gut!)

Für den Magen holte ich ein Glas Rillette de Thon vom französischen Projekt Reflets de France .

Wer sich mehr für die Marke mit den regionalen Spezialitäten interessiert, kann sich im Link einlesen. Ich hab über die Jahre schon gute Erfahrungen damit gemacht und kann die Produkte empfehlen.

Dann kaufte ich eine Entenbrust (Label rouge) aus der Loué, und eine Scheibe Bauernpaté. Ein paar Stangen Spargel wartete schon darauf, endlich auf den Teller zu kommen.

Eigentlich sollte es eine ganz einfache Sache werden.

Entenbrust, Spargel und eine Sauce, die von der Sauce für Canard d’Orange abgeleitet wurde.

Entenbrust:

Hautseite einschneiden im Kreuzmuster, ohne Fett auf der Hautseite scharf anbraten, dann wenden, 1 Minute anbraten, in eine kalte Pfanne geben, Temperaturfühler anbringen (62 C), in einen vorgeheizten Ofen bei 100 C geben (braucht etwa 15-20 Minuten), dann in Alufolie wickeln, in den abgeschalteten Ofen bei offener Tür 10 Minuten ruhen lassen, dann in Tranchen schneiden.

Übrigens: Es wird immer behauptet, daß das Fleisch die Flüssigkeit umverteilt, aber das ist Bullshit! Ich habe noch nie eine Entenbrust oder ein Steak gehabt, das medium-rare gebraten wurde, und keinen Saft verloren hat. Soviel dazu!

Sauce: Zuerst eine kleine Zwiebel fein würfeln, sanft anschwitzen, mit Madeira ablöschen, einkochen, 100 ml Orangensaft und nach Belieben frische Bio-Zeste dazugeben. Ein halbes Glas oder selbst gekochten Hühnerfond dazugeben, reduzieren und ein halbes Schnapsglas Cointreau dazugeben. Wieder einkochen, dann die Zwiebeln aussieben und mit wenig Kartoffelstärke abbinden. Die ausgetretenen Fleischsäfte dazugeben und am Schluss abschmecken mit Salz, vielleicht ein paar Tropfen Essig und auf jeden Fall mit einem Stück Butter.

Spargel: Schälen, ablängen, in Wasser kochen, das sowohl Salz und Zucker im Wasser hat. Gerade bissfest kochen, dann ohne Wasser bei geschlossenem Deckel warm halten (Spargel zeitnah fertigstellen).

Am Schluß mit einem Stück Butter glacieren und etwas Kerbel über den Spargel geben.

Anrichten und fertig! Hat richtig gut geschmeckt 🙂

 

 

 

Saibling Kartoffelsalat Zuckerwurzelpüree


Freitag war ich auf einem anderen Markt. Es gibt ihn am Rathaus in der Innenstadt. Er ist kleiner als der Samstagsmarkt, besteht aber hauptsächlich aus Bio-Anbietern für Gemüse, Brot und auch Fleisch. Er hat auch einen Fleischstand der Wild- und Pferdefleisch verkauft. Hab ich auf einem Markt noch nicht gesehen.

Dort gab es auch einen Fischhändler, der Süßwasserfische aus dem Schwarzwald (von einem bestimmten Betrieb) verkaufte. Ich hatte leider keinen Kugelschreiber dabei und konnte mir deshalb auch nicht die Internetadresse merken. Jedenfalls nahm ich ein Saiblingsfilet mit, das ich eigentlich pochieren wollte. Aber dann kam die Pizza und dann das Entrecote dazwischen und ich entschloss mich gestern, den Fisch in einer Marinade einzulegen, um sicher zu gehen, daß er ob der Verzögerung nicht schlecht wird.

Ich fand ein Rezept im Internet für eine Marinade, das mir gefiel:

Zeste und Saft einer Bio-Orange

1 rote Zwiebel in dünnen Scheiben

5 Nelken

5 Pimentkörner

100 ml Weißweinessig

50 g Zucker

Prise Salz

 

Der Zucker wird karamellisiert, dann mit dem Orangensaft abgelöscht. Die Zeste kommt dazu, dann Essig, Zwiebel, Gewürze und Salz. Die Flüssigkeit wird einmal aufgekocht, dann von der Hitzequelle gezogen. Jetzt kam das Saiblingsfilet hinein und zog langsam durch. Nach ein paar Minuten hab ich den Saibling gewendet, dann in einen Behälter gegeben und kalt gestellt.

Heute wurde er herausgeholt, dazu gab es den Kartoffelsalat von gestern (heute schön durchgezogen) und die letzte Wurzel aus dem Geschenkpaket, die Zuckerwurzel. Aus ihr machte ich ein Püree. Beim Abkochen stellte ich fest, daß die Haut ganz leicht zu entfernen ist, wenn die Wurzel gar ist. Zum Pürieren benutzte ich mein kleines Zyliss Handgerät und schmeckte nur mit Salz und Zitronensaft ab.

Es fällt mir schwer, große Unterschiede zu den anderen Wurzeln zu erkennen, war die Zuckerwurzel auch ähnlich einer Artischocke, allerdings etwas süßer.

Dazu gab es ein bißchen Kerbel.

Fazit: Ursprünglich dachte ich, es sei eine gute Idee, allerdings hätte ich die Marinade schwächer machen sollen. Das Süß-Saure war sehr stark und hat den Saibling-Geschmack zwar nicht überlagert, aber doch beeinflusst. In diesem Fall war es etwas zuviel.