Lammkrone Paprika Kartoffelpüree


Gestern bekam ich beim Metzger eine schöne Lammkrone, die ich mir für heute aufsparte. Ich habe sie auf die für mich übliche Art gemacht, nämlich anbraten, mit Thymian und Rosmarin aromatisieren und dann bei etwa 140 C mit Temperaturfühler auf Temperatur bringen – in diesem Fall auf 58 C für ein “medium rare”.

Dazu gab es ein Kartoffelpüree mit Butter und einem Klecks Sahne, Salz und Muskat. Ausserdem machte ich eine Gemüsemischung aus Spitzpaprika, Artischocken und Taggiasca-Oliven mit einer kleinen Menge Passata, 2 Frühlingszwiebeln (nur das Weisse) und einer Knoblauch Salz Olivenölmischung.

Eine Sauce wollte ich für das Püree auch noch dabeihaben: Zuerst briet ich die Abschnitte der Krone scharf an, dann gab ich einen Tl Tomatenmark dazu. Ich hatte noch ein halbes Glas Kalbsfond, das gab ich jetzt dazu. Nachdem es ein wenig reduziert war, gab ich es in eine Pfanne in der ich Butter und Mehl zusammen angeschwitzt hatte. Jetzt schön ruhig rühren, wenn die Sauce anzieht, dann abschmecken.

Eine schöne Mischung mit verschiedenen Geschmacksrichtungen. Das Fleisch war durch und durch rosa und hinreissend gut.

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Lammgulasch Spitzkohl Kartoffeln


Heute konnte ich gegen 10 Uhr bei 6 C mit dem Fahrrad bei Sonnenschein auf den Markt radeln. Man möchte sagen: Ich lebe wieder! Es ist ein großer Unterschied, ob ich vermummt oder mit offener Jacke über den Turnplatz schlendern kann um den verschiedenen Händlern einen guten Tag zu wünschen.

Anlaufstelle war wie immer zuerst mein Eierhändler, aber ich kam für meine besonders großen Eier zu spät und mußte stattdessen die 2. Biogröße nehmen. aber das ist nicht weiter schlimm.

Es gab an dem Stand auch frisches Wildschwein, Lamm und Kaninchen, außerdem etliche schöne Bio Hähnchen, Perlhühner und Enten (ganz und als Brust oder Keule). Da ich heute nicht so viel Geld ausgeben wollte, entschied ich mich für ein Lammgulasch von etwa 180 g für etwa 5 Euro.

Danach ging es zu meinem Käse Affineur, Herrn Ruf, bei dem ich wieder schöne Käse mitnahm. Auch fiel mir auf, daß die ersten deutschen Sorten Spargel zu bekommen waren, allerdings für mindestens 7.95/Pfund, also für fast 16 Euro/kg. Der teuerste Spargel lag bei über 20 Euro/kg, definitiv zu teuer für mich. Ich warte noch 🙂

Ich nahm noch eine Paprika mit, der Pfälzer gab mir Rosmarin und Karotten und die Halb und halb Kartoffeln dazu. Einen halben Spitzkohl hatte ich noch daheim.

In einem REWE kaufte ich einen Guiness 6-Pack, weil ich Lust hatte, statt Rotwein, ein Stout zum ablöschen zu nehmen.

Gulasch:

180 g Lammgulasch

1 rote Zwiebel gehackt

1 Knoblauchzehe gehackt

2 El Tomatenmark

0,2 l Guinness

0,2 l Kalbsfond

1/2 Tl Kreuzkümmel

Scharf anbraten, nach dem Ablöschen Hitze auf 2 von 6 herunterfahren und langsam blubbern lassen, etwa eine Stunde. Die letzten 30 Minuten 2 Karotten in Scheiben und eine halbe Paprika in Stücken dazugeben.

Spitzkohl:

Strunk entfernen und in feine Streifen schneiden, Speck anbraten, Spitzkohl dazugeben, anbraten und mit Kalbsfond und Wasser ablöschen.

Langsam ziehen lassen, Kümmel (1/2 Tl) mörsern und dazugeben.

 

Vorwiegend festkochende Kartoffeln (3 Stück) schälen und längs teilen, dann kochen.

Abseihen, dann mit Butter, Milch, Salz und Muskat mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken.

Nachdem die Sauce eingedickt ist, servieren und mit Rettichkresse bestreuen.

Sehr lecker!

 

 

 

 

 

Rinderbäckchen Kartoffelpüree Bete Karotte


Heute war kulinarisch Einiges los. Es hatte schon letzte Woche damit angefangen, daß ich bei Metzger Zorn 1 kg Gänseschmalz ohne Grieben bestellte, weil ich versuchen wollte, ein Entenconfit herzustellen (Confit de canard). Das holte ich gestern ab und stellte es kalt. Heute konnte ich etwas früher gehen und fuhr beim großen Edeka vorbei, der regelmäßig Entenschenkel von Bruno Siebert und auch Schweinebäckchen hat. Beides war da, und von den Entenschenkeln nahm ich 4 Stück mit, damit sich die Confiererei auch lohnt. Aber es gab auch noch Rinderbäckchen, die ich dort noch nie gesehen hatte, die ich auch noch nie zubereitet habe.

Zuhause angekommen, schaute ich erst, ob ich heute noch ein Cassoulet hinbekäme, das ist ein südfranzosisches Schmorgericht mit verschiedenem Fleisch und verschiedenen Würsten mit einer speziellen Art Bohnen. Bei der Lektüre wurde mir klar, daß der Geschmack eines Cassoulets von vielen weiteren Fleischsorten abhängt, und daß ich weder das Fleisch, noch die Gäste dafür habe,.

Daraus ergab sich der Plan, die Schenkel trotzdem zu confieren, aber die Bäckchen fürs Abendessen zu schmoren.

Ohne auf ein Gericht in der nahen Zukunft zu sehr vorgreifen zu wollen, muß ich noch bemerken, daß das Gänseschmalz entgegen meiner Bestellung (reines Gänse- und Schweineschmalzgemisch) mit Grieben geliefert wurde. Ich hatte im Laden nicht nochmal nachgeschaut. Also fischte ich die mit einem Sieb heraus, nachdem das Schmalz geschmolzen war. Ich probierte eine Griebe, die war super! Eine Mischung aus Fettwürfel und brauner knackiger Zwiebel. Also hob ich die auf.

Zurück zum Rinderbäckchen. Eigentlich war es kein Bäckchen, sondern eine ausgewachsene Backe, die aber zwei Teilschnitte aufwies. Diese Schnitte komplettierte ich und bekam dadurch 4 ähnlich große Stücke Fleisch. Das tranige Fett außen schnitt ich so gut es ging weg, ansonsten hab ich es nur ohne es zu würzen angebraten.

Vorher hatte ich einen halben Bund Suppengrün in Brunoise zerlegt, eine rote Zwiebel dazu gegeben und zwei Knoblauchzehen, und die mit Tomatenmark in Olivenöl angebraten, um sie anschliessend zuerst mit Sherry und dann mit 400 ml Rotwein (ein Bordeaux aus dem Medoc) abzulöschen.

Darin bettete ich die angebratenen Backenstücke, gab den Deckel drauf und stellte es für 3 Stunden bei 160 C in den Ofen.

Kurz vor Ende der Kochzeit seihte ich einen großen Teil der Bratflüssigkeit in einen anderen Topf ab und fing an, den einzureduzieren. Beim Abschmecken gab ich einen Spritzer Essig und eine Prise Zucker dazu. Nachgesalzen hab ich auch noch. Und eine Butter geschmolzen, die ganz leicht bemehlt wurde, um eine Bindung zu bewirken.

Dazu kam die Sauce, kochte dort noch ein wenig ein und bekam noch einen Schuss Whisky, des Geschmacks wegen.

Die Kartoffeln waren in kleineren Kuben gar gekocht worden, dann mit einem Presseisen durchgedrückt und mit Muskat, Salz und Butter vermischt worden. Dann wurden sie umgefüllt und in den warmen Ofen gestellt, nachdem ich noch ein Stückchen Butter dazugegeben hatte.

Die Bete war frisch, roh und ungeschält, und in diesem Zustand kam sie in einen Topf voll Wasser und wurde bei kleiner Hitze eine Stunde gargeköchelt. Nach der halben Zeit gab ich die geschälten Karotten ins gleiche Wasser. Beide Gemüse hatten noch etwas Biss, was sehr angenehm war. Die Bete hab ich in Würfel geschnitten, auch süß-sauer angemacht, ein paar Minuten ziehen lassen und dann im Ring angerichtet, mit saurer Sahne und Dill angerichtet.

Das Kartoffelpüree kam auf den Teller und bekam ein paar krosse Grieben obenauf.

Das Essen hat total gerockt! Von dem superzarten geschmackvollen Fleisch zur tollen Sauce über die salzigen knackigen Grieben und der Doppelgemüsekombo mit russischen Anklängen…

Mir hat das ausnehmend gut geschmeckt, und ich bin froh, daß es die andere Hälfte noch gibt (mit Sauce!), die stante pede eingefroren wird 🙂

 

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Iberico gelbe Bohnen Pfifferlinge


Das großzügige Geschenk der Nichte N. (Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!) suchte eine gute Gelegenheit verspeist zu werden, und die fand sich an einem Abend mit unserem Besuch aus dem Norden.

Morgens sind wir zusammen auf den schönen Gutenbergplatz-Markt gegangen, um ein paar Zutaten zu kaufen und uns Ideen zu holen.  Die 2 Lendenstücke hab ich zum Auftauen schon vorher herausgelegt, den Saucenfond hatte ich in Form von Kalbsknochenjus auch schon.

Es gab frische Pfifferlinge und gelbe Strauchbohnen.

Die Lende hab ich kurz angebraten, um sie im Ofen rosa zu garen. Die Pfifferlinge wurden geputzt und mit Petersilie in Butter angebraten, die gelben Bohnen über Dampf gegart und mit etwas Serranoschinken aufgepimpt. Dazu hab ich ein schnelles Kartoffelpüree gemacht. Die Sauce war einfach nur ein Stückchen tiefgefrorenes Kalbsjus, das ich mit Weißwein und einem Schluck Sherry verlängert habe. Das Ergebnis war gut, eine Art überhöhte Hausmannskost, dank der guten Zutaten.

Das Fleisch war wieder sehr lecker!

Winterschmortopf 1


In den letzten paar Wochen war es so kalt, daß der Gedanke an Schmorgerichte aus einem Topf sehr reizvoll wurde.

 

In meiner Familie wurde früher dazu gerne ein Römertopf eingesetzt. Ich habe zwar die grundsätzliche Idee übernommen, aber dann doch manches anders gemacht, um zu vermeiden, daß manche Zutaten verkochen.

Die Zutaten für diesen Topf waren Schweinelende, rote  Zwiebeln, Knoblauch, breite Bohnen, roter Spitzpaprika und Kartoffelpüree.

Die Lende wird in schmale Scheiben geschnitten und mit den Zwiebeln und dem Knoblauch angebraten. Ich hab es nicht durchgebraten, sondern schnell mit Port und Weißwein abgelöscht. Nachdem der weinige Duft verflogen ist, das Fleisch vom Feuer nehmen.

Die breiten Bohnen han ich in kochendem Salzwasser blanchiert, danach in Eiswasser abgeschreckt, den Spitzpaprika hab ich mit mehr Zwiebeln langsam in Olivenöl angeschmort, bis er weich war.

Das Püree hab ich auf die übliche Weise gemacht, wobei ich gerne weniger Milch und dafür etwas mehr Butter nehme.

 

Der Rest ist schnell gemacht: Ich habe zuerst das Fleisch in ein geeignetes Gefäß gegeben, dann den Paprika, dann die Bohnen und schließlich das Ganze mit dem Püree versiegelt.

Anschließend kam es noch 45 Minuten bei 200° in den Ofen. Das Püree hab ich mit einem bißchen flüssiger Butter bestrichen.

Es hat wunderbar geschmeckt, ganz saftig, mit leckerer Sauce.