Die große Unentschlossenheit


Manchmal will ich was anders machen, oder auch etwas anderes. Ein Brückentag ist hervorragend dafür geeignet, weil man unter der Woche auf den Markt kann, und im Allgemeinen mehr Muße hat. Dann kommt etwas dazwischen und ich klammere mich an den Plan, obwohl ich in dem Moment schon weiß, daß es nix mehr wird mit dem Plan.
Wenn ich dann versuche meinen Plan noch irgendwie durchzuziehen, geht er meist in die Hose.
Heute dagegen habe ich gleich umdisponiert, um die Garzeiten und das Tüfteln zu verkürzen.
Ursprünglich wollte ich einen Boden von rohen Kartoffeln in der Art einer Pizza braten/backen und den dann mit grünem Spargel, Serranoschinken und Parmesan Belegen und ihn so servieren. Das hätte allerdings gedauert, und da wir etwas später als geplant zurückkamen, hab ich eine Variation eines Posts von vor Kurzem gemacht, dafür dann aber mit der Rinder hüfte. Ich habe noch diverse 1/8 l Saucen verschiedener Art eingefroren, das zahlt sich jetzt aus. Zu der Hüfte hab ich eine Cognacrahmsauce warmgemacht und den Saft einer Orange erst reduziert und dann hinzugefügt. Weiter eingekocht und dann napiert.
Zur Spargelpfanne ist zu sagen, daß sie grünen Spargel enthält, Schafskäsestückchen, Kartoffelkuben und Orangenzeste. Dazu Salz und Pfeffer.
Ich finde Orangen und Spargel bilden ein schönes Paar. Allerdings fällt mir gerade ein, daß ich eigentlich noch Kardamom in die Sauce hauen wollte, weil das auch diese frische Note hat. Naja, nächstes Mal.
Das Fleisch wurde ausgiebig angebraten und bei 100 C im Ofen ruhen gelassen. Mein X%&Ofen hat 120 C gemacht und so war das Fleisch nach 30 Minuten fast gar, aber noch zart.
Die Pfanne wurde angebraten, zuerst die Kartoffeln, etwa 12 Minuten, dann den Spargel, den dann zeitweise mit Deckel, am Schluß dann Feta und Schinkenstückchen. Vor dem Servieren dann die Zeste verteilen.

Wir fanden es sehr lecker und haben das Essen mit frischen Erdbeeren aus Malsch beendet, die waren so süß, die brauchten gar nichts.