Kalbsleber Breite Bohnen Fettuccine


Heute bekam ich ganz frische Kalbsleber. Die esse ich selten, aber dafür richtig gern. Ich entschied mich für eine einfache, aber leckere Variante. Dazu wird die Leber in nicht zu dicke Striefen geschnitten, gealzen und gepfeffert und anschliessend mehliert. Danach wird sie in einer Mischung aus Olivenöl und Butter angebraten, bis sie ein wenig Farbe genommen hat, dann gibt es einen Schluck Weisswein und etwa 50 ml Kalbsfond. Das wird eingekocht, bis nur noch wenig Flüssiglkeit übrig ist.

In der Zwischenzeit werden die Fettuccine gekocht, bis sie bissfest sind. Dann abseihen und ein Stückchen Butter dazugeben.

Vorher hatte ich die Breiten Bohnen schräg in dünne Streifen geschnitten und in Salzwasser gegart, dann kalt abgeschreckt. Später erwärmte ich die Bohnen mit Hilfe eines Stückchens Butter in einer Sauteuse.

Man sieht auf dem Teller kaum Sauce, aber es war genug um Leber wie Fettuccine zu benetzen 🙂

Kalbsleber Bulgur Bete Karotten Heidelbeeren


Heute morgen suchte ich in der Tiefkühltruhe etwas, das ich nicht fand. Dabei fand ich etwas, das ich nicht gesucht hatte, nämlich gefrorene Heidelbeeren.
Die hatte ich im Sinn, als ich Abends schnell einkaufen ging. Beim Gemüse sah ich frische Bete, die ich mir gut mit den Heidelbeeren vorstellen konnte, also nahm ich eine mittelgrosse Knolle mit. Dazu würden Karotten passen, also auch 2 von denen dazu.
An der Fleischtheke dachte ich erst daran eine Hähnchenbrust mitzunehmen, aber nur bis ich sah, dass der Laden frische Kalbsleber hatte. Also ein Stück Kalbsleber dazu. Da ich die Heidelbeeren zu einer Sauce geben wollte, nahm ich noch ein Glas Kalbsfond mit.

Bete in der Schale 45 Minuten köcheln, dann schälen, Karotten schälen, in Würfel schneiden und in Salzwasser köcheln, während die Bete auskühlt.
Später beides mit einem Stück Butter, etwas Salz und Zucker erwärmen und mit 2 El Weissweinessig und einem Tl Baharat abschmecken.

Bulgur in kaltes gesalzenes Wasser geben – Bulgur:Wasser 1:2, aufkochen, von der Hitze ziehen, 7 Minuten ziehen lassen, dann aufdecken, bei Bedarf etwas länger abdampfen lassen, dann ein Stück Butter und einen Spritzer Olivenöl dazugeben und umrühren.

Für die Sauce eine Schalotte fein hacken, in etwas Butter und einem Tl Tomatenmark angehen lassen, mit einem Port ablöschen, dann den Kalbsfond angiessen und auf ein Drittel reduzieren.
Etwas Kartoffelstärke mit kaltem Wasser verrühren und die Sauce leicht abbinden. Die Heidelbeeren dazugeben und kurz aufkochen. Bei Bedarf mit Salz und Zucker nachwürzen.

Die Kalbsleber salzen, in Butter anbraten (2 Minuten) wenden, und nochmals 2 Minuten anbraten, dann herausnehmen und den Teller fertigstellen.
Meine Heidelbeeren waren die kleinen echten Beeren, nicht die grossen „Kultur“ Heidelbeeren, und sie waren auch nicht so süss, deshalb der Hinweis auf eine Prise Zucker.

Vor meinem geistigen Auge sah ich das Gericht anders präsentiert, als es am Ende dann aussah. Ich hatte eigentlich gedacht, es hätte Potential zum Augenschmaus gehabt, aber der Teller war dann irritierend normal…

Kalbsleber Tagliatelle Fenchel


Heute fand ich ein gutes Angebot, nämlich Kalbsleber, die ich sehr gerne, wenn auch nicht zu oft esse. Jedenfalls überlegte ich, was ich denn noch dazu machen könnte und erinnerte mich an die Heidelbeeren, die ich eigentlich anderweitig einsetzen wollte. Ich hab es schon oft gesagt: Frucht und Fleisch geht bei mir immer, und ich probiere auch gern neue Kombis aus. So auch heute – Die Kalbsleber wurde mehliert, gesalzen und gepfeffert, dann in gut Butter angebraten, bei etwas reduzierter Temperatur, damit die Butter nicht zu braun wird. Als die Leber fast soweit war, nahm ich sie heraus und löschte die Pfanne mit Calvados ab und gab dann noch einen guten Schluck Hühnerbrühe und eine gute Handvoll Heidelbeeren dazu. Einen Teil der Beeren zerdrückte ich nachdem sie weicher geworden waren.

In anderen Pfannen und Töpfen briet ich Zwiebelspalten, auch Fenchel wurde angebraten und dann leise geschmort, in einem Topf kochte ich eine Tagliatelle mit Ei von De Cecco – sehr fein!

Die Sauce war sehr lecker mit einer schön fruchtigen Note, ohne zu süß zu sein. Ich nahm immer abwechselnd Beeren oder Zwiebel zum Fleisch, das auch einen optimalen Garpunkt hatte.

Der Fenchel hat auch gut gepasst und auch geschmeckt, wie immer, wenn ich ihn brate. Die Röstaromen machen aus Fenchel ein schmackhaftes und attraktives Gemüse.

 

 

 

 

 

Kalbsleber Quitte Kartoffeln


Da ich vor kurzem schon Mal ein Kalbsleber Rezept eingestellt habe, mach ich es kurz:

Die Leber wurde natur belassen, nur Salz und Pfeffer gab es vorher drauf.

Ich hab sie langsam angebraten, etwa 4 Minuten pro Seite. Sie war noch rosa, aber schon fest.

Nachdem sie soweit war, löschte ich die Pfanne mit Madeira ab, einem portugiesischen Süßwein, der sehr gut zu solch erdigen Genüssen wie Leber oder Niere passt. Alternativ kann man auch den sizilianischen Dessertwein Marsala nehmen, der macht auch eine geile Sauce.

 

Die Quitte liegt bestimmt schon seit 6 Wochen hier herum, hat aber keine Blessuren. Geschält und in Teile geschnitzt habe ich die Schnitze in Butter mit etwas Zucker, Vanilleschote und Sternanis angebraten und mit Wasser abgelöscht. Es dauerte etwa 20 Minuten, um die Schnitze gar zu bekommen. Allerdings schmeckten sie sehr fad. Ich gab eine halbe Zitrone dazu. Dann schmolz ich 3 El Zucker, gab Butter dazu und legte die abgetropften Schnitze hinein um sie zu karamellisieren. Eine kleine Prise Fleur de Sel kam auch dazu.

Jetzt waren sie nicht mehr fad 🙂

 

Die Kartoffeln hab ich schon öfters vorgestellt: Einfach pellen und in Kuben von etwa 1X1 cm schneiden, salzen und in Olivenöl anbraten, nicht auf höchster Stufe, aber so, daß sie Farbe nehmen. Häufig schwenken, am Schluss abtropfen.

 

Sehr leckeres Gericht! Für einen Leberliebhaber sogar ein Sonntagsgericht oder was für den Geburtstag  *g*

 

 

 

 

 

Kalbsleber Salbei Tripoline


Heute bekam ich ein Stück Kalbsleber. Ich schaute nach Zubereitungsarten, weil ich spontan nichts mehr dazuholen konnte, weil es schon zu spät war.

Vor einigen Jahren hab ich eine Kalbsleber Venezianischer Art gemacht, eine mit Salbei (und Polenta). Die Polenta hab ich mir gespart, aber ganzen getrockneten Salbei hatte ich da, den gab ich gleich in warmes Wasser, um ihm neues Leben einzuhauchen.

Die Leber schnitt ich in relativ dünne Streifen und pfefferte und salzte sie.

Dann setzte ich das Nudelwasser auf. Als die Pasta halb fertig war, briet ich die Leberstreifen und eine klein gehackte Schalotte in Olivenöl an. Nach kurzer Zeit löschte ich mit Port ab (keine Angst, die Flasche ist inzwischen fast leer, bald nehm ich etwas anderes) und goss ein bißchen Rotwein nach und ließ es einkochen.

Kurz davor hatte ich die Bete, die eine 3/4 Stunde vor sich hin geköchelt hatte, aus dem heissen Wasser entfernt und etwas abkühlen lassen. Danach wurden die beiden Knollen geschält und gewürfelt. Jetzt gab ich einen Tl Zucker und einen El Weissweinessig dazu, außerdem eine Prise Salz. Zu guter letzt gab ich einen großzügigen El geriebenen Meerrettich, den ich immer wieder mal vom Pfälzer mitnehme zur Bete, weil ich die Kombination mag und es auch einen feinen Kick dadurch bekommt 🙂

Die Leber war rosa und hat sehr angenehm geschmeckt. Durch den Port bekam die Pfütze Sauce wieder eine Grundsüsse, die ihr gut stand und den Geschmack der Leber hob (Leber wird ja gerne mit Früchten kombiniert, das ist vom Effekt her ganz ähnlich). Die Tripoline (wie Fettucine mit krausem Rand) haben super dazu gepasst, wie auch die Bete einen süß-sauren und fruchtig-scharfen Kontrast gesetzt hat. Insgesamt ein stimmiges und auch (mit Ausnahme der Bete) ein schnelles Essen.

 

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Fegato alla veneta


Kalbsleber venezianisch mit Kartoffelstampf. Im Original mit Polenta, wenn ich das richtig gelesen habe. Aber das venezianisch bezieht sich auf die Leber und deren Zubereitung.

Es braucht Zwiebeln und Salbei. In verschiedenen youtube-Beiträgen (englisch, deutsch und italienisch) wie auch in verschiedenen Kochbüchern (zB der Silberlöffel, Italien’s Standardwerk, und einigen anderen) wird es immer wieder anders gekocht. Zwiebeln sind immer dabei, Salbei nicht. Im Silberlöffel wird der durch Petersilie in den Zwiebeln ersetzt. In den meisten italienischen Rezepten fehlt die Fleischbrühe, es wird nur Weisswein verwendet. In deutschen Rezepten hingegen ist immer Fleischbrühe dabei.

Wie auch immer – Ich hab die Zwiebeln langsam in Olivenöl und Butter angehen lassen. Sie kamen bei mir von Anfang an in den Topf und nahmen trotz niedriger Temperatur Farbe, ohne rösch zu werden. Ich schmeckte die Zwiebeln mit einer Prise Salz und einem halben Tl Zucker ab, deswegen wahrscheinlich das Karamell 🙂

Ich hatte eine ziemlich ausladende Kartoffel, vorwiegend fest kochend, die schnitt ich in kleinere Würfel und kochte sie langsam gar. Dann nahm ich einen Kartoffelstampfer (der mit den Löchern)

und stampfte die Würfel mit Butter und etwas Muskat. Zuerst wollte ich auch noch Milch dazugeben, entschloss mich dann dagegen, weil ich die Kartoffel-Butter-Mischung nicht verdünnen wollte…

In der Pfanne, in der ich die Leber anbraten wollte, erhitzte ich zuerst Olivenöl und legte die Salbeiblätter hinein, um sie zu frittieren. Das klappte auch ganz gut. Dann gab ich nochmal einen Schwung Butter hinein und gab die Kalbsleber ungewürzt dazu. 3 Minuten pro Seite, dann herausnehmen, würzen und anrichten.

Den Tipp mit dem nicht vorher würzen hab ich übrigens von Frank Rosin, dem 2Sterne TV Koch. Der war, bevor er ins Fernsehen kam, und auch bevor er sein Restaurant eröffnete und Sterne einheimste, einer der Köche von e&t (essen & trinken für Nicht-Eingeweihte) und die hatten damals (und jetzt wahrscheinlich auch noch) eine Test-Küche mit verschiedenen Köchen, die Rezepte testeten und auch auf Video aufnahmen. Und die kann man heute noch ganz ohne youtube auf e&t bewundern. Er hat sich übrigens von der Art her kein bißchen verändert 🙂

Jedenfalls ist das Rezept sehr zu empfehlen, zumindest für Leute, die keine Berührungsängste bei Kalbsleber haben.

 

Fegato alla veneta 1

 

Fegato alla veneta 2

 

Fegato alla veneta 3

Kalbsleber Zwiebeln Äpfel Kartoffeln


Heute bin ich wieder außer Haus, auch morgen wird das Ostermenü außerhalb gegeben. Der Aufwand ist schon ein anderer als zu Hause. Ich bin mit Kisten, Wäschekörben und stabilen Großtüten angereist.

Aber – ich konnte viel für morgen vorbereiten und denke, daß dieses Ostermenü das entspannteste der ganzen Reihe sein wird.

Darüber aber morgen (wahrscheinlich) mehr.

Heute sah ich Kalbsleber und dachte, ich setze einen Kontrast zu den üblichen Osteressen.

Frau B. hat sie jetzt auch eine Weile nicht gegessen, und so waren die Weichen gestellt.

Ich wollte auch keine Geschmackszäune einreissen oder sonstwas, sondern nur ein leckeres Stück Leber mit tollen Zwiebeln und Apfelstücken servieren.

Frau B. mag diese kleinen Kartoffeln, die nach dem Garen noch lange in der Pfanne eine Patina bekommen, und ich fand ganz kleine im Laden.

Die Zwiebeln, 4 große rote, wurden nur halbiert und in Streifen geschnitten, kurz scharf angebraten und dann gleich auf die niedrigste Stufe gestellt. Sie blieben etwa eine halbe Stunde sich selbst überlassen und waren nur mit je einer Prise Salz und Zucker gewürzt.

Danach waren sie weich und schlonzig 🙂

Die Kartoffeln wurden erst in wenig Wasser für 15 Minuten gegart, dann in einer Pfanne mit Olivenöl ganz langsam angebraten, auch auf niedrigster Stufe.

Sie sind jedenfalls süß (und salzig, sofern man sie salzt), und schmecken sehr aromatisch.

Ich serviere sie gern mit Fleur de Sel, aber der Haushalt hatte keines. Stattdessen gab es Alpensalz, was aber mehr ein Werbegag ist.

Die Apfelschnitze briet ich eine Weile in Butter an, auch hier sowohl eine Prise Salz und Zucker.

Die Leber hab ich mit Salz und Pfeffer gewürzt, mehliert, und relativ scharf angebraten.

Schade war, daß die beiden Stücke uneben geschnitten worden waren, und deshalb auch uneben garten. Ich liess sie deshalb eine Minute länger in der Pfanne, was dem Fleisch nicht geschadet hat. Es war sehr zart und in Kombination mit Zwiebeln und Apfel sehr lecker.

 

Kalbsleber Kartoffeln Zwiebeln Äpfel 1

 

Kalbsleber Kartoffeln Zwiebeln Äpfel 2

 

Kalbsleber Kartoffeln Zwiebeln Äpfel 3

Kalbsleber Apfel-Calvados-Sauce Puy-Linsen Röstzwiebeln


Ich wußte, Samstags bin ich unterwegs, also hab ich am Freitag eine zufällig entdeckte Kalbsleber mitgenommen.

Die hat es heute gegeben.

Es war eine Scheibe von 108 g, also überschaubar, aber genug für mich, weil ich sowieso noch etwas dazu machen wollte.

Da ich vor kurzem Pasta zur Leber serviert hatte, entschied ich mich für die edlen Puy-Linsen aus Frankreich, kleine, grüne Linsen. Von denen wird immer behauptet, sie seien in 15 Minuten gar. Stimmt nicht, es sind mindestens 40 Minuten. Anfangs schwitzte ich ganz kleine Sellerie- Lauch-, Zwiebel- und Karottenbrunoise an, dann kam eine kleine Handvoll der Linsen hinein. Ohne Gewürz, ohne Salz. Nach einer gefühlten Ewigkeit waren sie so, daß man sie mit etwas Biss geniessen konnte. Danach gab ich einen fruchtigen Balsamico (2 El) zum säuern dazu, wie auch 2 Prisen Salz.

Die 2 Zwiebeln hab ich in meiner Pseudo Wok Pfanne mit 2 Löffeln mehr Öl frittiert und dann auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Die cremige Sauce besteht aus einem halben kleingeschnittenen Boskop, der in Butter weichzog und mit einer Prise Thymian aromatisiert wurde. Dann gab ich einen Schluck Calvados dazu, reduzierte das, gab noch einen Schluck Weisswein dazu und einen Löffel Creme Fraiche und pürierte die Mischung mit dem Stab.

Die Leber wurde mit Salz und Pfeffer gewürzt, dann gemehlt und in Butter angebraten, etwa 3 Minuten pro Seite.

Danach war es nur eine Frage des Anrichtens. Die Leber war gut wie immer, die Sauce lecker aber zu sämig, die Zwiebeln waren ein Highlight und die Linsen sehr gut mit süß-säuerlichem Touch.

Ursprünglich wollte ich die Äpfel eigentlich unter die Zwiebel mischen, aber die Stücke waren zu klein geschnitten und waren ruckzuck weich, deshalb hab ich mich dann umentschlossen, was die Sauce anging.

 

Kalbsleber Apfel-Calvados-Sauce Puy-Linsen Zwiebeln 1

 

Kalbsleber Apfel-Calvados-Sauce Puy-Linsen Zwiebeln 2

 

Kalbsleber Apfel-Calvados-Sauce Puy-Linsen Zwiebeln 3

Kalbsleber Fettuccine


Heute hab ich eine Kalbsleber gesehen und konnte nicht widerstehen…

Ich hab sie in Streifen geschnitten, gewürzt, gemehlt und beiseite gestellt.

Die Fettuccine kamen in kochendes gesalzenes Wasser.

Für eine Sauce hab ich 2 Schalotten klein gehackt, in Olivenöl angebraten und mit Cognac abgelöscht.

Dazu kam ein Glas Hühnerfond, das stark reduziert wurde. Ein paar Kügelchen Butter-Mehlmischung sorgten für eine

etwas dickere Mischung. Dazu ein Schluck Sahne und ein guter Teelöffel grüner Pfeffer.

Wenn die Pasta fast fertig ist, die Leberstreifen in die krachend heiße Pfanne geben, schnell wenden und schwenken.

Die Streifen warm halten, die Pfanne nochmal mit Cognac deglacieren und ein paar Kellen der Fondmischung dazugeben.

Servieren.

Wer Leber mag wird es lecker finden.

 

Kalbsleber Fettuccine 1

 

Kalbsleber Fettuccine 2

Kalbsleber Apfel Zwiebel Romano Calvados


Nach einem Vorfall im letzten Jahr wurde das Essen von Innereien gestoppt (es war nie häufig). Aber früher hab ich schon gerne mal eine Kalbsleber oder auch saure Nieren und ähnliches gegessen. Die Gerichte sind ja teilweise badische Klassiker (Saure Nierlen) und ich liebe sie, wenn ich auch nur (ned än Noigschmeckter) sondern än Zugroister bin 🙂

Aber sei es wie es wolle, ganz kann ich nicht auf manche Leckerbissen verzichten. Zur Sicherheit hab ich nochmal den eigenen Blog überprüft, da gab es gerademal vier Eintragungen für Leber in fünf Jahren. Da ich nicht alles poste, kann es sein, daß es ein paar mal öfters Leber gegeben hat, aber nicht viel öfters.

Diese Kalbsleber kam von einem guten Metzger in der Innenstadt, ziemlich teuer, aber gute Sachen. Zuhause gab es noch einem ganzen Kopf Romanosalat, sowie einen Apfel und Zwiebel. Auch hatte ich im Weihnachtsgeschäft eine Flasche Calvados gekauft (bei Aldi). Ich habe allerhand Alkoholika (Calvados, Armagnac, Orangenliqueur, Cointreau, Port, Scotch, Noilly Prat…), aber die werden nur zum kochen verwendet. Allerhöchstens gibt es manchmal einen Grappa nach dem Abschluss.

Jedenfalls- die Kalbsleber

Ich hab sie abgewaschen, getrocknet, gesalzen, gepfeffert, und gemehlt. Dann kam sie wieder in den Kühlschrank.

Der Romanosalat wurde der Länge nach halbiert und gewässert, nach 20 Minuten abgetropft und trockengeschleudert.

Der Apfel wurde geschält, in (horizontale) Scheiben geschnitten und mit dem kleinen Messer entkernt (ich habe keinen Entkerner).

Die Apfelscheiben wurden in bretonischer Butter angebraten, gesalzen und gepfeffert. Dazu kamen noch fünf getrocknete Blätter Salbei vom Sommer, die in der Butter wieder schön weich wurden.Die Apfelscheiben wurden etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze weichgebraten. Später mit 2 cl Calvados und einem EL Apfelessig abgelöscht, dann ein halbes Glas Apfelsaft dazu und einreduziert.

In einer anderen Pfanne wurde der Romano in Olivenöl zuerst gebraten, dann mit Deckel gedünstet, nachdem er gesalzen und gepfeffert wurde.

Am Schluß wurde die Kalbsleber in eine mittelheisse Pfanne mit Butter  gegeben, und langsam ausgebacken.

Ich hab sie gewendet, bevor man mir vorwerfen hätte können, daß ich den Garpunkt nicht im Auge gehabt hätte…

Anrichten war kein Problem. Der Salat ist ungewöhnlich, aber gut (ich mach ihn jetzt zum zweiten Mal). Er braucht viel Würze (kein Wunder, besteht er wahrscheinlich aus 95% Wasser), aber dann ist er ganz lecker, fast wie Spinat oder ähnliches.

Sauce war sehr gut, so einfach wie sie war.

Leber war auf den Punkt.

Ein Wort zu den Zwiebeln: Zuerst in Olivenöl langsam gegart mit Zucker und Salz, dann ein Schluck Wasser (weil die Hitze zu hoch war), dann weniger Hitze und ein guter Schuß dunkler Balsamico in die Zwiebeln. Hitze auf die Hälfte und langsam einreduzieren. Gab ganz schlonzige, süßsäuerliche Zwiebeln, die einen schönen Kontrast zu Leber und Apfel gebildet haben.

Kalbsleber Apfel Zwiebeln Romano Calvados 1

Kalbsleber Apfel Zwiebeln Romano Calvados 3