Ein schnelles Essen


Wir waren heute in der Pfalz. Wo wir wohnen, braucht man 2 Minuten vom Stadtrand in das Einkaufszentrum auf der anderen Seite des Rheins. Wir haben verschiedenes eingekauft, hatten Zeit… bis wir keine mehr hatten.
Ich hatte Kabeljau Loins (Rücken) geholt und mich mit meinem Schatz auf Ratatouille geeinigt.
5 nach 7 hab ich den Fernseher eingeschaltet, 10 vor 8 haben wir angefangen zu essen. Sie meinte das Ratatouille sei ausnahmsweise gut, weil sie noch die einzelnen Elemente auseinanderschmecken konnte.
Für mich ein sogenanntes „Left-handed compliment“. Jedenfalls ging das Ratatouille auch fast von selbst.
Ich hab in Abweichung anderer Rezepte eine kleine frische Thai-Chili hereingehackt, die war ziemlich feurig. Ich bin ziemlich immun, aber sie sagte es sei scharfDen Kabeljau hab ich in Butter und Olivenöl erst scharf, dann langsam angebraten, weil ich zwei richtig dicke Stücke von etwa 220 g hatte. Ich hab sie bestimmt 10 Minuten auf jeder Seite gelassen, und sie später noch mal rumgedreht.

Ratatouille (meins)

1 Aubergine eher kleiner
1 Zucchini
4 Knoblauchzehen
2 Rote Zwiebeln
1 Grüne Paprika
1 Dose Tomatenstücke
Herbes de Provence
Salz Pfeffer
Schluck Wein
1 Thai-Chili

Aubergine und Zucchini würfeln, Kantenlänge 3 cm, Zwiebel schälen, halbieren, Halbringe. Knoblauch hacken, mit Zwiebeln in Butter und Olivenöl andünsten, Auberginen, Zucchini und Paprika dazu, weiterduensten, wenig Weißwein dazu einkochen, Dose Tomatenstücke dazu, einkochen, Kräuter dazu. Deckel drauf, Gemüse weichkochen, dann einreduzieren (nicht bei höchster Hitze). Abschmecken mit Salz, Pfeffer und mehr Kräutern. Die wären frisch natürlich auch besser.
War trotzdem lecker mit diesem 200 g Trümmer von Loin de Cabillaud, der übrigens in die apartesten Scheibchen zerfiel, so ganz von selbst.
Keine große Küche, aber nicht schlecht für einen Freitagabend im Vorfrühling.

Sommerküche!


Letztes Wochenende hatte ich Lust etwas sommerliches zu kochen. Auf dem Markt sind momentan alle möglichen Früchte reif, so entschloß ich mich, als Vorspeise eine Entenbrust mit Kirschkompott zu machen. Ich hatte vor kurzem einen Blog von David Lebovitz gelesen, in dem er ein einfaches Kirschkompott beschreibt.
Das habe ich dann gemacht.
250g frische Kirschen, entsteint
60g Zucker
150 ml Rotwein
1 El Speisestärke
1 El Essig
in seinem Rezept sind noch Mandelextrakt und Kirsch, die hab ich weggelassen.
Man muss das Kompott einkochen lassen, bis es sämig wird, und sollte es nochmal abschmecken. Ich mag es, wenn es ein wenig säuerlich ist.
Danach hab ich die Entenbrusthaut diagonal eingeritzt, gesalzt und gepfeffert und auf der Haut gebraten. Dann umgedreht und mit der Pfanne knapp 10 Minuten in den Ofen bei 180 C.

Dazu gab es einen kleinen Salat.

Der Hauptgang war etwas raffinierter. Auf dem Markt hatte ich mir von der Fischhändlerin meines Vertrauens 6 dünne Scheiben Lachsfilet abschneiden lassen. Die waren etwa 1 cm dick. Zusätzlich hab ich dann noch ein 150g schweres Stück Kabeljau ersteigert. Das hab ich dann zu einer Farce verarbeitet.
Kabeljau in kleine Stücke schneiden, ein halber Becher Sahne, ein Eiweiß, Salz, Pfeffer in eine Häckselmaschine tun. Alles sollte kalt sein. Ich hab eine tolle handbetriebene von Fissler. Das sollte alles schnell gehen. Dann hatte ich noch Spinat gekauft, den hab ich kurz blanchiert und dann abgeschreckt und trocken gelegt. Zum konstruieren hab ich ein Blatt Filoteig mit flüssiger Butter eingepinselt, Dann die ersten 3 Scheiben vom Lachs an ein Ende gelegt, daß eine Fläche entsteht. Dann diese Fläche mit Spinat bedecken. Danach die Farce etwa 2 cm dick darauf verteilen, danach wieder Spinat. Am Schluss die 3 restlichen Lachstranchen und dann vorsichtig wälzen, damit ein Filoteigpäckchen entsteht.

Die Safransauce hab ich gemacht, indem ich die Fischabschnitte, die ich mir erbettelt habe, 20 Minuten ausgekocht habe, den Fond dann eingekocht, gesiebt und am Schluss durch ein feines Tuch passiert habe.
Von etwa 2 Litern war am Schluss noch 100 ml Flüssigkeit da, aber sehr intensiv! (Ich habe auch kein Suppengrün dazu, sondern nur Lorbeerblätter und Schalotten. Diese Flüssigkeit hab ich mit 30 ml Sahne aufgefüllt und dem warmen Wasser, in dem ich die Safranfäden aufgelöst habe. Das hab ich dann wieder reduziert, um eine sämige Sauce zu bekommen, ohne mit Dickmitteln zu arbeiten.
Die Nudeln hab ich gekauft und nach Packungsangabe zubereitet. Dazu gab es kleingeschnittenes Zucchinigemüse mit frischen Kräutern der Provence. Das grüne in der Sauce ist der Rest Spinat in pürierter Form.

Das Gericht hat im Original besser ausgehen als auf dem Foto. Das kann man gut machen, wenn mal der Chef oder sonst jemand ‚Wichtiges‘ kommt. Ist ein echter Hingucker.